Am Ende wird alles gut? Nicht bei diesen zehn Science-Fiction-Filmen!

© Senator Home Entertainment

FILM

Am Ende wird alles gut? Nicht bei diesen zehn Science-Fiction-Filmen!


Wir alle mögen Happy Endings. Manche Filme jedoch brauchen das traurige Ende, weil alles andere verlogen wäre. Hier die zehn besten Science-Fiction-Filme, deren Ende reichlich unhappy ist.

10. TERMINATOR 3 (2003)

Es sieht in diesem Film eigentlich lange so aus, als würde alles gut enden. Zwar existiert Skynet immer noch, nur dass das Programm später selbstbewusst wurde, aber John Connor und seine Begleiterin Kate Brewster sind auf dem Weg, um den thermonuklearen Krieg aufzuhalten. Doch sie finden sich nicht an einer Schaltstelle der Macht wieder, sondern nur in einem Bunker. Während rund um den Globus die Raketen starten. Der Film selbst mag wenig mehr als gefälliges Action-Popcorn-Kino sein, das Ende von TERMINATOR 3 ist aber das düsterste der ganzen Reihe, hatte der Vorgänger doch etabliert, dass die Zukunft nicht in Stein gemeißelt ist und nicht zur Auslöschung der Menschheit führen muss.

Terminator 3 - Das Ende

9. DER OMEGA-MANN (1971)

Dies ist nicht die erste Verfilmung von Richard Mathesons Roman „Ich bin Legende“. Zuvor gab es schon THE LAST MAN ON EARTH mit Vincent Price. Aber DER OMEGA-MANN mit Charlton Heston ist eine deutlich düsterere Angelegenheit. Weil er in einer Zeit entstand, in der die Science Fiction häufig sozialkritisch und weniger utopisch als vielmehr dystopisch war. Hier ist Heston als Neville (fast) der letzte Mensch auf Erden, während die übrige Menschheit sich zu vampirartigen Wesen entwickelt hat. Er ist das letzte Überbleibsel, das schwinden muss, bevor die Welt – und ihre Bewohner darin – sich neu erfinden kann. Das ist traurig in Hinblick auf seine Figur, aber zumindest mit einem leichten Hoffnungsschimmer versehen. 

Omega Man Ending

8. DARK STAR – FINSTERER STERN (1974)

Den ganzen Film über gibt es eine Diskussion mit einer Bombe. Einer Bombe? Ja, denn die Bomben sind mit künstlicher Intelligenz ausgestattet – und sie werden von der Crew losgeschickt, um Dinge in die Luft zu sprengen. Da die letzte Bombe jedoch am Schiff befestigt ist und sich nicht lösen kann, ist es dringend notwendig, sie zur Vernunft zu bringen. Denn wenn sie detoniert, dann explodiert auch das Schiff. Am Ende muss die Bombe überlegen, dann bringt sie es auf den Punkt: „Es werde Licht.“ Es wird hell und ist nicht düster, denn auch wenn das Ende für die Besatzung alles andere als glücklich ist, kann zumindest einer der Astronauten sich noch einen Wunsch erfüllen und durchs All surfen. 

The End of Dark Star

7. MELANCHOLIA (2011)

Lars von Trier ist ohnehin nicht dafür bekannt, die lebensbejahendsten Filme zu machen, die Vernichtung der Erde gestaltet er aber mit der Wucht und der Gravitas einer Oper. Im Grunde erzählt er hier die Geschichte einer unter Depressionen leidenden Frau, während der Planet Melancholia sich der Erde nähert und sie beim Aufprall pulverisieren wird. Das präsentiert von Trier mit angemessenem Pathos. Ein trauriges Ende, aber irgendwie auch versöhnlich, weil es ohne den Menschen wieder still im All wird.

Melancholia (ending)

6. Das Ding aus einer anderen Welt (1982)

Den ganzen Film über kämpfen der von Kurt Russell gespielte MacReady und seine Kollegen gegen das Ding, das nach und nach jeden von ihnen kopiert. Am Ende scheint es vernichtet und die Erde gerettet, die Station in der Antarktis wurde aber auch zerstört. MacReady und Childs sitzen zusammen, noch ist es warm, weil das Lager brennt, aber schon bald werden sie erfrieren. Viel bitterer kann ein Ende nicht sein, außer natürlich, dass es dies nur für MacReady ist. Bei ihm sieht man den Atem in der Kälte. Childs hat keinen Atem. Weil das Ding nicht atmen muss. Es lässt sich einfrieren, damit es dann von einer Rettungsmannschaft geborgen werden kann. Also ein glückliches Ende für das Ding, aber ein ziemlich unglückliches für die Menschheit …

