Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

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KOLUMNE

Die Hugo Awards 2012: Das waren die Gewinner


Die Buchreihe „Die Hugo Awards 2001–2017” gibt einen Überblick über die wichtigsten Gewinner der berühmten Hugo Awards. Welche Preisträger gab es 2012?  

Die Verleihung der HUGO-Awards fand 2012 auf der Chicon 7 in Chicago statt.

Toastmaster: John Scalzi

Novel

Jo Walton: Among Others

(2011 bei Tor; dt. In einer anderen Welt, Golkonda und Blanvalet 6068)

Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

Der Roman besteht aus den Tagebucheintragungen der 15-jährigen Morwenna und spielt in den Jahren 1979 und 1980. Das Mädchen hat es nicht leicht, denn es hält seine Mutter für eine Hexe, die sich der finsteren Magie verschrieben hat und die von Morwenna für den Tod ihrer Zwillingsschwester verantwortlich gemacht wird. Die Schwester starb bei einem Unfall, bei dem auch Morwenna verletzt wurde, weshalb sie nun gehbehindert ist und nicht an den sportlichen Betätigungen der gleichaltrigen Mädchen teilnehmen kann. Ihr Vater, den sie vorher nie gekannt hatte, schickt sie auf ein Mädcheninternat, in dem sich Morwenna wie eine Fremde fühlt. Sie trauert ihrer walisischen Heimat nach und findet Trost in Hunderten von Büchern, die sie mit einer unglaublichen Geschwindigkeit verschlingt, vor allem Science-Fiction- und Fantasyromane. In ihrem Tagebuch finden die Bücher jeweils Erwähnung, und Morwenna teilt ihre Meinung über Autoren wie Heinlein, Tolkien, Vonnegut, Zelazny, Poul Anderson, Tiptree oder Delany mit.

Darüber hinaus ist Morwenna davon überzeugt, dass sie magische Kräfte besitzt. Dabei ist das von Jo Walton erdachte Magiekonzept ganz anders, als man es aus der Fantasyliteratur kennt. Das Mädchen kann nicht irgendwelche Gegenstände herbeizaubern, sondern glaubt lediglich, Wahrscheinlichkeiten beeinflussen zu können. So treten nur Dinge ein, die im Bereich des Möglichen liegen und die Morwenna sich wünscht. Zum Beispiel überlegt sie, dass es großartig wäre, wenn es eine Gruppe von Menschen gäbe, die sich regelmäßig treffen, um über interessante Bücher zu reden. Und tatsächlich entdeckt sie kurz darauf tatsächlich einen Science-Fiction-Club, dem sie mit Begeisterung beitritt.

Auch wenn Morwenna fest davon überzeugt ist, magische Kräfte zu besitzen, lassen sich alle Geschehnisse des Romans auch ohne Magie erklären, was einen besonderen Reiz der Handlung ausmacht.

Jo Walton hat einen außergewöhnlichen Entwicklungsroman verfasst, der von der Kritik sehr gelobt wurde, unter anderem von Ursula K. Le Guin in einer Rezension in THE GUARDIAN. Elizabeth Hand schrieb in der WASHINGTON POST: »Mehr als alles andere ist Among Others ein Liebesbrief an die phantastische Literatur und an das SF-Fandom.«

Auf der Homepage des Golkonda Verlags findet sich übrigens eine Liste aller von Morwenna erwähnten Autoren und Romane.

Neben dem Hugo Award erhielt Jo Walton für ihren Roman auch den Nebula Award, den British Fantasy Award und den Kurd Laßwitz Preis als ›bestes ausländisches SF-Werk‹, erreichte beim Locus Award Platz 2 und wurde für den World Fantasy Award und einige weitere Preise nominiert.

Weitere Nominierungen:

China Miéville: Embassytown

(2011 bei Macmillan/Del Rey; dt. Stadt der Fremden, B 20679)

James S. A. Corey: Leviathan Wakes

(2011 bei Orbit; dt. Leviathan erwacht, H 52931)

Mira Grant: Deadline

(2011 bei Orbit; dt. Deadline – Tödliche Wahrheit, Egmont LYX)

George R. R. Martin: A Dance With Dragons

(2011 bei Bantam Spectra; dt. in zwei Bänden: Der Sohn des Greifen, Penhaligon Fantasy 3104, und Ein Tanz mit Drachen, Penhaligon Fantasy 3102; in einem Band: Drachenreigen, FanPro, Ein grimmiger Feind, ein treuer Freund, Penhaligon)

Novella

Kij Johnson: »The Man Who Bridged the Mist«

(Oktober/November 2011 in ASIMOV’S; dt. »Die Brücke über den Nebel« in Johnson: Pinselstriche auf glattem Reispapier, Golkonda und auf TOR-ONLINE.DE)

