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FILM

Conan & Co. Barbaren im Kino


Barbarisch! Wir haben euch eine kleine Übersicht der unterhaltsamsten Conan- und Barbaren-Filme zusammengestellt!

Vor 50 Jahren erschienen die ersten Conan-Geschichten von Robert E. Howard erstmals in Deutschland. An Verfilmungen der Howard‘schen Werke war da noch nicht zu denken, und obwohl der Startschuss im Jahr 1982 wirkmächtig war, blieben Howards Helden auch in den kommenden Jahrzehnten eher Hollywood-Stiefkinder.

Hollywood hat sich schon oft so mancher Buchvorlage bedient, um daraus einen Film zu machen. Quer durch alle Genres und Zeiten wurden Bücher zu Filmen adaptiert, wobei die Fans des jeweiligen Autors ihr Haupt zumeist mit Grausen ob des fertigen Ergebnisses abwandten.

Sieht man sich das heutige Filmgeschehen an, so erkennt man, dass viele Bücher beinahe im Handumdrehen zum Film gemacht werden. So ist es heute mit Stephen King, so war es früher mit Edgar Rice Burroughs. Robert E. Howard, der Erfinder der „Sword and Sorcery“, wurde erst relativ spät von Hollywood entdeckt.

Könnte man sich eine adäquate Conan-Verfilmung zu Beginn des Tonfilmzeitalters nicht vorstellen, so wirkt diese Idee auch Mitte der 60er Jahre, in denen Howards Barbar wieder populär wurde, eher abstrus, da wohl bloß ein lächerlicher Mantel-und-Degen-Film herausgekommen wäre. Überlegungen gab es aber dennoch. So überlegte Milton Subotsky, der in den 1960er Jahren mit Max Rosenberg die britische Firma Amicus leitete, Conan auf die Leinwand, letztlich kam es aber nicht dazu.

Mit dem Erfolg, den die neu aufgelegte und erweiterte Conan-Reihe als Taschenbuch in Amerika hatte, war der Barbar jedoch wieder in aller Munde. Ein Jahrzehnt später eroberte er ein anderes Medium, das ihn dankbar aufnahm: die Comics. Aus dem Hause Marvel kam eine Serie, die sich wohltuend von dem üblichen Superheldeneinerlei abhob und eigene Akzente setzte. Zu dem farbenfrohen Comic gesellte sich wenig später ein schwarzweißes Magazin, das ein deutlich älteres Publikum ansprach. Unter der Leitung von Roy Thomas, der stets ein besonderes Faible für Conan und all die anderen Helden seines Schöpfers Robert E. Howard hatte, entwickelte sich die Conan-Serie zu einem Pfeiler des Fantasy-Genres und war über mehr als zwei Jahrzehnte nicht aus der Comic-Landschaft wegzudenken.

Der Erfolg von Conan in den Printmedien erweckte auch die Aufmerksamkeit des Produzenten Edward J. Pressman, der einen Bekannten damit beauftragte, eine erste Drehbuchfassung zu erstellen. Das war 1976 und bis zum fertigen Film sollten noch sechs weitere Jahre vergehen. Diese waren gesäumt von rechtlichen Streitigkeiten mit den Erben von Robert E. Howard und verschiedenen Drehbuchfassungen, die z.T. abstrus waren und Conan in eine postapokalyptische Landschaft packten.

Conan der Barbar: Trailer

Der Barbar betritt die Leinwand

Erst als John Milius zu dem Projekt hinzustieß und Dino DeLaurentiis sich an der Produktion beteiligte, nahm der Film endlich Form an. Milius war schon seit langem interessiert, Conan zu verfilmen, wobei er weniger ein Fan von Howards Barbar als vielmehr an der Thematik selbst interessiert war. Der spätere Regisseur von Conan, der Barbar (1982) interessierte sich für nordische Mythologien und fand in Conan eben diese Einflüsse, die er nun in einem Drehbuch verarbeitete.

Dabei entwickelte er eine eigene Geschichte, die es so bei Howard nie gegeben hatte. Der Film beginnt schon mit Conans Kindheit und zeigt, wie er zu dem Mann wird, als der er bei Howard bekannt ist. Vom Leben als Sklave steigt er zum Kämpfer und schließlich freien Mann auf, immer auf der Suche nach Thulsa Doom, dem Mann, der seine Eltern ermordete und ihn in die Sklaverei verkaufte.

