Durch die Galaxy mit Guy Gaviel Kay

NERD TALK

Durch die Galaxie mit Autor Guy Gavriel Kay


In unserer Interviewreihe »Durch die Galaxie« haben wir regelmäßig Autoren an Bord, die uns einige mal mehr mal weniger verrückte Fragen beantworten und uns mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos nehmen. Heute betritt Bestseller-Autor Guy Gavriel Kay (›Im Schatten des Himmels‹), unser Raumschiff. Wir starten in 3...2...1...

 

FISCHER TOR: Verraten Sie uns doch bitte etwas über sich, das noch nirgendwo veröffentlicht wurde.

Guy Gavriel Kay: Als ich 18 Jahre alt war – also jung und unschuldig -, machte ich meine erste Rucksacktour durch Europa. Nach Einbruch der Dunkelheit schlich ich mich in den Tempel des Saturn auf dem Forum Romanum und versteckte mich dort mehrere Stunden vor den Wachleuten.

Wo können Sie am besten arbeiten?

Das hat sich ein wenig gewandelt. Wenn ich früher in ein Flugzeug gestiegen bin, löste das ein Pflichtgefühl bei mir aus, das die Konzentration schärfte. Ich habe viel mehr geschafft als zu Hause. Mittlerweile arbeite ich am besten in meinem Arbeitszimmer mit dem mir vertrauten Blick durch das Fenster, vor dem sich die Bäume mit den Jahreszeiten wandeln.

Wie prokrastinieren Sie am liebsten?

Das ist einfach, mit Baseball. Ich schau’s mir an, lese die Tabellen, spreche mit Freunden darüber, spiele mit meinem Sohn oder – und das über sieben Monate pro Jahr – coache mein aktuelles Fantasieteam (und brülle dabei meine Spieler auch gern mal an).

Was ist Ihr Lieblingsmonster aus Literatur, Film oder Fernsehen?

Walter White aus »Breaking Bad«. Großartig gespielt und geschrieben, wird er irgendwann wirklich zum Monster.

Welcher Künstler oder welche Band sollte den offiziellen Soundtrack zu ›Im Schatten des Himmels‹ einspielen?

Auch da fällt mir die Antwort leicht. Liu Fang ist eine wahrlich begabte, weltberühmte Pipa- und Guzheng-Spielerin, beides klassische, chinesische Saiteninstrumente.

In einem gelben Wald, da läuft die Straße auseinander: Der eine Weg führt zu einem mysteriösen Labor mit einem verrückten Wissenschaftler. Der andere schlängelt sich zu einem Turm hinauf, in dem ein mächtiger Zauberer wohnt. Sie haben Hunger und brauchen eine Unterkunft für die Nacht – welchen Weg wählen Sie?

Den zum Zauberer natürlich. Verrückte Wissenschaftler verstehen nichts von gutem Essen.

An welchem fiktiven Ort würden Sie am liebsten Urlaub machen: Narnia, Mittelerde – oder woanders?

In Arbonne aus »Ein Lied für Arbonne«. Es ist an die Provence angelehnt, wo ich schon vier Mal war, um zu schreiben.

Mit welchen Autoren haben Sie die Science Fiction und Fantasy für sich entdeckt?

Die wohl typische Antwort für meine Generation: Heinlein, Clarke, Asimov, André Norton. Außerdem Tolkien, Eddison, Peake, Dunsany, Cabell ...

Wie würde Ihr Patronus aussehen?

Hier werde ich pfuschen. Meine Leser werden es verstehen. Es wäre ein weiblicher Vogel, der mit einer Menschenseele wiederbelebt wurde. Ich würde sie Linon nennen.

Besetzen Sie die Hauptrollen in der Verfilmung Ihres neuesten Romans.

Das kann ich nicht, so gern ich auch würde. Natürlich liebäugelt man immer mit der Verfilmung eines Romans, aber es wäre falsch, wenn ich hier konkrete Namen nennen würde. Damit würde ich nur meinen Agenten in L.A. unglücklich machen. Und es gibt schon so vieles, das ihn unglücklich macht, da füge ich lieber nichts hinzu.

Stellen Sie sich vor, Sie schreiben Fan-Fiction und dürfen zwei Personen oder Figuren miteinander verkuppeln: Wer wäre es?

William Shatner und William Shakespeare. Oder ist mir da schon wer zuvorgekommen?

Share:   Facebook