Keplers Dämon (Teil 2/3): Mythologie im wissenschaftlichen Zeitalter - Von William Blake bis J.R.R. Tolkien

ESSAY

Keplers Dämon (Teil 2/3): Mythologie im wissenschaftlichen Zeitalter - Von William Blake bis J.R.R. Tolkien


Tolkien beschwört in seinem Epos eine Naturwelt, die es nicht mehr gibt: voller Geheimnis, Tiefe, Geschichte, Heroismus und Verrat. Er stand damit quer zum empirisch-naturwissenschaftlichen Weltbild seiner Zeit – genauso wie William Blake und John Cowper Powys vor ihm, die sich ebenfalls in mythischen Topographien ergingen.

 

Zeitgleich mit der Entwicklung einer wissenschaftlichen Weltsicht in der Neuzeit entstehen zahllose weltanschauliche Abzweigungen. Oft handelt es sich um Kosmologien und Glaubensformen, die auf private Visionen und Mythologien zurückgehen. Das Werk des schwedischen Geistersehers, Wissenschaftlers und Philosophen Emanuel Swedenborg gehört sicherlich in diesen Strom ebenso wie das seines zeitweisen Anhängers William Blake (1757–1827). Romantik und Gnosis gehen bei Letzterem eine Einheit ein und bringen ein höchst merkwürdiges Werk hervor, das er bekanntlich nicht nur dichterisch und philosophisch, sondern auch in visueller Form ausgedrückt hat. In dem Maße, wie er die Mystiker – vor allem Jakob Böhme – liebte, hasste er die empirischen, rational fundierten Wissenschaften, denen Francis Bacon das Programm geschrieben hatte. Politisch stand Blake quer zum Zeitgeist, legte sich mit dem Staat an und verteidigte die Französische Revolution. Von Kindheit an hatte er Visionen. Sein Vater tadelte ihn, als er behauptete, den Propheten Ezechiel getroffen zu haben. Einen Baum in Peckham Rye, im Süden Londons, sah er erfüllt von Engeln. Regelmäßig pflegte er sich mit Engeln und Geistern zu unterhalten. So zeichnete er auch den Geist eines Flohs. In seinem Kampf gegen die Unterdrückung von Sexualität erinnert er an Wilhelm Reich, denn Krieg sah er als eine direkte Folge von Verdrängung.

Blakes Kosmologie ist komplex und umfassend. In dem unvollendeten prophetischen Buch Vala bringt er vier Grundkräfte ins Spiel, die die Schöpfung bestimmen, die vier »Zoas«. Sie stellen Facetten Gottes dar, die sich in dessen Ebenbild, dem Menschen, wiederholen: Kopf, Lenden, Herz, leibliche Einheit. Ihnen zugeordnet sind die Emanationen Weisheit (Kopf), Natur (Herz), das über das Natürliche Hinausgehende (Lenden) und die Erde (als Produkt einer Spaltung der Einheit). In der Gottheit sind es Gottvater, Gottsohn, der Heilige Geist und Satan. Man merkt, ein Ketzer hat dieses komplexe System geschaffen. Auffällig ist die Zahl Vier, die bei Blake immer wiederkehrt. Sie wird später nicht nur wichtig in der Tiefenpsychologie eines C.G. Jung, der in ihr das Integrale sieht, sondern auch für den Physiker und Nobelpreisträger Wolfgang Pauli, der mit C.G. Jung in einem regen Briefaustausch stand. Die Vier ist zudem die Zahl der Grundkräfte des Universums, die die moderne Physik erkannt hat: die starke und schwache nukleare Wechselwirkung, die elektromagnetische Kraft und die Gravitation. Wie Dante, den Blake ausgiebig illustrierte und mit dem er sich intensiv, auch kritisch auseinandersetzte, bringt der Engländer Kosmologie sowohl abstrakt als auch lokal gefärbt ins literarische Bild. Noch auf seinem Totenbett war er mit den Illustrationen zur Göttlichen Komödie beschäftigt. Er soll Hymnen singend gestorben sein.

