Würfeln mit dem Terminator – 5 Brettspiele zu Kultfilmen

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Würfeln mit dem Terminator – 5 Brettspiele zu Kultfilmen


Wusstet ihr, dass es zu vielen großen Film-Franchises auch schicke Brettspiele gibt? Hier haben wir 5 Spieletipps für euch!

Ein erfolgreicher Genre-Film ist spätestens seit „Star Wars“ viel mehr als nur ein Film. Er ist das Herz und der Ausgangspunkt eines Franchises. In Comics und Romanen wird das Universum rund um die Filmhandlung erweitert. Mit T-Shirts und Tassen tragen wir unsere Begeisterung vor uns her. Und von der Actionfigur bis zur sündhaft teuren Polystone-Statue gibt es für Kinder jeden Alters was zum Spielen und Bestaunen. Das alles ist für Fans von „Terminator“ oder „Ghostbusters“, von „Predator“ oder „Big Trouble in Little China“ nichts Neues. Lasst euch in eine abseitige Ecke des Kultfilm-Merchandise entführen …

Ghostbusters: The Board Game

Wolltet ihr schon immer in die Overalls von Peter Venkman, Ray Stantz, Egon Spengler und Winston Zeddemore schlüpfen, um mit Protonenpacks bewaffnet auf Geisterjagd zu gehen? Kein Problem! Mit dem „Ghostbusters“-Brettspiel könnt ihr das sogar, ohne Gefahr zu laufen, vollgeschleimt zu werden. Das Spiel von Cryptozoic Entertainment wurde 2015 via Kickstarter finanziert und existiert in zwei Versionen: einer für den Einzelhandel und einer Deluxe Edition, die exklusiv während des Kickstarters erhältlich war und heute in der Regel Unsummen bei Ebay kostet. Visuell orientiert sich das Spiel an der „Ghostbusters“-Zeichentrickserie, das heißt, ihr werdet keine Filmvisagen von Bill Murray, Dan Aykroyd oder Sigourney Weaver vorfinden. (Vermutlich hätten der Erwerb der Bildrechte den Preis des Spiels noch einmal deutlich in die Höhe getrieben.)

Das Spiel ist ein kooperatives, episodisch angelegtes „Adventure Game“ für ein bis vier unerschrockene Geisterjäger, die in die Rolle unserer Filmhelden schlüpfen. In Gestalt kleiner Plastikmännchen bewegen sie sich über einen modularen Spielplan, der die Straßen und Parkanlagen von New York zeigt, um Geister zu fangen (ebenfalls kleine Plastikfiguren) und Tore in die Geisterwelt (Pappmarker) zu schließen. Dabei können sie durch das Einfangen der Spukgestalten Erfahrungspunkte sammeln und bis zu fünf Level aufsteigen. Mit jedem neuen Level sind bessere Fähigkeiten verbunden. Verschiedene Szenarien stehen zur Verfügung, und eine Partie soll je nach Szenario und gewähltem Schwierigkeitsgrad 30 Minuten bis 2 Stunden dauern. Wenn man ein eingespieltes Team ist, das die Regeln beherrscht, mag das stimmen. Wir haben eher länger gebraucht.

Auch interessant: Es existiert eine eigenständige Fortsetzung zu dem Spiel, „Ghostbusters: The Board Game II“, die den zweiten Kinofilm zum Vorbild hat und ebenfalls in zwei Versionen auf den Markt kam.

Legendary Encounters – A Predator Deck Building Game

„Legendary Encounters“ ist eine ganze Reihe von Deck-Building-Kartenspielen von Upper Deck Entertainment. Deck Building, das bedeutet, dass man mit einem relativ schwachen Set aus Einsteigerkarten das Spiel beginnt und dann im Laufe der Partie immer stärkere Karten nach eigener Wahl „dazukaufen“ kann. So entsteht in jeder Partie ein völlig individuelles Kartendeck, das für ein anderes Spielerleben sorgt. „Encounters“ ist eine Spin-Off-Reihe des Superhelden-Kartenspiels „Legendary: A Marvel Deck Building Game“, die sich auf Medienlizenzen konzentriert. Wie etwa „Predator“, diesem dreckigen „10 kleine Söldner“-Actionfilm mit Arnold Schwarzenegger von 1987.

Das 2015 erschienene Kartenspiel für ein bis fünf Spieler umfasst tatsächlich nicht nur diesen Film, sondern auch seine Fortsetzung („Predator II“, 1990). Man kann die zwei Episoden nacheinander spielen oder einfach alle Karten mischen. Spieler beginnen z.B. als namenlose Lieutenants oder CIA-Agents, Detectives oder Swat Officers und können später stärkere Karten, darunter namhafte Recken wie Dutch Schaefer oder George Dillon, Mike Harrigan oder Jerry Lambert rekrutieren. Ihr Ziel ist es, sich durch eine Reihe „Objectives“ zu arbeiten und dabei den Predator abzuwehren, der ihnen nachstellt. Netterweise hat das Spiel gleich zwei Spielmodi: Man kann entweder vollkooperativ als Menschen gegen den Predator antreten. Oder man kann kompetitiv als Bande Predatoren auf Menschenjagd gehen, um möglichst viel Ehre zu erringen.

