Der Tag, an dem die Erde Feuer fing

FILM

Die besten dystopischen Filme: Der Tag, an dem die Erde Feuer fing (1961)


Viele Filme kombinieren Science-Fiction-Motive mit einer Katastrophenthematik. Neuere Werke dieses Subgenres sind bekanntlich die Zertrümmerungsorgien von Roland Emmerich in »2012« oder »The Day After Tomorrow«. Der britische Klassiker von 1961 »Der Tag, an dem die Erde Feuer fing« geht im Vergleich zu den 50 Jahre später erschienenen Spezialeffektgewittern etwas ernster mit dem Thema um.

The Day the Earth Caught Fire

Zwei zeitgleich durchgeführte Atomtests der Vereinigten Staaten und der Sowjetunion haben die Erde aus ihrer Umlaufbahn geschoben und lassen sie nun in Richtung Sonne stürzen. Die Vorkommnisse werden im Film aus Sicht der Reporter einer Zeitungsredaktion geschildert, die versuchen, den Ereignissen auf den Grund zu gehen. Denn natürlich verschweigen die Regierungen das Geschehen und alle wundern sich, warum das Wetter plötzlich verrückt spielt.

Beeindruckend ist der realistische Touch, den Regisseur Guest dem Film geben konnte. Das liegt vor allem an der Perspektive der Hauptpersonen, darunter der frustrierte Reporter Peter Stenning (Judd), der im Film nicht immer sympathisch rüberkommt. Was im ersten Augenblick etwas verwundert, beschert der Figur und auch der Handlung eine stärkere Tiefe und das setzt sich auch im Rest der Besetzung fort.

Der Tag, an dem die Erde Feuer fing

Beeindruckend für den Stand der Filmtechnik zu jener Zeit sind die Matte Paintings von einem verheerten London, die sich harmonisch mit dem Spiel der Darsteller mischen. Der Film ist in Schwarz-Weiß gedreht. Im späteren Verlauf, wenn sich die Lage zuspitzt und es auf der Erde immer heißer wird, verwandeln Farbfilter in eine rot-weiße Szenerie.

Auch der Verzicht auf ein kitschiges Happyend verstärkt den realistischen und pessimistischen Grundton des Werkes. Der Film transportiert sowohl durch seine übergeordnete Handlung als auch durch die Charaktere mit all ihren Fehlern die Einsicht, wie unperfekt die Menschheit ist.

Ein Film, über den man nach dem Ansehen noch nachdenken muss, auch wenn er bereits über 50 Jahre alt ist. Science-Fiction mit Anspruch.

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