Die Horror-Serie „Freitag der 13.“ feiert 40. Geburtstag

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Die Horror-Serie „Freitag der 13.“ feiert 40. Geburtstag


An einem Freitag den 13. startete eine der erfolgreichsten Horrorfilm-Serien zwar nicht, in diesem Jahr feiert die Reihe um den Killer mit der Hockeymaske aber ihren 40. Geburtstag. Grund genug, auf den Werdegang der Slasher-Serie zurückzublicken. Und nach vorne.

Nach Halloween, dem Wegbereiter des Slasher-Films von 1978, ist Freitag, der 13 mit Sicherheit der wichtigste Film des Subgenres. Er brachte ein Element ein, das John Carpenters Film noch fehlt, aber zum gängigen Standard dieser Filmart wurde – blutige Gewalt. Das Ganze kam so:

Sean Cunningham hatte Probleme, seinen Film Manny’s Orphans (1978) an den Mann zu bringen. Als ihm der Verleiher erklärte, mit einem solchen Titel ließe sich kein Geld verdienen und er solle sich doch bitte einen besseren Titel einfallen lassen, erschienen die Worte „Freitag, der 13.“ vor seinem geistigen Auge. Ein Film mit diesem Titel, den man noch dazu mit dem Sprüchlein „Der schrecklichste Film aller Zeiten“ bewerben konnte, war Gold wert. Das sollte sein nächster Film werden.

Von der ersten Idee im März des Jahres 1979 bis zum fertigen Film 1980 verging nicht viel Zeit. Cunningham beauftragte den Autor Victor Miller, ein Drehbuch zu verfassen, nachdem man sich gemeinsam Gedanken über die Geschichte gemacht hatte. Nach ersten Überlegungen, die Handlung in einem Hochhaus, einem Vergnügungspark oder auf einer isolierten Insel stattfinden zu lassen, entschied man sich für ein Ferienlager, das natürlich ideal war, um viele junge Opfer an einem Ort zu versammeln.

Erzählt wird von einigen jungen Leuten, die das Camp Crystal Lake wieder auf Vordermann bringen, nachdem es geschlossen wurde, als der junge Jason Voorhees im See ertrank. Nun geht jedoch ein Killer um, der die Jugendlichen auf sehr plastische Weise umbringt – und dieser Killer ist niemand anderes als die freundliche Mrs. Voorhees, die den Tod ihres Sohnes nie verkraften konnte.

Blutige Effekte

Cunningham war sich darüber im Klaren, dass sein Film nur funktionieren konnte, wenn er dem Publikum auch etwas zeigte, das es ansonsten nicht zu sehen bekam. Darum engagierte er Tom Savini für die Gestaltung der Effekte. Savini war zu jener Zeit der Mann, wenn es blutige Effekte zu ersinnen galt. Der FX-Künstler hatte sich durch seine Arbeit an George Romeros Zombie (1978) einen mehr als klangvollen Namen gemacht.

Um die Verleihrechte des Films rissen sich mehrere Firmen. Den Zuschlag für die Vermarktung auf dem amerikanischen Markt erhielt Paramount, während Warner Bros. die Rechte für die weltweite Vermarktung ergattern konnte.

Der an Schauplätzen in New Jersey gedrehte Film wurde 1980 in 700 amerikanischen Kinos gestartet und spielte beinahe 40 Millionen Dollar ein. Damit wurde er zum phänomenalen Erfolg, dem natürlich zwangsläufig eine Fortsetzung folgen musste. Da Cunningham keine Ambitionen hatte, auch an Fortsetzungen beteiligt zu sein, verkaufte er die Sequel-Rechte an Paramount.

