Matrix

© Warner Bros. Pictures

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Matrix 4 mit Keanu Reeves als Neo in Arbeit


Außerdem in unseren Fantasy- und Science-Fiction-News: Jeannette Ng über den Rassisten John W. Campbell, ein dystopischer Leseabend in Berlin und ein neuer Trailer zu "Ad Astra".

#1 Matrix 4 befindet sich in der Mache

Gerüchte über ein Reboot, Remake oder ähnliches machen schon seit einigen Jahren die Runde, jetzt ist es offiziell: Matrix 4 befindet sich in Arbeit. Federführend ist Lana Wachowski, die schon die ersten drei Teile mit ihrer Schwester Lilly drehte. Keanu Reeves und Carrie-Ann Moss sollen wieder mit dabei sein.

Der erste Teil von Matrix revolutionierte 1999 das Kino mit seiner innovativen Action-Sequenzen, die eigens für den Film entwickelt wurden (siehe Bullet Time), und zeigte mit seinem philosophischen Unterbau, dass auch ein großer Action-Blockbuster Tiefgang besitzen kann. Der Film wurde ein Instant-Klassiker, die beiden Fortsetzungen hingegen bleiben bis heute umstritten. Man darf gespannt sein, wie Wachowski die Geschichte um den Erlöser Neo fortsetzen wird.

So wirklich verwundert die Meldung allerdings nicht, sind es doch Fortsetzungen, Franchises und Remakes, die aktuell die Kinokassen dominieren. Vor allem jene von Disney. Weshalb andere Studios wie Warner Bros. natürlich verzweifelt ihre Archive nach lukrativen Franchises abklappern. Und mit der aktuellen Popularität Keanu Reeves' durch die John-Wick-Filme könnten sie damit durchaus erfolgreich sein. Das Drehbuch soll übrigens der britische Schriftsteller David Mitchell (Der Wolkenatlas) schreiben - zusammen mit Aleksandar Hemon (Lazarus)

Und hier zur Auffrischung des Gedächtnisses der Trailer zu Matrix

#2 Dystopischer Abend: Veranstaltung in Berlin

Zwischen Optimierung und Untergang, unter diesem Titel findet am 5. September am Literarische Colloquium Berlin ein dystopischer Abend mit Julia von Lucadou (Die Hochhausspringerin), Anja Kümmel (V oder Die Vierte Wand), Juan S. Guse (Miami Punk) und Philipp Schönthaler (Der Weg aller Wellen) statt. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 5, an der Abendkasse 8 Euro. Beginn ist 19.30 Uhr. 

Die Hochhausspringerin
V oder Die vierte Wand
Der Weg aller Wellen

#3 Jeannette Ng über den Rassisten John W. Campbell

Als am letzten Wochenende in Dublin die Hugo Awards verliehen wurden, vergab man gleichzeitig auch den John W. Campbell Award for Best New Writer in Science Fiction an die britische Autorin Jeannette Ng (Under the Pendulum Sun). Ng griff in ihrer Rede nach Erhalt des Preises den Namensgeber John W. Campbell scharf an und bezeichnete ihn als Rassisten. Und das durchaus zu Recht.

Seine Leistungen als Herausgeber (Astounding Science Fiction, Analog Science Fiction) und Förderer der Science Fiction sind unbestritten, seine rassistischen Äußerungen allerdings auch gut dokumentiert (siehe auch hier). Wenn die in Hongkong geborene Autorin uns in Erinnerung ruft, dass einige der Begründer dieses Genre auch ihre Schattenseiten haben, zeigt es, dass die Science Fiction durchaus noch Geschichte besitzt, die es aufzuarbeiten gilt und mit der man sich jenseits von Nostalgie und Romantisierung kritisch auseinandersetzen sollte. Denn es ist die Science Fiction eines John W. Cambell, die sich die reaktionären Kräfte um die Sad Puppies zurückwünschen. Und bei aller Liebe zum Genre sollten wir nicht blind für seine historische Entwicklung sein.

John Scalzi, der auch schon mit diesem Preis ausgezeichnet wurde, findet auf seinem Blog passende Worte dafür.

Ad Astra: I-Max-Trailer mit neuen Bildern

Am 19. September kommt der Science-Fiction-Film Ad Astra bei uns in die Kinos. Ein von Brad Pitt gespielter Astronaut begibt sich im Weltraum auf die Suche nach seinem verschollenen Vater (Tommy Lee Jones), der für einen Antimaterie-Unfall verantwortlich sein soll, der die Erde bedroht. Regie führt James Gray (Die verschollene Stadt Z). 

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