Die besten dystopischen Filme: 1984

© Warner Bros. Pictures

FILM

Die besten dystopischen Filme: 1984 (1984)


Die Verfilmung des gleichnamigen Kultromans von George Orwell ist an Trostlosigkeit und Düsternis kaum zu überbieten.

In einem Überwachungsstaat ist Winston (Hurt) ein kleines Schräubchen in einer gigantischen Parteimaschine. Eines Tages beginnt er, am System zu zweifeln, liest reaktionäre Literatur und lässt sich auf eine verbotene Beziehung mit der Parteigenossin Julia (Hamilton) ein. Natürlich werden die beiden geschnappt und Geheimpolizist O’Brien (Burton) fängt sogleich mit der Umerziehung an.

1984 (1984) ORIGINAL TRAILER

Schon die Bilder allein sind beklemmend, scheint doch der Überwachungsstaat inklusive Arbeitsplätzen und Wohnungen der Menschen nur aus grauen, versifften und heruntergekommenen Gebäuden zu bestehen. Die Leute sehen auch nicht viel besser aus, husten permanent und Essen scheint Mangelware zu sein. Am schlimmsten ist aber die Propagandamaschinerie der Partei, die nach Belieben auch die Vergangenheit ändert, wenn es ihr denn nützlich ist. Sie bestrahlt die Menschen in ihren Wohnungen von den Teleschirmen aus mit dem Konterfei des »Großen Bruders«, ohne dass sie das Gerät ausschalten können, von der Videoüberwachung ganz zu schweigen.

Einige der Aspekte des Buches werden im Film nur gestreift, wie zum Beispiel die Kreation der neuen Sprache, die gar keine Kommunikation über reaktionäre Inhalte mehr zulässt. Aber der Kernaspekt Orwells, nämlich die Warnung vor jeder Form des Totalitarismus (egal ob links oder rechts) ist genauso eindringlich wie im Buch.

1984

© Warner Bros. Pictures

Von den Schauspielern, allen voran John Hurt, sehen wir grandiose Leistungen. Es war Richard Burtons letzter Film - er starb noch vor der Premiere an seiner Krebserkrankung.

Bequem ist der Film nicht, zu trostlos und beklemmend ist die Welt, die er darstellt, und auch Hoffnung gibt es bis zuletzt nicht. Das unterscheidet das Werk erheblich von zeitgenössischen Dystopien wie der »Panem-Trilogie« oder den »Divergent«-Filmen, in denen die totalitäre Gesellschaft mehr oder weniger eine Kulisse für Action und Abenteuer ist.

In meinen Augen ist »1984« die deprimierendste Dystopie, die bislang auf der Leinwand zu sehen war. Darum ist der Film unbedingt sehenswert.

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