Kapsel: Science Fiction aus China

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Chinesische Science Fiction im Gespräch: Online-Event mit Ken Liu und Xia Jia


Veranstaltungstipp: Kapsel holt chinesische Science Fiction nach Deutschland! Xia Jia, Ken Liu und Tim Holland sprechen am 19.9. im ACUD Berlin über die Rolle von Sprache und Poetik im digitalen Zeitalter.

Kapsel ist zurück! Nach kurzer Unterbrechung lädt die Redaktion der Zeitschrift über Science Fiction aus China zur vierten Diskussion ihrer Reihe in Berlin. Am 19. September werden im ACUD Studio die Sprache und Sinnbilder in der chinesischen Science-Fiction-Literatur ergründet und gefragt, welche Rolle die Poetik im digitalen Zeitalter spielen kann. Mit dabei: die Autorin und Wissenschaftlerin Xia Jia, der Übersetzer und Autor Ken Liu sowie der Lyriker Tim Holland. Moderieren wird die Sinologin und Autorin Lea Schneider. Dolmetscherin ist Susanne Becker-Gonnella.

Diskussionsabend am 19.9. um 16 Uhr im Kunsthaus Acud, Berlin

WICHTIG: Das Event wird gestreamt! Aufgrund der Corona-Pandemie können Xia Jia und Ken Liu nicht nach Berlin reisen. Sie werden per Video live zur Diskussion hinzugeschaltet. Die Ticketzahl ist auf 20 limitiert. Bitte schickt eure Reservierung an: hi@kapsel-magazin.de

Ausgangspunkt der Diskussion ist die Kurzgeschichte „Nachtstreifzug des Drachenpferds“ (龙马夜行) der Schriftstellerin Xia Jia (*1984) aus Xi’an. Die Ästhetik dieser Erzählung zeugt von Xia Jias Schreibkunst. In einer postapokalyptischen Welt lebt ein Roboter, halb Pferd, halb Drache, der nicht zwischen Traum und Realität unterscheiden kann. Auf seiner Reise trifft das Drachenpferd eine Fledermaus. Die neue Weggefährtin liebt die Poesie und sagt ihm im Austausch für Geschichten von früher chinesische Gedichte auf.

Hier könnt ihr die komplette Geschichte kostenlos anhören: "Nachtstreifzug des Drachenpferds" von Xia Jia

Kapsel · Xia Jia – 龙马夜行 (Nachtstreifzug des Drachenpferds)

Weiteren Gesprächsstoff liefert die Kurzgeschichte „Wie andere Spezies Bücher machen“ (The Bookmaking Habits of Select Species) des Schriftstellers Ken Liu (*1976) aus Boston. Verschiedene außerirdische Spezies und ihre Praktiken der Buchproduktion stehen im Zentrum der Erzählung. Der Text spielt mit verschiedenen Formen von Sprache und Kommunikation.

Hier könnt ihr die komplette Geschichte kostenlos anhören: „Wie andere Spezies Bücher machen“ von Ken Liu.

Kapsel · Ken Liu - Wie andere Spezies Bücher machen

Programm:

16.00 Uhr Einlass

16.15 Uhr Podiumsdiskussion mit Xia Jia, Ken Liu und Tim Holland; Moderation: Lea Schneider, Dolmetscherin; Susanne Becker-Gonnella

Das Gespräch findet auf Deutsch statt; die chinesischen Gesprächsbeiträge werden gedolmetscht.

Teilnehmer*innen:

Xia Jia [Autorin] … ist Schriftstellerin und Professorin für chinesische Literatur in Xi’an. Hinter dem Pseudonym Xia Jia verbirgt sich Dr. Wang Yao, die nicht nur Science Fiction schreibt, sondern auch zu ihr forscht, übersetzt, Drehbücher verfasst und Kreatives Schreiben unterrichtet. Sie ist die erste chinesische promovierte Wissenschaftlerin mit einer Spezialisierung auf Science Fiction. Sie lehrt an der der Xi’an Jiaotong University und war kürzlich Gastdozentin an der University of California. Ihr Stil ist bezeichnend, da er sich zwischen Science Fiction und Fantasy bewegt; ihre Sprache ist zumeist sehr lyrisch. Für sieben ihrer Erzählungen gewann sie den Galaxy-Award, Chinas bedeutendsten Science-Fiction-Award. Zuletzt erschien ihre Kurzgeschichte „In den Wolken“ (Kapsel – Fantastische Geschichten aus China Nr. 2, Fruehwerk 2018).

