Kurzgeschichte am Fiction Friday: Aretes Feuerprobe von Stephanie Kempin

FICTION FRIDAY

Aretes Feuerprobe (Stephanie Kempin)


Wer hat eigentlich behauptet, der starke Held müsste dringend die hilflose Maid retten? In unserer PAN-Story des Monats von Stephanie Kempin haben endlich mal die Prinzessinnen die Hosen an.

Und wenn du wissen möchtest, wer oder was dieser PAN eigentlich ist, erfährst du hier mehr über das Phantastik-Autoren-Netzwerk und die Auswahljury für unsere Kurzgeschichtenkooperation.

 

***

 

Das Königreich konnte so groß sein, wie es wollte – und die Prinzessin, die es zu retten galt, konnte so hübsch sein, wie sie wollte – in dem Moment, in dem man zum ersten Mal einem ausgewachsenen Drachen gegenüberstand, rückten all diese Vorzüge in weite Ferne. So weit, dass sie sozusagen gar nicht mehr vorhanden waren.

Der Drache dagegen nahm nicht nur das ganze Blickfeld, sondern auch das gesamte Denken ein. Vor allem dann, wenn man dem ersten Feuerstoß nur um Haaresbreite entkommen war und sich in allerletzter Sekunde vor dem zweiten retten musste.

Prinz Edmund von den Westgestaden sprang hinter einen Findling, als das riesige Biest seinen flammenden Atem in seine Richtung ausstieß. Ja, Drachenatem war in der Lage, Schwerter zu schmelzen, danke der Nachfrage.

Tosend schoss das Feuer über den Prinzen hinweg, brachte eine Welle von Schwefelgeruch und sengender Hitze mit sich. Edmund machte sich so klein wie möglich, wäre am liebsten mit dem Erdboden verschmolzen – und siehe da, zu seiner Überraschung gab es eine Kuhle im Erdreich, die halb unter den Findling reichte.

Sollte der Drache in seiner Raserei darauf kommen, den Fels zu kippen, wäre der Prinz darunter eingeschlossen. Doch wenn er die bessere Deckung nicht nutzte, war es mit seinem Leben wahrscheinlich ganz vorbei. Dann bräuchte er sich immerhin keine Sorgen mehr zu machen, dass er, unrühmlich besiegt, ohne Umhang und Schwert würde zurückkehren müssen. Und vor allem: ohne Prinzessin.

Der Drache brüllte, das Verschwinden seiner Beute hatte seinen Zorn anscheinend noch weiter angestachelt. Eine erneute Feuerwalze überzeugte Edmund endgültig. Er rollte in die Kuhle, darum bemüht, keinen Laut von sich zu geben.

Eine Weile hörte er noch die schweren Schritte des Drachen, den er hätte besiegen sollten, um die Prinzessin zu retten. Noch eine Weile länger waren die Erschütterungen im Boden spürbar, als das Biest davonstampfte.

 

In seinem feuchten, nach Stein und Erde riechenden Versteck hatte Edmund Zeit, um nachzudenken. Wer hatte sich diesen Unsinn mit den Drachen nur ausgedacht? Er war kein Drachentöter, ganz und gar nicht. Er tötete überhaupt nicht, kriegerische Handlungen waren ihm zuwider, er war für Frieden und den Wohlstand, den dieser brachte. Aber er war eben auch der jüngste Sohn seines Vaters, des Königs der Westgestade. Für jüngste Söhne gab es nun einmal diese Regel: Wenn man im Leben irgendwie zu etwas kommen wollte, dann blieb nur diese Sache mit dem Drachen und der Prinzessin.

