Brandon Q Morris zu Patreon

© Birgit-Cathrin Duval

BUCH

Kunst und Community: Brandon Q. Morris über Patreon


Die Idee ist genial: Über die Website Patreon schließen sich die Künstler direkt mit ihren Fans kurz. Sie lassen sich durch einen kleinen Geldbetrag sponsern und  bieten dafür Bonus-Inhalte und besondere Zuwendung. In Amerika ist Patreon für viele Kulturschaffende längst eine wichtige Einnahmequelle. Aber funktioniert das auch für deutsche Autor*innen? Wir haben Brandon Q. Morris gefragt.

Hallo Brandon, du bist seit April 2020 bei Patreon. Wie bist du auf den Gedanken gekommen, dich auf der Plattform anzumelden?

Ich probiere gern neue Wege aus. Mich reizt die Vorstellung, mich rein auf das Schreiben konzentrieren zu können, unterstützt von den Fans als Patrons – ohne auf irgendwelche Bestenlisten, bestimmte Händler usw. angewiesen zu sein. Bis es so weit ist, wird es noch ein paar Jahre dauern. Aber ich habe Geduld.

Warum sollte man dich unterstützen? Was bietest du deinen Patrons?

Auf Patreon kommt man mir als Fan näher als irgendwo anders. Dort poste ich täglich Schnipsel aus meinem Autorenleben: Ausschnitte aus unveröffentlichten Büchern, neue Meldungen aus der Wissenschaft, was mir Faszinierendes bei der Recherche begegnet. Für mein neues Buch »Die dunkle Quelle« konnten Patrons Personennamen vorschlagen, die ich dann als Protagonisten verwendet habe. Besonders stolz bin ich darauf, dass ich sogar den ungewöhnlichen Namen »Neguun« sinnvoll untergebracht habe. Es gibt ab und zu Gewinnspiele, ich beantworte Leserfragen, und einmal im Jahr wird es eine exklusive Hardcover-Ausgabe eines meiner Romane geben, die nur Patrons bekommen. Und dann ist da natürlich das gute Gefühl, den Lieblings-Autor zu unterstützen. Das macht wirklich einen Unterschied.

Wie viel Zeit kostet Patreon dich im Monat? Ist es die Mühe wert?

Etwa zehn Stunden, die sich aber auf täglich nur 15-20 Minuten aufteilen. Dadurch fühlt es sich gar nicht wie Arbeit an, eher wie eine nette Unterhaltung mit den besten Fans. Die Mühe ist es auf jeden Fall wert. Ich erhalte z.B. auch wertvolles Feedback zu neuen Buchcovers, die ich dort zur Diskussion stelle.

Was hat sich für dich verändert, seit du auf Patreon bist – in deinem Arbeitsalltag oder künstlerischen Schaffen?

Durch Patreon bin ich wirklich täglich im Kontakt mit meinen Lesern. Das spornt mich beim Schreiben an. Ich habe auch einen Newsletter, der mir sehr wichtig ist und auf den auch viele Empfänger antworten, aber den versende ich bloß alle vier Wochen, und auf meiner Facebook-Seite weiß ich überhaupt nicht, wer welchen Artikel zu sehen bekommt, weil das der Algorithmus bestimmt.

Woran arbeitest du gerade?

Gerade schreibe ich Teil 5 meiner Proxima-Logbücher: »Evolution«. Es ist episodische Science Fiction à la Star Trek, aber basierend auf harter Wissenschaft. Wie eine Netflix-Serie, mit übergreifender Story und einzelnen Episoden-Handlungen, nur dass das Geschehen wirklich einmal Realität werden könnte.

Letzte Frage: Würdest du Patreon anderen Kulturschaffenden empfehlen?

Unbedingt. Es ist für mich die beste Möglichkeit, mit den Fans direkt in Kontakt zu treten. Idealerweise funktioniert das wie eine Pyramide. Basis sind natürlich die Bücher. Darüber steht die eigene Website plus Facebook: Besuch für die Fans unverbindlich. Dann folgt der Newsletter – immer noch kostenlos, aber schon etwas verbindlicher, weil man die E-Mail-Adresse verraten muss. Und die Spitze ist dann Patreon.

Vielen Dank!

Brandon Q. Morris

© Birgit-Cathrin Duval

Über den Autor

Brandon Q. Morris ist Physiker und beschäftigt sich beruflich und privat schon lange mit Weltraum-Themen. Er wäre gern Astronaut geworden, musste aber aus verschiedenen Gründen auf der Erde bleiben. Sein Ehrgeiz ist es deshalb, spannende Science-Fiction-Geschichten zu erzählen, die genau so passieren könnten.

Patreon: https://www.patreon.com/hardsf

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