Für die Hauptrolle konnte die absolut passende Besetzung gefunden werden: Arnold Schwarzenegger. Der ehemalige Bodybuilder mit Schauspielerambitionen war der ideale Mann und fand in Conan einen Charakter, den er problemlos zum Leben erwecken konnte.

Neben der enorm gut gestalteten Welt, die nach Howard 12.000 Jahre vor unserer Zeitrechnung existieren sollte, war der Film ohne Frage auch wegen Schwarzenegger erfolgreich. Trotzdem hätte natürlich die an sich imposante Präsenz von Schwarzenegger alleine nicht für den Erfolg des Films ausgereicht.

Vielmehr besticht Conan, der Barbar durch Milius’ bildgewaltige Inszenierung, die Howards Worten in Nichts nachsteht. Abgerundet wird das Ganze durch die pompöse Musik von Basil Poledouris, der hierfür auch bei Conan, der Zerstörer (1984) wieder tätig wurde.

Conan der Zerstörer

Der Film musste eine Menge Schelte einstecken, da er sich nicht wirklich an die Vorlage hält und eher mit den Comics denn den Geschichten zu vergleichen ist, aber nichtsdestotrotz ist er ein gewaltiger Film, der an Schauwerten reich ist und eine alte Story auf neue Art erzählt. Schon Conans Physis belegt dies. Erst durch die Frazetta-Gemälde und die Comics wurde das Bild des muskelstarrenden Hünen kultiviert, bei Howard ist Conan eher der athletische Typ.

Die dargebotene Gewalt hielt jedoch einen Teil des Publikums zurück, sich den Film anzusehen, während die Conan-Fans aufgrund der Unstimmigkeiten mit der Vorlage enttäuscht waren. So entwickelte sich der Film nicht zum absoluten Blockbuster, spielte aber dennoch eine ordentliche Summe Geld ein und schuf die Grundlagen für die zwei Jahre später produzierte Fortsetzung.

Conan, der Zerstörer entwickelte sich jedoch in eine völlig andere Richtung als sein Vorgänger. Selten gab es eine Fortsetzung, die sich so radikal vom Erstling unterschied. In diesem Film, der auf eine Vorlage der Comic-Autoren Gerry Conway und Roy Thomas zurückgeht, ist Conan nicht mehr der wortkarge Einzelkämpfer, sondern ein Team-Spieler, der den eigenen Vorteil außen vorlässt und stattdessen unentgeltlich zur Rettung eines unschuldigen Mädchens eilt. Ansonsten funktioniert der Film nach den ehernen Regeln der Quest, bei der alle Beteiligten einen prüfungsreichen Weg beschreiten müssen.

Anders als Conan, der Barbar verfügt Conan, der Zerstörer auch über eine Menge Humor, lässt aber Schwarzeneggers damals noch auftretende schauspielerische Defizite auch klarer zum Vorschein treten. Dafür ist der zweite Teil natürlich der einfacher zu goutierende Film, da er wenig mehr als ein hübsch anzusehendes Action-Abenteuer darstellt.

In seiner Essenz ist es ein „Feel Good“-Movie, das konventionell gestrickt und leicht kosumierbar ist. Wo der erste Teil gewalttätig und brutal war, zeigte sich der zweite Teil als astreiner Actionfilm, bei dem die Kämpfe zwar schön choreographiert, aber auch eher unblutig waren. Das realistischere Bild eines Schwertkampfs mit all seinen hässlichen Verletzungen präsentierte ohne Frage Conan, der Barbar, aber ein großes Publikum interessierte sich zweifelsohne eher für eine phantastische Darstellung, die man schön ansehen kann, bei der man aber keine hässlichen Bilder zu erwarten hat. Außerdem endete Conan, der Barbar mit einem gebrochenen Conan, der nicht weiß was er nun, da er seine Rache bekommen hat, anfangen soll.

Ansonsten besticht Conan, der Zerstörer durch einen erhöhten Fantasy-Aspekt und präsentiert mehr übernatürliche Schrecken und Gegner, denen sich Conan und die Seinen stellen müssen.

Mit dieser neuen Annäherung an Howards Helden waren die harten Fans aber genauso unzufrieden wie zuvor, wobei das Massenpublikum dem Barbarenspaß auch fernblieb und alle Hoffnung auf einen baldig erscheinenden dritten Teil beendete.

