Kurzgeschichte am Fiction Friday: Das Wüstendampfschiff (Stefan Cernohuby)

© Falkenpost, Prettysleepy2, SofiLayla - pixabay

FICTION FRIDAY

Das Wüstendampfschiff (Stefan Cernohuby)


Der Hitzkopf Mahmut beobachtet mit wachsendem Unbehagen, wie seine Heimat, die Kronkolonie Aden, unter der Knute der Briten ächzt. Doch dann hat er eine Idee, wie er und seine Landsleute sich zur Wehr setzen können …

Unsere PAN-Story des Monats »Das Wüstendampfschiff« von Stefan Cernohuby ist eine exklusive Sneakpreview auf die Steampunk-Anthologie Kolonien. Welt unter Dampf, die im Oktober bei Amrûn erscheint.

Und wenn du dich fragst, wer oder was dieser PAN eigentlich ist, erfährst du hier mehr über das Phantastik-Autoren-Netzwerk und die Auswahljury für unsere Kurzgeschichtenkooperation.

 

***

Mahmut Hassanains erster Kontakt mit Dampftechnik fand statt, als er gerade fünf Jahre alt war. Niemand beobachtete ihn, als er sich dem uralten Papin’schen Topf in der Küche seiner Tante Fatima näherte. Mahmut war neugierig. Besonders faszinierte ihn, was es mit der beweglichen Querstange und dem Metallteil an der Oberseite des seltsamen Topfes auf sich hatte.

Er hob die Stange an, und dann wusste er es. Das darauf befestigte Gewicht regulierte die Stärke des Dampfdrucks, der nur dann pfeifend durch das Überdruckventil entwich, wenn der gleiche Druck im Inneren erreicht war.

Mahmuts erster Kontakt mit Dampf war schmerzhaft. Er schrie jedoch auch vor Wut, als der Kochtopf pfiff. Vor Schmerz, weil ihn der breite Dampfstrahl traf und seinen Arm verbrühte. Vor Wut, weil er den Mechanismus nicht schon vorher verstanden hatte.

Die Narben auf seinem Arm blieben. Was genauso blieb, waren die Neugier und die Faszination für Dampftechnologie und ein oftmals überkochendes Temperament.

***

Als die Briten zehn Jahre später große Dampfmaschinen von den Schiffen luden, war Mahmut begeistert. Über fünfzig Jahre hatten erst die East India Trading Company und dann Britisch-Indien die Geschicke in Aden gelenkt. Jetzt, kurz vor der Jahrhundertwende, hatte das Empire selbst das Ruder übernommen und offenbar große Pläne mit seiner »Kronkolonie Aden«.

Seine Begeisterung wich bald Frustration und wurde letztendlich zu Wut. Denn die Briten ließen ihn nicht an die Geräte heran. Sein Vater behauptete, die Briten wollten den Handelsstützpunkt in Aden mit schnellen Transportverbindungen in die Nachbarländer aufwerten.

»Sie wollen die Karawanen ersetzen und das Monopol auf Transporte. Das könnte uns das Genick brechen.« Die Mitglieder der Familie Hassanain waren schon seit Generationen Händler. Sie transportierten Waren mit Karawanen und verkauften sie.

 

Die Briten bauten tatsächlich eine Eisenbahnstrecke von Aden nach Sanaa, die mehrmals am Tag befahren wurde. Doch der große Erfolg blieb aus. Die Defekte der Lokomotiven häuften sich. Schiffe brachten wöchentlich Ersatzteile und neue Zugmaschinen. Mahmut durfte nun doch beim Entladen helfen und verdiente sich so etwas Geld. Und er hatte zumindest ab und zu ein Stück Dampftechnik in den Händen. Seine Neugier und seine Unzufriedenheit beseitigte dies jedoch nicht.

Nach einem Freitagsgebet erzählte Mahmuts Vater, dass die Briten Pläne für weitere Verbindungen in den Norden und Nordwesten verschoben hatten, bis sie die Probleme in den Griff bekämen.

»Das ist doch gut«, meinte Mahmut. »Dann werden wir bald wieder mehr Aufträge bekommen.«

Doch sein Vater schüttelte den Kopf. »Die Briten wollen den Handel hier kontrollieren. Wenn sie es nicht mit Technik können, dann auf einem anderen Weg.«

»Meinst du mit Gewalt, Vater?«, fragte Mahmut.

»Gewalt kommt später«, antwortete dieser. »Zuerst werden sie es mit Geld versuchen.«

 

»Mahmut, hast du kurz Zeit?« Der Angesprochene blickte auf. Er war auf dem Rückweg von der Moschee und hatte gerade über das Gespräch mit seinem Vater sinniert.

Es war Tariq, Sohn von Atif al-Badr. Mit beiden hatte Mahmut sehr selten Umgang. Ihnen gehörte das Land, auf das der Müll der ganzen Stadt gebracht wurde.

