Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

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KOLUMNE

Die Hugo Awards 2014: Das waren die Gewinner


Die Buchreihe „Die Hugo Awards 2001–2017” gibt einen Überblick über die wichtigsten Gewinner der berühmten Hugo Awards. Welche Preisträger gab es 2014?  

Die Verleihung der Hugo Awards fand 2014 auf der Loncon 3 in London statt.

Toastmaster: Justina Robson & Geoff Ryman

Novel

Ann Leckie: Ancillary Justice

(2013 bei Orbit US & Orbit UK; dt. Die Maschinen; H 31636)

Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

»Und dann zerfiel ich in meine Einzelteile.« Ein solcher Satz ist wohl nur in einer Science-Fiction-Geschichte vorstellbar, und man ahnt, dass es sich hier um eine Schlüsselszene handelt.

Der Roman spielt in einer sehr weit entfernten Zukunft im riesigen Sternenreich der Radch, in dem künstliche Intelligenzen menschliche Körper kontrollieren und sie als Soldaten einsetzen, um das Reich zu erweitern. Dabei werden freie Welten in das Reich der Radch eingegliedert, und wer sich widersetzt, wird mit Waffengewalt zur Kooperation gezwungen. Die Todesstrafe gibt es nicht mehr, Verurteilte werden stattdessen zu »Hilfseinheiten« (im englischen Original »Ancillaries«), deren Körper von künstlichen Intelligenzen gesteuert werden. So ist es zum Beispiel der Herrscherin der Radch, Anaander Mianaai, möglich, an mehreren Orten gleichzeitig zu sein, wobei ihre Hilfseinheiten keinen eigenen Willen haben und widerspruchslos jeden Befehl ausführen. Der Verlust einer Hilfseinheit ist unproblematisch, da sie jederzeit durch eine neue ersetzt werden kann.

Die Expansion des Reiches ist nahezu abgeschlossen, als man auf die fremdartige Spezies der Presger trifft, die Probleme verursacht und die Systeme ganzer Welten kollabieren lässt.

Die einzelnen Kapitel erzählen abwechselnd, was in der Gegenwart geschieht und wie es in der Vergangenheit dazu gekommen ist. Mehrere Kritiker weisen auf Parallelen zu dem Roman Use of Weapons von Iain M. Banks hin, der auf ähnliche Weise Informationsschnipsel liefert, die der Leser zu einem sinnvollen Bild zusammensetzen muss.

Die Hauptfigur Breq hat Probleme damit, sich als Individuum zu begreifen, nachdem sie von dem Verbund mit neunzehn anderen Hilfseinheiten der künstlichen Intelligenz ›Gerechtigkeit der Torren‹ getrennt wurde. Sie ist also gleichzeitig das Individuum Breq und ein kleines Fragment des Bewusstseins des Kampfschiffes Gerechtigkeit der Torren. Auf einem unbedeutenden Planeten namens Nilt rettet sie einer ehemaligen Radchai-Offizierin namens Seivarden das Leben, die anschließend zu Breqs Begleiterin wird. Gemeinsam begeben sie sich auf die Reise zu einem lokalen Palast der Herrscherin Anaander Mianaai mit dem Plan, sich für die Ereignisse, die die Ursache der Zerstörung der Gerechtigkeit der Torren waren, zu rächen …

Ein interessanter Aspekt des Romans ist die Tatsache, dass die Radch in ihrer Sprache keine Unterschiede zwischen den Geschlechtern kennen, sondern immer die weibliche Form verwenden. Im englischen Original des Romans ist dies für den Leser bereits irritierend, auch wenn englische Substantive kein grammatisches Geschlecht besitzen. Übersetzer Bernhard Kempen stellt der deutschen Ausgabe des Romans ein Vorwort voran, in dem er erläutert, welche spezifischen Probleme es dadurch bei der Übersetzung gab und warum folgerichtig im gesamten Buch das generische Femininum verwendet wird. Die Hauptfigur Breq stellt diese Gepflogenheit vor Probleme, da sie sich lange Zeit außerhalb des Reiches bewegt, wo die Gefahr besteht, eine Person zu beleidigen, wenn man sie mit dem falschen grammatischen Geschlecht anspricht.

Mehrfach wurde behauptet, dass Ann Leckie mit diesem Roman in der Science Fiction etwas gänzlich Neues geschaffen habe, dennoch lässt sich erkennen, dass sie Themen und Motive anderer Autoren von Space Operas aufgreift und verarbeitet, zum Beispiel von Iain M. Banks, C. J. Cherryh oder Neal Asher. Für Science-Fiction-Anfänger oder Leser, die sonst vorwiegend Mainstream-Literatur lesen, ist dieser Roman nicht zu empfehlen.

