Robby, Marvin, C-3PO: 10 Androiden und Roboter, die man einfach kennen muss

© Paramount Home Entertainment

FILM

Robby, Marvin, C-3PO: 10 Androiden und Roboter, die man einfach kennen muss


Es ist die Zeit der Androiden und Roboter – und wir sollten uns dringend mit ihnen vertraut machen. Daher stellt euch Peter Osteried die zehn wichtigsten Maschinenwesen vor, die ihm in der Filmgeschichte begegnet sind:

Der Roboter, der Android, der Maschinenmensch – all das sind Begriffe für ein und dasselbe Konzept, wenngleich sich oft sehr unterschiedliche Konstruktionen dahinter verbergen. Es gibt die menschlich anmutenden Androiden, die Kunstwesen wie Maria aus METROPOLIS, aber auch unförmige Gestalten, die mehr einer Maschine als einem Menschen gleichen. In der Literatur tauchen die ersten Maschinenmenschen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auf, etwa ein dampfbetriebener Maschinenmensch in Edward S. Ellis‘ „The Steam Man of the Prairies“ (1865), im Film tauchten die ersten Gestalten auf, als die bewegten Bilder noch stumm waren, so in dem italienischen L’UOMO MECCANICO, der 1921 das Licht der Welt erblickte. Seitdem ist der Roboter ein fester Bestandteil der Science Fiction. Zehn von ihnen, die uns insbesondere durch die Filmgeschichte begleitet haben, wollen wir euch etwas genauer vorstellen. 

10. Optimus Prime

Man könnte auch jeden anderen Transformer nennen. Weil diese gigantischen Roboter für einen Trend stehen, der vor allem in Japan sehr beliebt war: gigantische Kampfroboter, manchmal auch durch Piloten geführt. Die Transformers wie wir sie aus den gleichnamigen Filmen kennen, sind allerdings ganz und gar Herr ihrer Selbst, aber stechen aus künstlichen Wesen hervor, weil sie sich eben auch in Fahrzeuge verwandeln können. 

09. M.A.R.K. 13

In Richard Stanleys düsterem Endzeit-Science-Fiction-Film M.A.R.K. 13 muss ein Mann gegen einen längst ausgemusterten Kriegsroboter kämpfen. Stanley ließ sich hier von den ABC Warrior Robotern aus den „Judge Dredd“-Comics inspirieren, die zudem die Vorlage für den gleichnamigen Sylvester-Stallone-Film dienten,, aber der M.A.R.K. 13 ist weit beeindruckender. Und er ist die logische Konsequenz dessen, wenn man den Krieg immer mehr computerisiert. 

08. Vision

Im Marvel-Universum gibt es einige Roboter: den bösen Ultron, den heldenhaften Machineman, die nach Menschlichkeit strebende Jocasta, aber vor allem eine Figur ist allen überlegen - Vision. Er wurde für die Comic-Serie „The Avengers“ erschaffen und debütierte im Jahr 1968. Seitdem hat er eine unglaubliche Wandlung und Entwicklung durchgemacht. Er ist,wahrscheinlich, sogar der einzige Android, der menschliches Leben gezeugt hat. Mit seiner Frau Wanda Maximoff alias Scarlet Witch wurde er Vater zweier Kinder (auch wenn das später mit einer abstrusen Story revidiert wurde). Die Filmversion wird der Vielschichtigkeit der Comic-Figur allerdings nicht gerecht. 

07. Robby, der Roboter

Einer der imposantesten Science-Fiction-Filme der 1950er Jahre ist ALARM IM WELTALL, weil es hier mehr nicht um außerirdische Invasoren geht, sondern eine psychologisch packende Geschichte erzählt wird – und es gibt einen Roboter. Robby, der Roboter, ist ein klobiger Kasten, der aber ausgesprochen sympathisch daherkommt und der heimliche Star des Films wurde. Er ist auch, wenn man so will, der erste Franchise-Star, denn er tauchte in insgesamt 16 Filmen, Fernsehepisoden und Shows auf. 