»Worum geht es denn?«

»Du kennst dich doch mit Dampfmaschinen aus, oder?«

Mahmut fühlte sich bei seinem Stolz gepackt. Aber gerade bei Dampf und fehlender Information ging sein Temperament mit ihm durch.

»Ja, das tue ich. Worum geht es?« Er wiederholte die Frage schärfer und mit mehr Nachdruck. Sein Vater war einer der wichtigsten Händler in der Stadt. Eine Familie, die im Müll lebte, sollte nicht glauben, dass er einfach sprang, wenn sie ihn rief.

Tariq stolperte zwei Schritte zurück. Dann verbeugte er sich kurz.

»Verzeih, Mahmut. Wir bekommen immer mehr Schrott von den Briten. Heute haben sie etwas abgeladen, das gar nicht kaputt aussieht, so ein Dampfgerät. Aber wir bekommen es nicht zum Laufen. Kannst du uns helfen?«

Dampftechnik? Schrott von Dampfmaschinen? Neugierde überkam Mahmut, doch er ließ sich nichts anmerken. »Es wird sicher nichts schaden, wenn ich einen Blick darauf werfe.«

 

Ein Dampfgrammophon. Wer kam auf die Idee, so etwas zu konstruieren?

»Kannst du das reparieren?«

Mahmut strich kurz über den seitlichen Tank und die Kokszufuhr. Sie waren warm. Offenbar hatten Tariq oder Atif versucht, das Grammophon in Gang zu setzen.

»Es hat kurz gespielt, aber dann hat es blockiert. Das Feuer ist abgebrannt, aber, Alhamdulillah, es ist nichts passiert.«

Mahmut hörte schon gar nicht mehr zu. Er entfernte den Tank und drehte danach das noch heiße Rohr, das zum Antriebsmechanismus führte, aus der Halterung. Es knirschte leicht. Er blickte hinein.

Sand. Etwas, was hier allgegenwärtig war. Er pustete durch das Röhrchen. Kurz untersuchte er die Konstruktion. Meine Güte. Was für ein Idiot musste der Erfinder sein? Er kämpfte seinen aufkeimenden Ärger nieder.

»Ich brauche ein Stück Stoff. Etwas Dünnes, Feines«, rief er Tariq zu, ohne aufzusehen. Er nahm den gesamten Mechanismus auseinander, fand aber keine Beschädigung. Dann setzte er alles wieder zusammen, befestigte aber das Stück Seide über die Zuleitung zum Verdampfer. Dann nahm er das Grammophon wieder in Betrieb. Als ein derbes englisches Lied erklang, runzelte er die Stirn.

»Es war der Sand«, rief er, über die Musik hinweg. »Er ist hier überall in der Luft und natürlich auch im Wasser. Er hat den Dampfkanal verstopft. Danach ist aller Dampf beim Überdruckventil ausgetreten.«

Er verstummte. Vor lauter Ärger hatte er eines übersehen. Das Grammophon war im Grunde keine Fehlkonstruktion. Es war nur nicht für diese Umgebung entworfen, wie alle Dampfmaschinen der Briten. Das war seine Chance …

***

Mahmuts Vater investierte viel Geld, damit Mahmut eine englische Schule besuchen konnte, akzentfreies Englisch beherrschte und auch die Naturwissenschaften kennenlernte. Mathematik, Physik und Chemie begeisterten den jungen Jemeniten, der dadurch endlich die Grundlagen zu seiner Leidenschaft für Dampftechnik erlernte. Sein hitziges Temperament brachte ihm zwar einige Probleme ein, aber seine Lehrer schätzten seinen wachen, analytischen Verstand. Die erlernte Theorie setzte er auf Atifs Schrottplatz in die Praxis um. Sie hatten vereinbart, dass Mahmut weiter defekte Geräte reparierte, wenn er dafür ein Drittel des Verkaufspreises erhielt. Zudem hatte Mahmut Atifs Sohn Tariq dazu überredet, ihm Schrott für eigene Konstruktionen zu überlassen. Er selbst lieferte das Geld aus den Reparaturen bei seinem Vater ab. Bis ihn dieser zu sich rief.

»Als ich mitbekommen habe, mit wem du dich abgibst, wollte ich zuerst einschreiten.«

»Das hast du aber nicht getan«, gab Mahmut zurück. »Warum?«

»Mir missfällt zwar die Familie, aber sowohl der Umgang mit Dampfmaschinen als auch das Geld wird für die Zukunft immer wichtiger. Ich habe mit dir in letzter Zeit nicht darüber gesprochen, wie das Geschäft läuft.«

Tatsächlich hatte Mahmuts Vater das im Detail noch nie getan.