Wieso die Prinzessin ihn, Rettung hin oder her, überhaupt heiraten sollte, blieb dem Prinzen ein Rätsel. Daher hatte er seine älteren Brüder gefragt. Conrad, der Mittlere, hatte ihn lediglich ausgelacht; Rodgar, der Älteste, hatte sich immerhin zu einer Antwort herabgelassen: „Du Dummkopf, das muss sie aus lauter Dankbarkeit tun! So sind die Regeln!“

Nun, musste sie? So wollte es womöglich die Tradition, aber was, wenn diese Frau einfach nichts auf Traditionen gab? Oder, das konnte man ja vorher nun auch nicht wissen, wenn er diese Prinzessin gar nicht wollte? Man bekam sie ja schließlich erst zu sehen, wenn man an dem Drachen vorbei war …

Die Sonne schwand, in dem feuchten Erdloch wurden dem Helden wider Willen die Glieder steif. Immerhin begannen die Vögel wieder zu zwitschern, das musste ein gutes Zeichen sein. Der Boden war ebenfalls schon lange Zeit still geblieben. Etwas krabbelte über Edmunds linke Hand, und dann blieb es sitzen und kurz darauf fühlte es sich an, als würden winzige Zähnchen in seine Haut geschlagen. Er war noch nicht mal tot und sollte schon gefressen werden! Erschrocken riss er den Arm hoch und traf mit seinem Ellenbogen zielsicher eine scharfe Kante des unnachgiebigen Steins. Na großartig.

Wenn es dunkel wurde und er blutete, dann wäre es nur eine Frage der Zeit, bis der Geruch die Wölfe auf den Plan rufen würde. Oder Schlimmeres. Es gab in diesem Wald auch wahrhaft gigantische Raubvögel, die einem Menschen nicht weniger gefährlich wurden als ein Wolf. Sich denen zu stellen hätte als Mutprobe schon mehr als gereicht, fand Edmund.

Wahrscheinlich sollte er zusehen, dass er wegkam, solange er unbehelligt war. Mühsam schob sich der Prinz aus seinem Versteck heraus, Arme und Beine protestierten, als sie wieder ihre Dienste verrichten sollten. Sein Ellenbogen blutete weiterhin.

Verdammt, und das, wo er nicht einmal mehr sein Schwert hatte, um sich im Notfall zu verteidigen.

Er hatte außerdem keinen Schimmer mehr, woraus er sich einen Verband machen sollte. Sein Umhang war nun mal dem Drachen zum Opfer gefallen, aber besser der Umhang als er.

 

Edmund blieb trotzdem nur eine Wahl: So schnell wie möglich aus diesem Wald zu kommen und dabei ganz leise darauf zu hoffen, sein Pferd wiederzufinden. Das Tier scherte sich nicht um Prinzessinnen oder um Königreiche oder gar um Traditionen, und hatte beim ersten Anzeichen für die Gegenwart eines Drachen das Weite gesucht. Ob es damit feige war oder vielleicht doch klüger als sein Herr, das wollte Edmund nicht abschließend beurteilen.

Wenigstens ließ die Steifheit in seinen Gliedern nach, während er sich bewegte. Seine Lage war und blieb jedoch irgendwo zwischen miserabel mit Aussicht auf Entkommen und hoffnungslos mit Aussicht auf scharfe Zähne. Vorsichtig bewegte der Prinz sich weiter, hoffentlich in Richtung des Entkommens.

Im Halbdunkel des Waldes sah jeder Baum wie ein verzerrter Riese aus, jeder Busch wie ein kauerndes Raubtier. Jeder Windstoß, der die Zweige bewegte, erweckte die Illusion, dass sich die Bäume und Büsche von ihren angestammten Plätzen lösten und sich auf Edmund stürzen wollten. Mehr als einmal griff er reflexartig zu seinem Schwert – das nicht mehr da war. Das Einzige, was ihn davon abhielt, laut zu fluchen, war die Tatsache, dass er dann jedem Raubtier unmissverständlich den Weg gewiesen hätte.

 

Seine Rückkehr nach Hause war als Triumph vorgesehen gewesen, mit dem Drachen vor sich im Sattel und einer gut verschnürten Prinzessin – nein, Moment. So dann doch nicht. Die angespannte Konzentration auf seine Umgebung ließ sein Denken durcheinandergeraten. Wahrscheinlich trugen auch Hunger und Durst dazu bei.

Ein Luftzug streifte ihn. Ohne nachzudenken, ließ Edmund sich fallen und hörte ein empörtes Zischen. Wolfseulen. Auch das noch. Als hätte er die Raubvögel mit dem Gedanken an sie beschworen, als er sich auf den Weg gemacht hatte. Er tastete nach einem dicken Stock, schwang ihn weder sonderlich geschickt noch sehr zielgerichtet durch die Luft, um sich die angreifenden Kreaturen vom Hals zu halten. Dennoch zerriss eine Klaue den Stoff über seiner Schulter und hinterließ Wunden in der Haut darunter.