The Thing Finale

5. Das letzte Ufer (1959)

In dieser Verfilmung des Romans von Nevil Shute ist der globale Atomkrieg wahr geworden. Die Welt ist radioaktiv verseucht, nur Australien wurde von der Strahlung noch nicht erreicht. Ein amerikanisches U-Boot erreicht Australien. Militär und Wissenschaftler arbeiten an Lösungsmöglichkeiten, um dem Strahlentod zu entgehen. Doch es ist vergebens, am Ende ist die ganze Welt verstrahlt. Und wer dem Strahlentod entgehen will, der nimmt seine Selbstmordpille. Die Geschichte wurde gut vier Jahrzehnte später als TV-Zweiteiler U.S.S. CHARLESTON noch einmal verfilmt.

On the Beach - 1959 - Ending

4. The Road (2009)

In der Verfilmung des Romans von Cormac McCarthy erfriert die Erde. Der Grund ist unklar, aber Flora und Fauna verschwinden als erstes, weswegen ums Überleben und natürlich auch Nahrung gekämpft wird. Viggo Mortensen spielt einen Vater, der mit seinem Sohn herumzieht. Am Ende stirbt der Mann und der Junge bleibt zurück, findet aber jemanden, mit dem er die letzte Zeit verbringen kann. Denn letzten Endes stirbt hier jeder. Entweder wegen Hunger oder Kälte. Das setzt dem ohnehin schon deprimierendem Film die Krone auf.

The Road - Ending Scene

3. Die Körperfresser kommen (1978)

In der zweiten Verfilmung von Jack Finneys Roman verläuft die Invasion der Außerirdischen schleichend. Nach und nach ersetzen sie jeden Menschen und kopieren ihn – bis niemand mehr übrig ist. Ein paar Menschen können sich dem entziehen, werden aber gejagt. Die Wege der Überlebenden trennen sich. Als Nancy dann später auf der Straße den von Donald Sutherland gespielten Matthew sieht, denkt sie, er hätte es wie sie verstanden, sich unter die Körperfresser zu mischen und so zu tun, als sei er einer von ihnen. Aber er streckt die Hand aus, deutet auf sie und lässt einen markerschütternden Schrei los. Von dem erholt man sich auch als Zuschauer nicht mehr!

Invasion of Body Snatchers - Ending

2. The Quiet Earth (1985)

Zac wacht auf – und ist alleine auf der Welt. Wie und warum, das weiß er nicht, nur, dass es etwas mit dem Projekt Flashlight zu tun hat, an dem er auch mitgearbeitet hat. Anfangs genießt er es noch, dann nagt an ihm immer mehr das Bedürfnis nach menschlicher Nähe. Tatsächlich findet er zwei weitere Überlebende, aber dann wird ihnen allen klar, dass Projekt Flashlight noch läuft und sich alles wiederholen könnte, womit auch sie alle verschwinden würden. Mit einem Lastwagen voller Sprengstoff fährt Zac in die Anlage und sprengt sie, als der Flashlight-Effekt, der zuvor alle verschwinden ließ, wieder einsetzt. Stirbt man in dem Moment, in dem der Effekt einsetzt, überlebt man das Verschwinden der anderen. Aber Zac stirbt zum zweiten Mal – und findet sich auf einer seltsamen Welt wieder, vermutlich erneut ganz allein.

The Quiet Earth - Saturn Rising - Final Scene

1. Planet der Affen (1968)

Es ist das wohl ikonischste Ende der Science-Fiction-Film-Historie. Der von Charlton Heston gespielte Taylor, der auf dem Planeten der Affen gestrandet ist, auf dem Menschen dumm wie Tiere und Affen hoch intelligent sind, erkennt, dass er niemals von zuhause weggekommen, sondern nur in der Zeit vorausgereist ist. Er war die ganze Zeit zuhause – auf einer verheerten Erde, deren Überreste sich ihm in Form einer zerstörten Freiheitsstatue zeigen. Der Mensch hat sein eigenes Ende verschuldet – mit einem Atomkrieg, der ihn im Lauf der Jahrhunderte auf den Status von Tieren heruntergestutzt hat.

Planet der Affen (1968) - Die zerstörte Freiheitsstatue

Share:   Facebook