FREITAG, DER 13. (1980) Trailer German Deutsch

Teil zwei: Ein neuer Killer

Nachdem Cunningham nicht länger zur Verfügung stand, wandte sich Paramount an Steve Miner. Miner hatte sein Handwerk bei Cunningham gelernt. Paramount verlangte von seinem neuen Regisseur, den Film schnellstmöglich in die Kinos zu bringen. Man wollte das Eisen schmieden, solange es noch heiß war. Aufgrund einer straffen Produktion konnte schon im August 1980 mit den Dreharbeiten begonnen werden.

Größte Neuerung war, dass diesmal nicht die kopflose Mrs. Voorhees ihr mörderisches Unwesen trieb, sondern vielmehr ihr Sohn zum Zug kam. Hier trägt der Killer noch einen Kartoffelsack, der sein an Quasimodo erinnerndes Äußeres verbirgt.

Freitag der 13. – Jason kehrt zurück (1981) wurde – natürlich bedingt durch das niedrige Budget – an den Kinokassen zum Erfolg, auch wenn bei einem Einspiel von 19 Millionen Dollar schnell klar wurde, dass nur noch halb so viele Kinogänger wie beim Original einen Aufguss desselbigen sehen wollten. Da die Gewinnspanne aber immer noch beträchtlich war, war ein dritter Teil unumgänglich.

Freitag der 13. Teil 2 Kinotrailer

Teil drei: Jetzt in 3-D

Steve Miner nahm wieder auf dem Regiestuhl Platz, wobei er sich für den dritten Teil etwas ganz Besonderes ausgedacht hatte. Und wieder ist Freitag der 13. (1982) kam in 3-D.

Inhaltlich gab es keine Neuerungen. Martin Kitrosser und Carol Watson, die das Drehbuch verfassten, verließen sich auf Altbewährtes und begnügten sich damit, Jason einmal mehr zahlreiche junge Leute am Camp Crystal Lake meucheln zu lassen. Neben dem 3-D-Effekt war somit nur die Neuerung in Bezug auf Jasons Aussehen von Bedeutung. Nunmehr tauchte Jason nicht mehr im wenig adretten Kartoffelsack auf, sondern trug seine Hockeymaske, die zum Markenzeichen der Serie werden sollte.

Der Film startete am 13. August 1982 und konnte innerhalb der ersten drei Tage bereits über neun Millionen Dollar Einnahmen verbuchen. Über seine gesamte Laufzeit im Kino spielte der Film weit mehr als 36 Millionen Dollar ein und wurde damit zum erfolgreichsten Teil der Serie nach dem Original.

FREITAG, DER 13. TEIL 3 - UND WIEDER IST FREITAG DER 13 Trailer Deutsch

Das Ende?

Nach dem Erfolg des dritten Teils wurde alsbald Freitag der 13. – Das letzte Kapitel (1984) angekündigt. Der endgültig letzte Freitag der 13., der die Geschichte beendete und die Leute noch einmal in die Kinos locken sollte.

An Steve Miners Stelle trat Joseph Zito. Wer Jason hier den Garaus machen darf? Corey Feldman, der später zusammen mit Corey Haim einige erfolgreiche Filme drehen sollte, dann aber in die Niederungen des B-Films abrutschte.

Bei der Geschichte gab man sich keine Blöße. Es gab mehr vom Altbekannten. Interessant blieb nur, dass der von Feldman dargestellte Tommy am Schluss im Blutrausch Jason mit einer Machete erledigen darf.

Anhänger des Horrorgenres wissen ohnehin, dass Versprechungen über das Ende einer Filmserie immer mit Vorsicht zu genießen sind. Nachdem der vierte Teil mehr als 32 Millionen Dollar einspielte, konnte man sein Leben darauf verwetten, dass dies nicht das Letzte war, was man von Jason gesehen hatte.