»Ist es so schlimm?«

»Ya Allah, du machst dir keine Vorstellung, wie schlimm. Nachdem die Dampfmaschinen nicht so funktionieren, wie die Briten es wollen, haben sie fast jeden Karawanenführer unter Vertrag genommen. Wenn du eigene Waren transportieren willst, findest du kaum mehr Kamele. Alle Karawanenführer haben ihre Preise verdoppelt. Lange halten wir das nicht mehr durch. Tatsächlich haben deine Reparaturen in den letzten drei Monaten mehr abgeworfen als unser Handelshaus.«

Mahmut riss ungläubig die Augen auf, während sich Wut in ihm breitmachte. »Was sollen wir tun? Es muss doch einen Weg geben, wie wir uns gegen die Briten zur Wehr setzen können.«

Abdullah Hassanain hob resignierend die Arme. »Den kenne ich leider nicht. Entweder wir finden eine billigere Möglichkeit, Lasten zu transportieren, oder wir sind in Kürze bankrott.«

***

Während Mahmut fluchend an einem Heißwasserboiler herumschraubte – welcher Idiot wollte bei dieser Hitze und dem knappen Wasser heiß duschen –, kam ihm eine Idee. Er hielt inne und ließ den Haltebolzen fallen. Das war es.

»Verschwendung«, rief er aus.

»Wie bitte?«, fragte Tariq. Er löschte die Flamme des Schweißgeräts, als Mahmut nicht weiterarbeitete. »Stimmt was nicht?«

Mahmut sah auf. »Nein. Oder ja. Ich glaube, ich habe eine Idee.« Er verfiel in Kommandoton. »Tafel!«

Tariq sprang auf und brachte Mahmut die große Tafel, auf der sich die Skizze der Warmwasserdusche befand. Mahmut löschte sie ungeduldig aus.

»Zwei Stunden vergeudete Arbeit«, knurrte Tariq.

Mahmut ignorierte ihn. »Welches Transportmittel ist seit Jahrtausenden dafür bekannt, sicher die Wüste zu durchqueren?«

»Ein Kamel?«, riet Tariq.

»Exakt«, rief Mahmut triumphierend aus. »Warum ist ein Kamel so gut für eine Reise durch die Wüste geeignet?«

»Weil es groß ist. Stark.«

»Weiter«, forderte Mahmut.

»Weil es gehorsam ist. Und treu«, versuchte es Tariq weiter. Doch Mahmut war noch nicht zufrieden.

»Weil es sehr lange mit seinem Wasser auskommt«, überlegte Tariq.

»Das ist es. Sparsam. Genau, was die Maschinen der Briten nicht sein können.« Wild begann Mahmut auf der Tafel zu skizzieren. Er entwarf eine theoretische Konstruktion, mit vielen Fragezeichen, Winkel- und Längenangaben. Tariq blickte fasziniert zu. Mehrfach löschte Mahmut ganze Teile und skizzierte sie neu. Dann wirkte er zufrieden und trat einen Schritt zurück. Zum ersten Mal sah er Tariq ins Gesicht.

»Na, was hältst du davon?«

Tariqs Gesichtsausdruck verriet, dass er nicht einmal die Hälfte von dem verstand, was Mahmut an die Tafel geschmiert hatte. Aber er wirkte beeindruckt, als er antwortete.

»Du bist komplett verrückt.«

***

Mahmut hatte mit niemandem außer mit seinen Eltern, Tariq und Atif über seine Idee gesprochen. Aber ihm war sofort klar, dass er nicht die Mittel hatte, seine Entwürfe umzusetzen. Er musste zu den Briten gehen und zu deren Ingenieuren vordringen. Sie hatten das Material, die notwendigen Werkzeuge und sicherlich auch das Verständnis für seine Pläne.

Leider musste er über die Militärkommandantur Kontakt aufnehmen, denn die Techniker standen unter ihrem Befehl. Also hatte er sich einen britischen Anzug gekauft, der an den unmöglichsten Stellen zwickte, drückte und für die Hitze völlig ungeeignet war. Er hatte noch nie in seinem Leben so geschwitzt wie in diesem Anzug. Nun hatte er einen Termin, um vor der Militärkommandantur vorzusprechen. Seine Unterhaltung mit dem Wachhabenden, um vorgelassen zu werden, verlief allerdings nicht sehr vielversprechend.

»Verstehe nix. Musst reden Englisch, Muselman. Nicht verstehen Mohammedaner, wenn er nicht spricht Englisch. Musst lernen unsere Sprache.«

»Soll das ein schlechter Witz sein?«, brauste Mahmut auf. »Mein Englisch ist besser als Ihres! Ich will Ihren Vorgesetzten sprechen.«

Der Mann wandte sich nach links.

»Major, so ein Wilder will mit Ihnen reden. Das habe ich aus seinem unverständlichen Gebrabbel herausgehört.«

»Und deshalb stören Sie mich?«

Ein Mann trat aus dem Hinterzimmer. Die rote Uniform saß faltenlos, die Messingknöpfe waren auf Hochglanz poliert, und auch in seinen schwarzen Stiefeln konnte man sich spiegeln. Wie konnte man bei dieser Hitze so aussehen?

»Du also wollen mit mir sprechen? Dann schnell«, radebrechte der Offizier in gespielt schlechtem Englisch.

