Mikkel Robrahns 5 Lieblings-Kings

BUCH

Fünf Lieblings-Kings: Mikkel Robrahn stellt seine Horror-Favoriten vor


Mikkel Robrahn
30.08.2020

Mikkel Robrahn, Autor des Urban-Fantasy-Romans „Hidden Worlds – Der Kompass im Nebel“, stellt seine fünf Highlights aus der Feder von Stephen King vor.

Vor mehr als zehn Jahren entdeckte ich meine große Liebe zu Stephen King. Ich pirschte auf der Suche nach Ablenkung von meinem Studium (BWL, zum Glück nach dem ersten Semester abgebrochen) durch den Gandalph in Kiel – ein Fachgeschäft für phantastische Literatur, Rollen- und Brettspiele. Ich las den Namen King auf dem Buchrücken und griff zu, ohne zu wissen, worauf ich mich einlasse. Ich hatte die Wahl zwischen zwei Horrorlektüren: Stephen King oder die Grundlagen der Buchhaltung. Die Entscheidung fiel mir leicht, und der Roman wanderte über den Einkaufstresen. Mittlerweile führe ich eine Excel-Liste (ein bisschen BWLer steckt noch in mir) darüber, was ich alles von King gelesen habe und besitze (62 Bücher), um nicht den Überblick zu verlieren.

Euch verrate ich fünf meiner Lieblinge.

Brennen muss Salem

Der Ausgangspunkt meiner ungewöhnlichen Sammel- und Leseleidenschaft. „Brennen muss Salem“ fiel mir damals im Gandalph in die Hände und gehört immer noch zu meinen Favoriten. Wer einen Gegenentwurf zu den Vampiren aus „Twilight“ sucht, wird hier fündig. Wie eine Naturgewalt rollen die Blutsauger über die amerikanische Kleinstadt Salem's Lot. „Brennen muss Salem“ war das einzige und erste Buch, das ich eine ganze Nacht nicht weglegen konnte. Die Atmosphäre ist wie ein Schraubstock um den Brustkorb, der sich immer weiter zuzieht, bis man kaum noch Luft zum Atmen hat.

Sie (Misery)

„Misery“, im Deutschen unter dem sehr generischen Namen „Sie“ erschienen, gehört zu den Pflichtlektüren der King-Bücher. Der Schriftsteller Paul Sheldon kommt in einem Blizzard von der Straße ab und wird von der ehemaligen Krankenschwester Annie Wilkes aufgefunden. Sie bringt ihn zu sich nach Hause und kümmert sich um seine Verletzungen. Die Frau ist allerdings kein Samariter, sondern entpuppt sich als fanatischer Fan. Als Leser*in fühlt man sich Annie Wilkes genauso ausgesetzt wie ihr Gefangener. Mein Tipp: Nach dem Buch auch noch den Film schauen, für den Kathy Bates völlig zu recht den Oscar als „Beste Hauptdarstellerin“ bekommen hat.

Dead Zone – Das Attentat

Zum ersten Mal veröffentlicht wurde „Dead Zone“ im Jahr 1979. Ein Mann hat einen Unfall und kann anschließend in die Zukunft blicken. Zumindest so ein bisschen – und auch nicht immer freiwillig. Eine spannende Geschichte über einen Mann, der alles hat und verliert, sich aber ins Leben zurückkämpft und nach einer neuen Bedeutung sucht. Besonders spannend finde ich, dass King in diesem Buch einen Politiker beschreibt, der erschreckend viele Parallelen zu Trump aufzeigt – fast als hätte er in die Zukunft sehen können.

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Die Arena

Was passiert, wenn man eine Kleinstadt komplett isoliert, sich selbst überlässt? Diesem Gedankenexperiment geht King in „Die Arena“ nach. Aus dem Nichts legt sich eine Kuppel über Chester's Mill. Alle, die drinnen sind, sind gefangen, und schnell nimmt der kleinstädtische Irrsinn seinen Lauf. Ein korrupter Provinzpolitiker und ein unfähiger Polizeichef wollen die Macht an sich reißen, ein Kriegsveteran und eine Journalistin wollen das verhindern. Genug Sprengstoff, um so eine Kuppel in die Luft zu jagen, möchte man meinen. Das entschuldigt dann auch das etwas plumpe Ende und die faule Auflösung. Über sowas muss man bei King eh hinwegsehen können.

Wahn

Ein Buch wie ein Fiebertraum. Edgar Freemantle verliert bei einem Unfall einen Arm und leidet unter unkontrollierbaren Wutanfällen. Auf Anraten seiner Ärztin nimmt er sich eine Auszeit und sucht Erholung auf der Insel Duma Key. Dort malt er Bilder, die aber – wie sich herausstellt – viel mehr als ein paar Gemälde mit Farbe sind. Das Buch lässt einen wissen, dass der nächste Horror nur ein paar Seiten weg ist, und man möchte Edgar warnen, kann aber nur zuschauen und weiterblättern, in der Hoffnung, dass alles gut ausgeht

Die Arena

Über den Autor

Mikkel Robrahn

© Philip Tappert

Mikkel Robrahn, geboren 1991 in Norddeutschland, ist Chief Operating Officer bei der PietSmiet UG & Co. KG. Die PietSmiet UG gehört zu den größten YouTube-Gaming-Kanälen in Deutschland und erreicht jeden Tag Hunderttausende Menschen. Er ist der organisatorische Kopf hinter der kreativen Truppe und bekam von der Community schnell den Spitznamen „Mikkel machts“, weil er Dinge zuverlässig anpackt und umsetzt.

Auf Instagram findet ihr ihn unter @mikkelmachts!

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