Hinter den Kulissen mit Sven Sauer

© 2014 Sa-Po / Sven Sauer & Igor Posavec

INTERVIEW

Hinter den Kulissen mit Sven Sauer


Sven Sauer ist Matte Painter, sprich er zeichnet die Kulissen für Film- und Serienproduktionen, unter anderem für Game of Thrones

Vor ein paar Wochen, ich war mit einem Freund unterwegs, stolperten wir, vom Hunger getrieben, in ein kleines nettes Café in meinem Berliner Kiez – und damit auch in Sven hinein. Denn wie es der Zufall will, sind wir mit ihm an einem Tisch gelandet und gleich ins Gespräch gekommen. Schließlich habe ich berufsbedingt immer ein Buch dabei – meistens ein Fantasy- oder SF-Schmöker –, und er hat die Ideen, wie man sie bebildern könnte.

Wahrscheinlich hat jeder von euch schon einmal eines seiner Bilder gesehen, sei es der ProSieben-Blockbuster-Trailer, Paris von oben im Oscar-prämierten Film Hugo Cabrét, die Burg Dragonstone in Game of Thrones oder Szenen im PC-Game  Perry Rhodan – The AdventureEin interessantes Berufsbild, dachte ich mir, und zudem würde sich ein kleines Interview mit Sven einfach perfekt auf Tor-Online.de machen. Also haben wir uns vor kurzem noch einmal getroffen, und er hat mir ein paar Fragen beantwortet. 

Hallo Sven, schön, dass du die Zeit gefunden hast, uns ein paar Fragen zu beantworten. Fangen wir doch gleich mal an. Wie bist du eigentlich in diesen eher ungewöhnlichen Beruf hineingerutscht?

Hallo Melanie, klar gerne. Ursprünglich komme ich aus der Werbung, aber ich habe recht schnell gemerkt, dass das nicht das ist, was ich machen möchte. Anfangs, noch zu Uni-Zeiten und kurz danach, haben wir Kurzfilme gedreht. Aber die „echten“ Kulissen waren für unser schmales Budget zu teuer. Also mussten wir uns etwas anderes überlegen – und haben sie einfach gezeichnet. Zu der Zeit, als ich angefangen habe zu studieren, gab es allerdings noch keine Computer – zumindest nicht solche, mit denen man richtige Produktionen hätte machen können, und somit war das viel Handarbeit.

In den USA sah das natürlich etwas anders aus. Pixar war damals, was diese Techniken angeht, auch in den Kinderschuhen, probierte jede Menge aus, aber natürlich mit einem ganz anderen Budget als wir an der FH Wiesbaden.

Innerhalb von drei oder vier Jahr hat sich die Technik dann recht schnell weiterentwickelt. Mein Vorteil war, dass ich gewissermaßen in diese Entwicklung hineingewachsen bin. Und wir haben diese Gelegenheit genutzt und unsere Kulissen digital gebaut, um unsere Kurzfilme zu drehen. Und der Rest war einfach Glück – wie so oft.

Erklär das mal näher – worin genau bestand dein bzw. euer Glück?

Na, wir haben unsere Filme bei verschiedenen Festivals eingereicht, sind dadurch mit anderen Regisseuren ins Gespräch gekommen und einige von denen meinten: „Hey, wir haben das gleiche Problem wie ihr – kein Budget für Kulissen – könntet ihr nicht für uns auch mal welche zeichnen?“ Ehrlich gesagt waren wir anfangs nicht so begeistert, wollten an unseren eigenen Projekten arbeiten, aber wir haben trotzdem zugesagt. Schließlich können weitere Referenzen nicht schaden. Es gab zu dem Zeitpunkt einfach noch niemanden, der Experte auf dem Gebiet war. Meine Kollegen und ich waren damals relativ konkurrenzlos und das, obwohl wir eigentlich VFX, also visuelle Effekte im Film, überhaupt nicht zu unserem Spezialgebiet machen wollten.

