News: Kurd-Laßwitz-Preis 2026 vergeben
Markus Mäurer, 13.05.2026
Außerdem in unseren SFF News: Der Phantastikpreis der Stadt Wetzlar hat nominiert und Elliot Brooks mit einem Video über Steampunk.
#1 Kurd-Laßwitz-Preis 2026: Die Gewinner*innen
Anfang der Woche wurden die Preisträger*innen für den Kurd Laßwitz Preis 2025 bekanntgegeben.
Wir freuen uns besonders, dass Karen Nölle den Preis für die Beste Übersetzung für Ursula K. Le Guins Kurzgeschichtensammlung Der Tag vor der Revolution erhalten hat.
Als Bester Roman wurde Nils Westerboer für Lyneham ausgezeichnet. Beste Erzählung wurde Nano Godt von Yvonne Tunnat (in "Weltenportal 6"). Bestes ausländisches Werk geht erneut an Becky Chambers, dieses Mal für Und hoffentlich zu lernen... Für den Besten deutschsprachigen Sachtext wurden Klaus Geus, Wolfgang Both, Horst Illmer und Klaus Scheffler (posthum) für ihr Lexikon der deutschsprachigen Science Fiction 1933-1945 gewürdigt. Beste Graphik geht an Jan Hoffmann für das Titelbild zu phantastisch! 98. Und Bestes Hörspiel an Kind aus Seide vom WDR. Alle Kategorien, Platzierungen und Gewinner*innen könnt ihr auch hier ansehen.
#2 Video: Elliot Brooks über Steampunk und Co.
Neben der Romantasy scheint aktuell vor allem LitRPG in der Fantasy im Trend zu liegen. Doch für alle, die dem Mainstream nicht folgen wollen und Schätze lieber in den verwinkelten Nischen des Genres suchen, hat die Fantasy-Booktouberin Elliot Brooks jetzt eine Einführung in den Steampunk gedreht, sowie dessen Ableger Silkpunk und Gaslamp-Fantasy. Ein Genre, das es nie so ganz aus der Nische geschafft und vor allem ästhetische Trends gesetzt hat.
#3 Phantastikpreis der Stadt Wetzlar: Longlist mit gemischtem Blick in die Zukunft
Hier übernehme ich einfach mal die Pressemitteilung:
Wetzlar (red). Die Longlist von zehn Titeln für den seit 1984 vergebenen und mit 4.000,- € dotierten Phantastikpreis der Stadt Wetzlar steht fest. Mit 171 Titeln verzeichnete der Preis so viele Einreichungen wie noch nie. „Unter so vielen guten Einreichungen die Besonderen zu finden ist jedes Jahr eine Herausforderung“, so Klaudia Seibel, Mitarbeiterin der Phantastischen Bibliothek Wetzlar und seit 2019 Koordinatorin des Preises. „In diesem Jahr traten vor allem die phantastischen Gesellschaftsentwürfe hervor: In ferner Zukunft als Neuanfang auf einer Insel in Lahea, in Paris in hundert Jahren in Indolentia simplex oder aber mit bedrückender Nähe zur Gegenwart in Deutschland wie in Gesellschaftsspiel oder 2033.“ Insgesamt zehn phantastische Bücher werden jetzt eingehend von der zwölfköpfigen Fachjury geprüft, ehe die Entscheidung für die Shortlist und dann für den Preis fällt.
39. mal wurde der Phantastikpreis der Stadt Wetzlar bereits verliehen, darunter an Carl Amery, Cornelia Funke, Wolfgang und Heike Hohlbein sowie Walter Moers; im vergangenen Jahr ging er an Nils Westerboer. Der Preis würdigt phantastische Romane, die in deutscher Sprache verfasst wurden und erstmals als gedrucktes Buch erschienen sind.
Anfang Juni wird die Fachjury die Entscheidung über die Shortlist von drei Titeln treffen. Der diesjährige Preisträger wird Ende Juni verkündet; die öffentliche Preisverleihung durch den Oberbürgermeister der Stadt Wetzlar findet voraussichtlich am 11. September 2026 im Rahmen der 42. „Wetzlarer Tage der Phantastik“ statt.
Folgende Titel sind 2026 in der engeren Auswahl für den Phantastikpreis der Stadt Wetzlar:
- Andreas Brandhorst: Messias (Heyne)
- Wieland Freund: Die Kathedrale der Vögel (Klett-Cotta)
- Sven Haupt: Der Himmel wird zur See (Eridanus)
- Ulrike Kotzina: Indolentia simplex (Edition Laurin)
- Anna Maschik: Wenn du es heimlich machen willst, musst du die Schafe töten (Luchterhand)
- Aiki Mira: Denial of Service (Fischer TOR)
- Bijan Moini: 2033 (Atrium)
- Lisa-Viktoria Niederberger: Lahea (Otto Müller Verlag)
- Bastian Schneider: Umschreibung (Sonderzahl)
- Dora Zwickau: Gesellschaftsspiel (Piper)
Markus Mäurer
Der ehemalige Sozialpädagoge und Absolvent der Nord- und Lateinamerikastudien an der FU Berlin, der seit seiner Kindheit zwischen hohen Bücherstapeln vergraben den Kopf in fremde Welten steckt, verfasst seit über zehn Jahren Rezensionen für Fantasyguide.de, ist ebenso lange im Science-Fiction- und Fantasy-Fandom unterwegs (Nickname: Pogopuschel), arbeitet seit einigen Jahren als Übersetzer phantastischer Literatur und ist auf Tor Online für das Content Management und die Redaktion verantwortlich.