Conan der Zerstörer: Trailer

Eine Freundin von Conan

Den nächsten Besuch in Howards eigenem Universum gab es jedoch bereits 1985, auch wenn Red Sonja (1985) eigentlich gar nicht dorthin gehörte. Die Rote Sonja war eine von Howards Heldinnen, erlebte ihre Abenteuer aber viele tausend Jahre nach Conan. Erst in den Conan-Comics tauchte Red Sonja in Howards mythologischer Welt auf.

Nachdem die Autoren der Serie, allen voran Roy Thomas, der die meisten Geschichten um den Barbaren erzählt hatte, viele von Howards Geschichten in Comics umgewandelt hatten und selbst Geschichten, in denen andere von Howards Helden vorkamen, plötzlich mit Conan neu erzählte, kam die Red Sonja zu der Ehre, zu einer Weggefährtin und Freundin des Barbaren zu werden.

Auf diese Abenteuer, denen bald auch eigene Romane folgten, basiert der Film, der abermals von Dino DeLaurentiis produziert und von Richard Fleischer inszeniert wurde. Fleischer folgte bei diesem Abenteuer der Tradition seines Conan, der Zerstörer, musste dabei aber auf ein verschwindend geringes Budget zurückgreifen, weswegen Hyborien seltsam unbewohnt aussieht.

Während die Ausstattung und die Matte Paintings gut gelungen sind, ist der Film in jeder anderen Hinsicht ein Ärgernis. Es beginnt beim hölzernen Spiel von Brigitte Nielsen, die als Red Sonja so viel schauspielerisches Talent wie ein Waschbrett hat und endet bei der infantilen Geschichte.

Da rettet auch Arnold Schwarzenegger nichts mehr, da er hier ohnehin nur in einer Nebenrolle auftreten darf. Er stellt übrigens einen völlig neuen Charakter namens Kalidor dar, wobei dem Film aber besser gedient gewesen wäre, wenn er als Conan seinen Gast-Part absolviert hätte.

Mit diesem letzten Zucken schien der Barbarenfilm tot und das Genre ausgelutscht zu sein. Angesichts der Verwässerung, die Howards Helden innerhalb von gerade einmal drei Filmen erlebten, sollte es nicht verwundern, dass die Quittung in ausbleibenden Zuschauerzahlen präsentiert wurde.

Red Sonja: Trailer

Von Conan zu Kull

Gerüchte über einen dritten Teil von Conan hielten sich jedoch beständig, wobei der Film auch immer wieder einmal angekündigt wurde. Ende der 80er Jahre gab Raffaella DeLaurentiis ein Drehbuch für Conan 3 in Auftrag. Dabei war sie sich darüber im Klaren, dass sie diesen Film nur machen würde, wenn Arnold Schwarzenegger für die Titelrolle zurückkehren würde. Das fertige Drehbuch von Charles Edward Pogue wurde Schwarzenegger übergeben, der es recht gut fand, sich aber lange nicht so recht entscheiden konnte. Schließlich befand er, dass eine Rückkehr zu Conan zu diesem Zeitpunkt seiner Karriere vielleicht keine gute Idee war, weswegen er das Angebot ausschlug.

Nachdem sich Schwarzenegger nicht für das Projekt entscheiden konnte, ging man dazu über, das Drehbuch neu zu schreiben und es auf Howards anderen Barbaren Kull zuzuschneiden. Das Problem war jedoch immer noch, einen geeigneten Schauspieler für den Part zu finden. Neben einem Kampf um das Drehbuch, das zahlreiche Male umgeschrieben und dabei nicht gerade besser wurde, dauerte es auch seine Zeit, die Rolle zu besetzen. Nachdem Jean-Claude van Damme oder Jason Scott Lee in Betracht gezogen wurden, erwies sich Kevin Sorbo als der Richtige. Allerdings war dieser gerade mit seiner Serie Hercules beschäftigt, weswegen man sich entschloss, darauf zu warten, bis er die Zeit für diesen Film fand.

Was die Geschichte betrifft, so hält sich diese natürlich nur vage an Howards Vorlage. Hier wie dort steigt Kull vom Barbaren aus Atlantis zum König von Valusia auf. Damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch schon. In Kull, der Eroberer, der 1997 in die Kinos kam, wird Kull König, aber betrogen und des Throns enthoben. Nun setzt Kull alles daran, die Herrschaft der Zaubererin Akivasha zu brechen.

Der Film von John Nicolella ist ein hübscher Vertreter des Genres und eine Mischung aus beiden Conan-Filmen. Weder so brutal wie Conan, der Barbar noch ganz so verspielt wie Conan, der Zerstörer besticht der Film durch schöne Kulissen und einen sympathischen Hauptdarsteller, der seinen Herkules-Charakter hier nur geringfügig variiert und ein oder zwei dunklere Nuancen einbringt.

