5 kommende Stephen-King-Verfilmungen

FILM

Fünf kommende Verfilmungen von Stephen Kings Geschichten


In der Flut an Stephen-King-Adaptionen ist es schwer, den Überblick zu behalten. Wir stellen euch fünf Verfilmungen vor, die sich aktuell in Arbeit befinden und teilweise schon bald anlaufen.

Stephen King dürfte zu den am meist verfilmten Autoren der Welt zählen. Dabei sind die Adaptionen seiner Werke immer ein Glücksspiel, im Voraus weiß man nie, ob man ein Meisterwerk erhält (wie Die Verurteilten, Shinning, Carrie oder Stand By Me) oder eine Megagurke (wie Reha M, Werwolf von Tarker Mills oder die The-Mist-Serie). Nachdem es in den Nullerjahren etwas ruhiger um seine Werke geworden ist, läuft die Verfilmungsmaschinerie inzwischen wieder auf Hochtouren und verwertet manche Bücher schon zum zweiten oder dritten Mal. Wenn das so weitergeht, werden demnächst noch einzelne Tweets von ihm verfilmt.

Das steht für die nächste Zeit an:

Salem’s Lot (Film)

Brennen muss Salem war Stephen Kings zweiter Roman (der erste war Carrie) und erschien 1975. Obwohl er bereits zweimal verfilmt wurde - 1979 als zweiteilige TV-Miniserie von Tobe Hooper und 2004 ebenfalls als zweiteilige TV-Miniserie mit Rutger Hauer als Vampir -, gehört es zu seinen (inzwischen) unbekannteren Werken. Ein eher klassisch angesiedelter Vampirroman, inspiriert von Dracula, der erst nachträglich von King in seinen Kosmos um den Dunklen Turm eingemeindet wurde, da er Father Callahan in den letzten drei Romanen seines Zyklus wieder auftauchen lässt. Aber eigentlich ist Brennen muss Salem ein klassisches King-Szenario, in dem das übernatürliche Grauen in einer Kleinstadt Einzug hält. In diesem Fall Jerusalem‘s Lot, in das der Schriftsteller Ben Mears zurückehrt und sich dort zusammen mit Father Callahan und einigen Freunden einem Vampir stellen muss.

James Wan, der das Horrorgenre der letzten Jahre maßgeblich mit Filmen wie Insidious, The Conjuring und der Saw-Reihe geprägt hat, wird das Buch jetzt ein drittes Mal verfilmen, erstmals für die große Leinwand. Der Roman hat übrigens nichts mit der Kurzgeschichte Jerusalem’s Lot (Briefe aus Jerusalem) zu tun, die vielmehr eine Lovecraft-Hommage ist und von Epix als zehnteilige Mini-Serie mit Adrian Brody in der Hauptrolle produziert wird.

The Girl Who Loved Tom Gordon (Film)

Auf Deutsch erschien das Buch The Girl Who Loved Tom Gordon unter dem äußerst knappen Titel Das Mädchen. Und das Mädchen ist Trisha McFarland, neun Jahre alt, hat Angst vor der Dunkelheit und ist großer Fan des Baseballspielers Tom Gordon. Trisha verläuft sich im Wald auf dem Appalachian Trail (berühmter Wanderpfad), wo sie neun Tage lang umherirrt, sich in den Glauben steigert, von etwas Übernatürlichem verfolgt zu werden und Begegnungen mit verschiedenen Personen halluziniert - darunter auch Tom Gordon.

Ursprünglich sollte Zombie-Papst George A. Romero das Buch verfilmen, nach seinem Tod hat seine Frau Chris die Produzentenrolle übernommen. Genauere Angaben zu Drehbuch und Regie liegen noch nicht vor. Das Buch erhielt in Deutschland relativ wenig Aufmerksamkeit, da sich dort viel um Baseball dreht, was hierzulande nicht gerade unter den beliebtesten Sportarten rangiert.