Übrigens hat Ancillary Justice ein offenes Ende und wird im Nachfolgeroman Ancillary Sword (2014 bei Orbit; dt. Die Mission) direkt fortgesetzt.

Ann Leckie (*1966) debütierte 2006 und veröffentlichte seither rund ein Dutzend Erzählungen. Ancillary Justice ist ihr Romanerstling und gewann nicht nur den Hugo, sondern auch den Nebula Award, BSFA Award, Arthur C. Clarke Award und Locus Award. 2012 erschien die Erzählung »Night’s Slow Poison« (Sommer 2012 in ELECTRIC VELOCIPEDE #24; dt. »Das Gift der Nacht«, Heyne E-Book), die im gleichen Universum wie Ancillary Justice spielt.

Weitere Nominierungen:

Charles Stross: Neptune’s Brood

(2013 bei Ace & Orbit UK; nicht auf Deutsch)

Mira Grant: Parasite

(2013 bei Orbit US & Orbit UK; nicht auf Deutsch)

Robert Jordan & Brandon Sanderson: The Wheel of Time

(2013 bei Tor Books & Orbit UK; nominiert als mehrteiliges Einzelwerk; dt. Das Rad der Zeit; diverse deutsche Einzelausgaben)

Larry Correia: Warbound, Book III of the Grimnoir Chronicles

(2013 bei Baen Books; nicht auf Deutsch)

Novella

Charles Stross: »Equoid«

(September 2013 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Seit 2001 schreibt Charles Stross mehr oder weniger regelmäßig neue Erzählungen über die »Laundry«, den britischen Geheimdienst, der gegen übernatürliche und okkulte Mächte kämpft. Von 2001 bis 2017 sind acht Bücher mit diesem Hintergrund erschienen, und Stross hatte bereits für die Laundry-Erzählung »The Concrete Jungle« (dt. »Der Beton-Dschungel«) im Jahr 2005 einen Hugo erhalten.

Diesmal muss der Laundry-Agent Bob Howard die Stadt verlassen, um auf dem Land gegen das Böse zu kämpfen. Wie sich herausstellt, gibt es tatsächlich Einhörner, doch sie sind keineswegs die friedlichen Fabelwesen aus den Märchen, sondern raubgierige Killer von »der anderen Seite«. Bob Howard reist nach Ruralshire, um der Heimsuchung auf den Grund zu gehen. Er verfügt zwar über allerlei Akten zu diesem Thema, nicht zuletzt aussagekräftige Briefe von H. P. Lovecraft, aber diese helfen nicht weiter.

Richtig gefährlich wird es schließlich, als Bob einem der schrecklichen Einhörner gegenübersteht. Zwar stehen Bob allerlei magische und technische Hilfsmittel zur Verfügung, aber werden diese ausreichen, um den Fall zu lösen?

Leider gibt es nur ein einziges Buch über die Laundry in deutscher Sprache. Wer allerdings an dieser Art Urban Fantasy seinen Spaß hat, wird bei Charles Stross nicht enttäuscht.

Weitere Nominierungen:

Catherynne M. Valente: Six-Gun Snow White

(Subterranean Press; nicht auf Deutsch)

Andy Duncan & Ellen Klages: »Wakulla Springs«

(Oktober 2013 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Brad Torgersen: »The Chaplain’s Legacy«*

(Juli/August 2013 in ANALOG; nicht auf Deutsch)

Dan Wells: The Butcher of Khardov

(2013 bei Privateer Press; nicht auf Deutsch)

Novelette

Mary Robinette Kowal: »The Lady Astronaut of Mars«

(September 2013 auf TOR.COM und www.maryrobinettekowal.com; dt. »Die Marsianerin« auf tor-online.de)

Dr. Elma York ist die titelgebende »Marsianerin«. Sie war eine der Heldinnen der ersten Expedition zum Mars, und daher ist sie den meisten Leuten bekannt. Jetzt, dreißig Jahre später, lebt sie in der Marsstadt Landing, die an der Stelle errichtet wurde, wo die erste Expedition gelandet ist. Elma hält sich immer noch fit, in der Hoffnung, vielleicht doch noch einmal einen Raumflug unternehmen zu können. Eines Tages erhält sie einen Anruf von Sheldon Spender aus dem Bradbury Space Center, der sie in ein geheimes Projekt einweiht. Einige Zeit zuvor ist ein extrasolarer Planet entdeckt worden, der LS-5797 genannt wird. Spender bietet ihr an, wieder zu den Sternen zu fliegen und in einem kleinen Einpersonenschiff einen dreijährigen Erkundungsflug zu LS-5797 zu unternehmen. Elma gibt zu bedenken, dass sie inzwischen 63 Jahre alt ist. Doch Spender sagt, sie sei die einzige Hoffnung, denn wenn er nicht eine große PR-Kampagne mit ihrem berühmten Namen lostreten kann, dann wird er nicht die nötigen finanziellen Mittel zur Erforschung von LS-5797 von den Senatoren erhalten. Elma führt zahlreiche Gespräche mit ihrem Ehemann und Freunden, bevor sie sich entscheidet, ob sie den Flug unternimmt oder nicht.