Einerseits wirkte Blake als Aufklärer gegen stumpfen Glauben, Monarchismus und Kirche, andererseits sah er in den neuen Wissenschaften die blinde und einseitige Verherrlichung der Materie. Kein anderer Wissenschaftler war ihm so verhasst wie Newton; Goethe hätte ihm in dieser Abneigung das Wasser reichen können. In einem berühmten Bild zeigt Blake den großen Newton als nackten Jüngling, der mit seinem Kompass Zeichen auf den Boden malt: ein selbstverliebter und völlig realitätsferner Adept der Wissenschaften bei der Arbeit. »Reason« ist in Blakes Werk »Urizen« und ist als einer der vier Zoas dem Süden und der Abstraktion zugeordnet. Er kann auch als Gottvater gelesen werden, als gnostischer Demiurg, der eine Rebellion niederschlägt, und vieles mehr. Möglicherweise spielt der Name auch auf das griechische Wort für »begrenzen« an. Jedenfalls erscheint Blake die Wissenschaft, sofern sie einseitig auf dieser Grundkraft aufbaut, als Ausdruck von Blindheit.

England selbst, von ihm archetypisch Albion genannt, wird zu einem mythischen Schlachtfeld der Kräfte des Materialismus und des Geistigen. In einem Bild erinnert er daran, dass Josef von Arimathäa, der Onkel von Jesus, einst den Heiligen Gral nach Glastonbury in Somerset brachte und damit das Land heiligte. Glastonbury (und Umgebung) war jedoch schon in vorchristlicher Zeit ein sakraler Ort. Daraus schlug ein Nachfahre Blakes sein eigenes Kapital, der Romancier und Essayist John Cowper Powys, der sich dieser Region in besonderer Weise verbunden fühlte. Wie bei Blake wird der englische Boden zum Ausdruck eines kosmischen Spiels.

Powys stand mit den Wissenschaften eher auf Kriegsfuß. Besonders die Vivisektion war ihm verhasst, und er sah in der Methode die Herrschaft der Rationalität über das Leben. Er zog das Prophetische und Intuitive, die große Phantasie dem kleinteiligen Verstand vor. So konnte er in Trance geraten, wenn er Vorträge hielt über die Dichtung. Powys schrieb buchlange Essays über die Kunst des Altwerdens und des Glücklichseins, über kreative Einsamkeit, Wales und das Multiversum, einen Begriff, den er von dem amerikanischen Religionsphilosophen William James übernahm. Die tiefen sinnlichen und übersinnlichen Erlebnisse seiner Romanfiguren versuchte er, in seinen Essays durchaus begrifflich zu verstehen. Insofern ist seine Wissenschaftsfeindlichkeit eher gegen einen blanken Positivismus und Materialismus gerichtet, der alles menschliche Fühlen auf Daten und Zahlen reduziert.

Die Auseinandersetzung mit dieser Seite der Wissenschaft, die als Imperialismus über die Natur verstanden wird, führt er am heftigsten in einem Roman, der A Glastonbury Romance (1932) heißt. Glastonbury ist durch keltische und vorkeltische Assoziationen geprägt, etwa den Tor Hill, der einmal ein Heiligtum gewesen sein soll. Ebenso ist das Städtchen bekannt wegen seiner Abtei, auf deren Boden Mönche das Grab von König Arthur und der Königin Guinevere gefunden haben wollten. Es gibt auch einen Quell, dem magische Qualitäten nachgesagt werden, es gibt den Dornenbaum, den noch Josef von Arimathäa eingepflanzt haben soll (er wurde leider 2011 gefällt), und es gibt Esoterikläden, die von dem Glauben an diese heilige Topographie leben. Hier lässt Powys die Kräfte des Jahrhunderts aufeinanderstoßen: Materialismus gegen Spiritualität, Sozialismus gegen Kapital, Libido gegen Askese, Ekstase gegen industrielle Rationalität, keltisches Avalon gegen moderne Welt. Powys packt die unterschiedlichsten Realitätsschichten oft in einen Satz. So beginnt der Roman A Glastonbury Romance mit einem Gebilde, das einmal als schlechtester Romanbeginn der englischen Literatur bezeichnet wurde:

„Schlag zwölf an einem gewissen fünften März kam es im Einzugsbereich der Bahnstation Brandon und zugleich weit über die tiefsten Tiefen des leeren Raums zwischen den entlegensten Sternensystemen hinaus in der schöpferischen Stille des Urgrundes zu einem jener unendlich kleinen Wirbel, die immer dann entstehen, wenn ein lebender Organismus in diesem astronomischen Universum einen ungewöhnlichen Schub der Bewusstseinserweiterung erfährt. In diesem Augenblick übertrug sich etwas, eine Welle, ein Zucken, eine Schwingung – zu fein, um magnetisch, zu unterschwellig, um geistig genannt zu werden – der Seele eines bestimmten menschlichen Wesens, das einem Waggon dritter Klasse des Zwölf-Uhr-neunzehn-Zugs aus London entstieg, und der göttlich-teuflischen Seele im Urgrund allen Lebens.“ (Powys 9)

Dieser Mann wird von den Feuergedanken der Sonne wie von den Lebensregungen der Erde bearbeitet, es gibt sogar Eifersucht unter den Kräften, die um ihn kämpfen. Das alles klingt nach tiefstem Rückfall in Aberglauben und scheint nichts mit dem 20. Jahrhundert zu tun zu haben. Wenn bald darauf noch die Gefühle und Gedanken eines frisch Verstorbenen zu reden beginnen, hört bei den meisten der Vorschusskredit für diesen merkwürdigen Autor auf, der manchmal mit Proust oder Tolstoi verglichen wird. Dennoch, die Tatsache der Vielschichtigkeit selbst – dass nämlich das Ich von vielerlei unbekannten Kräften bewegt und beschränkt wird – ist eine Kernerkenntnis nicht nur der Psychoanalyse, sondern auch der Neurologie und der Physik. Man stelle Powys’ schrägem Einstieg in seine Romanwelt einen anderen Einstieg gegenüber, der immer wieder als modern und tiefgründig gepriesen wird, nämlich Robert Musils Anfangssatz für seinen Mann ohne Eigenschaften:

„Über dem Atlantik befand sich ein barometrisches Minimum; es wanderte ostwärts, einem über Russland lagernden Maximum zu, und verriet noch nicht die Neigung, diesem nördlich auszuweichen. Die Isothermen und Isotheren taten ihre Schuldigkeit. Die Lufttemperatur stand in einem ordnungsgemäßen Verhältnis zur mittleren Jahrestemperatur, zur Temperatur des kältesten wie des wärmsten Monats und zur aperiodischen monatlichen Temperaturschwankung. Der Auf- und Untergang der Sonne, des Mondes der Lichtwechsel des Mondes, der Venus, des Saturnringes und viele andere bedeutsame Erscheinungen entsprachen ihrer Voraussage in den astronomischen Jahrbüchern. Der Wasserdampf in der Luft hatte seine höchste Spannkraft, und die Feuchtigkeit der Luft war gering. Mit einem Wort, das das Tatsächliche recht gut bezeichnet, wenn es auch etwas altmodisch ist: Es war ein schöner Augusttag des Jahres 1913.“ (Musil 9)

Die Unterschiede liegen auf der Hand: Hier die nüchterne wissenschaftliche Bestandsaufnahme des Tages unter Bezug auf Temperatur, Feuchtigkeit, Lichtverhältnisse, dort die Berufung auf Sternen- und Erdkräfte, die dazu noch vermenschlicht werden. Dennoch scheint eine Ähnlichkeit in der Strukturierung des Daseins auf. Dieses ist unter der Oberfläche vieldeutig, polyphon und fremdbestimmt. Die Namen der Kräfte sind verschieden, nicht aber die Tatsache ihrer Wirkung und ihrer letztlichen Unbestimmbarkeit. Musils Maßangaben mögen präzise und richtig erscheinen, sind aber Ergebnisse von Konventionen, und diese Konventionen werden in seinem grandiosen Roman nach und nach aus den Angeln gehoben.

Powys artikuliert in Glastonbury wie in anderen Romanen und Essays immer wieder die kosmische Bestimmung von Orten und Gestalten. Man könnte auch sagen, er versucht, die wissenschaftliche und die alltägliche Denkweise zu überbrücken, selbst wenn er es mit gnostisch-religiösen Begriffen tut. Wer bei einem Blick in den Kaffee mit der darin wirbelnden Milch an die Galaxie denkt, hat für einen Moment diesen Sprung getan.