Lisey’s Story (Miniserie)

Der Roman erschien 2006 auf Deutsch unter dem vielsagenden Titel Love und erzählt die Geschichte der verwitweten Lisey Landon auf der einen Zeitebene, und die ihres verstorbenen Mannes (der Autor Scott Landon) auf der anderen. Es ist eine vielschichtige Geschichte über Liebe, Trauer und Verlust, der King natürlich noch eine unheimliche Note beimischt in Form des Bösewichts Zack McCool, der Lisey nachstellt. Wobei es im späteren Verlauf noch deutlich phantastischer wird.

Verfilmt wird das Ganze als Miniserie für den Streamingdienst Apple TV+, produziert von J. J. Abrams' Firma Bad Robot mit Julian Moore als Lisey und Clive Owen als Scott. Die Drehbücher zu den einzelnen Folgen soll Stephen King selbst schreiben. Was nicht unbedingt ein gutes Zeichen ist, da seine bisherigen Drehbücher meist nicht seinen Romanen gerecht wurden und zum Teil sogar richtige Gurken waren. Ein Startdatum steht noch nicht fest.

Brennen muss Salem
Das Mädchen
Love

The Stand (Serie)

Stephen Kings epische Postapokalypse-Geschichte The Stand - Das letzte Gefecht war selbst in der gekürzten deutschen Fassung so lang, dass sie noch über 1.000 Seiten hatte. Bereits 1978 erschienen, ist es mit seiner Gut/böse-Dichotomie ein Kind seiner Zeit. King erzählt die Apokalypse vom Ausbruch der Pandemie bis zum mystischen Showdown mit dem Bösewicht Randall Flagg, der auch unter jenen, die die Krankheit überlebt haben, eine weitere Apokalypse auslösen möchte. Doch eine Gruppe Auserwählter stellt sich ihm entgegen, zusammengeführt durch Visionen, in denen ihnen die alte weise Frau Abagail Freemantle erscheint, die über das Shining verfügt und so die Streiter des Guten um sich schart.

Die TV-Verfilmung von 1993 ist recht behäbig geraten und mit begrenzten Mitteln inszeniert, aber gar nicht so schlecht. Randall Flagg wurde im Nachhinein von King noch in seinen Zyklus um den Dunklen Turm einbezogen und soll eine Inkarnation des Mann in Schwarz sein, der vor dem Revolvermann in die Wüste flieht. In Zeiten ambivalenter Antihelden und dem Aufbrechen der klassischen Gut/böse-Struktur darf man gespannt sein, ob die neue Serie sich ein wenig dem Zeitgeist anpasst. Da die Neuauflage von CBS-All-Access produziert wird, sollte man aber auch nicht zu viel erwarten. Abagail Freeman wird übrigens von Whoopie Goldberg  gespielt.

The Outsider (Serie)

Der Roman erzählt von einem Baseball-Coach und Highschool-Lehrer, der wegen eines grausigen Verbrechens verhaftet wird, weil zahlreiche forensische Beweise gegen ihn sprechen. Gleichzeitig gibt es eindeutige Beweise, die ihn zur Tatzeit ganz woanders zeigen. Um dieses Paradox aufzuklären, findet sich eine Gruppe um den Polizeiermittler Ralph Anderson, zu der später auch Holly Ginby stößt, bekannt aus der Mr.-Mercedes-Trilogie.

King schildert die erste Hälfte nüchtern, sachlich in kurzen Kapiteln, immer wieder mit Verhörprotokollen und forensischen Berichten durchsetzt. Damit würde die Adaption gut in eine Reihe mit HBO-Krimiserien über Kindermorde passen, wie Sharp Objects oder True Detective. Doch im zweiten Teil kippt die Story in trashige Horrorgefilde, bei denen ich mir nicht vorstellen kann, dass HBO sie so eins zu eins übernehmen wird. Man darf gespannt sein, wie sie das umsetzen wollen. Holly Gibney wird hier übrigens von Cynthia Erivo gespielt, während in der Serienadpation der Mr.-Mercedes-Trilogie Justine Lupe in die Rolle schlüpft. Die Serie ist seit dem 13. Januar bei uns auf Sky Go im Internet verfügbar, die deutsch synchronisierte Fassung läuft ab März auf Sky Atlantic.

The Outsider: Trailer

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