Wu Assassins

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Wu Assassins: Trailer zu Martial-Arts-Serie und weitere News


Außerdem in unseren Fantasy- und Science-Fiction-News: Die erste Abstimmungsrunde für den Deutschen Phantastik Preis und ein neuer Trailer zur Zeitreiseserie "Undone".

#1 Wu Assassins: Trailer zur übernatürlichen Martial-Arts-Serie

Die Netflix-Serie Wu Assassins ist im heutigen San Francisco angesiedelt und erzählt von Konflikten zwischen chinesischen Triaden und übernatürlichen Elementen. Hauptfigur ist der Koch Kai Jin - gespielt vom indonesischen Schauspieler Iko Uwais (The Raid) -, der der legendäre Wu Assassin sein soll und Kräfte in sich trägt, von denen er nichts ahnte, dadurch aber mit seinem Vater in Konflikt gerät, der Chef einer Triade ist. Anders als in der aktuellen historischen Kampfkunstserie Warrior (auf Sky Atlantic) die ebenfalls in San Francisco spielt, geht es hier weniger um die harte Realität, und mehr um mysthische Kräfte wie schon in Iron Fist. Die Story wirkt sehr generisch, aber immerhin mal eine Serie mit fast ausschließlich asiatischem Hauptcast. Wu Assassins wird ab dem 8. August auf Netflix verfügbar sein.

An dieser Stelle sei noch erwähnt, dass es auf Netflix auch ganz tolle Serien gibt, die direkt aus Asien stammen, wie z. B. The Rise of the Phoenixes aus China, oder Kingdom aus Korea.

Wu Assassins: Trailer

#2 Golkonda Verlag befindet sich im Insolvenzverfahren

Der Berliner Phantastik Verlag Golkonda befindet sich aktuell in einem Insolvenzverfahren. Zunächst ging dieses nur um den Esoterikverlag Scorpio, der dann Mitte Juli mit Golkonda verschmolzen wurde, inzwischen befindet sich aber der gesamte Europa Verlag, zu dem Golkonda gehört, im Insolvenzverfahren unter Eigenverwaltung und soll saniert werden. Was dies genau für Golkonda und das Verlagsprogramm bedeutet, ist noch unklar. Golkonda wurde 2010 von Hannes Riffel gegründet und hat sich schnell zu einem verlässlichen Verlag für hochwertig produzierte und anspruchsvolle Phantastik entwickelt. 2012 stieg Karlheinz Schlögl als Investor ein, 2017 wurde der Verlag dann an die Verlagsgruppe um Europa verkauft. Nach Feder & Schwert ist Golkonda bereits der zweite bekanntere Phantastikverlag, der in diesem Jahr in finanzielle Schieflage geraten ist (was mit der Pleite des Großhändlers KNV zusammenhängen könnte). Wer Golkonda unterstützen möchte, sollte weiter die tollen Bücher des Verlags kaufen.

#3 Undone: Trailer zur surrealistischen Zeitreiseserie

Undone ist eine phantastisch-surrealistische Serie, die eine ähnliche Tricktechnik verwendet wie schon Richard Linklater im philosopischen Essayfilm Waking Life und in der Philip-K.-Dick-Verfilmung A Scanner Darkly. Man nimmt real gefilmte Aufnahmen mit echten Schauspielern und legt eine Zeichentrickoptik darüber. Ralph Bakshi verwendete eine frühere Version dieser Technik schon 1978 bei seiner Verfilmung von Der Herr der Ringe. Nach einem ersten Teaser-Trailer gibt es jetzt auch einen Trailer, der mehr vom Inhalt verrät. Es geht um die junge Alma (Rosa Salazar), die nach einem Unfall ihren toten Vater (Bob Odenkirk) sieht und mit seiner Hilfe versuchen will, durch die Zeit zurück dessen Tod zu verhindern. Start von Undone ist am 13. September auf Amazon Prime.

#4 Deutscher Phantastik Preis (DPP): Abstimmung hat begonnen

Nachdem lange unklar war, wann und wie es weitergeht, hat jetzt die erste Abstimmungsrunde für den Deutschen Phantastik Preis (DPP) begonnen. Man hat ihn noch um einige Kategorien erweitert (Beste Übersetzung, Bestes deutschsprachiges Jugendbuch usw.). Die Liste dort ist keine Nominierungsliste, sondern eine reine Vorschlagsliste, es können bei der Abstimmung auch noch eigene Vorschläge eingebracht werden, aber erfahrungsgemäß haben Titel, die nicht auf der Vorschlagsliste stehen, auch keine Chance, auf der Shortlist zu landen. Die Runde läuft bis zum 31. August, ab dem 15. September beginnt dann die Hauptwahlrunde. Die Preisverleihung findet am 23. November auf der BuchBerlin statt.

"Die Apokalypse ist leider auserzählt" - Warum mehr Menschen an der Apokalypse zweifeln, je näher sie rückt

In einem aktuellen Essay auf zeit.de stellt Jo Schneider die These auf, dass die aktuelle Klimakatastrophe von immer mehr Menschen in Zweifel gezogen wird, weil das Thema Apokalypse in Form von Studien, Prognosen und Geschichten bereits auserzählt sei. Je näher die Realität an die Prognose rücken würde, desto unglaubwürdiger würde sie in den Augen Vieler. Die Lust an der Apokalypse in popkultureller Form habe also nicht vor der Krise gewarnt oder auf sie vorbereitet, sondern eher ihre Anerkennung als Fakt, als eingetretene Realität erschwert. Demgegenüber steht eine informierte Jugend, die durch Leitfiguren wie Greta Thunberg und die Fridays for Future-Bewegung, die die Zeichen der Zeit erkannt haben, während Politiker, Reaktionäre und "Skeptiker" noch im Ballsaal der Titanic tanzen, während ihnen das Wasser schon bis zur Hüfte steht.

"Neben den Wissenschaftlerinnen gibt es einen von Greta Thunberg mit Bedacht emotionalisierten Protest, der sich auf die wissenschaftliche Evidenz beruft. Dessen Wirkung ist nicht hoch genug zu schätzen, weil er das abstrakte Thema greifbar gemacht hat. Zugleich wird er aber angreifbarer, je emotionaler er wird – und je ähnlicher seine Narrative den Katastrophenszenarien aus Film und Literatur sind."

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