»Ja, Sir«, entgegnete Mahmut und hielt sein Temperament gewaltsam unter Kontrolle. »Ich wollte mich erkundigen, ob Sie fähige Ingenieure für Ihre Dampfmaschinen brauchen, ich bin …«

»Wir nix brauchen Hilfe von Muselmanen«, entgegnete der Major mit einem spöttischen Lächeln. »Wir haben beste Ingenieure von Welt.«

Er wandte sich ab, als wäre damit alles gesagt. Doch jetzt war es für Mahmut zu viel. Er explodierte.

»Halten Sie eigentlich alle außer Briten für Menschen zweiter Klasse? Ich bin kein dummer Wilder, wie Sie sie vielleicht aus dem Busch kennen. Ich bin gelernter Ingenieur und habe Vorschläge zur Verbesserung Ihrer Dampfmaschinen.«

Doch der Major wandte sich nicht einmal um. Er wandte sich lediglich an seine Soldaten.

»Schafft ihn hier raus. Und verpasst ihm eine Abreibung.«

Zwei Soldaten in weit weniger gutsitzender Uniform packten Mahmut an den Armen, ein dritter trat mit einem Grinsen auf ihn zu und versetzte ihm einen Schlag in den Bauch. Mahmut blieb die Luft weg, und er kippte nach vorn, doch so leicht ließen die drei ihn nicht davonkommen. Er wurde nach draußen geschleift und zusammengeschlagen. Alles um ihn herum verschwamm. Ein Fausthieb ins Gesicht, ein Tritt in die Seite. Das Letzte, was er sah, war ein dreckiger Stiefel, der auf sein Gesicht zukam.

 

»Alhamdulillah! Du hast Glück, dass du noch lebst«, sagte Mahmuts Vater zu ihm, nachdem der jüdische Arzt gegangen war. »Er sagt, zwei Rippen sind gebrochen. Sie haben dir einen Zahn ausgeschlagen, und du hast überall Quetschungen. Aber du wirst wieder gesund. Was hast du dir dabei gedacht?«

Mahmuts Mutter legte ihm ein feuchtes Tuch auf die Stirn, was dieser mit einem dankbaren Lächeln quittierte. Dann wandte er sich wieder an seinen Vater.

»Ich wollte wie ein Mann behandelt werden, nicht wie ein Bettler.«

»Aber du bist ein Bettler.«

Abdullah unterbrach Mahmut, als dieser trotz seiner Schmerzen wütend aufbegehren wollte.

»Du bist ein Bettler, weil du keiner von ihnen bist. Wir alle sind für sie keine Menschen. Wir haben eine andere Herkunft, Lebensweise und nicht zuletzt eine andere Religion.«

»Wir werden beweisen, dass wir mehr sind«, stieß Mahmut hervor. Tief in ihm brodelte der Dampf. »Ich werde dafür sorgen, dass diese Imperialisten für immer verschwinden!«

»Aber nicht heute«, entgegnete sein Vater. »Jetzt schlaf und ruh dich aus.«

***

»Tariq, warum müssen wir uns so beeilen?«

Zwei Wochen waren mittlerweile vergangen, und Mahmut konnte endlich wieder gehen – auch wenn er einen Stock zur Hilfe nehmen musste.

»Du musst dir unbedingt ansehen, was wir heute hereinbekommen haben!«

Mahmut wusste nicht, was seinen Freund so erregte. Vielleicht ein defekter Dampf-Haartrockner oder ein dampfbetriebener Kartoffelschäler, wie man sie in Großküchen verwendete.

»Sieh dir das an«, forderte Tariq.

Mahmut seufzte und ging um den Haufen Schrott, hinter dem Tariq verschwunden war, herum. Augenblicklich blieb er stehen, und sein Mund klappte auf.

»Habe ich zu viel versprochen?«

Es waren die Überreste einer Victorian Queen. Einer Dampflokomotive der neuesten Generation. Mahmut besah die offensichtlichen Schäden: den geplatzten Kessel, die abgerissene Treibachse und die verformten Zylinder auf beiden Seiten.

Er wandte sich an Tariq.

»Es tut mir leid. Aber beim besten Willen, diese Lokomotive kann niemand mehr reparieren.«

Tariq lachte. »Das sollst du auch gar nicht. Aber ich habe hier eine Skizze von dir, die umgesetzt werden möchte. Und jetzt hast du genügend Material.«

Tariq präsentierte Mahmut seine eigene Kreideskizze, welche die Lösung des großen Problems versprach. Mahmut warf einen kritischen Blick darauf und auf die havarierte Lokomotive. Dann nickte er und machte sich fest entschlossen an die Arbeit.

***

»Wann ist es endlich so weit?«, fragte Tariq.

Mahmut zog eine große Schraube fest. Er hatte die Schule für immer verlassen und wochenlang ausschließlich an seiner Erfindung gearbeitet. Er hatte geschnitten, gebogen, geschweißt, gehämmert, gesägt und genietet. Langsam näherte sich die Konstruktion ihrer Fertigstellung.