Der Film ist jedoch vor allem trashige Unterhaltung, wobei die allzu moderne Musik das Spektakel nicht adäquat unterstützt, sondern störend von der Handlung ablenkt. Von Robert E. Howards Vorlage blieb nicht viel, der Film entwickelte sich zum herben Flop.

Im darauffolgenden Jahr gab es jedoch schon neue Abenteuer aus Hyborien. Diesmal sollten sie jedoch nicht im Kino, sondern im Fernsehen stattfinden. Nach dem Fantasy-Erfolg von Hercules und Xena wollten sich auch andere ein Stück vom Erfolgskuchen abschneiden und lancierten Fantasy-Serien. Insofern war es nur eine Frage der Zeit bis jemand auf die Idee kam, Conan in Serie gehen zu lassen.

Kull, der Eroberer: Trailer

Ab ins Fernsehen

1997 startete Conan, der Abenteurer, wie die Serie schließlich hieß, und war auch bald im deutschen Fernsehen zu sehen. Diesmal hatte der Deutsche Ralf Möller die Hauptrolle übernommen und schickte sich nun wie weiland sein Freund Schwarzenegger an, als kraftstrotzender Conan Karriere zu machen.

Die Idee an sich, Conan zahme Fernsehabenteuer im Stil von Conan, der Zerstörer erleben zu lassen, ist ja eigentlich nicht schlecht, aber die Ausführung zeigte, dass es nicht so leicht ist, den Barbaren ordentlich in Szene zu setzen.

Gegen Möller lässt sich wenig sagen; sein Spiel ist nur unwesentlich schlechter als das von Schwarzeneggers frühen Auftritten. Das Problem liegt eher in den phantasielosen Geschichten, die Conan abermals ein Team bescheren und ihn fortwährend gegen einen Zauberer, der Cimmeria, seine Heimat, beherrscht, kämpfen lässt.

Zum Teil grottenschlechte Schauspieler bevölkern Conans Fantasy-Landschaft und schlagen sich mit billigen Requisiten und schrecklichsten Kulissen herum. Dass einer solch hingeschluderten Serie kein Erfolg beschieden sein würde, war natürlich klar und so endete das neueste Conan-Abenteuer auch nach nur einer Season.

Conan, der Abenteurer: Trailer

Zwar sprach noch Jahre später Ralf Möller davon, dass es eine weitere Season geben wird, doch Früchte trug sein Mantra natürlich nicht. Nach dem Misserfolg im Fernsehen hätte man nicht erwartet, dass eine weitere Conan-Verfilmung in absehbarer Zeit Wirklichkeit werden würde. Und es sind auch schon wieder einige Jahre vergangen. Jahre, in denen über mögliche Projekte referiert wurde. Einmal gar kam das Projekt eines neuen Conan-Films der Grünlichtphase schon unheimlich nahe, doch am Ende zerbarst es doch wieder. Man hatte John Milius geholt, um einen neuen Film zu machen.

Die Idee war, mit King Conan – ein möglicher Untertitel war The Iron Crown, eine Fortsetzung zu Milius’ Original zu realisieren. Dass Arnold Schwarzenegger hier hätte mitwirken wollen, wäre ob der Politikkarriere der steirischen Eiche eher fraglich gewesen. Doch diese Frage wirklich zu erörtern, dazu kam es nicht mehr, denn kreative Differenzen zwischen Milius und dem produzierenden Studio Warner führten einmal mehr dazu, dass das Projekt gestoppt wurde. Dabei hatte Milius sich schon mögliche Drehorte in der Türkei angesehen.

Es wurde später wieder aufgegriffen, als Arnold Schwarzenegger seine politische Karriere beendete und wieder vor der Kamera stand – aber mittlerweile hat man es einmal mehr gestoppt.

2008 sollte es aber noch den Zeichentrickfilm Conan: Red Nails geben Anders als die Zeichentrickserie aus den 90er Jahren (Conan the Adventurer brachte es von 1992 bis 1993 auf 65 Episoden, gefolgt von 13 Folgen Conan and the Young Warriors) sollte dieser Film auf ein erwachsenes Publikum abzielen. Conan sollte von Ron Perlman gesprochen, weitere Sprechparts gingen an Mark Hamill, Clancy Brown James Marsden und Marg Helgenberger. Red Nails war die letzte Geschichte, die vor Howards Tod im Jahr 1936 veröffentlicht wurde. Und in ihr stößt Conan erneut auf Valeria, die er tot wähnte. Aber auch dieses Projekt wurde vorzeitig gestoppt.