Das riesige Kaiserreich wird durch einen großen Nebelfluss geteilt. Die Hauptfigur der Erzählung ist Kit Meinem aus Atyar, dem die Aufgabe übertragen wurde, eine Brücke über den Nebel zu bauen. Und so reist er an, um Teniant Planer als leitenden Ingenieur des Brückenbaus abzulösen. Die genaue Beschaffenheit oder Ursache des Nebels wird nicht erklärt – und auch nicht von den handelnden Figuren hinterfragt –, allerdings lässt sich der Nebel mit Booten überqueren, wenn auch nicht zu jeder Zeit. Eine besondere Gefahr stellen im Nebel lauernde Lebewesen dar, eine Art Monsterfische, die nur »die Großen« genannt werden.

Im Laufe der Geschichte erfährt der Leser viele Details aus Kits Vergangenheit und über die Schwierigkeiten, eine Hängebrücke zu bauen, die den Fluss in einer Breite von einer Viertelmeile überspannt. Denn Pfeiler können nicht errichtet werden, weil die ätzenden Eigenschaften des Nebels das Holz zersetzen würden.

Der Ingenieur Kit und die Fährfrau Rasali verlieben sich ineinander, was Kit in einen Gewissenskonflikt stürzt, da er durch seine Arbeit an der Brücke den Fährleuten ihre Lebensgrundlage raubt.

Die Erzählung ist auf interessante Weise ein Grenzgänger zwischen den Genres; so gibt es in der Handlung und dem Lebensumfeld der Figuren sowohl Science-Fiction- als auch Fantasy-Elemente. Vor allem die Hauptfigur Kit ist ungewöhnlich: Einerseits ist er ein analytisch denkender und gut ausgebildeter Architekt, der viele technische und gesellschaftliche Hindernisse überwindet, andererseits nimmt er die ungewöhnlichen Gegebenheiten des Nebelflusses – wie die Nebelmonster oder die ätzenden Eigenschaften des Nebels – einfach so hin, ohne sich zu fragen, welche Auswirkungen sie eventuell auf seine Brückenkonstruktion haben könnten.

Die US-Amerikanerin Kij Johnson (*1961) stammt aus einer Verlegerfamilie und debütierte 1988 mit ihren ersten Erzählungen. Sie hat als Lektorin für Tor Books und TSR gearbeitet und lehrte am Center for the Study of Science Fiction. Sie hat neben über vierzig Erzählungen auch drei Romane veröffentlicht, von denen einer ins Deutsche übersetzt wurde: The Fox Woman (2000 bei Tor; dt. Die Fuchsfrau bzw. Das Geheimnis der Fuchsfrau). Neben dem Hugo-Gewinner »The Man Who Bridged the Mist« wurden vier weitere Erzählungen für den Hugo nominiert. Darüber hinaus hat sie bereits den World Fantasy Award, dreimal den Nebula Award und den Theodore Sturgeon Memorial Award gewonnen. Seit 1997 ist sie Jurymitglied beim Theodore Sturgeon Memorial Award. Eine Auswahl ihrer besten Erzählungen ist in der deutschen Originalzusammenstellung Pinselstriche auf glattem Reispapier (2014 bei Golkonda) zu finden.

Weitere Nominierungen:

Mary Robinette Kowal: »Kiss Me Twice«

(Juni 2011 in ASIMOV’S; nicht auf Deutsch)

Catherynne M. Valente: Silently and Very Fast

(2011 bei WSFA; nicht auf Deutsch)

Ken Liu: »The Man Who Ended History: A Documentary«

(2011 in Ciriello [Hrsg.]: Panverse 3, Panverse Publishing; nicht auf Deutsch)

Mira Grant: Countdown

(2011 bei Orbit; nicht auf Deutsch)

Carolyn Ives Gilman: »The Ice Owl«

(Dezember 2011 in F&SF; nicht auf Deutsch)

Novelette

Charlie Jane Anders: »Six Months, Three Days«

(8. Juni 2011 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Judy verfügt über eine Gabe: Sie kann mehrere mögliche Zukünfte voraussehen und bemüht sich, durch ihre Entscheidungen die möglichst beste Zukunft auszuwählen. Sie weiß, dass diese Gabe selten ist, bis sie eines Tages von Doug erfährt, den sie am Anfang der Geschichte kennenlernt. Doug kann im Unterschied zu Judy nicht unterschiedliche Zukünfte sehen, sondern nur die eine, die auch eintreffen wird. Beide wissen bereits bei ihrem ersten Treffen, dass sie ein Liebespaar werden, dass ihre Beziehung sechs Monate und drei Tage andauern und unerfreulich enden wird. Obwohl sie sich dessen bewusst sind, lassen sie sich auf die Beziehung ein und genießen sie für die kurze Zeit. Allerdings ist Judy verwirrt, denn seit sie mit Doug zusammen ist, wird ihre Zukunftswahrnehmung eingeschränkt und sie kann nur das voraussehen, was auch Doug sieht. Sie vertraut sich ihrer Freundin Marva an, die von Judys Fähigkeit weiß, ihr aber auch nicht helfen kann.

