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"Der Schnee von morgen" – erster TOR ONLINE-Kurzgeschichtenwettbewerb beendet


Anlässlich des diesjährigen Weltklimagipfels in Bonn hatte TOR ONLINE im September zu einem Climate-Fiction-Kurzgeschichtenwettbewerb aufgerufen. Gesucht war eine Geschichte, die sich auf innovative Weise mit den Folgen der globalen Erwärmung auseinandersetzt. Einigen konnte sich unsere achtköpfige Jury auf die Geschichte „Tod einer Göttin“ von Lisa-Marie Reuter, die nun mit einem Preisgeld von 250 Euro bedacht und auf TOR ONLINE veröffentlicht wurde.

„Die Entscheidung fiel uns nicht leicht“, sagt Andy Hahnemann, Mitglied der Jury und Lektor bei FISCHER Tor, „unter den über 120 Einsendungen gab es viele Geschichten von Format. Aber Reuters Geschichte zeigt am eindrucksvollsten, wie infolge des Klimawandels das Verhältnis von Mensch und Natur etwas Feindseliges bekommt.  Damit erfüllt sie die wichtigste Aufgabe spekulativer Literatur: Uns vor Augen zu führen, was geschehen könnte, um uns zum Nachdenken darüber anzuregen, welche Zukunft wünschenswert ist. Und welche nicht.“ 

Das Genre der „Climate Fiction“ ist nicht ganz neu, nimmt aber in den letzten Jahren deutlich an Fahrt auf. Namhafte Autoren wie Paolo Bacigalupi („Water – Der Kampf beginnt“), Kim Stanley Robinson („New York 2140“) oder Margaret Atwood („Oryx und Crake“) haben Bücher geschrieben, in denen der Klimawandel eine Rolle spielt und die zeigen, wie sich das Sozialgefüge und die Gesellschaft verändern, wenn die Folgen des Klimawandels zur Belastungsprobe werden. „Science Fiction kann mit ihrer Zukunftsorientierung Zusammenhänge oder Entwicklungen sichtbar machen, die unter der alltäglichen Nachrichtenflut verborgen bleiben. Die internationale SF-Szene hat die globale Erwärmung längst als Herausforderung für die Literatur erkannt. Mit unserer Ausschreibung wollten wir das Thema auch hier prominenter auf die Agenda setzen“, so Hahnemann. „Und angesichts der hohen Zahl der Einsendungen haben wir wohl einen Nerv getroffen.“

Über die Autorin

Lisa-Marie Reuter wurde 1987 geboren und schreibt seit ihrer Schulzeit Fantasygeschichten. Ihren ersten Roman »Die Herrschaft der Xarquen« brachte sie Anfang 2016 im Selbstverlag heraus und veröffentlichte seitdem weitere Kurzgeschichten im Rahmen verschiedener Anthologie-Projekte. Während ihres Indologie-Studiums lernte sie den unbeschreiblichen indischen Subkontinent auf mehreren ausgedehnten Reisen kennen und lieben. Varanasi, Schauplatz der vorliegenden Erzählung, hat sie bisher drei Mal besucht und war dabei stets überwältigt von der Dynamik, mit der verschiedenste Lebenswelten an diesem Ort koexistieren.

www.lisamariereuter.de

www.paerlonien.com

"Tod einer Göttin" - Autorin Lisa-Marie Reuter

© Sybille Thomé

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