Ken Liu [Autor, Übersetzer] … ist eine der Schlüsselfiguren in der Vermittlung chinesischer Science Fiction über die Landesgrenzen hinaus. Er lebt und arbeitet in Boston. Nach seinem Studium an der Harvard University arbeitete er zunächst als Anwalt. Später übersetzte er Liu Cixins „Die drei Sonnen“ ins Englische. Seine Anthologie „Invisible Planets“ (2016) versammelt als erster Band dieser Art wichtige zeitgenössische Autor*innen aus dem gegenwärtigen Science-Fiction-Kosmos Chinas. Überdies ist er auch selbst als Schriftsteller tätig. Seine Texte bewegen sich an der Schnittstelle von Fantasy und Science Fiction. Bisher wurden die ersten beiden Bände seiner Seidenkrieger-Trilogie ins Deutsche übersetzt. Demnächst erscheint sein zweiter Sammelband mit Science Fiction aus China: „Zerbrochene Sterne“ (Heyne 2020).

Xia Jia

Xia Jia

Ken Liu

Ken Liu © Lisa Tang Liu

Tim Holland [Autor, Übersetzer, Verleger] …studierte nach einer Ausbildung zum Buchhändler am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Er liest, schreibt, übersetzt, lektoriert, moderiert, leitet Schreibwerkstätten und gibt Texte heraus – online und offline. Sein Debüt „vom wuchern“ wurde vom Literaturhaus Berlin als einer der „Gedichtbände des Jahres 2016“ gewürdigt. 2017 gründete er zusammen mit Tristan Marquardt den hochroth Verlag München. Zurzeit arbeitet Tim Holland an einem Science-Fiction-Versepos. Zuletzt erschien „vom wuchern“ (Gutleut Verlag 2016).

Lea Schneider [Autorin, Übersetzerin] … ist Lyrikerin, Essayistin, Übersetzerin und Sinologin. Sie wurde unter anderem mit dem Dresdner Lyrikpreis, einem Stipendium des Goethe-Institut China und einem Stipendium des Deutschen Übersetzerfonds ausgezeichnet. Ihre Anthologie „CHINABOX“ ist die erste größere Sammlung chinesischer Gegenwartslyrik in deutscher Übersetzung seit mehr als zwanzig Jahren und wurde von der Akademie für deutsche Sprache und Dichtung als „Lyrikempfehlung 2017“ prämiert. Zuletzt erschien „made in china“ (Verlagshaus Berlin 2020).

Kapsel - Gesprächsrunde

Veranstaltung im Januar: Gespräch mit Regina Kanyu Wang © Iman Azizi

Die Reihe:

Der chinesische Science-Fiction-Kosmos bringt zurzeit eine phantastische Erzählung nach der anderen hervor. In Deutschland ist über die Vielfalt und Diversität des Genres noch viel zu wenig bekannt. Mit Kapsel möchte die Redaktion Geschichten der jungen Schriftsteller*innen-Generation auf deutscher Sprache erzählen und zeigen, wie sie die Zukunft sieht.

Bei den fünf Veranstaltungen diskutieren die herausragenden Science-Fiction-Autor*innen aus China Chi Hui, Jiang Bo, Regina Kanyu Wang, Chen Qiufan und Xia Jia – viele von ihnen zum ersten Mal in Deutschland – mit dem Übersetzer und Autor Ken Liu, dem Wissenschaftler Prof. Dr. Song Mingwei, der Journalistin Liang Shuang und mit Berliner Schriftsteller*innen, Sinolog*innen sowie Aktivist*innen über Zukunft und Literatur.

Dazu gibt es Filme, Werkstätten, Konzerte, eine Ausstellung und eine Lesung. Die Schreibwerkstätten werden von der Autorin Anja Kümmel, dem Illustrator Christoph Köster und dem Lyriker Tim Holland geleitet; die Illustrationswerkstätten von Ruohan Wang und Marius Wenker.

Initiiert wurde die Reihe gemeinsam mit dem Verlag Frühwerk sowie der Initiative Acud Macht Neu. Mit Kapsel übersetzen und vermitteln die Sinologin Frederike Schneider-Vielsäcker, der Journalist Lukas Dubro, der Sinologe Felix Meyer zu Venne, der Germanist Chong Shen und der Gestalter Marius Wenker Geschichten aus dem zeitgenössischen chinesischen Science-Fiction-Kosmos und führen zugleich ein Gespräch über Literatur und Zukunft.

Nächster Termin:

11. Oktober 2020 im Acud

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