Die Liebesgeschichte endet nach der Zeit, die beide vorhergesehen haben, aber dennoch hat die Autorin eine interessante Wendung gefunden, die einige Geschehnisse infrage stellen.

Amüsant sind manche Details, die der Leser im Laufe der Handlung erfährt, zum Beispiel, dass Lady Gaga im Jahr 2027 den Friedensnobelpreis erhalten wird. Wir erfahren von Dougs früheren Beziehungen zu anderen Frauen und auch Judys Antwort auf die Frage, warum sie nicht reich und berühmt sei, wenn sie ihre Zukunft beeinflussen kann.

Charlie Jane Anders ist eine US-amerikanische Autorin und Herausgeberin des OTHER MAGAZINE, des »magazine of pop culture and politics for the new outcasts«. 2005 erhielt sie, die sich selbst als Transfrau bezeichnet, den Lambda Literary Award in der Transgender-Kategorie für den Roman Choir Boy. Seit 1999 sind über dreißig Erzählungen von ihr in STRANGE HORIZONS, auf TOR.COM und in anderen Magazinen und Anthologien erschienen. Sie schreibt aber auch außerhalb der SF, unter anderem für MCSWEENEY’S, THE WALL STREET JOURNAL, PUBLISHERS WEEKLY und SAN FRANCISCO CHRONICLE. Derzeit ist sie sehr intensiv für das einflussreiche Blog IO9.COM tätig. »Six Months, Three Days« ist ihr erster Hugo-Gewinner, die Erzählung wurde aber ebenfalls für Nebula und Theodore Sturgeon Award nominiert. Ihr erster Roman All the Birds in the Sky (2016 bei Tor; dt. Alle Vögel unter dem Himmel) wurde 2017 für den Hugo nominiert und gewann den Locus Award.

Weitere Nominierungen:

Brad R. Torgersen: »Ray of Light«

(Dezember 2011 in ANALOG; nicht auf Deutsch)

Paul Cornell: »The Copenhagen Interpretation«

(Juli 2011 in ASIMOV’S; nicht auf Deutsch)

Geoff Ryman: »What We Found«

(September/Oktober 2011 in F&SF; nicht auf Deutsch)

Rachel Swirsky: »Fields of Gold«

(2011 in Strahan [Hrsg.]: Eclipse Four, Night Shade Books; nicht auf Deutsch)

Short Story

Ken Liu: »The Paper Menagerie«

(März/April 2011 in F&SF; nicht auf Deutsch)

Jacks Vater hatte seine chinesische Frau im Jahr 1973 über einen Katalog kennengelernt und sich sofort in sie verliebt. Er holte sie von Hongkong in die USA, und ein Jahr später wurde Jack geboren. Die Mutter bastelt aus Geschenkpapier Origami-Tiere für Jack, der damit begeistert spielt – sie sind für ihn lebendig. Als Jack zehn ist, zieht die Familie in einen anderen Ort. Die konservativen Nachbarn haben Vorurteile gegen Jack und seine Mutter. Mark, der Nachbarsjunge, bringt sein STAR WARS-Spielzeug mit und macht sich über Jacks Papiertiere lustig, meint, das sei nur Abfall und kein richtiges Spielzeug. Auch hat es Jack nicht leicht in der Schule, woraufhin er beginnt, seine chinesischen Abstammung zu hassen. Er will »richtiges« Spielzeug und verlangt von seiner Mutter, dass sie Englisch mit ihm spricht. Schon bald darauf redet er kaum noch mit seiner Mutter.

Jahre später, als Jack bereits die Universität besucht, erkrankt seine Mutter an Krebs. Auf dem Totenbett bittet sie ihn darum, zum Qingming-Fest, dem chinesischen Fest der Toten, die Papiertiere hervorzuholen und an sie zu denken. Nachdem sie gestorben ist, muss Jacks Vater das große Haus verkaufen. Beim Auszug findet Jacks Freundin Susan die Origami-Tiere und sagt, dass die Mutter eine große Künstlerin gewesen sein muss. Sie nehmen die Papierspielzeuge mit nach Hause.

Eines Tages, als Jack allein zu Hause ist, erwachen die alten Spielzeuge wieder zum Leben. Er findet heraus, dass es der Tag des Qingming-Festes ist. Als er eines der Tiere entfaltet, findet er einen Brief, den eine chinesische Touristin zu entziffern hilft. In dem Brief schreibt die Mutter darüber, wie hart ihr Leben in China war, wie sehr sie sich gefreut hat, in die USA zu kommen, und wie glücklich sie über Jacks Geburt war. Es hat ihr das Herz zerrissen, dass er irgendwann nicht mehr mit ihr gesprochen hat.

