Dark City

© New Line Cinema

FILM

Die besten dystopischen Filme: Dark City (1998)


Die Story dieses dystopischen Films hätte direkt aus der Feder von Philip K. Dick stammen können, der in seinen Werken mehr als einmal das Wesen der Realität thematisiert hat. Sie hat einige Parallelen zu dem ein Jahr später erschienenen Blockbuster »The Matrix«.

Schon im Vorspann erfahren wir, dass in der Vergangenheit Außerirdische erschienen sind, die offenbar Experimente mit den Menschen machen. John Murdoch (Sewell) lebt in einer namenlosen Stadt, in der nie die Sonne scheint. Er erwacht, ohne sich an etwas erinnern zu können, in der Badewanne eines schäbigen Hotels neben einer Leiche und bekommt von dem zwielichtigen Arzt Schreber (Sutherland) den Hinweis, »Die Fremden« seien hinter ihm her und er solle besser fliehen. Das tut Murdoch dann auch und irrt ziellos durch die Straßen, bis um Punkt Mitternacht alle Menschen scheinbar einfrieren. Er beobachtet, wie sich auf geheimnisvolle Weise die Stadt selbst verändert – Gebäude erscheinen aus dem Nichts, andere verschwinden einfach. Dann tauchen blasse Typen auf, offenbar die »Fremden«, und hantieren mit Geräten an den leblosen Menschen herum. Verzweifelt versucht Murdoch, herauszufinden, was vor sich geht.

Dark City (1998) - Theatrical Trailer

Proyas gelang ein atmosphärischer, fast schon surrealer Science-Fiction-Mystery-Thriller mit Film-Noir-Optik und einer genialen Auflösung. Die Spezialeffekte sind eindrucksvoll und es gibt viele visuell meisterhafte Szenen, die nachfolgende Filmemacher beeinflusst haben. Vor allem Fans von Christopher Nolans Film »Inception« werden eine Schlüsselszene wiedererkennen, wo zerfallende Hochhäuser an einem Strand stehen. In vielen Momenten erinnert der Film visuell sogar an Meisterwerke wie Fritz Langs »Metropolis« oder an den Surrealismus von Terry Gilliams »Brazil«.

Etwas getrübt wird die Freude durch nicht immer stimmige Schauspielerleistungen. Vor allem Kiefer Sutherland übertreibt es ein wenig mit der Verschrobenheit des von ihm dargestellten Wissenschaftlers. Auch einige Dialoge sind nicht überzeugend. Man gewinnt den Eindruck, als hätte das Drehbuch noch etwas Feinschliff vertragen können.

Dark City

Im Kino startete der Film gleichzeitig mit James Camerons »Titanic« und hatte trotz guter Kritiken keine Chance. Mit Mühe schaffte es »Dark City«, sein Produktionsbudget einzuspielen. Da darin das Marketing aber noch nicht mitgerechnet wird, galt der Film als Flop an den Kinokassen.

Gerade wegen seiner düsteren Atmosphäre und seiner ungewöhnlichen Prämisse sollte man den Film unbedingt gesehen haben.

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