Vordergründig geschieht nicht sehr viel in dieser Erzählung, doch der Leser stutzt spätestens an der Stelle, als erwähnt wird, dass eine Bekannte von Elma im Jahr 1952 mit einem Kolonieschiff zum Mars gelangt ist. Offensichtlich handelt es sich um einen alternativen Geschichtsverlauf, in dem die Raumfahrt viel früher entwickelt wurde. Auch werden einige Katastrophen auf der Erde erwähnt, die es in unserer Realität nicht gab. Und doch geht es in Kowals charmanter Geschichte gar nicht so sehr um Raumfahrt, die Erforschung des Weltraums oder Probleme der Planetenbesiedelung, sondern um die Wünsche und Sehnsüchte einer alternden Frau sowie um die Loyalität zwischen Freunden und die Bindungen der Familie.

Die Erzählung wurde bereits 2012 in der Original-Hörbuch-Anthologie Rip-Off erstveröffentlicht und erst ein Jahr später als Text im Internet auf der Homepage der Autorin und auf TOR.COM. Mary Robinette Kowal erhielt für »The Lady Astronaut of Mars« bereits ihren dritten Hugo (siehe 2011 und 2013).

Weitere Nominierungen:

Ted Chiang: »The Truth of Fact, the Truth of Feeling«

(Herbst 2013 in Schafer [Hrsg.]: Subterranean, Fall 2013, Subterranean; nicht auf Deutsch)

Aliette de Bodard: »The Waiting Stars«

(2013 in Andreadis/Holt [Hrsg.]: The Other Half of the Sky, Candlemark & Gleam; dt. »Verstreut entlang des Himmelsflusses« in Phase X 11, Atlantis)

Brad Torgersen: »The Exchange Officers«*

(Januar/Februar 2013 in ANALOG; nicht auf Deutsch)

No Award
Vox Day: »Opera Vita Aeterna«*

(2013 in Day: The Last Witchking, Marcher Lord Hinterlands; nicht auf Deutsch)

Short Story

John Chu: »The Water That Falls on You from Nowhere«

(Februar 2013 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Die Geschichte hat eine außergewöhnliche Grundidee: Sobald ein Mensch lügt, fällt Wasser auf ihn, das aus dem Nichts zu kommen scheint. Die Menge und Beschaffenheit des Wassers ist dabei abhängig von der Intensität der Lüge. Das Phänomen ist erst wenige Wochen vor dem Beginn der Handlung der Geschichte erstmals aufgetreten, und zwar überall auf der Welt zur gleichen Zeit. Offenbar ist nichts über die Ursache des Phänomens bekannt, aber die Menschen arrangieren sich mit der Tatsache, dass sie nass werden, sobald sie eine Lüge aussprechen. Diesen Umstand bemerken natürlich auch die jeweiligen Gesprächspartner, sodass es unmöglich wird, unbemerkt zu lügen. In schwierigen Situationen behilft man sich mit vorsichtigen Formulierungen und Umschreibungen.

Die Hauptfigur der Geschichte heißt Matt, lebt in den USA und entstammt einer chinesischen Einwandererfamilie. Er wohnt mit Gus zusammen, der ihm erklärt, dass er ihn liebt, ohne dabei vom Wasser aus dem Nichts getroffen zu werden. Die beiden Männer beabsichtigen zu heiraten, sodass für Matt der Zeitpunkt gekommen ist, sich vor seiner Familie zu outen und ihr seinen Partner vorzustellen. Doch das birgt einige Schwierigkeiten, denn Matts Eltern haben angeblich sehr traditionelle Ansichten und erwarten von ihm in absehbarer Zeit Enkelkinder. Matt bringt Gus zu einer Familienfeier mit und stellt ihn zunächst als Mitbewohner vor. Die Kommunikation ist schwierig, denn die Eltern sprechen kein Englisch und Gus kein Chinesisch. Matts Schwester verbietet ihm, den Eltern die Wahrheit zu sagen. Und ständig besteht die Gefahr, dass jemand vor aller Augen durchnässt wird …

Eigentlich geht es in der Geschichte kaum um das Wasserphänomen. In einer traditionellen Science-Fiction-Geschichte hätten die Protagonisten sicherlich angefangen, das Phänomen zu erforschen, und versucht, Ursachen zu finden oder Grenzen auszuloten. Chu hingegen erzählt eine Geschichte über Liebe, Schmerz, Hoffnungen und Erwartungen. Dabei handelt es sich nicht um eine reine Liebesgeschichte, sondern um eine elegante Erzählung über die Probleme des Coming out.