Man könnte an der Erzählung kritisieren, dass das phantastische Element vollkommen unwichtig ist oder vielleicht sogar nur von der Hauptfigur eingebildet. Doch das ist vollkommen unwichtig, denn die Magie der Geschichte liegt nicht in den Origami-Tieren, sondern in der emotionalen Tiefe der Erzählung. Der Autor thematisiert, wie fremd und einsam man sich in einem anderen Land fühlen kann, vor allem wenn sich das eigene Kind, das sich für eine andere Kultur entschieden hat, von einem abwendet.

»The Paper Menagerie« ist der erste Text überhaupt, der alle drei großen Preise für phantastische Literatur gewonnen hat, nämlich den Hugo, den Nebula Award und den World Fantasy Award. Hinzu kommt noch der japanische Seiun Award.

Ken Liu (*1976) wurde in China geboren und emigrierte mit seinen Eltern in die USA, als er elf Jahre alt war. Er besuchte das Harvard College und wurde Patentanwalt. Er debütierte mit der Erzählung »Carthaginian Rose« (2002 in Orson Scott Card & Keith Olexa [Hrsg.]: Empire of Dreams and Miracles, Phobos Books). Seither sind über 100 Erzählungen von ihm in F&SF, ASIMOV’S, ANALOG, LIGHTSPEED, CLARKESWORLD und zahlreichen Anthologien erschienen. 2015 erschien sein erster Roman The Grace of Kings (Saga Press; dt. Die Schwerter von Dara). Liu ist darüber hinaus auch als Übersetzer für chinesische Literatur tätig.

Weitere Nominierungen:

E. Lily Yu: »The Cartographer Wasps and the Anarchist Bees«

(April 2011 in CLARKESWORLD; nicht auf Deutsch)

Mike Resnick: »The Homecoming«

(April/Mai 2011 in ASIMOV’S; nicht auf Deutsch)

Nancy Fulda: »Movement«

(März 2011 in ASIMOV’S; nicht auf Deutsch)

John Scalzi: »Shadow War of the Night Dragons: Book One: The Dead City: Prologue«

(1. April 2011 auf TOR.COM; nicht auf Deutsch)

Related Work

John Clute, David Langford, Peter Nicholls, and Graham Sleight (Hrsg.): The Encyclopedia of Science Fiction, Third Edition

(seit 2011 auf www.sf-encyclopedia.com; nicht auf Deutsch)

John Clute und Peter Nicholls hatten 1993 die über 1300 Seiten starke, maßgebliche Encyclopedia of Science Fiction herausgegeben und dafür prompt einen Hugo Award erhalten (siehe 1994). Eine um 65.000 Wörter sowie Bildmaterial erweiterte Fassung erschien 1995 als CD-ROM.

Um ein solch umfangreiches Werk aktuell zu halten, bedarf es jedoch zahlreicher Mitarbeiter und vor allem eines Mediums, das Aktualisierungen problemlos ermöglicht. So lag es nahe, die Encyclopedia ins Internet zu bringen. Doch zunächst war unklar, in welcher Form das geschehen könnte. Schließlich fanden die Herausgeber einen finanzkräftigen Partner in dem britischen Verlag Gollancz und dessen E-Book-Label SF Gateway, bei dem Tausende von SF-Klassikern in elektronischer Form verfügbar sind. Unter der Adresse www.sf-encyclopedia.com startete schließlich im Jahr 2011 die dritte Edition der Encyclopedia, die zu diesem Zeitpunkt 12.230 Einträge umfasste. Bis zum Update im Februar 2018 wuchs der Umfang auf 17.363 Einträge (rund 5,5 Millionen Wörter). Zum Vergleich: Die gedruckte, zweite Edition von 1993 umfasste 6571 Einträge.

Weitere Nominierungen:

Jeff VanderMeer & S. J. Chambers: The Steampunk Bible: An Illustrated Guide to the World of Imaginary Airships, Corsets and Goggles, Mad Scientists, and Strange Literature

(2011 bei Abrams Image; nicht auf Deutsch)

Seanan McGuire: Wicked Girls

(CD; nicht auf Deutsch)

Brandon Sanderson, Dan Wells, Howard Tayler, Mary Robinette Kowal & Jordan Sanderson: Writing Excuses, Season 6

(2011 bei Podcast-Series; nicht auf Deutsch)

Daniel M. Kimmel: Jar Jar Binks Must Die … and other Observations about Science Fiction Movies

(2011 bei Fantastic Books; nicht auf Deutsch)

Graphic Story

Digger

(von Ursula Vernon; Sofawolf Press)

Digger ist ein Webcomic, der von Ursula Vernon sowohl getextet als auch gezeichnet wird. Die Hauptfigur heißt Digger und ist ein junges, dickköpfiges Wombat-Mädchen, das sich in unterirdischen Tunneln verirrt hat und auf allerlei magische Wesen trifft, mit denen es aber eigentlich nichts zu tun haben möchte. Weitere handelnde Figuren sind die Hyäne Ed, die kleine übernatürliche Kreatur Shadowchild, eine lebende Statue des Hindu-Gottes Ganesh und viele andere phantasievolle Gestalten.

