Im Zeichen der Mohnblume

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BUCH

Neuerscheinungen Fantasy: Lesetipps aus der Buchhandlung Otherland


Es gibt wieder Büchernachschub aus der Fantasy. Hier sind die aktuellen Lesetipps von der Berliner Fantasy-und Science-Fiction-Buchhandlung Otherland.

R.F. Kuang – Im Zeichen der Mohnblume #1: Die Schamanin

Eigentlich ist es fast unmöglich in Sinegard, der besten Militäreliteschule von Nikan einen Platz zu bekommen. Und niemand hätte damit gerechnet, dass Rin, eine Kriegswaise dazu in der Lage ist, die Tests zu bestehen. Doch Rin hat es nicht leicht, sie wird wegen ihrer Herkunft, ihrer dunklen Haut und ihres Geschlechts wegen in der Akademie ausgegrenzt - doch durch ihre Einsamkeit entdeckt sie Zauberkräfte, die nur eine Schamanin besitzen kann. Chinesischen Kultur und Mythologie spielt in Im Zeichen der Mohnblume eine große Rolle und die Geschichte um Rin verzaubert aufgrund einer Fremden Welt, die sich weit von den »Von der Stange«-Titeln abhebt. (geschrieben von Wolf)

Kevin J. Anderson – Auf den Schwingen des Drachen

Okay, um mal den Rahmen zu geben: Kevin J. Anderson hat Star-Wars-Romane und -Anthologien, High-Tech-Thriller und Akte-X-Romane geschrieben, die Saga der Sieben Sonnen, und zusammen mit Brian Herbert setzt er Frank Herberts Wüstenplanet-Zyklus fort. Ja, DER Kevin J. Anderson.
Puh und jetzt Drachen? Staatenbund gegen Magisches Reich und plötzlich kommt eine lang verschollene Bedrohung aus der Wüste. Und der Drache erwacht (diese Anspielung verstehen nur eingefleischte Weinert-Fans). Das könnte man jetzt alles dankend abwinken. Haben wir schon gesehen, waren wir schon dabei, Narben sind noch frisch.
ABER: das ist Kevin J. Anderson und der Kerl kann schreiben. Egal was. (geschrieben von Wolf)

Im Zeichen der Mohnblume
Auf den Schwingen des Drachen

Katharina Haderer – Black Alchemy #3: Der Herrscher des Waldes

Finale der Black Alchemy-Trilogie (Das Schwert der Totengöttin, Der Garten der schwarzen Lilien und Der Herrscher des Waldes von Katharina Haderer) um die durch das magische Schwert der Totengöttin Nif wieder zum Leben erwecketen Toten und die zwei gegensätzlichen Helden, den Kampfmagier Erik Zejn und die Alchimistin Mirage. Dunkel, dreckig, herzhaft greift Haderer in die Düsternis und spielt mit Sprache und dem Genre. (geschrieben von Wolf)

Fritz Leiber – Fafhrd und der Graue Mausling #1: Der unheilige Gral

Einer der ganz großen Klassiker der Sword & Sorcery führt in Deutschland eher ein Schattendasein. Fritz Leibers auf den ersten Blick einfachen Abenteuergeschichten um den Nordmann Fafhrd und den verschlagenen Grauen Mausling stecken voller ironischer Brüche und Wendungen und sind auch sprachlich ein Genuss. Der unheilige Gral ist dabei eine eigentlich etwas seltsame Zusammenstellung. Denn wie Moorcock bei seinen Geschichten über Elric begann auch Leiber, in medias res von Fafhrd und dem Mausling zu erzählen und erforschte die Vorgeschichte seiner beiden Helden und ihr Zusammentreffen erst deutlich später. Der unheilige Gral ordnet die Ereignisse chronologisch, und so stehen am Anfang drei Geschichten, die eigentlich schon eine Reflektion auf das Folgende darstellen und in denen Leiber sich unter anderem auf ziemlich gewitzte Art über die Abwesenheit von Frauen in vielen seiner Geschichten und über Geschlechterstereotype im Allgemeinen lustig macht. Vieles in diesen Geschichten ist unerwartet - rechnet man beispielsweise damit, in Fafhrd den stereotypen Haudrauf aus dem Norden vorzufinden, wird man sich wundern, denn Fafhrd ist nicht nur alles andere als tumb, er verfügt auch über eine beeindruckende soziale Intelligenz. Und als er in die legendäre Stadt Lankhmar kommt, verkörpert er nicht etwa wie ein Conan die Überlegenheit urtümlicher Wildheit, sondern stürzt sich mit Begeisterung und Anpassungsfähigkeit in die neue Erfahrung der Zivilisation, nicht ohne zu bemerken, dass seine barbarische Gesellschaft über ebenso komplexe Regeln verfügt und dass er bereit ist, die einen wie die anderen zu lernen, um sich erfolgreich zurechtzufinden.

So erfolgreich ist er dann allerdings doch nicht, denn meistens gehen die Unternehmungen von Fafhrd und dem Mausling auf die eine oder andere Art nach hinten los - manchmal auch aus Gründen wie dem, dass Fafhrd sich auf der Flucht durch das Haus der Diebesgilde dreimal hintereinander den Kopf stößt ... das Scheitern der beiden wird mal als Komödie, mal als gewaltige Tragödie geschildert, und Leibers Erzählkunst kann diese Bandbreite locker vermitteln. Wer Leiber noch nicht kennt, kann einen Klassiker der Fantasy entdecken, der direkt neben Jack Vance und Michael Moorcock ins Regal gehört! (geschrieben von Jakob)

Der Herrscher des Waldes
Der unheilige Gral

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