Auch interessant: Spätestens seit dem Film „Predator II“ wurden die „Alien“- und „Predator“-Franchises ja verschmolzen. Entsprechend kann „Legendary Encounters: Predator“ mit seinem Schwesterprodukt „Legendary Encounters: Alien“ verbunden werden. Wer beide Spiele besitzt, kann Charaktere wie Ellen Ripley neben Dutch Schaefer antreten lassen und Gegnerdecks bauen, die sowohl Predatoren als auch Aliens enthalten. Man kann sogar als Predatoren auf Alienjagd gehen. Das ist schon ziemlich episch!

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Terminator: Genisys – Rise of The Resistance

Okay, wenn wir ganz ehrlich sind, ist „Terminator: Genisys“ nicht gerade ein Kultfilm. Aber die Auswahl an „Terminator“-Brettspielen, die auch etwas taugen, ist leider begrenzt, außerdem basiert „Genisys“ ja auch irgendwie auf dem ursprünglichen „Terminator“-Film, also wollen wir mal nicht so sein. Auch dieses Spiel war 2018 ein Kickstarter-Projekt, aber – Überraschung – es konnte nicht finanziert werden. Da die Macher, Lynnvander Studios und River Horse, aber an ihr Baby glaubten, unternahmen sie den zweiten Anlauf einer Vorbestelleraktion auf ihrer Website, und diesmal erreichten sie die gewünschte Zielsumme. Im Sommer dieses Jahres wurde mithilfe eines Crowdfundings bei der Spieleschmiede sogar eine deutsche Ausgabe finanziert (mit Ach und Krach), aber diese Version dürfte, im Gegensatz zum englischen Spiel, auf dem freien Markt kaum zu finden sein, weil es sich um einen superlimitierten Print Run handelt.

„Terminator: Genisys – Rise of The Resistance“ ist ein kooperatives, missionsbasiertes Miniaturen-Taktikspiel. Ein bis vier Spieler schlüpfen in die Rollen von Anführern des Widerstands gegen die Maschinen – darunter John Connor und Kyle Reese – und müssen versuchen, die Menschheit aus dem Griff von Skynet zu befreien. Das können sie entweder in Einzelmissionen tun oder sie entscheiden sich, eine Kampagne mit sieben aufeinander aufbauenden Missionen und einer Erzählhandlung zu spielen. Wie so häufig bei solchen Spielen findet auch hier die Action auf einem modularen Spielplan statt. Jeder Spieler führt einen Helden, der sich von Wegpunkt zu Wegpunkt vorwärtskämpfen muss und dabei auf die bekannten T-800-Modelle sowie Flugdrohnen und vierbeinige Waffenplattformen trifft. Ungewöhnlich für Spiele dieser Art ist der sogenannte „Dice Allocation“-Mechanismus, bei dem man Würfel wirft und die Ergebnisse dann auf passende Felder legt, die Waffen, Charakterfähigkeiten und mehr aktivieren. Ein spannendes Spiel, auch wenn es eine echte Schande ist, dass Helden wie Sarah Connor oder der „echte“ Arnie-Terminator fehlen.

Auch interessant: Wer von „Terminator: Genisys“ angefixt wurde, dem bietet die Erweiterung „Terminator Genisys: Fall of Skynet“ Nachschub. Diese enthält eine neue Kampagne und obendrein einen Missionsgenerator, um eigene Szenarien zu entwickeln. Außerdem wird das Spiel um einen fünften Spieler erweitert.

Big Trouble in Little China – The Game

Ein echtes Kuriosum, selbst in der Nische der Brettspiele, die auf Kultfilmen basieren, ist „Big Trouble in Little China – The Game“, das – wie es sich selbst nennt – kooperative „Action-Adventure, Comedy, Kung-Fu, Ghost Story, Monster, Miniatures Board Game“ für ein bis vier Spieler. Von einer Spieleschmiede, die sich vollmundig Everything Epic nennt, ersonnen, erblickte „Big Trouble“ in einer großen Vorbestelleraktion das Licht der Welt. Die goldene „Deluxe Edition“-Box gab es nur im Vorfeld, die weiße Einzelhandelsversion steht ihr allerdings in kaum etwas nach. Einzig Spielmaterial für einen fünften und einen sechsten Mitspieler sowie die Kampagne „Legacy of Lo Pan“ fehlen. Beide sind aber mittlerweile in Form der „Legacy of Lo Pan“-Erweiterung nachzukaufen.