Powys’ Werk ist einmal als »Tolkien für Erwachsene« bezeichnet worden. Auch wenn ein solcher Vergleich auf mangelnde Kenntnis Tolkiens hinweist (Tolkien hat sehr wohl Erwachsenen etwas zu sagen), so gibt er immerhin eine Verwandtschaft preis.

Zunächst einmal ist auch bei Tolkien von einer typisch britischen Liebe zu einer bestimmten Region zu reden. Es sind für den in Südafrika Geborenen die englischen Midlands, in denen er aufwuchs, die ländliche Gegend zwischen Birmingham und Worcester. Sie spiegelt sich in jenem der nordischen Mythologie entlehnten Ausdruck »Mittelerde« wider, der einerseits die menschliche Welt zwischen denen der Götter und Dämonen bezeichnet, andererseits als Nest für das Auenland gesehen werden kann, in dem es sich die Hobbits gemütlich machen. Auenland und Mittelerde sind als Ganzes kosmisch eingebunden, wie wir immer wieder andeutungsweise in The Lord of the Rings erfahren. Die Aufgabe, die Bilbo in The Hobbit zu lösen hat, ist Teil eines viel größeren Geschehens, das uns erst allmählich aufgeht. Tolkien hatte, noch lange bevor er den Hobbit entdeckte, Elemente einer Mythologie gesammelt. Sie wurden nach seinem Tod von seinem Sohn Christopher Tolkien unter dem Titel The Silmarillion 1977 herausgegeben. Darin finden sich Geschichten, die Tolkien möglicherweise schon im Ersten Weltkrieg konzipiert hat – er hatte an der Somme gekämpft und litt an Schützengrabenfieber. Auch wenn er in späteren Briefen jegliche Anlehnung an Kriegserlebnisse verleugnete, so ist doch sein gesamtes Werk durchzogen von Bedrohung und Kampfstimmung, wie diese eben nur eine Generation mit Kriegserfahrung prägen. Die Quellen seiner Werke sind bekannt: die nordischen Sagas, die Edda, das finnische Kalewala und die altenglische Dichtung, insbesondere Beowulf. Von naturwissenschaftlichen Interessen Tolkiens kann man jedoch nicht reden. Sein Schöpfungsmythos, mit dem The Silmarillion anhebt, scheint zunächst eher der Bibel und anderen Mythen verwandt zu sein, aber kaum mit wissenschaftlichen Theorien zu konkurrieren. Wie in der Bibel beginnt die Schöpfung mit dem Einen Gott:

„Eru war da, der Eine, der in Arda Ilúvatar heißt; und er schuf erstens die Ainur, die Heiligen, Sprösslinge seiner Gedanken: Und sie waren bei ihm, bevor irgend anderes erschaffen war. Und er sprach zu ihnen, sie Melodien lehrend, und sie sangen vor ihm, und er war froh.“ (Tolkien 13)

Das ist etwas Wunderbares: Die Schöpfung geht aus einem Klang hervor, der zur Melodie wird und als Weltall intoniert wird. Eine wahre Alternative zu dem doch sehr plumpen zeitgenössischen Bild vom Big Bang, das uns etwas amerikanisch vorkommt. Da ohnehin niemand Zeuge dieses Vorgangs war – außer vielleicht Gott –, können wir uns statt des Knalls eines Sektkorkens oder einer Bombe auch Musik vorstellen oder, wie es Dante tat, Licht. Damit ist die Schöpfung natürlich noch nicht beendet. Ein Individualist im Chor der Geister namens Melkor erdreistet sich, einen eigenen Beitrag zu bringen und die Melodie dadurch zu stören. Eru nimmt den Impuls auf und verwandelt die Melodie in eine andere. Die Dissonanz wird gleichsam kreativ umgesetzt und führt zu höherer Komplexität. Das Spiel Harmonie/Störung wiederholt sich, und am Ende ist die Erschaffung der Menschen eine Antwort auf die Dissonanz. Die verschwindet dadurch nicht aus der Schöpfung, sondern wird stattdessen zur menschlichen Geschichte und der der Elfen und anderer Wesen, die die Erde bevölkern. Wie bei Dante kann man jedoch von einer allegorisch-moralischen Deutung physikalischer Ereignisse sprechen. Der Anfang setzt Strukturen und Partikel frei, die nur durch wechselseitige Störung und Aufhebung solcher Störung ein komplexes Universum erwirken können.