Die Serie wurde im Internet vom März 2003 bis zum März 2011 unter der Adresse diggercomic.com veröffentlicht. Bereits 2005 und 2006 erhielt Vernon den Web Cartoonists’ Choice Award für ›Outstanding Black and White Art‹ und 2006 für ›Outstanding Anthropomorphic Comic‹. Den Hugo erhielt Vernon nach Abschluss der Serie.

Die Comics sind von 2005 bis 2011 auch in sechs Alben veröffentlicht worden. Ursula Vernon (*1977) wurde ab 2008 darüber hinaus mit knapp einem Dutzend Kinderbüchern der Reihe DRAGONBREATH bekannt, die sie schrieb und selbst illustrierte.

Weitere Nominierungen:

FABLES Vol 15: Rose Red

(von Bill Willingham & Mark Buckingham; Vertigo; dt. Fables: Rose Red, Panini)

LOCKE & KEY Volume 4: Keys To The Kingdom

(Text Joe Hill, Zeichnungen Gabriel Rodriguez; IDW; dt. Locke & Key: Die Schlüssel zum Königreich, Panini)

SCHLOCK MERCENARY: Force Multiplication

(Text und Zeichnungen Howard Tayler, Farben Travis Walton; The Tayler Corporation)

THE UNWRITTEN (Volume 4): Leviathan

(Text Mike Carey, Zeichnungen Peter Gross; Vertigo; dt. The Unwritten – Oder das wirkliche Leben: Leviathan, Panini)

Dramatic Presentation, Long Form

GAME OF THRONES (Season 1)

(HBO; kreiert von David Benioff & D. B. Weiss; Drehbuch David Benioff, D. B. Weiss, Bryan Cogman, Jane Espenson und George R. R. Martin; Regie Brian Kirk, Daniel Minahan, Tim van Patten und Alan Taylor; dt. Game of Thrones)

Das erzählerische Werk von George R. R. Martin gehört zweifellos zum Großartigsten, was die US-amerikanische phantastische Literatur in den letzten Jahrzehnten hervorgebracht hat. Dabei hat sich Martin selten um Genregrenzen geschert. Als schließlich 1996 der Fantasy-Roman A Game of Thrones (dt. Die Herren von Winterfell und Das Erbe von Winterfell bzw. Eisenthron) erschien, ahnte niemand, welchen Erfolg Martin damit haben würde. Doch im Laufe der Jahre entwickelte sich der Zyklus Das Lied von Eis und Feuer zu einem Bestseller, der auch von Lesern verschlungen wurde, die sonst Fantasy kaum eines Blickes würdigen. In den Jahren 1998, 2000, 2005 und 2011 erschienen vier weitere Bände der Saga um die sieben Königreiche von Westeros.

Wegen des Erfolgs der Romane war eine Verfilmung naheliegend. Doch die Handlung ist viel zu komplex, um sie in einem Spielfilm präsentieren zu können, ohne in umfangreichem Maße Inhalte kürzen zu müssen. So hat sich der US-amerikanische Fernsehprogrammanbieter HBO entschlossen, die Geschichte als Fernsehserie umzusetzen. Mit Serien wie SIX FEET UNDER oder TRUE BLOOD hatte HBO bereits bewiesen, dass der Sender in der Lage war, hochqualitative Fernsehsendungen zu produzieren, doch mit GAME OF THRONES stellte man sogar so manche Kinoproduktion in den Schatten. Und so wurde die Serie nicht nur ein äußerst sehenswertes Fantasy-Spektakel, sondern auch die erfolgreichste Serie, die HBO je produziert hat. Zuweilen wird sogar behauptet, dass GAME OF THRONES die erfolgreichste Fernsehserie weltweit sei.

Dass die erste Staffel der Serie in der Kategorie ›Dramatic Presentation, Long Form‹ nominiert war, ist nur folgerichtig, denn die aus zehn Folgen bestehende Staffel erzählt den Inhalt des ersten Romans der Buchserie.

