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News: The Last House - Lockdown-Horror der anderen Art

Eine völlig zugewachsene Nachbarschaft, Häuser, die im Grün untergehen, in der Mitte ein kaum noch zu erkennender Weg, auf dem eine Bärin mit ihrem Jungen unterwegs ist.
© Netflix

Markus Mäurer, 16.06.2026

Außerdem in unseren SFF News: Becky Chambers im Otherland; die Frage, ob Fantasy-Serien ihren Zenit überschritten haben und die Phantastische Bibliothek calls for papers.

#1 Trailer: The Last House

Während des Lockdowns ist sicher vielen von uns die Decke auf den Kopf gefallen (ich hatte Glück, wohne ich doch direkt am Wald). Doch was, wenn wir das Haus wirklich nicht mehr hätten verlassen können? Der Frage geht der Film von Transporter-Regisseur Louis Leterrier mit Greta Lee (Past Lives) und Wagner Moura (The Secret Agent) nach. Thematisch wirkt er wie eine Mischung aus der Serie From und dem bald startenden Film The End of Oak Street. Ab dem 7. August wird der Film auf Netflix verfügbar sein.

#2 Call for Papers: Phantastische Welten erschreiben -Fanfiction zwischen Produktion und Rezeption

Letzte Chance, sich noch mit einem Thema für die 42. Wetzlarer Tage der Phantastik (11.–13. September 2026) zu bewerben. Am 22. Juni endet der Call for Papers, also der Aufruf, das Thema kurz zu schildern, dass man auf der Veranstaltung präsentieren möchte. Im Fokus steht in diesem Jahr die Fanfiction. Genauere Infos gibt es hier.

#3 Becky Chambers im Otherland

Vom 2. bis zum 5. Juli findet in Berlin die MetropolCon statt, auf deren Programm ich ja bereits hingewiesen hatte. Ehrengästin ist unter anderem Becky Chambers. Solltet ihr nicht auf die Con können, könnt ihr Chambers am 1. Juli auch in der Otherland Buchhandlung meeten und greeten. Weitere Informationen findet ihr beim Otherland.

#4 Artikel: Ist Fantasy in der Krise? Nein, Fantasy hat gewonnen!

Beim freizeit.Kurier gibt es einen Artikel von Andreas Bovelino, der der Frage nachgeht, ob die Fantasy im Serienformat ihren Zenit überschritten habe. Anlass ist der Start der dritten Staffel von House of the Dragon. Die Überschrift beantwortet ja schon die Frage. Was Fantasy wirklich gut mache, seien nicht Drachen und Burgen, sondern gut geschriebene Geschichten über Poltik, Gesellschaft, Konflikte zwischen Personen (müssen ja keine Menschen sein). Da bin ich ganz bei ihm, aber zum letzten Satz: "Wie weit dieser Trend inzwischen reicht, zeigt Christopher Nolan mit seiner Verfilmung der Odyssee. Er macht aus einem mythologisch-historischen Epos schlichtweg Fantasy", muss ich sagen, das war doch schon immer Fantasy. 

Foto: Markus Mäurer

Markus Mäurer

Der ehemalige Sozialpädagoge und Absolvent der Nord- und Lateinamerikastudien an der FU Berlin, der seit seiner Kindheit zwischen hohen Bücherstapeln vergraben den Kopf in fremde Welten steckt, verfasst seit über zehn Jahren Rezensionen für Fantasyguide.de, ist ebenso lange im Science-Fiction- und Fantasy-Fandom unterwegs (Nickname: Pogopuschel), arbeitet seit einigen Jahren als Übersetzer phantastischer Literatur und ist auf Tor Online für das Content Management und die Redaktion verantwortlich. Erreichen könnt ihr ihn auf seinem Blog Translate or Die und seiner Buchbesprechungsseite lesenswelt.de

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