„Verschwindet! Legt euch mit dem Drachen an!“, brüllte er die Vögel an.

Und staunte nicht schlecht, als sie tatsächlich von ihm abließen. Als er das Knurren hinter sich hörte, verflog der kurze Triumph. Langsam drehte Edmund sich um.

Selbst in dem kaum vorhandenen Licht war die riesige Silhouette unverkennbar. Wie nur hatte sich dieses Biest an ihn heranpirschen können? Edmund warf seinem Stock einen resignierten Blick zu. Hob ihn dennoch, aus Prinzip, weil er nichts anderes hatte, aber nicht wie ein Feigling sterben wollte.

„Hör mal, ich wollte gerade gehen, in Ordnung?“, versuchte er es mit Diplomatie. Solange der Drache ihn nicht geröstet hatte, war er noch nicht verloren, oder? „Ich möchte nur aus diesem Wald heraus. Keine weiteren Umstände verursachen und so.“

Der Drache reckte nur ein wenig den Hals, es kostete ihn kaum ein Husten, und Edmunds Stock brannte lichterloh.

Fluchend ließ der Prinz ohne Aussicht auf ein eigenes Reich das brennende Holz fallen, versuchte, zurückzuweichen – und blieb prompt an einer Wurzel hängen. Er stolperte, und sein Kopf machte unangenehme Bekanntschaft mit einem Baum. Wenigstens würde er so nicht mehr bewusst erleben, wie der Drache ihn auffraß.

 

Als Edmund erwachte, schubste ihn eine Klaue unsanft von einer Seite zur anderen. Spielten diese verdammten Echsen etwa mit ihrem Essen?

„Vorsicht, Griselda. Mach ihn nicht kaputt. Er sieht mitgenommen genug aus.“

Hatte er nun schon Halluzinationen vor lauter Verzweiflung? Das war eindeutig eine Frauenstimme. Mit Mühe öffnete Edmund die Augen und bereute es sofort wieder. Er lag im Innenhof einer Burg, mit diversen Hindernissen zwischen sich und der Freiheit. Die Mauern, die den Hof umgaben, waren dabei ein eher geringes Problem, verglichen mit ganzen fünf Drachen, die neugierig auf ihn herabschauten.

„Keine Angst, sie fressen nur jemanden, wenn ich es ihnen sage. Na kommt, zurück mit euch. Es war schon Aufwand genug, rechtzeitig Griseldas Waldbrand zu verhindern.“

Sah der Drache, der Edmund angeschubst hatte, wirklich schuldbewusst aus? Jedenfalls zog sich das Wesen zurück – und schien dabei leicht wie eine Feder aufzutreten. Kein Stampfen, keine Erschütterung. Drachen konnten schleichen? Dann war man ja gar nicht mehr vor einem Angriff sicher … Argwöhnisch beäugte der Prinz die Kreaturen.

Als er sich dazu durchringen konnte, den Blick von den riesigen Biestern abzuwenden, konnte er auch zu den beiden jungen Frauen hinübersehen, die auf einer Decke im Gras saßen. Fast so, als würden sie ein gemütliches Picknick machen.

Da eine der beiden gerade die Drachen zurückgerufen hatte und ihm keine Berichte über Menschenfresser im Wald bekannt waren, ging er vorsichtig davon aus, dass er erstens keine der beiden retten musste und zweitens auf keiner Speisekarte mehr stand.

Zugegeben, in Anbetracht der Übermacht war ihm ohnehin nach einer weißen Fahne. Egal, was irgendeine Tradition an Heldenmut von ihm erwartet hätte.

