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Fünf Fantasy-Bücher, die das Römische Reich zum Vorbild nehmen


Das Römische Reich diente schon oft als Vorlage für Imperien im Weltraum. Denken wir nur an Star Wars oder an Isaac Asimovs Foundation-Zyklus. Doch auch Fantasy-Autoren greifen bei ihren Weltenentwürfen gern auf römische Vorbilder zurück.

Und wer kann es ihnen verdenken? Die römische Geschichte bietet schließlich viel Stoff für Romane. Freiheit und Unterdrückung von Völkern, Sklaverei, Zivilisation und kulturelle Hegemonie, Frauenrechte, sozialer Aufstieg, Willkürherrschaft – die Liste ließe sich noch lange fortsetzen. Schauen wir lieber auf fünf Umsetzungen in der Fantasy-Literatur.

Nevernight von Jay Kristoff

Das Ende der römischen Republik kam nicht über Nacht. Und es war auch nicht ausgemacht, dass sie von der Herrschaft eines Imperators abgelöst werden würde. Für seine Nevernight-Trilogie nimmt sich Jay Kristoff die Endzeit der Republik zum Vorbild. Sein Triumvirat besteht nicht aus Julius Caesar, Marcus Crassus und Pompejus, sondern aus Julius Scaeva, Francesco Duomo und Marcus Remus. Doch wie ihre antiken Vorbilder teilen sich die drei die Herrschaft über die Republik Itreya auf und intrigieren dabei gegeneinander.

Die Abneigung der Römer gegen Könige bietet die Vorlage für den Sturz und Ermordung von Mia Corveres Vater, dem unterstellt wird, er habe wieder einen König auf den Thon bringen wollen. Julius Scaeva, der schlaueste der Mächtigen, geht später daher den Weg, sich zunächst zum alleinigen Konsul ernennen zu lassen, ähnlich wie Caesar, der zunächst Diktator und nicht König wurde. Kristoff mischt die römischen Vorbilder allerdings noch mit Elementen der venezianischen Geschichte, bringt den Assassinen-Orden hinein sowie eine eigene Götterwelt und natürlich Magie.

Die Brücke der Gezeiten von David Hair

Viele römische Feldherren wären gern dem Vorbild Alexander des Großen gefolgt und hätten Indien erobert. Daran orientiert sich David Hair für seine Reihe Die Brücke der Gezeiten. Darin geht es um einen Konflikt zwischen zwei Kontinenten. Der eine von ihnen wird bereits von einem Imperium beherrscht, das nun auch den zweiten Kontinent beherrschen will.

Das Imperium gründet sich auf einem Reich, welches Hair eng an das Römische Reich angelehnt hat. Er geht sogar so weit, Zitate von Augustus einzustreuen. Das neuere Imperium steht unter dem Einfluss der Kirche und entspricht einer Mischung aus dem Heiligen Römischen Reich und Byzanz. Den Eroberungsfeldzug auf den zweiten Kontinent deklarieren die Herrscher als Kreuzzug – eine Form des Konflikts, die sich nicht an den Römern orientiert. Doch auf diesem zweiten Erdteil lockt die Eroberung eines Landes wie Indien, dem alten Feldherrentraum.

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Die Brücke der Gezeiten 1
Die Brücke der Gezeiten 1

Heldenzorn von Jonas Wolf

Die Römer haben zahlreiche Völker und Stämme unterworfen. Die Besiegten wurden versklavt oder mussten sich der römischen Lebensweise anpassen. Gegen die Unterdrückung kam es immer wieder zu Aufständen und Revolten. Die berühmteste der Sklaven ist die mit Spartacus, was wohl auch am Film mit dem kürzlich verstorbenen Kirk Douglas liegt.

Die beiden Autoren hinter dem Pseudonym Jonas Wolf haben dem rebellischen Gladiator ein eigenes Denkmal gesetzt. Heldenzorn ist eine Hommage an Spartacus. Im Buch heißt er Teriasch und ist Teil eines Nomadenvolks. Seinen Kampf um die Freiheit führt er gegen das Dominum, einen etwas müden Abklatsch des Römischen Reiches.

Der Bund der Illusionisten von Glenda Larke

Deutlich tiefgehender widmet sich die feministische Fantasy-Autorin Glenda Larke der Frage, wie Imperien Kulturen integrieren, aber auch unterdrücken. Hauptfigur der Trilogie Der Bund der Illusionisten ist Ligea, eine Top-Spionin des Imperiums Tyr. Sie schätzt die kulturellen Errungenschaften wie Bibliotheken, öffentliche Bäder und die Rechtskultur. Die Bücher drehen sich aber mehr um die Schattenseiten: die Sklaverei und die Unterdrückung anderer Völker.

Mit diesen Themen wird Ligea konfrontiert, als sie in ihr Heimatland geschickt wird. Sie muss sich mit ihrer Identität auseinandersetzen, zudem auch die magischen Fähigkeiten der titelgebenden Illusionisten gehört. Schließlich wendet sie sich gegen das Imperium, ermuntert Völker zum Aufstand und bekämpft die Legionen, die noch der Vater ihres Sohnes befehligt.  

Elias & Leia von Saaba Tahir

Die Schrecken der Sklaverei thematisiert auch Saaba Tahir. In Elias & Leia lässt sie, ähnlich wie David Hair, zwei Welten aufeinander treffen. Auf der einen Seite ist es ein Imperium, das ans Römische Reich angelehnt ist. Auf der anderen Seite handelt es sich um eine orientalische Welt.

Die beiden Titelhelden stammen aus je einer dieser Traditionen. Elias ist ein angehender Elitesoldat, mit dem die Auguren Großes vorhaben. Leia auf der anderen Seite stammt aus einem versklavten Volk und leistet dem Imperium Widerstand.

Heldenzorn
Der Bund der Illusionisten
Elias & Leia

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