Sind Monsterpornos das nächste große Ding?

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Das ist das Bizarrste, was du heute lesen wirst: Sind Monsterpornos das nächste große Ding?


IndiFilm Magazine
07.12.2016

Nachdem Hollywood Riesenumsätze mit Vampirromanzen gemacht hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Pornoindustrie diesem Trend anschloss. Mit Titeln wie Tokoloshe-Spermabad, Anansi-Zombie Zungenanal oder Zwergen-Arschpatrouille hat sich das Start-up Glamorex Films in die vorderste Reihe dieser Porno-Revolution katapultiert.

 

Platte Dialoge, Werwölfe, Kobolde und Vampire mit Schlafzimmerblick ... schaut man sich die Filmproduktionen von Glamorex an, könnte man glauben, an eine der derzeit angesagten Teeny-Horror-Romanzen geraten zu sein. Anfangs.

Doch wenn es dann richtig zur Sache geht, merkt man schnell, dass man hier nicht auf einem unschuldigen Ausflug in die Welt des Übernatürlichen ist. Nachdem bereits Hollywood Riesenumsätze mit Zauberschülern, Engeln und Vampiren gemacht hat, war es nur eine Frage der Zeit, bis sich die Pornoindustrie diesem Trend anschloss.

Mit Titeln wie Tokoloshe-Spermabad, Anansi-Zombie Zungenanal oder Zwergen-Arschpatrouille hat sich Glamorex Films in die vorderste Reihe dieser unheimlichen Porno-Revolution katapultiert. Erstklassige Special Effects, aufwendigste Produktionen und die Top-Stars der Branche sind eine Garantie für Filme, die die übliche Porno-Kost à la Pool-Boy trifft gelangweilte Hausfrau sehr, sehr alt aussehen lassen.

»Der Trend geht definitiv Richtung Horror und Fantasy«, erklärt Toni McBain, Marketingchef bei Glamorex.

»Glamorex war die erste Produktionsfirma, die begriffen hat, dass das Publikum von Vampiren und Werwölfen mehr sehen will als nur ausdrucksvolle und leidenschaftliche Mienen.« Diese Erkenntnis hat Glamorex in nur drei Jahren von einer kleinen Hinterhoffirma zu einem Multimillionen-Dollar-Unternehmen gemacht. Ein kometenhafter Aufstieg, der sich teilweise auch der im Internet kursierenden Verschwörungstheorie verdankt, die bizarren und wunderbaren Monster in Glamorex’ cineastischen Orgien seien real und nicht lediglich das Ergebnis von Maske und Special Effects.

Mit derartigen Gerüchten konfrontiert, kann McBain sich ein Lachen nicht verkneifen: »Na sicher, die existieren wirklich. Wir beschäftigen echte Zwerge, Feen und Trolle, aber ich kann Sie beruhigen: Sie sind natürlich allesamt sozialversichert!«

Auch wenn Glamorex keine echten Monster beschäftigt, ist die Firma nicht gerade für ihre Transparenz bekannt. Sie kultiviert eine Aura des Geheimnisvollen und der Authentizität und gibt die Namen der Darstellerinnen und Darsteller nicht preis, die in den phantastischen und kunstvollen Kostümen stecken. Auch die Lage des Flesh Palace, des Ortes, an dem die meisten Glamorex-Produktionen gedreht werden, wird geheim gehalten. Wie man hört, öffnet der Palast jedoch gelegentlich seine Pforten, um der Prominenz der Stadt die Möglichkeit zu bieten, ein wenig an den dort stattfindenden Lustbarkeiten teilzuhaben.

Der geheimnisumwitterte Flesh Palace ist zum Playboy Mansion von Cape Town geworden, was die Gerüchteküche brodeln lässt. Könnte es sein, dass so manchem VIP die bizarren und verbotenen Freuden von Glamorex nicht ganz fremd sind?

All diese Geheimnistuerei ist jedoch McBain zufolge nur eine Vorsichtsmaßnahme. »Wir müssen uns weitgehend bedeckt halten, um unsere Darsteller zu schützen. Ob obsessive Fans oder religiöse Spinner, sie sind das Ziel von Verrückten jeder Couleur.«

Doch nicht jeder ist begeistert von dieser New Wave in der Pornobranche. Die Feministische Liga nimmt in ihrer Kritik an den Praktiken von Glamorex kein Blatt vor den Mund. »Monsterpornos sind ein neuer Tiefpunkt in der systematischen Entwertung und Demütigung abhängig Beschäftigter in der Sex-Industrie«, erklärt Claire Fulton, Medienbeauftragte der Liga. »Wie könnten ›Monster‹ Anspruch auf respektvollen Umgang erheben?«

Der Reputation von Glamorex ist es sicherlich auch nicht gerade förderlich, dass ein mutmaßliches Mitglied des organisierten Verbrechens, Yuri »der Russe« Belkin, Anteile an dem Unternehmen hält. Belkin steht derzeit im Mittelpunkt einer polizeilichen Untersuchung; ihm wird vorgeworfen, minderjährige Mädchen entführt und genötigt zu haben, in seinen Produktionen mitzuwirken.

Avantgarde der sexuellen Revolution oder Perverslinge, was immer Sie von Glamorex und seinen Filmen halten mögen, eines ist gewiss: Noch nie waren Vampirromanzen versauter.

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