Die fünf größten Tops und Flops aus „Star Wars: Die letzten Jedi“

© Walt Disney Studios Motion Pictures // Lucasfilm

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Die fünf größten Tops und Flops aus „Star Wars: Die letzten Jedi“


Das Startwochenende von "Star Wars: Die letzten Jedi" liegt hinter uns. Lasst uns Tacheles reden! Einige Dinge in dem Streifen waren zugegebenermaßen ziemlich eindrucksvoll, andere hinterließen aber eher einen WTF-Gesichtsausdruck. Stefan Servos über die fünf größten Tops und Flops.

*Achtung, der folgende Text enthält Spoiler zur Handlung von Episode VIII. Also daher hier die offizielle SPOILER-WARNUNG! Sagt nicht, wir hätten Euch nicht gewarnt.*

Fünf Dinge aus „Star Wars: Die letzte Jedi“, die ich nicht missen möchte

 

PLATZ 5: Jedes Bild wie ein Gemälde

Ob der Sonnenuntergang auf Skellig Michael in Irland, das blendende Weiß der bolivischen Salar de Uyuni, der größten Salzwüste der Erde , oder die wilde Verfolgungsjagd durch die Straßen von Dubrovnik, jede einzelne Einstellung von Kameramann Steve Yedlin ist eine Pracht und verwandelt weltliche Orte in faszinierende Planetenoberflächen in einer weit, weit entfernten Galaxis.

PLATZ 4:  Hackfresse Snoke

Supreme Leader Snoke, hinter dem Motion-Capture-Anzug verkörpert von niemand Geringerem als Gollum-Darsteller Andy Serkis, ist so fabelhaft widerlich, dass es schon wieder cool ist. Bösartigkeit trieft aus jeder Pore, seine Macht scheint unermesslich, und gegen ihn wirkt der Imperator des Galaktischen Imperiums wie der nette Onkel von nebenan. Snokes Ménage à trois mit Rey und Kylo Ren fesselt von der ersten Sekunde an den Kinosessel!

PLATZ 3: Ein Geek im Weltraum

Rose Tico, verkörpert von der wunderbar nerdigen Kelly Marie Tran, ist etwas zu klein geraten, hat eine kauzige Frisur und entspricht so gar nicht dem Bild einer strahlenden Heldin. Aber an Mut und Entschlossenheit kann sie sich mit den größten Jedis messen. Sie bietet allen Geeks im Kino eine perfekte Identifikationsmöglichkeit, denn genau wie wir Fans bewundert die einfache Wartungstechnikerin des Widerstandes die großen Helden der Sternensaga und wird nur durch Zufall in das größte Abenteuer ihres Lebens geschleudert. Ein toller neuer Charakter! Gerne mehr davon!

PLATZ 2: Finale auf Crait

Das große Finale auf dem Mineralien-Planeten Crait hätte epischer wohl kaum inszeniert werden können. Allein die Optik der weißen Salzschicht, die bei jedem Schritt die blutrote Mineralienoberfläche des Planeten enthüllt, ist an symbolischer Kraft kaum zu übertreffen. Als dann einer der Helden durch das feurige Portal tritt und sich alleine der gesamten Armee der Ersten Ordnung mit ihren schweren Allterrain-Kampfläufern (AT-M6) entgegenstellt, ist Gänsehaut garantiert!

PLATZ 1: General Leia Organa

Carrie Fishers tragischer Tod im Dezember 2016 war für viele Star-Wars-Fans ein Schock und hinterließ eine Erschütterung der Macht. Umso bewegender ist ihr letzter Auftritt als General Leia Organa in Episode VIII. Lukes rührendes Gespräch mit Leia in der Höhle des Widerstands wird zu einem außergewöhnlichen persönlichen Moment, welcher ohne Zweifel in die Filmgeschichte eingehen wird. „Star Wars: Die letzten Jedi“ ist eine ehrenvolle Verbeugung vor der wichtigsten Prinzessin der Popkultur.

Trailer: STAR WARS 8: Die letzten Jedi

Fünf Dinge aus „Star Wars: Die letzte Jedi“, auf die ich gut und gerne hätte verzichten können

 

PLATZ 5: Porgs

Zugegeben, die kleinen Quietscher von Luke-Island sind richtig süß und haben im Trailer noch durch Niedlichkeitsfaktor gepunktet. Okay, bei der Barbecue-Szene mit Chewbacca hab ich auch noch geschmunzelt. Aber spätestens als sich die Porgs wie Tribbles im Millenium Falken ausbreiten und nichts weiter zur Handlung beitragen, als niedlich zu gucken und zu quietschen, haben sie nur noch genervt!

PLATZ 4: Yodas Gastauftritt

Wie alle Padawane verehre auch ich Jedi-Meister Yoda und hätte mir nichts sehnlicher gewünscht als eine würdige Rückkehr des schrumpeligen Weisen. Aber Yodas Auftritt in Episode VIII und wie er Luke eine Anfängerlektion samt brennendem Dornbusch … ähm, Jedi-Baum erteilt, wirkt deplatziert und aus dem Zusammenhang gerissen. Kleiner Pluspunkt: Immerhin schien diesmal wieder eine Puppe verwendet worden zu sein.

PLATZ 3: Das Casino auf Cantonica

Geschüttelt, nicht gerührt – Es wäre kaum verwunderlich gewesen, wenn Rose und Finn im Casino auf Cantonica auch noch auf den Geheimagenten Ihrer Majestät getroffen wären. Auch wenn das Freizeitparadies für Superreiche so manche skurrile Gestalt bereithielt, so hatte es weder den Charme einer Mos Eisley Cantina noch die Faszination des Outlander Club auf Coruscant. Selbst wenn ich eine Million Credits auf dem Konto hätte, würde ich dort keinen Urlaub machen wollen.

PLATZ 2: Surrealer Höhlentrip

Jedi-Selbstfindungstrips in mystischen Höhlen sind spätestens seit „Das Imperium schlägt zurück“ kein großes Ding mehr, aber dass es auf Lukes Einsiedlerinsel gleich einen ganzen Haufen solcher Höhlen samt tibetanischem Wasserbecken, Spiegelkabinett und bösem Seetang-Loch gibt, in denen Rey irgendwie so gar nicht zu sich selbst findet, war etwas zu viel des Guten. Eine Höhlenszene weniger hätte es da auch getan.

PLATZ 1: Vizeadmiralin Amilyn Holdo

Die lilahaarige Vizeadmiralin Holdo (gespielt von Laura Dern) wirkte wie ein fehlbesetztes Versatzstück aus „Tribute von Panem“, das  sich in keiner Weise in das Gesamtbild des Widerstands fügt. Als beste Freundin von Leia und ihre Stellvertreterin wirkt sie einfach nur unglaubwürdig. Dass die unsympathische Zicke dann auch noch ins Lot bringt, was Finn und Rose bei ihrer Mission vermasselt  haben, und damit den gesamten Widerstand rettet, bleibt am Ende eine dramaturgische Fehlentscheidung. Dieser Verdienst hätte doch jemandem mit etwas mehr Charakter gebührt.

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