 

Conan the Adventurer: Trailer

Ein wenig verantwortlich für das neu entfachte Interesse am Barbaren waren damals sicherlich auch die bei Dark Horse erscheinenden Comics zu Conan, die anfangs große Erfolge feiern konnten. Nach Conan, der beim Verlag Dark Horse reitet, hat sich auch Red Sonja wieder aufs Pferd geschwungen, und zwar beim amerikanischen Verlag Dynamite. Der Erfolg der roten Sonja spricht ebenfalls für sich und so überrascht es nicht, dass auch hier ein neuer Film angekündigt worden ist. Millennium Films wollte den Film produzieren, für die Hauptrolle war Rose McGowan vorgesehen. Produzieren sollte ihr damaliger Freund, der Regisseur Robert Rodriguez. Aber das Projekt konnte die Development Hell nie verlassen.

Ebenfalls in Vorproduktion war Thulsa Doom. Der unsterbliche Zauberer, der sich schon mit Conan und Kull herumschlagen musste, sollte im Film jedoch eine Art Antiheld werden. Zu dem Zweck hatte Dynamite auch eine Comic-Serie gestartet, die ihn in besserem Licht erscheinen ließ. Die Hauptrolle sollte von Djimoun Hounsou übernommen werden.

2011 gab es dann einen neuen Conan-Film. Marcus Nispiel inszenierte, die Hauptrolle übernahm Jason Momoa – wieder mal ein Hüne. Man griff das Thema auf, dass Conan auf dem Schlachtfeld geboren worden ist, davon abgesehen geht man bei diesem Film aber ganz klar eigene Wege und entfernt sich so einmal mehr ganz gewaltig von Robert E. Howards Vorlage. Stattdessen bietet man einen Film, der Kull, der Eroberer nicht unähnlich, nur in seinen Gewaltspitzen deutlich drastischer ist. Inhaltlich ist das Ganze jedoch sehr mau.

Conan: Trailer

Schon zwei Jahre zuvor kam Solomon Kane, der von Michael J. Bassett geschrieben und inszeniert wurde. Die Hauptrolle des Puritaners spielt James Purefoy. Er ist ein überzeugender Solomon Kane, der der Gewalt abschwört, aber dann ein Kämpfer des Guten wird, als ein Mädchen von einem Kult entführt wird und er sich ihm entgegenstellen muss. Mit dabei sind hier auch Max von Sydow, der schon in Conan, der Barbar den alten König spielte, Jason Flemyng, Rachel Hurd-Wood, Pete Postlethwaite und Philip Winchester. Solomon Kane weiß zwar das Schwert zu schwingen, mit Hyborien hat er aber praktisch Nullkommanichts zu tun, aber als Howardscher Held mit durchaus nennenswerter literarischer Vergangenheit, darf er hier nicht unerwähnt bleiben, auch wenn er weit zivilisierter ist als Conan und Kull zusammen. Dem ansprechenden Fantasy-Film hätte man mehr Erfolg gewünscht, da es noch einige Geschichten mit Solomon Kane zu erzählen gegeben hätte.

Solomon Kane: Trailer

Vor ein paar Jahren kündigte Amazon eine neue Conan-Serie an, bei der man sich nahe an Howards Vorlagen halten wollte. Es hieß, dessen Geschichten würden peu a peu adaptiert werden. Vielleicht hätte man auch mal einen Conan gewählt, der nicht wie ein Bodybuilder aussieht. Doch das Projekt wurde vor kurzem zu Grabe getragen, ohne dass Früchte hätte tragen können.

Die bisherigen Verfilmungen waren – abgesehen von Conan, der Barbar – zwar nette Unterhaltung, aber alles andere als großes Erfolgskino. Sie illustrierten bestens, dass die Howard-Verfilmungen nur bedingt den Geist der Erzählungen ihres Schöpfers atmen. Nichtsdestotrotz bestehen sie aber als interessantes Subgenre der Phantastik, zu dem man immer wieder einmal gerne zurückkehrt und von dem man mehr sehen möchte. Vielleicht ja mit Legend of Conan, dem dritten Teil mit Arnold Schwarzenegger, der sich – angeblich – in der Vorproduktion befindet.

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