„Wirklich beeindruckend.“ Die junge Frau mit den blonden Haaren ergriff das Wort. „Und das funktioniert immer so? Absolut zuverlässig?“

„Aber sicher.“ Die Dunkelhaarige, offenbar Herrin über die Drachen, nickte zur Bekräftigung ihrer Worte. „Jeder meiner Drachen lässt ganz sicher nur einen Prinzen zu dir durch, den du dir genauer anschauen möchtest. Alle anderen bekommen ein paar blaue Flecken und den unmissverständlichen Rat, nach Hause zu gehen. Das ist das Prinzip, das hinter Aretes Feuerprobe steht.“

„Das ist perfekt!“

Die beiden tauschten Blicke wie zwei Verschwörerinnen.

Edmund glaubte sich verhört zu haben. Aretes Feuerprobe? Er war sich sicher, dass er von Arete schon mal gehört hatte, aber sein Kopf war zu angeschlagen, um sich zu erinnern. Mit etwas Mühe richtete er sich auf und griff sich an den brummenden Schädel.

„Du musst nicht aufstehen, nur weil Damen anwesend sind“, meinte die Dunkelhaarige fröhlich. „Wir sind hier nicht so konventionell.“

Sie kam zu ihm herüber und kniete sich neben ihm ins Gras. Lieber Himmel, sie trug ja wirklich Hosen!

„Tut mir leid“, fuhr sie fort. „Also die Kopfschmerzen. Und das geschmolzene Schwert. Griselda ist noch etwas übermütig.“

„Der Drache heißt Griselda?“

„Griselda, Miko, Ellis, Trips und Niffi.“ Sie deutete nacheinander auf ihre übergroßen Haustiere. „Jungdrachen, weißt du. Griselda braucht anscheinend noch etwas Training. Mein Name ist übrigens Vellja.“

Einen Moment starrte Edmund sie lediglich mit großen Augen an. Wenn das Jungdrachen waren, wuchsen die etwa noch? Wo waren die ausgewachsenen Tiere – falls er das überhaupt wissen wollte. Und wer nannte eine Bestie, die groß wie ein Haus war und Feuer spuckte, bitteschön Niffi? Nun, die Antwort lautete offenbar: Prinzessin Vellja, die angeblich dringend vor einem Drachen gerettet werden musste. Nur, dass …

„… die Drachen da sind, um Euch zu schützen“, platzte der zweite Teil seines Gedankens aus Edmund heraus.

„Natürlich. Das beste Mittel gegen hartnäckige Verehrer, denen jemand Feuer unterm Hintern machen muss. Ich hatte überlegt, mein kleines Unternehmen hier Zukünftiger oder Zunder zu nennen, aber letzten Endes soll ja keiner sterben. Nur frei wählen. Soll ich etwa meinen Vater entscheiden lassen, wen ich mal heirate? Oder aus irgendeiner dummen Verpflichtung heraus den ersten Prinzen nehmen, der bei Vollmond durchs Tor geritten kommt?“ Sie winkte ab. „Erst war es nur so eine Idee, dann hatte ich Mitleid mit meinen Freundinnen und habe den einen oder anderen Drachen abgegeben, und mittlerweile organisieren wir sogar Entführungen in letzter Minute am Tag der Hochzeit. Der Notfallplan, sozusagen. Bei Avadrel hier haben wir zum Glück noch etwas Zeit.“ Sie schaute über die Schulter zu ihrem Gast. „Wir finden rechtzeitig den richtigen Drachen für dich, meine Liebe.“

Avadrel. Prinzessin Avadrel, liebreizende einzige Tochter vom König der südlichen Reiche. Sicher, die Männer standen wahrscheinlich längst Schlange …

Und plötzlich musste Edmund lachen. Wer hätte auch ahnen können, dass bei dem ganzen Heldentum und all diesen Prinzen, die mit stolz geschwellter Brust eine „gerettete“ Prinzessin nach Hause brachten, tatsächlich die Frauen die Fäden in der Hand hielten?

„Das ist großartig!“, prustete er.

Vellja wandte sich wieder zu Avadrel um. „Siehst du, der Drache wird schon keinen Idioten apportieren. Wie ist es mit dir, Fremder, möchtest du dir ansehen, wie wir einen passenden Drachen für diese Jungfer aussuchen, damit sie auch ordentlich in Nöte gerät? Ich verspreche, ich passe auf dich auf.“

Das freche Lächeln bei diesen Worten gefiel ihm fast so gut wie das helle Köpfchen, das sie offenbar hatte. Aus dem Züchten von Drachen einen Beruf zu machen … alle Achtung, furchtlos war sie allem Anschein nach auch noch.