»Bald, insha Allah«, entgegnete Mahmut. »Bald.«

 

Aus bald wurde eine weitere Woche. Sowohl Tariq als auch Mahmuts Vater Abdullah wurden nervös. Denn die Erlöse aus den reparierten Geräten fielen weg.

Endlich, kurz bevor die beiden in Verzweiflung ausbrechen konnten und Abdullah die letzten Hauskamele verkaufte, trat Mahmut an die beiden heran. »Alhamdulillah – ich bin fertig.«

»Dürfen wir die Maschine sehen?«, fragte sein Vater.

»Noch nicht«, wiegelte Mahmut ungeduldig ab. »Aber ich brauche eure Hilfe.« Er grinste diabolisch und erklärte seinen Plan.

 

»Meine Damen und Herren. Ich bin heute hier, um Sie alle zu begrüßen und Sie für die Präsentation zu begeistern, die in Kürze stattfinden wird. Nehmen Sie alle Ihre Plätze ein und halten Sie Ihre Hüte fest. Wenn Sie das nicht tun, werden sie sich vermutlich in Kürze selbstständig machen.«

Mahmut stand hinter der Bühne und betrachtete den Mann auf dem Rednerpult mit gemischten Gefühlen. Er hieß Stephen Biestey und war ein begnadeter Redner. Sein Vater hatte ihm einen horrenden Betrag – sein letztes Geld – dafür gezahlt, dass er die geladenen englischen Geschäftsleute bei Laune hielt. Er warf einen Blick auf seine Konstruktion. Heute musste sie funktionieren.

Er warf ein Tuch darüber, dann schob er den Wagen aus dem Hintergrund neben die Bühne, während sich noch alle Augen auf Biestey richteten.

»Wir alle wissen, dass unsere gute, alte Dampftechnik hier – und besonders in der Wüste – nicht wirklich zuverlässig funktioniert. Deshalb verwenden wir alle immer noch altmodische Transportmittel – stinkende Kamele und störrische Trampeltiere.«

Das Publikum lachte. Mahmut nicht. Er mochte nicht, wie der Brite über ihre zuverlässigen Begleiter sprach.

»Doch diese Notlösung hat heute ein Ende. Ein Erfinder hat ein Gerät gebaut, das eigens für die Wüste konstruiert wurde. Ein Fortbewegungsmittel, das den hiesigen Gegebenheiten angepasst ist. Und hier befindet sich der Erfinder, an den ich jetzt übergebe!«

Biestey sprang vom Rednerpult und trat an Mahmut heran.

»Viel Glück«, raunte er ihm zu. Sein Blick schien erstaunlich ernst, und als er ihm die Schulter drückte, fühlte es sich durchaus ehrlich an. »Du wirst es brauchen.«

»Vielen Dank«, rief Mahmut mit lauter Stimme. Für ihn klang es nach etwa der Hälfte der Lautstärke, mit der der Brite vorher gesprochen hatte.

»Heute möchte ich Ihnen das einzig wahre Fortbewegungsmittel für Transporte durch die Wüste vorstellen.«

Das Publikum wurde unruhig.

»Hey, das ist ja nur einer von den Kameltreibern!«, brüllte eine Stimme aus dem Publikum.

Mahmut unterdrückte jegliche Verstimmung über die Störung und fuhr fort.

»Wie Mister Biestey vorher schon so schön gesagt hat, vertraut mein Volk seit jeher auf Kamele als Lastentiere. Denn diese haben mehrere entscheidende Vorteile.«

»Ich verschwende hier doch nicht meine Zeit!«, kam ein anderer Zwischenruf, und ein Mann schickte sich an zu gehen.

»Kamele sind an das Leben in der Wüste angepasst. Sie sind genügsam, trittsicher und sie schaffen mit wenig Wasser sehr weite Strecken. Und deshalb …«

»Dir hat wohl ein Kamel gegen den Kopf getreten, was?« Ein weiterer Zwischenruf. Mahmut schluckte, bevor er fortfuhr.

»Und deshalb war nichts naheliegender, als meine Erfindung genauso zu konzipieren.«

Mit einem Ruck zog er das Tuch von seiner Konstruktion.

»Ich präsentiere Ihnen das Dampfkamel. Sie können es auch Wüstendampfschiff nennen.«

Einen Moment lang herrschte komplette Stille. Dann ertönten schallendes Gelächter und weitere Zwischenrufe.

»Furzt das dann auch Dampf?« »Du warst wohl zu lang allein in der Wüste!«

Mahmut schwieg, obwohl er innerlich bereits kochte, und stieg in den Sattel. Die Sonne brannte heiß auf ihn hinab. Auf ihn und die in die Konstruktion eingelassenen Linsen, welche den integrierten Hitzespeicher auf Temperatur hielten.