Der Mythos, den Tolkien erfindet oder aus anderen Teilen von Mythologien zusammenstellt, erscheint als hochgradiger Synkretismus. Tolkien gibt dem Einen Namen, die aus der Bibel oder dem Koran stammen könnten (Ilú – Eli, Al, Allah) und fügt ihm ein indoeuropäisches Suffix »-vatar« an, das wir in »Vater« oder »Avatar« finden. »Arda« für die Erde leuchtet ohnehin vom Deutschen her ein, entstammt aber bei Tolkien der Elfensprache. Man sieht an diesen wenigen Beispielen, wie sehr Tolkiens Welt eine sprachliche ist. Er schreibt ein Epos der Linguistik, einen Roman, in dem die Sprache selbst die Heldin ist. Mit ihr reicht er in die tiefen Zeiten der Vorgeschichte zurück, kann sich in ganz andere menschenähnliche Spezies hineindenken, als es unsere beschränkte Phantasie sonst erlaubt. Insgesamt sollen etwa 34 verschiedene intelligente Gattungen sein Werk bevölkern. Die Paläoanthropologie weist zunehmend eine solche Diversität für die frühe Menschenzeit nach.

Im Silmarillion erinnern die »Valar«, die göttlichen Naturkräfte, an »Wollen« und an das Wehen des Windes. Tolkiens Naturkosmos ist ganz durchdekliniert mit Namen für Götter und Elfen, für Kräfte und Geister: Manwe steht für Wind, Ulmo für Wasser, Aule für den Schmied, Yavanna für die Pflanzenwelt. Doch wenn wir diesen merkwürdigen Wesen unsere wissenschaftlichen Namen geben wie Gravitation, Elektrizität, Radioaktivität, Partikel und DNA, so erleben wir in Tolkiens Vorgeschichte von Mittelerde so etwas wie das Abenteuer der Entstehung unserer physikalischen und moralischen Welt. Sein Kosmos ist deshalb so erfolgreich bei den Jüngeren, weil er eine Naturwelt beschwört, die es nicht mehr gibt: voller Geheimnis, Tiefe, Geschichte, Heroismus und Verrat. Er macht aus den »Taten des Lichtes«, wie Goethe sagen würde, eine spannende Erzählung.

Literatur

  • Blake, William. Zwischen Feuer und Feuer: Poetische Werke. Zweisprachige Ausgabe. Übers. von Thomas Eichhorn. München: dtv 2007.
  • Musil, Robert. Der Mann ohne Eigenschaften. Reinbek bei Hamburg: Rowohlt 1970.
  • Powys, John Cowper. Glastonbury (1932). München: Hanser 1995.
  • Schenkel, Elmar. Tolkiens Zauberbaum. Sprache und Mythos bei Tolkien und den Inklings. Leipzig: edition vulcanus 2013.
  • Tolkien, J.R.R. Das Silmarillion (1977). Übersetzt von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta 1999. 


Zum Buch

Literatur und Wissenschaft, künstlerische Imagination und rationales Denken zählen zu zwei getrennten Kulturen. Dennoch gibt es Berührungspunkte: Was wäre die Entwicklung der Raumfahrt ohne Jules Verne? Was Sherlock Holmes ohne chemische Kenntnisse? Um Episoden, Begegnungen, Schnittpunkte dieser beiden Welten geht es Elmar Schenkel in seinem neuen Buch. Er legt die wechselseitige Beeinflussung von Wissenschaft und Literatur frei und bringt u.a. Marie Curie, René Descartes, Alva Edison, Galileo Galilei, Friedrich August Kekulé oder Dimitri Mendelejew mit Douglas Adams, Flaubert, Calvino, Agatha Christie, Dante, Paul Valéry, Mary Shelley, Jonathan Swift oder Tolkien ins Gespräch. Eine faszinierende und brillant geschriebene Erkundung – voller neuer, überraschender Verbindungen. Auf TOR ONLINE veröffentlichen wir mit freundlicher Genehmigung der S. Fischer Verlag GmbH auszugsweise drei Kapitel.

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