Aber eben, dadurch dass ich von Anfang an dabei war, bin ich in die Branche hineingewachsen. Interessant ist auch, dass die Leute, mit denen ich damals zusammengearbeitet habe, jetzt weltweit verstreut sind und in richtig hohen Positionen bei großen Produktionen mitwirken. Und so kommen natürlich auch Empfehlungen, neue Kontakte usw. zustande, die mir das tägliche Brot sichern. Aber das Schöne ist, wenn man heute die Leute von damals wiedertrifft, ist immer noch alles wie früher. Wir kommen einfach aus derselben Klitsche und das merkt man.

Wann und wie schwappte denn eigentlich die Welle des Digitalen in der Filmproduktion nach Deutschland?

Als ich mit der ganzen Sache angefangen habe, war die Technik ja wie gesagt noch nicht so weit. Im Prinzip war der große Durchbruch des VFX-Zeitalters in Deutschland 2006, als die Produktion von Der rote Baron mit Till Schweiger und Matthias Schweighöfer startete: Sämtliche VFX-Artists – oder vielmehr Leute wie ich, die sich ganz rudimentär selbst das Bauen von digitalen Kulissen beigebracht haben – wurden zu einer riesigen Produktion in Frankfurt/Main zusammengerufen: Das waren dann die ersten VFX-Gehversuche in der deutschen Filmgeschichte.

 

"Der rote Baron" mit Matthias Schweighöfer und Till Schweiger war einer der ersten deutschen Filme, in denen VFX-Technik eingesetzt wurde

„Matte Painting“ gibt ist als Begriff in Deutschland ja auch noch gar nicht so sehr lange. Ganz witzig eigentlich: Plötzlich hieß es dann bei der Auftragsvergabe, ich solle „Matte Paintings“ erstellen. Ich kannte den Begriff damals gar nicht. Und das, obwohl wir ja genau das tatsächlich schon zwei, drei Jahre lang gemacht haben. In den Staaten gibt es das natürlich schon viel länger, seit den 1960ern, und zu Anfang vor allem als auf Leinwand oder Glas aufgetragene Teile von Kulissen oder Filmsets. Heute geht natürlich alles digital. Aber in Deutschland gab es ganz lange keinen Bedarf – das siehst du ja auch an den deutschen Fernsehserien. Wann gab es da mal irgendeine Form von Visual Effects? Die wurden einfach lange gar nicht benötigt oder das Budget hat nicht gereicht.

Ein Projekt, an dem du mitgewirkt hast, war Game of Thrones in der dritten bis fünften Staffel. Das war ja – wie sich im Nachhinein gezeigt hat, schon ein recht großes Ding. Wie bist du da eigentlich dran gekommen?

Haha, ja, das ist eine lustige Geschichte. Wie so oft kam jemand auf mich zu und meinte: „Du, Sven, wir hätten hier noch ein zweites Projekt für dich, wenn du willst.“ Dann hat er mir den Pitch zugeschickt, ich hab reingelesen und, nun ja … Mittelalter – hmmm, Drachen – nicht im Ernst, oder?, und Zentauren?!? Meine Reaktion war: „Ey Leute, das ist nicht euer Ernst, oder? Das kann doch nur Trash werden? Nee, vergiss es, da bin ich raus.“ Ja, ich hab abgelehnt, zumal sie auch jemanden am Set und für die Concept Arts haben wollten. Das war die erste Staffel. Ich hab das Ganze dann erstmal aus den Augen verloren, und auch der große Hype ist tatsächlich ziemlich an mir vorbeigegangen.

Aber dann, an einem verregneten Sonntag habe ich mir vor lauter Langeweile doch mal die erste Folge des Mythos Game of Thrones reingezogen. Und was soll ich sagen? Plötzlich war es Montagmittag, und ich hatte die ganze Staffel an einem Stück geschaut. Ich konnte sie einfach nicht abschalten. Und mir war klar: Tja, Sven, da haste jetzt echt einen Fehler gemacht. Da ist dir echt was ganz Großes durchgegangen.

Aber glücklicherweise wurde ich tatsächlich noch mal für die zweite Staffel angefragt: „Hey Sven, möchtest du vielleicht jetzt bei Game of Thrones einsteigen?“ Diesmal habe ich natürlich zugesagt und musste mich schon ein wenig zusammenreißen, um bei meiner Zusage am Telefon nicht gleich zu enthusiastisch zu klingen und mich als Fan zu outen.