FREITAG, DER 13. TEIL 4 - DAS LETZTE KAPITEL Trailer Deutsch

Teil fünf: Ein neuer Anfang

Auf das letzte Kapitel folgte ein neuer Beginn: Freitag der 13. – Ein neuer Anfang (1985). Diesmal hatte Danny Steinman auf dem Regiestuhl Platz genommen. Inhaltlich versuchte man beim fünften Teil der Filmserie neue Wege zu beschreiten. Der Film setzt die Handlung des Vorgängers fort, wobei einige Jahre vergangen sind. Tommy, der nach der Tötung von Jason einige Probleme hat, kommt in ein Camp, in dem sich Psychologen um schwererziehbare Jugendliche kümmern. Schon bald geht Jason wieder um, doch stellt sich die Frage, ob dies wirklich der Killer vom Crystal Lake ist.

Der Film versucht lange Zeit, die Frage offen zu lassen, ob man es nun mit Jason zu tun hat oder ob Tommy der Killer ist. Tatsächlich wird am Schluss ein Überraschungskiller aus dem Hut gezaubert, der so überraschend allerdings nicht ist, da er bei seinem ersten Auftritt recht irre in die Kamera blinzeln darf. Die harten Fans der Serie waren mit dem Ergebnis aber weniger zufrieden, da sie Jason und nicht irgendeinen dahergelaufenen Killer sehen wollten. Als der Film am 22. März 1985 in die amerikanischen Kinos kam, konnte er immerhin noch ein Einspiel von mehr als 21 Millionen Dollar vorweisen.

Friday The 13th, Part V: A New Beginning (1985) Theatrical Trailer

Teil sechs: Jason ist wieder da

Für Freitag der 13. – Jason lebt (1986) wurde Tom McLoughlin als Autor und Regisseur verpflichtet. McLoughlin nahm das Angebot an, wollte aber auch gleichzeitig das Drehbuch schreiben, da er sich vorgenommen hatte, aus seinem Film das bestmögliche Sequel überhaupt zu machen. Der Weg hierzu, so dachte er, war, dass man die Serie in eine etwas andere Richtung bewegen musste.

In McLoughlins Geschichte wird Jason wiederbelebt, als Tommy an sein Grab geht, um sich ein für allemal davon zu überzeugen, dass der Killer tot ist. Ein Blitz belebt Jason jedoch wieder, woraufhin er als unaufhaltsame zombifizierte Mordmaschine umgeht, bis er am Ende ein feuchtes Grab findet.

McLoughlin wollte zum Schluss auch noch Jasons Vater in die Handlung einbringen. Diese Idee wurde von Paramount aber nicht abgesegnet. Genauso wie McLoughlins ursprüngliche Idee, Tommy zum Killer zu machen und damit direkt an den fünften Film anzuschließen.

Mit der Wiederbelebung von Jason konnte McLoughlin aber immerhin den Killer zurückbringen. Zudem gelang es ihm, den Film mit einer Prise Humor zu würzen, sodass sich eines der schönsten Sequels der Serie ergab. Nicht vergessen darf man darüber hinaus den Alt-Rocker Alice Cooper, der dem Man behind the Mask einen Song widmete, der im Abspann des Streifens zu hören ist.

Alice Cooper: Jason Lives - Man Behind The Mask (Music Video)

Mit etwas mehr als 19 Millionen Dollar war die drei Millionen Dollar teure Produktion einmal mehr ein Erfolg, auch wenn das große Publikum abermals ausblieb. Mit dem konnte man mittlerweile auch nicht mehr rechnen. Da sich aber immer noch ein paar Dollar mit Jason Voorhees machen ließen, war ein siebter Teil schnell beschlossene Sache.

Freitag der 13. Teil 6 - Jason lebt - 1986 - Offizieller deutscher Trailer

Teil sieben: Frisches Blut

Für den siebten Teil verpflichtete man John Carl Buechler, der sich als Effektmann einen Namen gemacht hatte. Buechler wollte mit Freitag der 13. – Jason im Blutrausch (1988) der Serie neue Impulse geben, weswegen das Drehbuch ein bisschen in Richtung Carrie – Des Satans jüngste Tochter (1976) geht. Immerhin taucht nun eine Frau auf, die über telekinetische Kräfte verfügt. Sie ist es auch, die versehentlich Jason vom Grund des Crystal Lake holt. Was folgt, ist ein ausgeweiteter Kampf zwischen beiden, bei denen Jason einmal einen echten Gegner bekommt.

