Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Wolverine

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Wolverine


1982 schrieb Comic-Autor Chris Claremont diese beiden Sätze nieder. Mit ihnen festigte er Wolverines Rang als Geek-Ikone – lange bevor Hugh Jackman ihn zum Filmidol machte. Wolverines Wahlspruch bezieht sich zwar auf seine tödlichen Metallkrallen, könnte aber auch von Han Solo stammen, der (als Erster!) auf Greedo schoss. Oder von Dirty Harry, der Scorpio verprügelt. Oder auch von John Bender aus Der Breakfast Club, der gegenüber Rektor Vernon die Klappe aufreißt. Genau dafür lieben wir unsere Antihelden: Sie tun das, was wir gerne tun würden, und sagen, was wir gerne sagen würden. In der Fiktion spotten sie dem Höflichkeitsdogma, das uns die Gesellschaft auferlegt. Wir erkennen stillschweigend an, dass diese Antihelden sich zwar weder an Recht und Gesetz noch an höfliche Umgangsformen halten, ihre persönlichen Verhaltenskodizes aber deswegen nicht weniger „rein“ sind. Was Wolverine tut, ist wirklich nicht gerade nett. Aber es muss getan werden.


Eine Trainingsübung für Geeks: Wie viele mehrsilbige Reimwörter findest du zu „Wolverine“? Für ein komplettes Sonett gibt es Zusatzpunkte.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
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First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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