 

06. Maria

Schon vor Fritz Langs METROPOLIS gab es im Kino Roboter, aber keiner war so beeindruckend wie Maria, die menschliche Form hatte und damit im Grunde nach dem Ebenbild ihres Schöpfers gestaltet wurde. Sie ist ein Maschinenmensch, der von seinem Gott, einem Menschen, zum Leben erweckt wurde und schließlich auch menschliche Gestalt annimmt. Damit ist sie auch eine Täuscherin, eine Infiltratorin, die erste ihrer Art. Obwohl ein Stummfilm, ist METROPOLIS (1927) nach 90 Jahren noch immer immens beeindruckend.

05. Data

Als Gene Roddenberry die Crew für die USS Enterprise NCC-1701-D entwickelte, da wollte er auch einen Androiden an Bord haben: Data ist die unschuldigste Figur der Serie, eine Art Pinocchio, der sich nichts sehnlicher wünscht, als menschlich zu sein und im Laufe von sieben Jahren (plus ein paar Filmen) eine Entwicklung durchmacht, die ihn diesem Ziel erheblich näherbringt. 

04. Marvin

Er ist der paranoide Androide, der manisch-depressive Roboter, der von Douglas Adams für „Per Anhalter durch die Galaxis“ erfunden wurde und sich zur beliebtesten Figur dieser herrlich abstrusen Geschichten entwickelt hat. Weil ihn seine Probleme so menschlich machen. Vielleicht sogar menschlicher als die meisten, denn so schlecht geht es nun wirklich nicht jedem. Aber man fühlt sich besser, wenn man sieht, wie Marvin das Leben meistert, auch wenn das mit Stöhnen und Ächzen vonstattengeht. Die filmischen Umsetzungen – eine BBC-TV-Version aus den frühen 1980er Jahren und ein Film aus den 2000er Jahren – werden der Figur, aber auch Adams‘ Geschichte nicht gerecht. 

 

03. T-800

Die effektivste Killermaschine aller Zeiten mag der T-1000 sein, weil er aus Flüssigmetall besteht, aber nichts geht über den T-800, der als erster in der Zeit zurückgeschickt wird, um den künftigen Widerstand schon vor der Geburt auszumerzen. Man könnte ihn natürlich als Cyborg sehen, aber dem ist nicht so. Das Fleisch ist nur Maskerade, das Endoskelett darunter ist das eigentliche Wesen – die Maschine. James Camerons TERMINATOR ist nach wie vor einer der eindrucksvollsten SF-Action-Filme. Weil der Terminator eine Kreatur ist, die weder Mitleid noch Reue noch Schmerz fühlt und vor nichts Halt machen wird, vor gar nichts solange Sarah Connor nicht tot ist. 

02. C-3PO und R2-D2

Sie sind wie Laurel und Hardy, wie Dick und Doof, nur inmitten eines intergalaktischen Kriegs. C-3PO, der an Maria angelehnt ist, und R2-D2, der wie eine klassische Arbeitsmaschine aussieht, sind die Beobachter des Sternenkriegs. Insbesondere gilt dies für C-3PO, der bei allen großen Ereignissen dabei ist und sie kommentiert. Dazu gehört aber auch, dass er sich ständig beschwert. Manche sehen in ihm darum auch den nervigsten Roboter aller Zeiten, aber schon Oliver Hardy hat sich gerne beschwert und die Schuld bei seinem nicht unbedingt dooferen Freund gesucht. 

01. Roy Batty

Er ist der vielleicht menschlichste aller künstlichen Kreaturen: Der von Rutger Hauer gespielte Roy Batty in BLADE RUNNER, der seinem Gott nicht nur ins Antlitz blickt, sondern ihn auch vernichtet. Und der einem Bedürfnis folgt, das jedes fühlende Lebewesen ausmacht: Der Wunsch zu leben. Unvergessen seine letzten Worte: „Gigantische Schiffe, die brannten, draußen vor der Schulter des Orion. Und ich habe C-Beams gesehen, glitzernd im Dunkeln, nahe dem Tannhäuser Tor. All diese Momente werden verloren sein in der Zeit, so wie Tränen im Regen. Zeit zu sterben.“ Die Urheberschaft an diesem Monolog beanspruchen viele für sich, darunter Ridley Scott, Rutger Hauer und Autor David Webb Peoples. 

Share:   Facebook