John Chu arbeitet in der Computerbranche und schreibt, übersetzt und podcastet nebenher. Sein Debüt war die Kurzgeschichte »Thirty Seconds from Now« (September/Oktober 2011 in BOSTON REVIEW). »The Water …« war erst seine dritte veröffentlichte Story. Ein gutes Dutzend Erzählungen erschien u. a. bei TOR.COM und in Magazinen wie ASIMOV’S, APEX, UNCANNY und LIGHTSPEED.

Weitere Nominierungen:

Sofia Samatar: »Selkie Stories Are for Losers«

(Januar 2013 in STRANGE HORIZONS; nicht auf Deutsch)

Rachel Swirsky: »If You Were a Dinosaur, My Love«

(März 2013 in APEX MAGAZINE; nicht auf Deutsch)

Thomas Olde Heuvelt: »The Ink Readers of Doi Saket«

(April 2013 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Related Work

Kameron Hurley: »We Have Always Fought: Challenging the Women, Cattle and Slaves Narrative«

(2013 online bei A DRIBBLE OF INK; dt. »Wir kämpfen seit jeher« in Riffel & Mamczak: Das Science Fiction Jahr 2015, Golkonda)

Bei Kameron Hurleys Text handelt es sich um einen relativ kurzen Artikel zum Thema Wahrnehmung von Frauen in den Medien. Sie schreibt darüber, wie Sprache unsere Wahrnehmung beeinflusst und geläufigen Formulierungen Frauen unsichtbar machen. Schon immer haben auch Frauen in Armeen gekämpft, aber wenn wir von Soldaten sprechen, denken wir immer nur an Männer. Hurley ist in ihrer Argumentation sehr überzeugend und ruft dazu auf, mehr über dieses Thema nachzudenken und nicht faul zu sein. Der Artikel erschien im Mai 2013 auf Aidan Mohers Blog A DRIBBLE OF INK und erhielt überdurchschnittlich viel Aufmerksamkeit. Der Text selbst hat, wenn man von der Erwähnung einer Tiptree-Story absieht, keinen direkten Bezug zur phantastischen Literatur wurde aber im Fandom heiß diskutiert.

Weitere Nominierungen:

Jeff VanderMeer & Jeremy Zerfoss: Wonderbook: The Illustrated Guide to Creating Imaginative Fiction

(2013 bei Abrams Image; nicht auf Deutsch)

Brandon Sanderson, Dan Wells, Mary Robinette Kowal, Howard Tayler, Jordan Sanderson: WRITING EXCUSES, Season 8

(Online auf www.writingexcuses.com; nicht auf Deutsch)

Sigrid Ellis & Michael Damian Thomas (Hrsg.): Queers Dig Time Lords: A Celebration of Doctor Who by the LGBTQ Fans Who Love It

(2013 bei Mad Norwegian Press; nicht auf Deutsch)

Justin Landon & Jared Shurin: Speculative Fiction 2012: The Best Online Reviews, Essays and Commentary

(2013 bei Jurassic London; nicht auf Deutsch)

Graphic Story

»Time«

(Randall Munroe; XKCD)

Randall Munroe (*1984) ist ein US-amerikanischer Cartoonist, Autor, Ingenieur und Wissenschaftspublizist, der seit September 2005 den Webcomic XKCD veröffentlicht, den er selbst als »ein Webcomic für Romantik, Sarkasmus, Mathematik und Sprache« bezeichnet. Die cartoonhaften Bilder sind sehr reduziert gezeichnet und bestehen aus einfachen Strichmännchen mit entsprechendem Text.

»Time« ist der 1190. Comicstrip von Munroe auf XKCD. Er nutzte dafür die neuen technischen Möglichkeiten des Webcomics, indem er die Bilder in festen zeitlichen Abständen änderte. Das erste Bild wurde um Mitternacht am 25. März 2013 veröffentlicht und bis zum 30. März 2013 alle 30 Minuten aktualisiert, danach erfolgte die Aktualisierung für die nächsten 118 Tage stündlich. Die Geschichte endete am 26. Juli mit Bild Nummer 3099. Die Geschichte spielt 11.000 Jahre in der Zukunft am Mittelmeer. Die beiden Hauptfiguren, ein Mann und eine Frau, sind unterwegs, um herauszufinden, weshalb der Meeresspiegel steigt. Am Ende der Geschichte kehren die beiden nach Hause zurück, um ihre Leute zu warnen und zu retten.