Weitere Nominierungen:

Hugo

(Paramount; Drehbuch John Logan; Regie Martin Scorsese; dt. Hugo Cabret)

Captain America: The First Avenger

(Marvel; Drehbuch Christopher Markus & Stephan McFeely; Regie Joe Johnston; dt. Captain America – The First Avenger)

Harry Potter and the Deathly Hallows, Part 2

(Warner; Drehbuch Steve Kloves; Regie David Yates; basiert auf dem gleichnamigen Roman von J. K. Rowling; dt. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes – Teil 2)

Source Code

(Vendome Pictures; Drehbuch Ben Ripley; Regie Duncan Jones; dt. Source Code)

Dramatic Presentation, Short Form

DOCTOR WHO: »The Doctor’s Wife«

(BBC; Drehbuch Neil Gaiman; Regie Richard Clark; dt. »Die Frau des Doktors«)

Bereits zum sechsten Mal konnte sich die Serie DOCTOR WHO bei der Hugo-Wahl in der Gunst der Fans behaupten. Dass von den immerhin drei nominierten Folgen ausgerechnet »Die Frau des Doktors« gewonnen hat, liegt zweifellos am Drehbuch des Publikumslieblings Neil Gaiman. Es handelt sich um die vierte Folge der sechsten Staffel, in der der Doktor durch einen Hyperkubus eine Nachricht erhält, die darauf schließen lässt, dass es noch weitere lebende Timelords gibt. Gemeinsam mit Amy und Rory verlässt er das Universum und reist in ein »Nebenuniversum«, wo sie auf einem Planetoid landen. Dort treffen sie auf drei Humanoide und einen Ood, und schnell wird klar, dass es sich bei dem Notruf um eine Falle handelt. Der Planetoiden ist nämlich eine riesige, unheimliche Lebensform, die sich ›Das Haus‹ nennt und die bereits Hunderte von Timelords und deren TARDISse getötet und gefressen hat. Zu diesem Zweck löst ›Das Haus‹ die TARDIS-Matrix aus der Notrufzelle unseres Doktors und überträgt sie wie eine Art Seele in den Körper einer Frau.

Erstmals in der Geschichte der Serie hat die TARDIS einen menschlichen Körper, wodurch der Doktor die Gelegenheit erhält, mit ihr zu reden, und das trotz der drohenden Gefahr. Mit der titelgebenden »Frau des Doktors« ist also nicht eine plötzlich auftauchende Ehefrau gemeint, sondern die TARDIS, mit der er ja durchaus in einer Art Partnerschaft lebt.

Die Handlung dieser Folge ist reichlich surreal, wie man es von Neil Gaiman kaum anders erwartet.

Weitere Nominierungen:

DOCTOR WHO: »The Girl Who Waited«

(BBC; Drehbuch Tom MacRae; Regie Nick Hurran; dt. »Warten in der Ewigkeit«)

DOCTOR WHO: »A Good Man Goes to War«

(BBC; Drehbuch Steven Moffat; Regie Peter Hoar; dt. »Demons Run«)

COMMUNITY: »Remedial Chaos Theory«

(NBC; Drehbuch Dan Harmon & Chris McKenna; Regie Jeff Melman; dt. »Chaostheorie«)

»The Drink Tank’s Hugo Acceptance Speech«

(Christopher J Garcia und James Bacon)

Editor, Long Form

Betsy Wollheim

Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner
Die Hugo Awards - Das waren die Gewinner

Elizabeth R. Wollheim (*1954), genannt Betsy, ist die Tochter von Donald A. Wollheim und leitet gemeinsam mit Sheila E. Gilbert den Verlag, den ihr 1990 verstorbener Vater 1972 gegründet hat: DAW Books. Somit ist sie auch verantwortlich für die Buchreihen bei DAW. 2011 brachte der Verlag 89 Titel, von denen viele zu Serien und Zyklen gehören. Typische Autoren bei DAW sind Mercedes Lackey, Marion Zimmer Bradley, C. J. Cherryh, Tracy Hickman, Diane Duane, Laura Resnick, Mercedes Lackey und Tanya Huff. Aber auch Bücher von Nnedi Okorafor, Patrick Rothfuss und Tad Williams erscheinen bei DAW.

Weitere Nominierungen:

Patrick Nielsen Hayden | Liz Gorinsky | Lou Anders | Anne Lesley Groell

Editor, Short Form

Sheila Williams

ASIMOV’S gehörte immer noch zu den Lieblingsmagazinen der SF-Fans, und Sheila Williams bewies Geschmack bei der Auswahl der Geschichten, was sich auch darin widerspiegelte, dass eine der Erzählungen in der Kategorie ›Best Novella‹ gewann, nämlich Kij Johnsons »The Man Who Bridged the Mist« (dt. »Die Brücke über den Nebel«). Darüber hinaus brachte sie in den zehn Ausgaben des Jahres 2011 Erzählungen von Autoren wie Chris Beckett, Steve Rasnic Tem, Kristine Kathryn Rusch, Aliette de Bodard, Barry N. Malzberg, Paul J. McAuley, John Kessel, James Patrick Kelly, Robert Reed, Michael Swanwick, Mike Resnick, Nick Mamatas, Carol Emshwiller, Mary Robinette Kowal, Norman Spinrad, Robert Silverberg, Nancy Kress, Ken Liu und Connie Willis. Außerdem gab es, wie auch in den Jahren zuvor, jede Menge Buchrezensionen und die feste Rubrik »Reflections« von Robert Silverberg, die seit 1986 in jeder Ausgabe erscheint.

