Durch die Galaxie mit A. K. Larkwood

INTERVIEW

Durch die Galaxie mit A. K. Larkwood


In unserer Interviewreihe »Durch die Galaxie« nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat A. K. Larkwood unser Raumschiff betreten. Wir starten in 3 … 2 … 1 …

Stell dir vor, jedes Mal, wenn du einen Raum betrittst, ertönt deine persönliche Erkennungsmelodie. Welchen Song würdest du dafür aussuchen?

Ich glaube, der Titelsong zu Flash Gordon, also „Flash“ von Queen, oder das kurze, aber bombastische Orgelstück vom Anfang von Das Phantom der Oper würde die Leute gut auf mich einstimmen. Es wäre zwar eine große Herausforderung, dem gerecht zu werden, aber dafür würde ich mich echt ins Zeug legen.

Queen – Flash

Welches ist dein Lieblingsmärchen?

Meine wohl liebste Erzählung ist wohl der Mythos von Theseus und dem Minotaurus, wahrscheinlich vor allem, weil es um einen Helden geht, der ein Ungeheuer besiegen soll. Allerdings ist die interessanteste Figur darin Ariadne, ein cleveres Mädchen mit einem wirklich seltsamen Zuhause.

Endlich hat die Menschheit Kontakt zu fremden Wesen aus einer anderen Galaxie aufgenommen. Was sagst du als Erstes?

„Bitte habt Geduld mit uns” – aber ernsthaft, wenn ich mit 17 dem Drang gefolgt wäre, Archäologie und Anthropologie zu studieren, hätte ich auf diese Frage sicherlich eine fundiertere Antwort geben können. Tatsächlich habe ich damals an einer archäologischen Ausgrabung teilgenommen, aber ich habe sofort gemerkt, dass ich weder die Geduld noch das Fingerspitzengefühl dafür habe (trotzdem habe ich die Replik eines römischen Messers und eine Bescheinigung über hervorragende Spatelfähigkeiten bekommen).

Alles in allem vermute ich allerdings, dass ich, hätten wir wirklich Kontakt zu Außerirdischen, sie mit Fragen über ihre Spezies bombardieren würde, statt zu überlegen, was ich ihnen über uns erzählen kann.

Wie bist du als Kind oder Jugendliche ins Genre Fantasy bzw. Science Fiction eingestiegen?

Wenn man noch sehr jung ist, ist das Schöne am Lesen, dass man noch kein richtiges Verständnis für Genre hat. Internate, Zauberer, Außerirdische, heroische Mäuse, Detektive – man unterscheidet gar nicht weiter dazwischen. Ich habe damals einfach alles gelesen. Wenn mir besonders langweilig war, habe ich sogar in den Büchern über Football und Cricket von meinem Bruder gelesen. Ich habe das Gefühl, dass Kinder- und Jugendliteratur offener dafür ist, dass etwas Phantastisches passieren kann. Ich wurde immer ein bisschen traurig bei dem Gedanken, dass ich, wenn ich älter werde, wohl nicht mehr die tollen Bücher über Hexen würde lesen können.

Was ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Kino, TV oder irgendeiner anderen Form der Popkultur?

Alle gleichermaßen!

Hast du ein Lieblingswort?

Die Namen von Steinen und Edelsteinen haben mich immer besonders fasziniert, vielleicht weil sie klingen wie die Namen von Figuren in einem Fantasy-Roman: Chalzedon, Turmalin, Jaspis, Feldspat und so fort.

Welche Art von Apokalypse würdest du am ehesten überleben – Zombies, Roboter oder Umweltkatastrophen?

Meine Ehefrau kann Kleider flicken, Beeren sammeln und einen Kocher reparieren – mein größtes Talent zu überleben besteht darin, mich niemals zu weit von ihr zu entfernen. Ich glaube, diese Strategie behalte ich einfach bei.

Welche Erfindung aus Science-Fiction-Büchern oder -Filmen sollte es am besten jetzt schon in unserer Welt geben?

Natürlich wünsche ich mir eine Technologie, die den Klimawandel verhindert und sicherstellt, dass alle Menschen weltweit gut versorgt sind. Aber wenn es das nicht gibt, würde ich mich als cooles Seemonster in Area X (in Jeff Vandermeers Southern Reach‑Trilogie) zurückziehen.

 

Übersetzung: Melanie Wylutzki

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