Munroe erlangte mit seinem außergewöhnlichen Projekt vor allem außerhalb der Science-Fiction-Szene große Popularität und wurde auch von Zeitschriften wie ROLLING STONE und WIRED interviewt. Seine Comicstrips sind zu finden unter xkcd.com.

Weitere Nominierungen:

SAGA, Volume 2

(Text Brian K. Vaughan, Zeichnungen Fiona Staples; Image Comics; dt. Saga Zwei, Cross Cult)

GIRL GENIUS, Volume 13: Agatha Heterodyne & The Sleeping City

(Text Phil und Kaja Foglio; Zeichnungen Phil Foglio; Farben Cheyenne Wright; Airship Entertainment)

»The Girl Who Loved Doctor Who«

(Text Paul Cornell, Zeichnungen Jimmy Broxton; Doctor Who Special 2013, IDW)

The Meathouse Man

(adaptiert von der gleichnamigen Erzählung von George R. R. Martin; Zeichnungen Raya Golden; Jet City Comics)

Dramatic Presentation, Long Form

Gravity

(Esperanto Filmoj, Heyday Films, Warner Bros.; Drehbuch Alfonso Cuarón & Jonás Cuarón, Regie Alfonso Cuarón; dt. Gravity)

Bei Gravity handelt es sich um einen Raumfahrt-Action-Thriller mit atemberaubenden visuellen Effekten und Sandra Bullock in der Hauptrolle. Die Biomedizinerin Dr. Ryan Stone ist in einem Space Shuttle zu ihrem ersten Einsatz im All unterwegs. Zu dritt führen die Astronauten Reparaturarbeiten außen am Shuttle durch, als sie erfahren, dass ein russischer Satellit zerstört wurde. Diese Trümmerteile haben wiederum andere Satelliten zerschlagen, wodurch sich das Trümmerfeld vergrößert und schließlich auch das Shuttle getroffen wird. Es beginnt ein atemberaubender Überlebenskampf, bei dem Dr. Stone sich zunächst auf die ISS rettet und später eine chinesische Raumstation erreicht. Doch wird sie es in der lebensfeindlichen Umgebung schaffen zu überleben?

Mehrere Elemente machen diesen Film zu einem außerordentlichen Erlebnis. Zum einen spielt die Handlung fast ausschließlich in der Schwerelosigkeit, und die beengten Verhältnisse in den Raumfahrzeugen übertragen eine klaustrophobische Stimmung auf den Zuschauer. Zum anderen kommt der Film ohne jegliche phantastische Elemente aus, sondern konzentriert sich auf die Mittel der Raumfahrt. Daher gab es im Nachhinein auch einige Diskussionen, ob es sich bei Gravity überhaupt um einen Science-Fiction-Film handelt, selbst Alfonso Cuarón, gleichzeitig Regisseur und Drehbuchautor, mochte sein Werk nicht als Science Fiction bezeichnen. Er erhielt übrigens einen Oscar für die beste Regie, darüber hinaus noch sechs weitere Oscars.

Weitere Nominierungen:

Frozen

(Walt Disney Studios; Drehbuch Jennifer Lee, Regie Chris Buck & Jennifer Lee; basiert lose auf dem Märchen »Die Schneekönigin« von Hans Christian Andersen; dt. Die Eiskönigin – Völlig unverfroren)

Pacific Rim

(Legendary Pictures, Warner Bros., Disney Double Dare You; Drehbuch Travis Beacham & Guillermo del Toro, Regie Guillermo del Toro; dt. Pacific Rim)

Iron Man 3

(Marvel Studios, DMG Entertainment, Paramount Pictures; Drehbuch Drew Pearce & Shane Black, Regie Shane Black; dt. Iron Man 3)

The Hunger Games: Catching Fire

(Color Force, Lionsgate; Drehbuch Simon Beaufoy & Michael Arndt, Regie Francis Lawrence; basiert auf dem gleichnamigen Roman von Suzanne Collins; dt. Die Tribute von Panem – Catching Fire)

Dramatic Presentation, Short Form

GAME OF THRONES: »The Rains of Castamere«

(HBO; Drehbuch David Benioff & D. B. Weiss, Regie David Nutter; dt. »Der Regen von Castamaer«)

»Der Regen von Castamaer« ist die neunte und damit vorletzte Folge der dritten Staffel der Serie GAME OF THRONES, mit der der dritte Roman der Serie DAS LIED VON EIS UND FEUER von George R. R. Martin verfilmt wurde. Die Folge ist der dramatische Höhepunkt der gesamten Staffel, deren komplexe Handlung an dieser Stelle nicht zusammengefasst werden kann und sollte. Jeder, der die Serie gesehen hat, wird mir zustimmen, dass diese Folge über die Hochzeit zwischen Roslin und Edmure lange in Erinnerung bleibt. Und wer die Serie nicht gesehen hat, sollte sie sich nicht entgehen lassen. Es lohnt sich!