Das Ergebnis war ein netter Film, dessen Carrie-Einschlag aber nicht so recht zu überzeugen vermag. Weit überzeugender ist da schon der neue Jason. Bei den Dreharbeiten zu Prison (1988) hatte Buechler die Effekte gestaltet und den Stuntman Kane Hodder kennen gelernt. Der groß gewachsene Mann schien ihm genau der Richtige zu sein, um Jason zu spielen. Als er ihm das Angebot unterbreitete, war Hodder Feuer und Flamme.

Der am 13. Mai 1988 gestartete Film spielte bei einem Budget von gerade einmal 3,5 Millionen Dollar an den Kinokassen 19 Millionen Dollar ein.

Freitag der 13. Teil VII - Jason im Blutrausch - Trailer Deutsch

Teil acht: Auf in die Großstadt

Noch immer zahlte es sich für Paramount aus, die Serie auch weiter fortzusetzen, doch Freitag der 13. – Todesfalle Manhattan (1989) fand weniger Anklang bei den Fans.

Am achten Teil durfte sich Rob Hedden versuchen, der auch das Drehbuch schrieb. Er kam mit der Idee auf, Jason diesmal entweder auf einem Kreuzfahrtschiff umgehen zu lassen oder ihn nach New York zu bringen. Mancuso gefielen beide Ideen, weswegen er wollte, dass Hedden sie in einem Skript verarbeiten sollte.

Die fünf Millionen Dollar teure Produktion, die in Vancouver und in New York gedreht wurde und am 28. Juli 1989 ihre Premiere hatte, konnte in den USA nur 15 Millionen Dollar in die Kassen bringen. Der Trend zu einem immer weiter zurückgehenden Einspielergebnis war mehr als deutlich und verlief von Film zu Film immer rapider. Darum entschied man bei Paramount, dass es Zeit war, Jason endlich zu Grabe zu tragen.

Freitag der 13. Teil VIII - Todesfalle Manhattan - Trailer Deutsch

Teil neun: Ein neues Studio

Da eine Horror-Ikone aber trotz nachlassenden Interesses zu gut war, als dass man sie für immer hätte ruhen lassen können, kaufte New Line Cinema, das bereits A Nightmare on Elm Street unter seinen Fittichen hatte, die Rechte an Freitag der 13.

Als sich 1992 für New Line Cinema die Möglichkeit ergab, einen weiteren Film zu machen, bei dem sogar Sean Cunningham zurückkehrte, um der Serie einen würdigen Abschluss zu bereiten, schlug man zu.

Schon am Anfang wird Jason ein für allemal vernichtet, doch es zeigt sich, dass eine bösartige Kreatur in dem Killer tatsächlich für all das Morden verantwortlich war – und diese Kreatur wandert nun von Körper zu Körper auf der Suche nach jenem einem Baby, das für die Wiedergeburt von Jason Voorhees nötig ist.

Für die Regie verpflichtete Cunningham den Newcomer Adam Marcus, der bereits im Alter von elf Jahren beim ersten Teil Kaffee für den Regisseur an das Set brachte. In der Rolle von Jason kehrte abermals Kane Hodder zurück.

Im Unterschied zu den früheren Filmen tauchen im neunten Teil keine Teenager auf. Vielmehr hat man es mit erwachsenen Charakteren und Schauspielern zu tun. Eine absolute Neuerung ist auch, dass mit Steven Williams’ Charakter Creighton Luke eine Person eingeführt wird, die wie Michael Myers’ Nemesis Dr. Loomis hinter dem Killer herjagt.

