Ready Player One

© Warner Bros. Entertainment Inc.

FILM

"Ready Player One": Die ersten Reaktionen und Kritiken zur Weltpremiere


Am Sonntag den 11. März 2018 feierte Steven Spielbergs neuer Film "Ready Player One" Weltpremiere auf dem Technikfestival SXSW. Markus Mäurer hat für uns die ersten Reaktionen auf den Film zusammengefasst.

Offiziell läuft Steven Spielbergs Ready Player One am 29. März in den USA und am 5. April bei uns in Deutschland in den Kinos an. Die Weltpremiere fand gestern auf dem SXSW statt. SX ... was? Bei der SXSW-Konferenz handelt es sich um das Technikfestival South by Southwest, das seit 1987 jedes Jahr im März in Austin, Texas stattfindet und über zehn Tage geht. Überraschungsgast in diesem Jahr war Tesla-Gründer und Raumfahrtpionier Elon Musk.

Doch warum feiert ein Spielfilm wie Ready Player One seine Weltpremiere auf einem Technikfestival? Ganz einfach: Sowohl in der Buchvorlage als auch im Film geht es um virtuelle Realität. Im Film ist es die sogenannte OASIS, in die Spieler mittels VR-Brille und Anzug (für jene, die es sich leisten können) abtauchen. Eine hochaktuelle Technik, die gerade mit Brillen wie der Oculus Rift oder der HTC Vive einen Boom und eine technische Evolution erleben. Der Film bewegt sich damit also direkt am Puls der Zeit (wie aktuell er ist, erklärt Achim Fehrenbach in diesem Artikel).

Das Technikfestival ist also - zumal Romanautor Ernest Cline auch ursprünglich aus Austin stammt - der perfekte Ort für die Filmpremiere, sind dessen Besucher doch besonders stark an solchen im Film verwendeten Technologien interessiert (und teilweise auch mit der zitierten Nerd-Kultur aufgewachsen), vermutlich aber auch besonders kritisch, weil sie sich damit gut auskennen. Anwesend bei der Premiere waren neben Regisseur Steven Spielberg die Darsteller Tye Sheridan (Wade Owen Watts / Parzival), Olivia Cooke (Samantha Evelyn Cook / Art3mis), Lena Waithe (Aech), Win Morisaki (Daito), Philip Zhao (Shoto) und Ben Mendelsohn (Nolan Sorrento) sowie Romanautor Ernest Cline und Drehbuchautor Zak Penn.

Die ersten Reaktionen

So ganz reibungslos verlief die Premiere nicht, Ramin Setoodeh schreibt auf Twitter: The projectionist restarted the movie. The sound went out in the exact same place. This is nuts.

Und das wohl gerade während des Höhepunkts, doch das Publikum bespaßte sich derweil selbst, wie Jen Yamato schreibt: The sound just completely cut out at a huge moment in the climactic last act of ReadyPlayerOne and people in the audience started making their own pew pew pew sounds, movie is now completely paused for Ready Re-player One lol I'm here all night folks (maybe literally).

Doch die technischen Probleme konnten den Fans den Film nicht vermiesen. Erik Davis vom Horrorkultmagazin Fandango schreibt: "ReadyPlayerOne" is classic Steven Spielberg. It’s got the references, the ferocious effects and the great ‘80s soundtrack, sure, but also the charm, the heart, the humor and a fantastic Alan Silvestri score. I loved it & so did this #SXSW crowd. Be excited for it!

Es muss sich wohl um ein ziemliches visuelles Spektakel handeln, Eric Kohn von Indie Wire schreibt, der Film wirke, als wolle Spielberg Luc Besson in Sachen CGI-Spektakel übertrumpfen: READY PLAYER ONE feels like Spielberg watched a ton of Luc Besson movies and decided to outdo them. In terms of pure spectacle, it’s the most astonishing thing he’s done. Never underestimate Steve.

Doch nicht alle zeigen sich so begeistert. Kristy Puchko sieht den Film sehr kritisch, wurde durch ihn aber immerhin zu recht kreativen Kritikformulierungen motiviert: I’m genuinely angry that Spielberg is so careless with his own legacy, slapping in references to Jurassic Park with all the care of a monkey slinging feces.

Der aktuellste Trailer zu "Ready Player One"

Die ersten ausführlichen Filmrezensionen

Inzwischen ist die Sperrfrist für Kritiken abgelaufen und die ersten Rezensionen trudeln ein:

Erik Kohn stellt dem Film auf IndieWire insgesamt ein positives Urteil mit leichten Schwächen aus und gibt ein B+: Eventually, "Ready Player One" becomes the very thing its characters admire, a preponderance of commercial entertainment smashed together into a singularity of blockbuster chaos.

Ebenfalls zu einem positiven Urteil kommt Owen Gleiberman in seiner Kritik für das Branchenmagazin Variety, er sieht den Zuschauer von dem Spektakel aber leicht überwältigt: It's an accomplished and intermittently hypnotic movie. Yet you may feel like you're occupied more than you are invested.

Eher unterwältigt von einem mittelmäßigen Film sieht sich Jonathan Bark von Dread Central: An overabundance of pop culture references can't save Ready Player One from its own mediocrity.

John DeFore vom Hollywood Reporter konnte der Film hingegen überzeugen, daneben deutet er auch an, dass es einige strukturelle Änderungen zum Buch geben soll, der Film dem Geist des Romans aber treu bleibe: A rollicking adventure through worlds both bleak and fantastic, Steven Spielberg's "Ready Player One" makes big changes to the specifics and structure of Ernest Cline's best-selling novel but keeps the spirit and level-up thrills intact.

Die Meinungen gehen also, wie bei so ziemlich jedem Film, auseinander, bisher überwiegen aber die positiven Eindrücke. Wir dürfen also gespannt sein auf das Spektakel, das uns ab dem 5. April auf der Kinoleinwand erwarten wird.

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