Weitere Nominierungen:

John Joseph Adams | Jonathan Strahan | Neil Clarke | Stanley Schmidt

Professional Artist

John Picacio

Seit 2005 war der US-Amerikaner John Picacio (*1969) bereits siebenmal für den Hugo nominiert. Ursprünglich hatte er Architektur studiert und 1992 mit dem Bachelor of Architecture abgeschlossen, begann aber schon bald damit, Bücher zu illustrieren. 2001 gab er den Beruf des Architekten auf, um sich dem Malen von Buchcovern zu widmen. Er arbeitet sowohl für die großen US-amerikanischen Buchverlage als auch für kleinere, unabhängige Verlage. Seit 2005 hat er zahlreiche Preise erhalten, so zum Beispiel den World Fantasy Award sowie den Chesley und Locus Award. 2011 erschienen besonders gelungene Titelbilder von Picacio zu The Collected Short Works of Poul Anderson: Admiralty von Poul Anderson, Times Three von Robert Silverberg, dem Bildband Masters of Science Fiction and Fantasy Art von Karen Haber oder auch Planesrunner von Ian McDonald.

Weitere Nominierungen:

Stephan Martiniere | Bob Eggleton | Dan Dos Santos | Michael Komarck

Semiprozine

LOCUS (Liza Groen Trombi, Kirsten Gong-Wong)

Nach dem Tod des langjährigen Herausgebers Charles N. Brown im Sommer 2009 übernahm Liza Groen Trombi dessen Aufgabe und konnte schließlich nach einer Pause von einigen Jahren wieder den Hugo für LOCUS gewinnen.

2011 erschienen zwölf Ausgaben mit einem Umfang von 64 bis 84 Seiten. Die Januarausgabe 2011 war bereits die 600. Nummer des Magazins. Interviewt wurden Robert J. Sawyer, Alastair Reynolds, Gene Wolfe, Alaya Dawn Johnson, Shaun Tan, Dani & Eytan Kollin, David D. Levine, Patricia A. McKillip, Saladin Ahmed, Ted Chiang, Lev Grossman, Paolo Bacigalupi, Karen Lord, Jay Lake, Alex Bledsoe, Margo Lanagan, Beth Bernobich, Geoff Ryman, Andy Duncan und Charles Stross. Gardner Dozois hat seit 2008 in jeder Ausgabe die Kolumne »Gardnerspace: A Short Fiction Column«, Rich Horton schreibt die regelmäßige Kolumne »Locus Looks at Short Fiction«, und Gary K. Wolfe betreut abwechselnd mit Faren Miller, Russell Letson, Adrienne Martini, Richard A. Lupoff und anderen die Rubrik »Locus Looks at Books«. Neben den aktuellen Convention- und Marktberichten gibt es eine größere Anzahl kurzer Artikel von Gastautoren. Umfangreichere Nachrufe würdigten Neil Barron, Hans Joachim Alpers, Diana Wynne Jones, Joanna Russ und Martin H. Greenberg. Die zahlreichen Buchrezensionen stammen von Gary K. Wolfe, Faren Miller, Russell Letson, Paul Witcover, Carolyn Cushman, Gardner Dozois, Rich Horton, Tim Pratt, Graham Sleight, Richard A. Lupoff und einigen anderen.

Weitere Nominierungen:

APEX MAGAZINE (Catherynne M. Valente, Lynne M. Thomas, Jason Sizemore)
LIGHTSPEED (John Joseph Adams)
INTERZONE (Andy Cox)
THE NEW YORK REVIEW OF SCIENCE FICTION (David G. Hartwell, Kevin J. Maroney, Kris Dikeman, Avram Grumer)

Fanzine

SF SIGNAL (John DeNardo)

SF SIGNAL ist sowohl ein Blog als auch ein Fanzine, zu finden unter www.sfsignal.com. Die Internetseite wurde 2003 von John DeNardo und J. P. Frantz in der Absicht gegründet, sich näher mit SF-Themen zu beschäftigen. Schon bald entstanden viele eigene Inhalte, wie Rezensionen von Büchern und Filmen, aber auch ausführliche Linklisten zu interessanten Themen auf anderen Internetseiten. Die Website bietet den Lesern die Möglichkeit, Inhalte zu kommentieren und zu diskutieren. SF SIGNAL gehört zu den wichtigsten Internetseiten zu Science-Fiction-Themen, die von Fans betrieben werden.

