Durch die Galaxie mit Matt Ruff

© Pixabay/Lisa Gold

INTERVIEW

Wer hat Angst vorm weißen Hai? – Durch die Galaxie mit Matt Ruff


In unserer Interviewreihe "Durch die Galaxie" nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat Matt Ruff, Autor des Science-Fiction-Detektivromans "88 Namen", unser Raumschiff betreten.

Du kannst einen persönlichen Song auswählen, der immer dann abgespielt wird, wenn du einen Raum betrittst. Welcher wäre das?

Ich würde mit "Linus And Lucy" von den Peanuts, komponiert von Vince Guaraldi, den Raum betreten.

Vince Guaraldi Trio - Linus And Lucy

Welches ist dein absolutes Lieblingsmärchen?

Ich liebe Geschichten, in denen Menschen darauf bestehen, sich etwas zu wünschen, obwohl sie vor den Gefahren ihres Wunsches gewarnt werden. Die reinste moderne Form eines solchen Märchens ist W. W. Jacobs "Die Affenpfote", und mir gefällt diese Erzählung sehr. Aber mein absoluter Favorit ist "Der Flaschenkobold" von Robert Louis Stevenson. Ein kleiner Dämon, der in einer unzerbrechlichen Flasche steckt, erfüllt so viele Wünsche, wie man will, aber wie auch in "Die Affenpfote" muss man für die Erfüllung einiger Wünsche einen enorm hohen Preis zahlen. Der Hauptpreis ist es allerdings, im Besitz der Flasche zu sein, wenn du stirbst – denn dann wirst du die Ewigkeit in der Hölle verbringen. Und die einzige Möglichkeit, die Flasche loszuwerden, ist, sie an einen bereitwilligen Käufer für weniger Kohle zu verkaufen, als du für sie ausgegeben hast. Am Ende hat Stevensons Hauptfigur die Flasche gleich zwei Mal gekauft: Einmal für fünfzig Dollar und Jahre später noch einmal aus schierer Verzweiflung für einen einzigen Penny. Nun ja, das kleine Dilemma, in dem er steckt, ist wohl offensichtlich …

Endlich hat die Menschheit Kontakt zu fremden Wesen aus einer anderen Galaxie aufgenommen. Was ist die erste Information, die du diesen Wesen über uns Menschen und die Erde mitteilen möchtest?

"Wenn euch diese Nachricht erreicht, werden die Menschen, die sie versendet haben, schon tot sein, und ihre Nachkommen würden den meisten Punkten widersprechen."

Welcher Roman hat dir das Portal in die Welt der Fantasy-/Science-Fiction-Literatur geöffnet?

Ich brauchte kein Portal. Ich habe schon in sehr jungen Jahren Bücher verschlungen und phantastische Literatur stand immer schon mit auf meiner Leseliste.

Welches ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Kino, TV?

Der weiße Hai, sobald ich mich in der Nähe von Wasser aufhalte. Überall anders: Michael Meyers aus dem ersten "Halloween"-Film. Und mein liebstes menschliches Monster muss Livia aus Robert Graves "I, Claudius".

Wenn du in einem Computerspiel leben dürftest, welches würdest du dir aussuchen?

Eine sehr hoch aufgelöste Version von "Minecraft" und ich hätte natürlich "göttliche Privilegien", sodass ich das Game direkt aus der Spielewelt heraus umprogrammieren könnte.

Welche Art von Apokalypse (Zombies, Roboter, Eiszeit, Meteoritenschauer, etc.) ist zu deinen Fähigkeiten zum Überleben am meisten kompatibel?

Sich langsam bewegende Zombies. (Ich habe eine extrem verklärte Vorstellung von der Plünderung verlassener Einkaufszentren und der Übernachtung in einem gut befestigten alten Gutshaus, obwohl das im Film für die Menschen nie gut ausgeht.)

Welche Technologie aus futuristischen oder phantastischen Roman- oder Filmstoffen sollte am besten jetzt schon existieren?

Ein universelles Translationsprogramm, das sowohl Texte als auch das gesprochene Wort umwandeln kann und die Schnelligkeit von Computern mit dem Verständnis eines menschlichen Übersetzers kombiniert.

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