Er schob den Hebel zu seiner Rechten nach vorne, und das Dampfkamel setzte sich in Bewegung. Nachdem es vom Transportwagen gestiegen war, zog Mahmut den Hebel wieder zu sich heran und drehte dafür ein kleines Rädchen im vorderen Höcker nach rechts. Das Kamel begann sich völlig untypisch, ohne das charakteristische Zischen von Dampfantrieben, auf der Stelle zu drehen.

Es wurde wieder leiser.

»Sie fragen sich vermutlich, wieso es sich um ein Dampfkamel handelt, obwohl Sie keinen Dampf sehen. Das liegt daran, dass es einen geschlossenen Kreislauf besitzt, der nur von Zeit zu Zeit entlüftet werden muss. Es nutzt die Kraft der Sonne, um die notwendige Hitze zu erreichen, Wasser zu verdampfen und durch den inneren Kreislauf zu treiben. Ein Gyroskop stabilisiert die Beine.«

»Schwachsinn!«, rief der erste Mann wieder. »Der hat einfach einem Kamel eine Blechrüstung aufgesetzt und will uns das als Dampfkamel verkaufen. Ich gehe.«

Er ging. Andere schlossen sich ihm an.

»Mein Dampfkamel hat die fünffache Tragekapazität eines normalen Kamels. Ich würde einem Investor das exklusive Nutzungsrecht der Erfindung einräumen, gegen einen Anteil an den Gewinnen.«

Tatsächlich wollte er nur genug Budget, um eine eigene Fertigungsanlage aufzubauen. Die Briten würden ihn dafür bezahlen, dass er Aden seine Unabhängigkeit zurückholte. Die Ironie gefiel ihm.

»Das glaube ich erst, wenn ich es sehe, Jungspund«, lachte ihn ein anderer Mann aus, als er sich auf den Weg machte. »Viel Glück mit deinem Märchenkamel!«

Da brachen alle Dämme in Mahmut. »Ja, geht nur! Lasst euch eure einzige Chance, einen Vorteil gegenüber eurer Konkurrenz zu haben, entgehen. Wer muss schon in die Zukunft investieren? Nicht ihr, ihr klugen Männer. Oh, ihr Zierde eures Volkes. Ihr werdet eure Borniertheit noch teuer bezahlen!«

Mahmut barg das Gesicht in den Händen. Er hätte vor Wut laut brüllen können. Wut auf die Briten, genauso wie Wut auf sich selbst, dass er eine solch dumme Idee gehabt hatte.

Da hörte er ein Räuspern.

Er hob den Kopf. Vor ihm stand ein ziemlich betagter, britischer Geschäftsmann mit Zylinder. Der Herr lüftete den Hut, was seine Halbglatze zum Vorschein brachte.

»Nigel Olsen mein Name. Ich bin ein ganz bornierter Brite und möchte Ihnen eine Chance geben. Ich habe Fracht, die in den Nordosten transportiert werden soll. Sie wiegt über tausend Pfund. Wenn Sie es schaffen, diese Fracht innerhalb von drei Wochen nach Diriyya zu bringen, dann sind wir im Geschäft.«

»Drei Wochen!«, stieß im Hintergrund Tariq aus. »Das ist völlig unmöglich.«

Mahmut streckte Olsen jedoch die Hand entgegen, so wie man es in Großbritannien tat.

»Ihre Hand drauf.«

Sie schüttelten die Hände.

»Und jetzt setzen wir noch einen Vertrag auf«, fügte Mahmut lächelnd hinzu.

 ***

Fieberhaft wühlte Mahmut in den Eingeweiden des Dampfkamels. Es war verrückt gewesen, diesen Auftrag anzunehmen. Der Prototyp war niemals einem Belastungstest unterzogen worden.

Mitten im Nichts, auf der Hälfte der Strecke, war ein Zahnrad der Kraftübertragung gebrochen. Das Problem war, er hatte bis auf zwei Stopps die bekannten Oasen gemieden. Einem Überfall durch Banditen wäre er sonst hilflos ausgeliefert gewesen.

Nun befand er sich mindestens fünfzig Meilen von der nächsten Wasserquelle entfernt. Es war Nacht, und er hatte den kompletten Wasserkreislauf des Kamels ablassen müssen, um an das Zahnrad zu gelangen.

Mahmut ächzte, als er das Zahnrad herausstemmte. In weiser Voraussicht hatte er ein Ersatzteil mitgenommen.

Im Licht der Sterne nahm er den Hammer zur Hand, und mit zwei, drei Schlägen saß das neue Zahnrad fest. Sorgfältig verschloss er die Wartungsklappe. Theoretisch würde das Kamel wieder funktionieren. Mit der ausreichenden Menge Wasser.

Er warf einen Blick auf seinen Wasserschlauch, nahm einen letzten Schluck, dann füllte er es in den Tank des Dampfkamels. Er hatte dem hinteren Höcker die enthaltene Tausammelfolie entnommen und diese ausgebreitet. Mit dieser Vorrichtung konnte er bis zu einen Liter pro Nacht gewinnen. Das gesammelte Wasser mit seinem verbleibenden Trinkwasser war alles, was ihm noch blieb, um bis zur nächsten Oase zu kommen.