Weitere Nominierungen:

DOCTOR WHO: »The Day of the Doctor«

(BBC; Drehbuch Steven Moffat, Regie Nick Hurran; dt. »Der Tag des Doktors«)

ORPHAN BLACK: »Variations under Domestication«

(Temple Street Productions, Space/BBC America; Drehbuch Will Pascoe, Regie John Fawcett; dt. »Unter Beobachtung«)

An Adventure in Space and Time

(BBC; Drehbuch Mark Gatiss, Regie Terry McDonough; dt. Ein Abenteuer in Raum und Zeit)

The Five(ish) Doctors Reboot

(BBC; Drehbuch und Regie Peter Davison; nicht auf Deutsch)

DOCTOR WHO: »The Name of the Doctor«

(BBC; Drehbuch Steven Moffat, Regie Saul Metzstein; dt. »Der Name des Doktors«)

Editor, Long Form

Ginjer Buchanan

Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

Ginjer Buchanan (*1944) war die Cheflektorin von Ace Books und Roc Books, den beiden SF- und Fantasyimprints der Penguin-Gruppe, bis sie im Frühjahr 2014 in den Ruhestand ging. Sie arbeitete seit 1984 für Ace und hatte bereits vier Nominierungen für den Hugo erhalten.

Ace Books existiert seit 1953 und war zur Anfangszeit neben Ballantine der wichtigste US-amerikanische Taschenbuchverlag für Science Fiction. Besonders die von Donald A. Wollheim herausgegebene, preisgünstige Reihe ACE DOUBLE war in den 60er-Jahren sehr erfolgreich. Die wichtigsten SF-Autoren bei Ace waren anfangs John Brunner, Samuel R. Delany, Philip K. Dick, Andre Norton und Gordon R. Dickson, später dann auch Thomas M. Disch, R. A. Lafferty, Ursula K. Le Guin, William Gibson, Robert Silverberg, Roger Zelazny, Joe Haldeman und Charles Stross.

Im Jahr 2013 brachte Ace über 80 Bücher und rund 40 E-Books heraus; die wichtigsten Autoren waren dabei Charles Stross (mit Neptune’s Brood), Charlaine Harris, Simon R. Green, Mike Resnick, Jack McDevitt, Robert J. Sawyer, Jack Campbell und Anne McCaffrey.

Weitere Nominierungen:

Liz Gorinsky | Sheila Gilbert | Toni Weisskopf | Lee Harris

Editor, Short Form

Ellen Datlow

Im Mai 2013 trat Ellen Datlow dem Herausgeberteam des Online-Portals TOR.COM bei und präsentierte dort Erzählungen von Autoren wie Neil Gaiman, Susan Palwick, Nancy Kress, Jeffrey Ford und Pat Cadigan. Außerdem war sie als Herausgeberin an der E-Book-Anthologie Some of the Best from Tor.com: 2013 Edition beteiligt, in der Geschichten zu finden sind, die zuvor bereits online erschienen waren.

Darüber hinaus stellte sie die Anthologie The Best Horror of the Year: Volume Five (Night Shade Books) zusammen, in der 28 Erzählungen zu finden sind.

Außerdem gab es noch drei weitere Anthologien von ihr: Hauntings (Tachyon Publications) mit 25 Erzählungen von Spitzenautoren aus drei Jahrzehnten, Queen Victoria’s Book of Spells: An Anthology of Gaslamp Fantasy (Tor Books, gemeinsam mit Terri Windling) mit 18 Originalbeiträgen und Telling Tales: The Clarion West 30th Anniversary Anthology (Hydra House) mit 16 Erzählungen, die im Clarion West Writers Workshop entstanden sind.

Weitere Nominierungen:

John Joseph Adams | Jonathan Strahan | Sheila Williams | Neil Clarke

Professional Artist

Julie Dillon

Die US-Amerikanerin Julie Dillon (*1982) ist seit ihrem Studienabschluss (2008) als Illustratorin und Grafikerin für Buch- und Magazincover sowie Spieleverpackungen tätig. Für ihre Arbeiten hat sie 2010 und 2011 den Chesley Award gewonnen. 2013 waren ihre Bilder unter anderem in dem Magazin CLARKESWORLD (Mai, August und Dezember 2013), in der Anthologie Nebula Awards Showcase 2013 (herausgegeben von Catherine Asaro) und auf TOR.COM zu sehen.