Game of Thrones ist ja nun ein Riesending mit enormer Fan-Gemeinde geworden. Ich kann mir vorstellen, dass eine gute Recherche nicht ganz unwichtig ist, um solche Projekte umzusetzen. Wie gehst du da vor?

Recherche ist auf jeden Fall ein sehr wichtiger Teil unserer Arbeit. Meistens nutzen wir ein Drittel der Zeit, die wir in ein Projekt investieren, genau hierfür, auch wenn das den Kunden natürlich schwer zu verkaufen ist – schließlich ist das noch nichts Handfestes, sie sehen keine direkten Ergebnisse, sollen aber zahlen. Trotzdem – es wäre geradezu fahrlässig, diese Zeit und das Geld nicht zu investieren, denn sonst endet es damit, dass man die Arbeit zweimal macht. Wenn auch nur einer im Team irgendeinen Aspekt „falsch verstanden“ hat und man etwas ändern muss, bedeutet das, dass die Arbeit weggeworfen werden kann und man von vorne beginnen muss. Denn wir arbeiten nicht mit Modulen und können nicht einfach einzelne Teile rausnehmen oder ausblenden.

Außerdem ist eine gute Recherche wichtig, um die richtige Stimmung transportieren zu können. Und gerade bei einem Projekt wie Game of Thrones, das eine wahnsinnige Fanbase hat, ist es extrem wichtig, dass man den Erwartungen gerecht wird, die Vorlage aus dem Buch so gut es geht umsetzt und auch die kleinsten Details mit einarbeitet. 

  • Game of Thrones - Making of Dragonstone 1

    © HBO / Pixomondo / Matte Painting Artists: Sven Sauer, Adam Wesierski, Alexandra Thoth, Juri Stanossek, Jörn Grosshans

  • Game of Thrones - Making of Dragonstone 2

    © HBO / Pixomondo / Matte Painting Artists: Sven Sauer, Adam Wesierski, Alexandra Thoth, Juri Stanossek, Jörn Grosshans

  • Game of Thrones - Making of Dragonstone 3

    © HBO / Pixomondo / Matte Painting Artists: Sven Sauer, Adam Wesierski, Alexandra Thoth, Juri Stanossek, Jörn Grosshans

  • Game of Thrones - Making of Dragonstone 4

    © HBO / Pixomondo / Matte Painting Artists: Sven Sauer, Adam Wesierski, Alexandra Thoth, Juri Stanossek, Jörn Grosshans

Beispielsweise habe ich an Dragonstone mitgearbeitet. Zunächst mal habe ich mir dafür im Vorfeld alte Concept Arts angeschaut, auch welche, die schon 20-30 Jahre alt waren. Ich finde es wichtig, auf dem aufzubauen, was schon da ist: einerseits um daraus etwas mitzunehmen, vielleicht kleine Elemente zu entdecken, die man selbst übersehen hat, andererseits um die Erwartungen der Fans nicht zu enttäuschen.

Wie ihr ja natürlich wisst, ist Westeros im Prinzip ein invertiertes Irland, das unterhalb von England und Schottland angeordnet wurde. Das war für uns ein Grund nach Irland zu fahren, um uns die Gegenden anzuschauen, die George R. R. Martin in seinen Romanen beschrieben hat – und siehe da: Folgt man den „Wegbeschreibungen“ des Autors, findet man an den entsprechenden Stellen auch die jeweiligen Burgen.

Was mir persönlich auch sehr geholfen hat, war, dass ich parallel zum Arbeiten die Hörbücher gehört habe. (Ich muss gestehen: Ich habe ohnehin einen wahnsinnigen Verschleiß an Hörbüchern, aber wenn es sich ergibt, dass es zu meinen aktuellen Projekten auch das Hörbuch gibt, läuft das den ganzen Tag. Aber ich sag dir, das kann mitunter auch ganz schön deprimierend sein – je nachdem woran man gerade arbeitet.) Jedenfalls habe ich daraus auch noch einmal viele Informationen ziehen und mich gut in die Welt der Starks und Lennisters hineinversetzen können.

