Das jahrzehntealte „Expanded Universe“ von Star Trek: Comics, Games und Audiowelten

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Das jahrzehntealte „Expanded Universe“ von Star Trek: Comics, Games und Audiowelten


Wir erkunden die unendlichen Weiten des Expanded Universe von Star Trek: Nach dem Überblick über die Star-Trek-Romanwelten widmet sich Treksperte Christian Humberg heute den Comics, Spielen und Audio-Publikationen des Franchise. Auch dort finden sich seit Jahrzehnten sehr besondere Abenteuer. Engage!

Die Comics

Historie: Zwischen 1967 und 1978 erschienen bei Gold Key die ersten Trek-Comics überhaupt. Diese gezeichneten Abenteuer unterschieden sich allerdings nicht nur optisch von den gewohnten TV-Ausflügen der USS Enterprise, nahmen Autoren wie Zeichner sich doch einige Freiheiten heraus. Deutlich originalgetreuer kamen die Heftreihen bei Marvel und DC Comics, Malibu und Wildstorm daher. Die Verlage publizierten ab 1979 eigene ST-Comics und gaben sich dabei quasi die Klinke des amtierenden Lizenznehmers in die Hand. Aktuell liegen die Rechte bei IDW Publishing.

Besonderheiten: So unterschiedlich die TV-Äras, so unterschiedlich kommen auch die Comicableger der Trek-Serien daher. Besondere Erwähnung verdienen aber auch die Zeitungsstrips zu Star Trek, die in den 1970er und frühen 1980er Jahren erschienen und selbst vielen Vollblutfans unbekannt sein dürften.

In Deutschland: Auch hierzulande sind die Trek-Comics, so sie denn überhaupt übersetzt wurden, schon bei diversen Verlagen erschienen. In der Vergangenheit fanden sich ausgewählte Titel beispielsweise bei Condor, Carlsen, Hethke und Ehapa, um nur einige zu nennen. Aktuell legt Cross Cult in regelmäßigen Abständen neue Alben auf.

Star Trek: Spiegelbilder
Star Trek: Der Q-Konflikt
Star Trek Picard: Countdown

Games und Spiele

Historie: Brett- und Videospiele zu Star Trek sind keine Seltenheit. Vom thematisch angepassten Monopoly-Abend über das Pen-and-Paper-RPG bis hin zum interaktiven Abenteuer mit Klingonenkanzler Gowron höchstpersönlich sind dem Fan keine Grenzen gesetzt, und der heimische Küchentisch kann im Handumdrehen zur Brücke der Enterprise oder zum romulanischen Senat mutieren.

In Deutschland: Eine kleine Zahl der Trek-Spiele, beispielsweise das erwähnte Monopoly, war im Laufe der Jahre auch in deutscher Übersetzung zu bekommen, insbesondere in den Blütezeiten des Franchises während der 1990er. Für die volle Auswahl (insbesondere bei nicht länger aufgelegten Titeln) empfiehlt es sich aber, im Fachhandel bzw. auf Trek-Conventions wie der legendären FedCon die Augen aufzuhalten. Dort findet sich nämlich so manches Schätzchen, das offiziell gar nicht mehr lieferbar ist. Es schadet dann allerdings nicht, wenn man der englischen Sprache mächtig ist.

Star Trek Ascendancy
Star Trek Expeditions

Audiowelten

Historie: Hörbücher sind überall beliebt. Im Falle von Star Trek stellen sie aber nach wie vor eine Seltenheit dar – von Hörspielen ganz zu schweigen. Mitte der 1970er veröffentlichte das US-Label Peter Pan Records eine kleine Zahl von Hörspielen auf Schallplatte. Diesen lag oft ein kleines Comicheft bei, das die Geschichte bebilderte. Ab 1986 verlegte Simon & Shuster einige der im eigenen Haus entstandenen ST-Romane parallel auch als gekürztes Hörbuch, nicht selten von Trek-Schauspielern eingelesen. Zudem entstanden einige wenige originäre Audio-Werke unter der Lizenz; diese drehten sich beispielsweise um Captain Hikaru Sulu oder um eine Begegnung zwischen Mister Spock und Q.

In Deutschland: Hierzulande sind Trek-Audios noch seltener als in den USA. Allerdings sind einige der bei Cross Cult in Übersetzung erschienenen Romane via Audible oder Lübbe Audio auch als Lesung erhältlich, darunter die Trilogie „Star Trek Prometheus“ und der erste Roman zur TV-Serie „Star Trek Picard“.

… und zum Abschluss noch:

Tipps für Einsteiger: Diese 3 Treks müsst ihr kennen

  1. Captain Sulu Adventures (Hörspiel-Trilogie, nur engl. erschienen).
    Nachdem seine Figur des Hikaru Sulu im Kinofilm „Das unentdeckte Land“ zu Kapitänswürden kam, drehte Darsteller George Takei eifrig die Werbetrommel für eine eigene Sulu-TV-Serie. Er mühte sich allerdings vergebens. Diese drei originären Hörspiele mit Takei und Sulus Crew, die Mitte der 1990er erschienen, wirken da schon wie ein Trostpreis.
  2. Gold Key Archives (Comic-Prachtbände)
    In den 1960ern und 1970ern veröffentlichte der US-Verlag Gold Key zahlreiche Comics zur klassischen Serie, die sich – inhaltlich wie optisch – einige Freiheiten erlaubten. Die „Gold Key Archives“ sammeln diese Schätzchen der Trek-Historie in fünf gewaltigen Prachtbänden.
  3. Star Trek: Borg (Videospiel)
    In diesem 1996 erschienenen interaktiven Game schickt Q (John deLancie) höchstpersönlich die Spieler auf interstellare Reisen. Die Mischung aus Adventure und Fernsehfolge zählt zu den ungewöhnlichsten Lizenzprodukten des Franchises.
Star Trek: Captain Zulu Adventures
Star Trek: Gold Key Archives Volume 1
Star Trek Borg: Interactive Film

Was sind eure liebsten Trek-Lizenwerke? Diskutiert mit uns in der Kommentarspalte.

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