Wut stieg in ihm auf. Es musste reichen. Er weigerte sich, es hier einfach so enden zu lassen. Er hatte eine Aufgabe und ein Ziel: der Unterdrückung durch die Briten ein Ende zu bereiten.

***

Mahmut stand neben Nigel Olsen, als fünf Dampfkamele seine Fertigungshalle verließen. Für das Wüstendampfschiff MK II hatte er alle Kinderkrankheiten des Prototyps ausgemerzt. Dies war der erste Schritt für die Umsetzung seines Plans. Olsen hatte für die exklusive Nutzung dieser Kamele bezahlt, darüber hinaus hatten sie einen Wartungsvertrag abgeschlossen und Mahmut war zudem an den Gewinnen der Verkaufserlöse des Transportguts beteiligt.

Das Geld floss jedoch komplett an seinen Vater, der sich letztendlich mit der Familie al-Badr arrangiert hatte. Sie würden gemeinsam weiteres Material ankaufen, während Mahmut neue Dampfingenieure anlernte. Die nächsten fertigen Kamele würden nur Jemeniten erhalten, die ihre eigenen Landsleute unterstützten. So würde er damit beginnen, die Machtverhältnisse in der Region für immer zu verändern.

»Und Sie wollen wirklich die Reise mitmachen?«, fragte Olsen. Er klang ein wenig besorgt. »Können wir nicht lieber einen Aushilfstechniker mitschicken, Mahmut?«

Mahmut schüttelte den Kopf.

»Nein. Das ist die erste große Bewährungsprobe. Eine Reise über 1.800 Meilen. Da darf nichts schiefgehen. Niemand weiß so viel über die Geräte wie ich.«

Tatsächlich kannte keiner seiner neuen Mitarbeiter die gesamte Konstruktion, und er wollte verhindern, dass einer der Ingenieure von Olsen mit seinen Kamelen allein war. Alle Pläne behielten Tariq und sein Vater unter Verschluss. Niemand sollte die Informationen an die Briten verkaufen können.

»In Ordnung«, nickte Olsen. »Aber zwei Leute werden als bewaffnete Eskorte mitreiten. Ich gehe ein großes finanzielles Risiko ein.«

Mit einem etwas mulmigen Gefühl betrachtete Mahmut die Dampfrotationskanonen, die man auf zwei der Dampfkamele montiert hatte.

***

Wochen später befand sich Mahmuts Karawane bereits auf dem zweiten Drittel der Reise. Sie hatten die ersten beiden Handelsstationen hinter sich gelassen, wo sie einen Teil ihrer Ware verkauft hatten. Mahmut wusste nun, dass es Banditen gab, die mit über zwanzig Kamelen angriffen. Er wusste auch, dass seine Dampfkamele keine Probleme mit konventionellen Gewehrkugeln hatten und dass Dampfrotationskanonen definitiv Kriegswaffen waren, die in den Händen von Privatleuten nichts zu suchen hatten. Und dass ein Dampfkamel mit voller Geschwindigkeit einen Menschen ohne Probleme zu Tode trampeln konnte.

Wissen, auf das er gern verzichtet hätte.

Olsen besaß offenbar Handelsgüter, die bei den unterschiedlichsten osmanischen Stämmen sehr begehrt waren. Er selbst hatte sich zwar bei den Verhandlungen und Übergaben im Hintergrund gehalten, aber gleichermaßen zufriedene Gesichter von Käufer und Verkäufer gesehen.

Auch heute schienen die Verhandlungen gut zu laufen. Der Handelsbevollmächtigte stritt mit lauter Stimme mit einem der Banu Hanifa in einem Dialekt, den Mahmut nicht einmal im Ansatz verstand. Sie einigten sich. Wie immer.

Euphorisch begannen die Stammesangehörigen abzuladen, dabei rutschte eine der Taschen ab, fiel und platzte auf. Heraus fielen Schnellfeuergewehre; konventionelle Waffen, keine Dampftechnologie, aber definitiv Gewehre.

Jetzt wurde Mahmut einiges klar. Waffen waren natürlich überall gefragt. Überall, wo gekämpft wurde. Er wandte sich an einen der beiden aus der Eskorte.

»Sag mal. Sind das nicht Angehörige der Banu Hanifa?«

Dieser war abgelenkt, weil er die Begleiter des fremden Verhandlers im Auge behielt. Bereit, die Dampfrotationskanone im Zweifelsfall zum Einsatz zu bringen.