Weitere Nominierungen:

Daniel Dos Santos | John Picacio | John Harris | Fiona Staples | Galen Dara

Semiprozine

LIGHTSPEED MAGAZINE (John Joseph Adams, Rich Horton, Stefan Rudnicki)

LIGHTSPEED ist ein Online-Magazin für Science Fiction, das von Sean Wallace begründet wurde und das von John Joseph Adams herausgegeben wird. Adams ist seit 2012 auch Inhaber und hat LIGHTSPEED mit dem FANTASY MAGAZINE vereint, sodass seither auch Fantasy in LIGHTSPEED zu finden ist.

LIGHTSPEED erscheint seit Juni 2010 monatlich als E-Book, wobei einzelne Erzählungen und Artikel auch kostenfrei auf der Homepage zu finden sind. Bereits im ersten Jahr des Erscheinens wurden drei Erzählungen für Hugo oder Nebula Award nominiert, nämlich »I’m Alive, I Love You, I’ll See you in Reno« (Juni 2010) von Vylar Kaftan, »Amaryllis« (Juni 2010) von Carrie Vaughn und »Arvies« (August 2010) von Adam-Troy Castro.

Die zwölf Ausgaben des Jahres 2013 enthalten jeweils rund zehn Geschichten und mindestens ebenso viele Interviews. Zu den prominentesten Autoren gehören dabei Steven Gould, Jeffrey Ford, Kristine Kathryn Rusch, Cherie Priest, Tad Williams, Karen Lord, Carrie Vaughn, John Crowley, John Barnes, Karen Joy Fowler, Lisa Tuttle, Angélica Gorodischer, Linda Nagata, Robert Silverberg, Bruce Sterling, Maureen F. McHugh, Ken Liu, Ursula K. Le Guin, Alastair Reynolds, Nancy Kress, Marc Laidlaw, Kim Stanley Robinson, Gene Wolfe, Cory Doctorow, Neil Gaiman, Jack McDevitt, Ian McDonald und Maureen F. McHugh. Interviewt wurden unter anderem Jeffrey Ford, Steven Erikson, Lois McMaster Bujold, John Crowley, Philip Pullman, Angélica Gorodischer, Robert Silverberg, Bruce Sterling, Maureen F. McHugh, Robert J. Sawyer, Nalo Hopkinson, Ursula K. Le Guin, Patricia A. McKillip, Cory Doctorow und Gregory Benford.

Die Anthologie Lightspeed: Year One (2011), herausgeben von John Joseph Adams, enthält die Erzählungen des ersten Jahrgangs.

Weitere Nominierungen:

STRANGE HORIZONS (Niall Harrison, Brit Mandelo, An Owomoyela, Julia Rios, Sonya Taaffe, Abigail Nussbaum, Rebecca Cross, Anaea Lay, Shane Gavin)
APEX MAGAZINE (Lynne M. Thomas, Jason Sizemore, Michael Damian Thomas)
INTERZONE (Andy Cox)
BENEATH CEASELESS SKIES (Scott H. Andrews)

Fanzine

A DRIBBLE OF INK (Aidan Moher)

A DRIBBLE OF INK ist ein Internet-Blog, das der kanadische Fan Aidan Moher seit Mai 2007 betreibt. Die regelmäßigen, fast täglichen Posts enthalten Neuigkeiten, Rezensionen zu Büchern und Computerspielen sowie Interviews. Großes Augenmerk legt Moher auf Grafik und Titelbilder. Zu finden ist die Seite unter aidanmoher.com. Zuweilen schreiben auch andere Autoren Beiträge für das Blog, zum Beispiel Kameron Hurley, die 2014 den Hugo für das ›Best Related Work‹ erhalten hat.

Weitere Nominierungen:

THE BOOK SMUGGLERS (Ana Grilo & Thea James)
PORNOKITSCH (Anne C. Perry & Jared Shurin)
JOURNEY PLANET (James Bacon, Christopher J Garcia, Lynda E. Rucker, Pete Young, Colin Harris & Helen J. Montgomery)
ELITIST BOOK REVIEWS (Steven Diamond)

Fancast

SF SIGNAL PODCAST (Patrick Hester)

Nachdem SF SIGNAL PODCAST in den beiden vorangegangenen Jahren nominiert war und jeweils Platz 2 erreicht hat, nun also der Sieg als bester Podcast des Jahres. Bis Ende 2014 hatten die Herausgeber bereits insgesamt 224 Episoden produziert. Dafür hat sich Patrick Hester jeweils Gäste eingeladen und mit ihnen aktuelle Themen diskutiert, zum Beispiel das fünfzigjährige Jubiläum von DOCTOR WHO oder welche SF-Bücher sich zur Umsetzung als Fernsehserie eignen. In den 54 Ausgaben, die 2013 erschienen sind, gab es außerdem Mitschnitte von Diskussionen auf Conventions, aber auch Interviews mit Autoren wie Brandon Sanderson, Gail Carriger, A. Lee Martinez, David Brin, Mary Robinette Kowal, Seanan McGuire, APEX-Herausgeber Jason Sizemore oder Fanzine-Herausgeber Christopher J. Garcia. Sämtliche Folgen sind auf www.sfsignal.com verfügbar und können kostenlos angehört oder heruntergeladen werden.