Wow, da habt ihr ja schon ganz schön Vorarbeit zu leisten. Wie lange sitzt du denn so im Durchschnitt an einem Schuss?

Es kommt natürlich immer darauf an, welchen Detailgrad der Schuss haben soll usw. Im Schnitt kann man aber sagen, dass wir da um die zehn Tage lang an einem Establisher, also dem wichtigsten Schuss, der dafür verantwortlich ist, dass der Zuschauer richtig zu flashen, ihn in die Welt des Films hineinzieht, arbeiten. Das klingt jetzt vielleicht gar nicht so viel, aber du musst dir vor Augen halten, dass es sich dabei ja nur um einen Schuss handelt, der ca. zwei Sekunden im Bild ist. Meistens gibt es nur einen Establisher, aber insgesamt ca. 150 Schüsse pro Film, an denen wir arbeiten. Das geht schon etwas schneller, aber wenn man es hoch rechnet ist man plötzlich bei 1 ½ Jahren, die man auf einem einzigen Projekt hängt. Alles in allem bedeutet das, dass wir einen ganz schön langen Vorlauf haben. Wir arbeiten ca. 2-3 Jahre daran, bevor ein Film bzw. eine Serie tatsächlich auf die Leinwand kommt. Und manchmal ist das sehr komisch, weil man echt lange nicht über das sprechen darf, woran man gerade arbeitet. Was ich jetzt auf meiner Facebook-Seite poste, ist für mich eigentlich schon uralt. Wenn man diese Dinge dann wieder hervorwühlt, ist es so, als würde man eine Reise in die Vergangenheit machen. In der Zwischenzeit hat sich meist schon wahnsinnig viel verändert, deine ganze Lebenssituation ist eine ganz andere. Und da kommen dann viele Bilder wieder hoch.

Das kann ich ganz gut nachvollziehen. Auch die Buchproduktion zieht sich gern lange – da vergeht meist auch mindestens ein Jahr, eher 1 ½ oder 2, bis man tatsächlich mal das gedruckte Buch in den Händen hält. Und je nach Projekt ist da auch Verschwiegenheit gefragt.
Aber sag mal: Was war denn bisher dein absolutes Lieblingsprojekt?

Vom Artwork her, was wir gemacht haben, ist das immer noch „Die schwarzen Brüder“ nach dem Roman von Kurt Kläber und Lisa Tetzner, in dem es um den kleinen Jungen Giorgio geht, der als Kaminfegerjunge nach Mailand verkauft wurde. Die Kulisse ist wirklich grandios und gehört zu meinen absoluten Favoriten, auch weil da so viel in so kurzer Zeit entstanden ist, ist es wohl eines meiner Lieblingsprojekte. Im Prinzip war der Film ein reiner Studiodreh, bei dem es nur das Dach gab. Unsere Aufgabe war es, das Mailand des frühen 19. Jahrhunderts drum herum zu bauen. Das Kinderbuch ist wunderschön illustriert, und diese Bilder waren dann auch unsere Inspiration: die Berge im Hintergrund, der Dom, die Kamine, die Wäscheleinen, sein Umgang mit dem Rauch. Natürlich haben wir das Ganze auf eine andere Ebene gebracht, aber du erkennst es alles im finalen Schuss wieder, sodass wir – hoffe ich zumindest – die Stimmung aus dem Roman auch im Bild erzeugen konnten.

Ein Einblick in den Film "Die schwarzen Brüder", für den Sven an dem Panorama Mailands mitgearbeitet hat

Es gibt unzählige Filmprojekte und ich wette, du hast nicht alle immer gleich gern gemacht. Aber wenn du dir eines aussuchen dürftest, an dem du mitarbeiten könntest – welches wäre es?