In „Big Trouble“ kontrolliert jeder Spieler einen Helden, die gemeinsam Hindernisse zu überwinden versuchen, um eine Reihe von Questen zu bestehen. Dabei besteht das Spiel aus zwei Akten. In Akt 1 bereist man die Straßen und Örtlichkeiten von Little China, um Aufgaben zu lösen sowie Gegner und Bossgegner zu besiegen. Dadurch erhält man „Chi“ und „Audacity“, was nicht nur die Helden aufleveln lässt, sondern schließlich auch dazu führt, dass Akt II ausgelöst wird: der Endkampf gegen Lo Pan in seinem Hort. Das Spiel bietet wirklich Atmosphäre satt und ist für Fans des Action-Fantasy-Films mit Kurt Russell ein echter Leckerbissen. Leider ist es nicht nur ein Kuriosum (in dem Sinne, dass es auf einem einzelnen Kultfilm basiert, der nicht gerade ein Franchise losgetreten hat), sondern auch eine Rarität und nicht ganz leicht am Markt zu finden.

Auch interessant: Wer ein spielfreudiger Fan des Films ist, sich aber nicht in als Jäger und Sammler betätigen will, dem kann mit dem Kartenspiel „Legendary: Big Trouble in Little China“ geholfen werden. Der Name des Spiels erinnert dabei nicht von ungefähr an den zweiten Eintrag dieses Artikels. Es handelt sich tatsächlich um eine weitere Inkarnation der „Legendary“-Deck-Building-Kartenspiele – allerdings nicht kompatibel mit den oben vorgestellten Versionen.

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Star Wars – Outer Rim

Ja, ja, ich weiß, ich habe bereits einen Artikel über „Star Wars“-Spiele geschrieben. Aber zum einen wäre eine Auflistung von Brettspielen zu Kultfilmen einfach nicht komplett, wenn nicht auch „Star Wars“ erwähnt würde. Zum anderen ist „Outer Rim“ deutlich mehr ein klassisches Brettspiel als etwa die durch endlose Erweiterungssets ausbaubaren Produktlinien „Star Wars: X-Wing“, „Star Wars: Armada“ oder „Star Wars: Destiny“. „Outer Rim“, dank der starken „Star Wars“-Lizenz nicht nur auf Englisch, sondern auch auf Deutsch 2019 bei Asmodee erschienen, nimmt uns mit an den schmutzigen Rand der Galaxis. Als Kopfgeldjäger, Schmuggler und Söldner reisen ein bis fünf Spieler mit ihren individuellen Raumschiffen von Planet zu Planet und versuchen, die berühmtesten (oder berüchtigsten) Halunken des „Star Wars“-Universums zu werden.

Prestige heißt die Währung, um die es in „Outer Rim“ geht. Wer am schnellsten genug Prestige erringt, gewinnt das Spiel. Prestige bekommt man für die unterschiedlichsten Handlungen: die Übernahme gefährlicher Aufträge, das Erreichen persönlicher Ziele, die Erledigung heikler Kopfgeldjägerjobs, den Kauf von Luxusgütern. Egal ob man Han Solo, Boba Fett oder Lando Calrissian nacheifert, es gibt viele Wege zum Sieg. Doch man muss vorsichtig sein. Auch der eigene Ruf ist wichtig. Und der kann bei den Hutten durchaus leiden, wenn man dem Imperium zuarbeitet. Oder man verscherzt es sich mit den Imperialen, weil man für die Rebellen geschmuggelt hat. Man muss genau überlegen, welche Jobs man annimmt und wen man sich damit möglicherweise zum Feind macht. Denn das hat bei Begegnungen zwischen den Sternen dann durchaus Konsequenzen.

Auch interessant: „Outer Rim“ ist eines der wenigen Brettspiele im an Brettspielen nicht armen Sortiment der „Star Wars“-Lizenzprodukte, das nicht den Kampf zwischen Rebellion und Imperium bzw. Republik und Separatisten zum Thema hat, sondern sich dezidiert der Schurken-Seite der Saga widmet. Wem das gefällt, dem sei ein Blick ins Nachbar-Franchise „Firefly“ empfohlen. Hier gibt es ein sehr ähnliches Spiel (das ich in einem Folgeartikel vorstellen werde.)

Und übrigens noch was …

Wer jetzt glaubt, das war’s schon, der irrt sich gewaltig. Das Feld der Filmlizenzspiele ist weit und angefüllt mit vielen Seltsamkeiten. So ist z.B. mit „Highlander: The Duel“ ein Kartenspiel erschienen, das einen den epischen Schwertkampf zwischen Connor MacLeod und Kurgan nachstellen lässt. „Evil Dead 2: The Boardgame“, das aktuell noch in der Mache ist, soll uns mit Bruce Campbells Ash in die untotenverseuchte Waldhütte entführen. Es existiert ein Zeitreisespiel mit „Back to the Future: An Adventure Through Time“. Und wer gern auf Geheimmissionen im Dschungel geht, der kann sich auf „Rambo: The Board Game“ freuen – ja, ihr habt richtig gelesen. Da fehlen sogar mir die Worte … 

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