Weitere Nominierungen:

THE COODE STREET PODCAST (Jonathan Strahan & Gary K. Wolfe)
GALACTIC SUBURBIA PODCAST (Alisa Krasnostein, Alexandra Pierce, Tansy Rayner Roberts [Presenters] & Andrew Finch [Producer])
TEA AND JEOPARDY (Emma Newman & Peter Newman)
THE SKIFFY AND FANTY SHOW (Shaun Duke, Jen Zink, Julia Rios, Paul Weimer, David Annandale, Mike Underwood, Stina Leicht)
VERITY! (Deborah Stanish, Erika Ensign, Katrina Griffiths, L. M. Myles, Lynne M. Thomas & Tansy Rayner Roberts)
THE WRITER AND THE CRITIC (Kirstyn McDermott & Ian Mond)

Fan Writer

Kameron Hurley

Kameron Hurley (*1980) hat bereits eine Reihe professioneller Publikationen vorzuweisen. So war sie bisher mit ihren Erzählungen und einigen ihrer sechs Romane für diverse Preise nominiert: dem Arthur C. Clarke Award, Nebula Award, Locus Award und BSFA Award. Den Hugo als ›Best Fan Writer‹ erhielt sie jedoch für ihre klugen und oft kämpferischen Artikel, die in ihrem eigenen Blog auf www.kameronhurley.com und in anderen Blogs erschienen sind. Für »We Have Always Fought: Challenging the Women, Cattle and Slaves Narrative« erhielt sie ebenfalls einen Hugo Award. 37 ihrer Texte wurden 2016 in dem Buch The Geek Feminist Revolution gesammelt, das ebenfalls für den Hugo nominiert wurde.

Weitere Nominierungen:

Abigail Nussbaum | Foz Meadows | Liz Bourke | Mark Oshiro

Fan Artist

Sarah Webb

Die US-Amerikanerin Sarah Webb (*1994) lebt in Alaska und malt seit ihrem vierzehnten Lebensjahr. Derzeit studiert sie am Maryland Institute College of Art. Einige ihrer Arbeiten erschienen in EXPOSÉ 11 und IMAGINEFX. Während des Worldcons Loncon 3 gab es eine Ausstellung ihrer Arbeiten, die man auch auf ihrer Homepage bonfireofstars.carbonmade.com bewundern kann.

Weitere Nominierungen:

Brad W. Foster | Mandie Manzano | Spring Schoenhuth | Steve Stiles

John W. Campbell Award

Sofia Samatar

Sofia Samatar (*1971) wurde in den USA geboren, während ihrer Kindheit war sie mit ihren Eltern jedoch in der ganzen Welt unterwegs. Ihr Vater stammt aus Somalia, ihre Mutter aus den USA. Später studierte sie an mehreren Universitäten in den USA unter anderem afrikanische und arabische Sprachen und Literatur und schrieb ihre Doktorarbeit über den sudanesischen Schriftsteller Tayeb Salih.

2012 erschienen ihre ersten Erzählungen, Gedichte und Rezensionen in CLARKESWORLD, STRANGE HORIZONS, APEX MAGAZINE, LIGHTSPEED und anderen Publikationen. Besonders erfolgreich war dabei die Erzählung »Selkie Stories Are for Losers« (7. Januar 2013 in STRANGE HORIZONS), die bei den Hugos 2014 in der Kategorie ›Best Short Story‹ den zweiten Platz belegte. Außerdem war die Geschichte für den Nebula Award, den World Fantasy Award und den British SF Association Award nominiert.

2013 erschien ihr erster Roman A Stranger in Olondria (bei Small Beer Press), mit dem sie auf Anhieb den World Fantasy Award und den British Fantasy Award gewann. Darüber hinaus war der Roman für den Nebula Award nominiert und belegte beim Locus Award in der Kategorie ›First Novel‹ den dritten Platz.

Weitere Nominierungen:

Max Gladstone | Wesley Chu | Ramez Naam | Benjanun Sriduangkaew

 

 

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Hardy Kettlitz hat in seinem Buch „Hugo Awards 2001-2017” (erschienen 2018 bei Golkonda) die Gewinner des berühmten Hugo Awards – einem der wichtigsten Science-Fiction-Preise der Welt – zusammengetragen und erklärt, warum die Preisträger zu Gewinnern wurden. Genau diesen Überblick über die Geschichte der Science Fiction möchten wir mit euch teilen. 

 

© 2018 by Hardy Kettlitz

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