Ganz klar: eine Verfilmung von William Gibsons Roman Neuromancer. Die Filmrechte wurden, soweit ich weiß, schon vor einigen Jahren verkauft, aber trotzdem hat man sich noch nicht so recht dran gewagt. Das Problem ist einfach, dass im ersten Band der Trilogie, die 1984 erschien, eine heute (= 2016) nicht mehr allzu weit entfernte Zukunft beschrieben wird und es viele der damals visionären Zukunftserfindungen heute bereits gibt. Bestes Beispiel ist Virtual Reality bzw. Google Glass. Natürlich hieß das bei Gibson anders, aber im Prinzip beschreibt er genau das. Da viele von Gibsons Visionen nun schon in der Realität umgesetzt wurden, ist es wirklich schwierig, den Stoff filmisch interessant und neuartig darzustellen. Das wäre so ein Film zum Buch gewesen, den man direkt in den 1980ern hätte drehen müssen. Heute funktionieren Gibsons Ideen aufgrund seiner grandiosen Art zu schreiben zwar noch gut, aber im Film würden sie einfach outdated wirken.

Viele der Projekte, an denen du mitgewirkt hast, haben ja doch irgendwie einen gewissen Hang zum Phantastischen. Die Geschichte von Hugo Cabret, Game of Thrones sowieso, aber auch Projekte wie Oblivion lassen in andere Welten abtauchen. Gibt es etwas, was dich und deine Arbeit extrem beeinflusst hat?

Ja, tatsächlich ist das so eine Sache. Mit Fantasy habe ich, ehrlich gesagt, nicht so viel am Hut (wie man an der Game of Thrones-Anekdote ja auch schon gemerkt hat). Aber in der Science Fiction fühle ich mich tatsächlich sehr zuhause. Und dadurch, dass ich bei der Arbeit ständig Hörbücher höre, habe ich auch so ziemlich alles Zeitgenössische aus dem Genre konsumiert. Aber was mich wirklich stark geprägt hat, war Blade Runner. Ich habe diesen Film geliebt. Gerade in meinen früheren Projekten, wie dem Game zu Perry Rhodan, kannst du anhand der Perspektiven und Stimmungen erkennen, wie sehr mich der Film beeinflusst hat. Jetzt dauert es schon gar nicht mehr so lange, bis die Neuverfilmung in die Kinos kommt. Ein bisschen graut’s mir davor ja schon.

Ja, das kann ich mir gut vorstellen. Ich bin auch großer Fan und sehr gespannt, zumal wir bei FISCHER Tor eine Neuübersetzung des Romans von Philip K. Dick, passend zum Filmstart, planen. Da ist es schon sehr aufregend, was nun passiert. Um dich nicht noch länger in Beschlag zu nehmen, komme ich jetzt zur letzten Frage an dich: Was ist für dich das Schönste an deiner Arbeit?

Ich möchte die Menschen faszinieren, sie neugierig machen. Kennst du das Phänomen, dass man, wenn einen etwas interessiert, alle Details von etwas wahrnehmen möchte, der Sache ein Stück entgegengeht bzw. sich zu ihr hin beugt? Der beste Beweis dafür, dass es mir gelungen ist, einen richtig guten Schuss zu entwerfen – einen, der den richtigen Detailgrad hat und gleichzeitig als großes Ganzes überwältigend ist –, ist wenn der Zuschauer genau das macht, mit einem Funkeln in den Augen kurz davor ist aufzustehen, um das Bild auf der Leinwand genauer und länger betrachten zu können.

 

Ja, tatsächlich kenne ich das von mir selber. Vor kurzem habe ich mir noch Hugo Cabrét angeschaut und, ich muss gestehen, ich habe wohl genau diese Reaktion auch gezeigt als Hugo seinen Blick durch das Ziffernblatt der Uhr über Paris schweifen lässt.

Vielen Dank, Sven, für deine Zeit und die vielen aufschlussreichen Antworten. Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinen weiteren Projekten und bin gespannt, wann und wo wir die nächsten Matte Paintings von dir auf der Leinwand sehen! 

 

Über den Künstler

 

Sven Sauer studierte an der FH Wiesbaden, wo er sich ursprünglich auf die Arbeit als Digital Artist in der Werbung vorbereitete. Anschließend zog es ihn aber doch in eher kreativere Ecken – nämlich zum Film. Für seine Arbeit an Hugo Cabret erhielten er und sein Team einen Oscar und auch Game of Thrones wurde 2014 in der Kategorie „Outstanding Visual Effects” mit einem Emmy ausgezeichnet.

>>> Svens Website

>>> Svens Kunstprojekt Sa-Po

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