„Gerne“, erwiderte er daher. „Entschuldigt meine Manieren. Mein Name ist Edmund.“

„Von den Westgestaden?“, rief Avadrel verblüfft.

Woher wusste sie … Im nächsten Moment dämmerte es ihm. Sicher, die Schlange ihrer Verehrer. Dort hatte sich auch sein Bruder Conrad eingereiht. Deswegen war der auch nicht ausgeschickt worden, einen Drachen zu besiegen: Man ging in den Westgestaden davon aus, dass er seine Prinzessin auf anderem Wege erobern würde.

Edmund, der seine beiden Brüder für Idioten hielt, machte, dass er auf die Füße kam. „Ja, von den Westgestaden. Ich sehe, die Lage ist ernst. Diese Prinzessin braucht ganz dringend einen Drachen.“

Vellja schaute ihn halb überrascht, halb erfreut an. „Offenbar verstehen wir uns“, sagte sie, und er konnte nicht anders, als ihr Lächeln zu erwidern.

 

Am Tag der Hochzeit zwischen Prinz Edmund von den Westgestaden und Prinzessin Vellja vom Roten See kam es zu einem Notfall, der keinen Aufschub duldete. Prinz Conrad verkündete während der Feierlichkeiten, sich sofort auf die Suche nach Prinzessin Avadrel zu machen. Gerade hatte ihn die Nachricht erreicht, dass sie von einem Drachen entführt worden war. Er würde sie selbstverständlich retten, das war schließlich seine Pflicht als ihr zukünftiger Verlobter. Zwar war diese Verlobung noch nicht beschlossene Sache, aber Avadrels Vater stand der Verbindung wohlwollend gegenüber. Dass jetzt ein Drache dazwischengekommen war, das sah Conrad in erster Linie als eine ärgerliche Formsache.

Die ganze Gesellschaft wurde Zeuge, wie diese heroische Ankündigung bei Braut und Bräutigam zu unerklärlichem Gelächter führte. Doch dieses Paar war ohnehin seltsam, verschwand es doch manchmal tagelang in den Wäldern, wo sich niemand hinwagte, wegen der Wolfseulen und der Drachen. Und als wäre das nicht genug, trug die Prinzessin manchmal Hosen!

Der König der Westgestade entschied daher kurzerhand, dass es die Art der beiden sein musste, ihrem Bruder viel Glück zu wünschen. Vielleicht auch ein wenig Erleichterung darüber, dass Edmund es schließlich schon geschafft hatte, seine Vellja den Klauen der Bestie zu entreißen.

Das glückliche Paar tauschte noch einige verschwörerische Blicke und die Braut errötete nach einer geflüsterten Bemerkung ihres Mannes. Einige Gäste versuchten sich in Spekulationen, was er wohl zu ihr gesagt hatte. An der richtigen Lösung waren sie jedoch alle weit vorbei:

„Meinst du, wir sollten ihn davor warnen, dass Jungdrachen noch übermütig sind?“, hatte Edmund gefragt, und Vellja hatte mit aller Kraft versucht, einen weiteren Lachanfall zu unterdrücken. Am Ende hatte sie Tränen in den Augen gehabt, ganz die ergriffene, glückliche Braut, die sich doch jeder Held wünschte. Bis auf die Sache mit den Hosen. 

 

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2019 Stephanie Kempin. Alle Rechte vorbehalten.

Über die Autorin

Autorin Stephanie Kempin

Stephanie Kempin, von klein auf bekennender Bücherwurm, hat u.a. Literaturwissenschaft studiert und anschließend den Weg als freie Lektorin und Autorin eingeschlagen.

Wenn sie nicht gerade an eigenen oder fremden Manuskripten arbeitet oder auf Messen unterwegs ist, ist sie häufig auf Konzerten oder Festivals zu finden, bei denen die meisten Besucher fröhliches Schwarz tragen.

 

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Instagram: stephanie_kempin

 

Die nächste Story erwartet Dich am Freitag, den 12. Juli, genau hier.

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