Die größte Überraschung hält der Film, der sich wohltuend von seinen Vorgängern abhebt, jedoch am Ende parat. Als Jason in die Hölle fährt und die Hockeymaske auf der staubigen Erde liegen bleibt, bricht ein Arm aus dem Boden hervor. Zu sehen ist dabei eine Hand, die den Klauenhandschuh von Freddy Krueger trägt.

Der Film, der mit dem Spruch „Der Schöpfer des ersten Teils bringt euch nun den letzten“ warb, konnte 1993 an den Kinokassen eher enttäuschende 15 Millionen Dollar einspielen. Nicht genug, um New Line Cinema in Verzückung zu versetzen und einen zehnten Teil in Produktion gehen zu lassen.

Friday the 13th. Part 9 - JASON GOES TO HELL - 1993 - Official Trailer

Teil zehn: Im Weltraum

Mit dem Aufkommen einer neuen Slasher-Welle Ende der 1990er Jahre herrschte natürlich auch wieder Interesse an einem der Archetypen des Genres. Sieben Jahre nach dem neunten Teil begann Sean Cunningham mit der Entwicklung eines zehnten Films.

Für die Geschichte, die von Todd Farmer geschrieben wurde, ließ man sich etwas ganz Besonderes einfallen. Sie setzt 500 Jahre in der Zukunft ein. Die Erde ist längst zu einem unbewohnbaren Klumpen Dreck geworden. Einige Archäologen, die von einer von Menschen gegründeten Kolonie stammen, untersuchen einen Ort auf der Erde und stoßen auf zwei kryogenische Behälter, in denen sich eine schöne Frau und der Killer mit der Hockeymaske befinden. Sie nehmen die zwei Behälter an Bord, wo sie beginnen aufzutauen. Jason erwacht.

Für die Regie wurde Jim Isaac verpflichtet, der für Cunningham schon als Regisseur und Effektspezialist an seinen House-Filmen gearbeitet hatte. Die hohen Gewinne, die Slasher-Filme versprechen, und das interessante Drehbuch haben die Verantwortlichen bei New Line Cinema dazu veranlasst, für diesen zehnten Teil tiefer in die Tasche zu greifen: 15 Millionen Budget gab es.

Jason X (2001) Trailer

Kampf der Slasher-Giganten: Freddy vs. Jason

Über Jahre hinweg hatte man bei New Line versucht, Freddy Krueger, den Star der A Nightmare on Elm Street-Filme, und Jason Voorhees in einem Film zu vereinen.

Damian Shannon und Mark Swift begannen beide mit dem Schreiben und stützten sich dabei auch auf einige der vorangegangenen Drehbücher. Am Ende folgten verschiedene weitere Versionen. Mit einer ersten Fassung des Skripts konnte schließlich Ronny Yu für das Projekt interessiert werden, obwohl dieser ursprünglich ablehnen wollte, da am Ende des Drehbuchs nicht klar war, wer gewinnen würde. „Das können Sie entscheiden“, entgegnete Produzent Robert Shaye, sodass Yu das Angebot annahm. Und endlich, nach mehr als einem Jahrzehnt der gescheiterten Versuche, ging das Projekt Freddy vs. Jason (2004) richtig voran.

Dass Robert Englund als Freddy Krueger zurückkehren würde, war keine Überraschung. Er hat Freddy Krueger erst zu dem gemacht, was er ist, und ist unersetzbar. Ganz anders verhält es sich dagegen bei Jason Voorhees, der letztlich nichts anderes als ein großer Kerl mit einer Hockeymaske ist. Die Produzenten suchten nach einem neuen Mimen für Jason.

Bei einem geschätzten Budget von 25 Millionen Dollar gelang es Freddy vs. Jason, in den US-Kinos über 82 Millionen Dollar einzuspielen. Der Erfolg des Films überraschte auch New Line Cinema, denn er sorgte für ein höheres Einspiel als jeder andere Film beider Serien.