»Ja, sind sie.«

»Aber letzte Woche. Das waren doch Kinana und Ghatafan? Was haben wir denen denn geliefert?«

»Auch Waffen, was glaubst du denn?«

»Aber die sind doch miteinander verfeindet.«

Der Brite lachte. »Na klar. Wie sorgt man am besten dafür, dass man an Einfluss gewinnt? Man destabilisiert die Lage und greift dann ein, wenn das Chaos am größten ist. So etwas lernt man als Offizier in der Armee.«

Mahmut trat zwei Schritte zurück. Von wegen private Sicherheitskräfte. Das hatten die Briten also vor. Das Osmanische Reich war der einzige nennenswerte Konkurrent, wenn es um die Kolonisierung der Region ging. Und indem die Briten verfeindeten Stämmen im Einflussgebiet der Osmanen Waffen lieferten, konnten sie die Lage destabilisieren und den Gegner ablenken – bis sie eiskalt zuschlugen.

Mahmut ballte seine Fäuste in ohnmächtiger Wut. Dann ging er auf sein Dampfkamel zu. Es war früh am Morgen, aber die Sonne war heiß genug, damit es reisebereit war. Was sollte er tun? Wenn er die Stämme warnen konnte, würden sie sich vielleicht gemeinsam gegen die Briten wenden. Er wollte keineswegs weiter dabei helfen, Menschen zu töten.

Er kletterte auf sein Kamel.

»Sir, der Techniker will abhauen!«, hörte er die Stimme des Soldaten. »Was soll ich machen?«

Der Chefunterhändler antwortete mit leidenschaftsloser Stimme. »Er ist ein Risiko. Er hat die Pläne für seine Kamele im Kopf. Olsen war sehr deutlich: Tötet ihn!«

Doch der Satz hatte Zeit gekostet, Mahmut hatte den rechten Hebel bereits bis zum Anschlag gedrückt, und sein Kamel war schon in Bewegung.

»Sie haben die Waffen auch den Kinana und den Ghatafan verkauft. Die Briten sind Verräter!«, brüllte er in Richtung der Banu Hanifa.

Dann hörte er das grauenhafte Zischen der Dampfrotationskanone.

Er spürte einen Schlag am Bein und einen scharfen Schmerz. Einige Projektile schlugen scheppernd in sein Kamel ein. Dann war er über die Hügelkuppe der Oase. Und hinter ihm begannen Schüsse zu knallen, die sicher nicht auf ihn gerichtet waren. Dennoch wollte er nicht darauf warten, wer gewann.

Über eine Stunde ließ er das Kamel in vollem Tempo laufen, dann wurde ihm übel. Er musste eine Pause einlegen. Dabei konnte er von seinem Kamel absteigen, um den Schaden zu begutachten.

Das war zumindest sein Plan. Doch das linke Bein trug sein Gewicht nicht, und er stürzte mit einem Aufschrei in den Sand. Er warf einen Blick auf seinen Unterschenkel und zuckte zurück. Die Dampfwaffe hatte ein münzgroßes Loch hindurchgestanzt und die Ränder versengt. Er verlor Blut, viel Blut.

Dann wandte er sich um und riss die Augen auf. Auch sein Dampfkamel war schwer beschädigt. Zwei Löcher im Rumpf hatten die Tanks durchlöchert. Gerade sickerten die letzten Tropfen Wasser in den Sand.

Mahmut ließ sich fallen.

Er war so gut wie tot. Er konnte nicht stehen und verlor Blut. Sein Kamel konnte nicht mehr laufen, und der Tank war leer. Sie beide hatten kein Wasser, und die Mittagssonne stand noch bevor. Zum ersten Mal in seinem Leben verließ ihn die Wut und hinterließ nur kalte, ausgebrannte Verzweiflung.

Sobald die Briten seinen Entwurf auseinandernahmen und ihn kopierten, hatte er ihnen selbst das Werkzeug geliefert, das sie brauchten, um die Welt nach ihrem Wunsch umzugestalten. Eine Welt, in der Menschen wie er, seine Familie, sein Volk und sein Gott keinen Platz hatten.

 

***

© by Stefan Cernohuby. Mit freundlicher Genehmigung.

Alle Rechte vorbehalten.

 

 

Erscheint in: André Skora & Marco Ansing: Kolonien. Welt unter Dampf. Amrûn 2018.

Über den Autor

Stefan Cernohuby

Stefan Cernohuby (geb. 1982) stammt aus Wien und ist nach einigen beruflichen Abenteuern in Deutschland wieder in seiner Heimatstadt ansässig. Schon in seiner Schulzeit beglückte er Mitschüler und Familie mit seinen eigenen Texten. Neben dem Studium der Elektronik und seinem Beruf als Qualitätsbeauftragter blieb er immer an Literatur und Journalistik interessiert. Dies schlug sich unter anderem in nebenberuflichen Tätigkeiten als Chefredakteur und leitender Redakteur verschiedener (Online-)Magazine nieder. Darüber hinaus begann er häufiger Kurzgeschichten zu schreiben und sich auch als Herausgeber zu betätigen. Bisher hat er sieben Anthologien (mit)herausgegeben, zwei weitere sind bereits auf dem Weg. Zweimal schafften es seine Werke bisher in die Endauswahl für den Deutschen Phantastik Preis. Mehr unter: www.cernohuby.com

 

Die nächste Story erwartete Dich am Freitag, den 28. September, genau hier.

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