Weitere Nominierungen:

THE DRINK TANK (James Bacon & Christopher J Garcia)
FILE 770 (Mike Glyer)
BANANA WINGS (Claire Brialey & Mark Plummer)
JOURNEY PLANET (James Bacon, Christopher J Garcia)

Fan Writer

Jim C. Hines

Der US-Amerikaner Jim C. Hines (*1974) gewann mit seiner ersten Erzählung »Blade of the Bunny« den L. Ron Hubbard Writers of the Future Award. Seit 2004 sind rund ein Dutzend Urban-Fantasy-Romane von ihm erschienen, die fast alle ins Deutsche übersetzt wurden. Den Hugo gewann er jedoch nicht für seine Romane, sondern für sein umfangreiches, oft kluges und unterhaltsames Blog auf www.jimchines.com.

In seiner Hugo-Dankesrede, die man auf seiner Homepage nachlesen kann, zieht er vorsorglich jede weitere Nominierung in der Kategorie ›Best Fan Writer‹ zurück, weil es noch so viele andere hervorragende Fan Writer im Internet gäbe.

Weitere Nominierungen:

Steven H Silver | Claire Brialey | Christopher J. Garcia | James Bacon

Fan Artist

Maurine Starkey

Die US-Amerikanerin Maurine Starkey war bereits 2011 für den Hugo nominiert. Ihre Bilder sind seit 2006 im Internet unter mystarkey.deviantart.com zu finden. Sie widmet sich vorwiegend Fantasymotiven, die auch in Fanzines und Con-Magazinen erscheinen.

Weitere Nominierungen:

Steve Stiles | Randall Munroe | Spring Schoenhuth | Brad W. Foster | Taral Wayne

Fancast

SF SQUEECAST (Lynne M. Thomas, Seanan McGuire, Paul Cornell, Elizabeth Bear und Catherynne M. Valente)

Bereits 2010 hatte ein Podcast in der Kategorie ›Best Fanzine‹ einen Hugo gewonnen. Da die neuen Medien den Fans auch neue Möglichkeiten erschlossen und Podcasts eine beliebte Form der Information und Unterhaltung wurden, war es an der Zeit, die neue Kategorie ›Best Fancast‹ einzuführen.

Der SF SQUEECAST startete im Juni 2011, und bis zum Ende des Jahres erschienen insgesamt sieben Folgen mit jeweils rund einer Stunde Laufzeit. SF SQUEECAST ist aufgebaut wie ein Radiomagazin, wobei Lynne M. Thomas, Seanan McGuire, Paul Cornell, Elizabeth Bear und Catherynne M. Valente – allesamt gestandene SF-Autoren oder -Herausgeber – jeweils Beiträge zu Büchern, Filmen oder anderen phantastischen Themen abliefern. Gelegentlich sind auch Mitschnitte von Veranstaltungen dabei. Zu finden ist der Podcast unter sfsqueecast.com.

Weitere Nominierungen:

SF SIGNAL PODCAST (John DeNardo & JP Frantz & Patrick Hester)
STARSHIPSOFA (Tony C. Smith)
THE COODE STREET PODCAST (Jonathan Strahan & Gary K. Wolfe)
GALACTIC SUBURBIA PODCAST (Alisa Krasnostein, Alex Pierce, Tansy Rayner Roberts, Andrew Finch)

John W. Campbell Award

E. Lily Yu

Die US-Amerikanerin E. Lily Yu studierte an der Princeton University. Sie debütierte 2011 mit der Erzählung »The Transfiguration of Maria Luisa Ortega« (PODCASTLE, MINIATURE 62). Bereits ihre zweite Erzählung »The Cartographer Wasps and the Anarchist Bees« (April 2011 in CLARKESWORLD) wurde für den Hugo, den Nebula und den World Fantasy Award nominiert. Ihr Werk umfasst bisher zwei Dutzend Erzählungen, »The Pilgrim and the Angel« erschien in The Best Science Fiction & Fantasy of the Year: Volume Eight (2014, Hrsg. Jonathan Strahan).

Weitere Nominierungen:

Brad R. Torgersen | Karen Lord | Mur Lafferty | Stina Leicht

 

 

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Hardy Kettlitz hat in seinem Buch „Hugo Awards 2001-2017” (erschienen 2018 bei Golkonda) die Gewinner des berühmten Hugo Awards – einem der wichtigsten Science-Fiction-Preise der Welt – zusammengetragen und erklärt, warum die Preisträger zu Gewinnern wurden. Genau diesen Überblick über die Geschichte der Science Fiction möchten wir mit euch teilen. 

 

© 2018 by Hardy Kettlitz

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