Auf Grund des Erfolgs war ein weiterer Teil angedacht. Kurze Zeit gab es sogar Gerüchte, im nächsten Film sollten Jason und Freddy nicht nur gegeneinander kämpfen, sondern es gemeinsam auch noch mit Ash aus der Tanz der Teufel-Trilogie aufnehmen. Während Bruce Campbell Interesse signalisiert hatte, war Sam Raimi, der die Rechte an dem Titel hält, nicht zu einem solchen Film zu bewegen.

FREDDY VS. JASON Trailer German Deutsch

Das Remake

Nach den bisherigen Erfolgen von Platinum Dunes mit Horror-Remakes wandte sich Toby Emmerich von New Line Cinema an Andrew Form und regte an, Freitag der 13. neu zu beleben.

Für das Schreiben des Drehbuchs heuerte man Damian Shannon und Mark Swift an, die schon Erfahrung mit Jason hatten. Eine Ursprungsgeschichte wollte niemand erzählen. Sie wird im Verlauf des Films angedeutet, was mehr als ausreicht, kennt doch selbst der flüchtigste Filmfan die traurige Geschichte von Jason Voorhees noch halbwegs.

So sieht man den Killer in diesem Film wie im damaligen zweiten Teil zuerst mit einem Sack über den Kopf. Erst im Verlauf der Handlung gerät er in den Besitz der Hockeymaske. Aber anders als im dritten Teil der Originalserie taucht er hier dann nicht einfach mit der Maske auf, sondern man kann miterleben, wie Jason sie überzieht.

Freitag der 13. (2009) wurde vom 21. April bis zum 13. Juni 2008 im texanischen Austin gedreht. Und dennoch wurde versucht, dem Look der alten Filme, die an der Ostküste angesiedelt waren, treu zu bleiben.

Bei einem Budget von 19 Millionen Dollar spielte der Film weltweit mehr als 90 Millionen ein. Eigentlich das Startsignal für ein Sequel, aber es kam keines. Stattdessen folgte schon bald ein Rechtsstreit.

FREITAG DER 13. (2009) Trailer Deutsch

Der Kampf um Freitag den 13.

In den USA können Künstler 35 Jahre nach der Veröffentlichung das Urheberrecht an einem von ihnen entwickelten Stoff zurückerhalten. So kam auch James Cameron wieder in den Besitz von Terminator. Victor Miller, der Autor des originalen Freitag der 13. klagte auf Rückübertragung des Urheberrechts, was die Rechteinhaber gar nicht gut fanden, denn ihrer Meinung war die Arbeit des Autors reines Work-for-Hire. Selbst die Geschichte hatte man ihm vorgegeben. Miller konnte sich vor Gericht dennoch durchsetzen. Zumindest vorerst, denn die gegnerische Seite ging in Berufung. Ein Ergebnis steht noch aus.

Es ist aber kompliziert. Denn Miller könnte allenfalls die Rechte an Schöpfungen des Originalfilms erhalten. Dort ist Jason aber nur ein kleiner Junge, der ertrinkt, die Killerin ist seine Mutter. Jason taucht als Erwachsener erst im zweiten Teil auf und trägt erst im dritten die Hockeymaske. Es könnte also theoretisch sein, dass Miller die Rechte zurückerhält, er könnte aber diese nicht an ein Studio veräußern, das einen neuen Freitag der 13.-Film mit einem Killer mit Hockey-Maske macht.

Es ist kompliziert, aber einer wartet auf Klärung der Rechtelage: Jason Blum. Kürzlich gefragt, welchen großen Horrorstoff er nach Halloween (2018) gerne anpacken würde, lautete die Antwort: Freitag der 13.

Es wird aber auf jeden Fall noch eine Weile dauern, bis ein neuer Teil in den Kinos dieser Welt aufschlägt.

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