Fünf Fantasy-Bücher über Söldner – Kämpfer für Geld

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Fünf Fantasy-Bücher über Söldner – Kämpfer für Geld


Niemand verkörpert so gut die zynische Weltsicht in Dark-and-Gritty-Romanen wie Söldner. Wer für Geld und nicht für eine Sache kämpft, der wird sich auch nicht aus Nächstenliebe auf die Seite des Guten schlagen, sondern nur seine eigenen Interessen vertreten. Ganz so einfach ist es dann aber doch nicht, wie fünf Beispiele von Fantasy-Büchern über Söldner zeigen.

Mit ihrem Egoismus und dem starken Willen zu Überleben sind Söldner wie gemacht für Bücher mit Anti-Helden. Zugleich bietet die Ausgangslage – dass sie an Nichts glauben und nicht für eine Sache kämpfen – viele Möglichkeiten. So hängt die Rettung der Welt in so manchem Werk plötzlich von Söldnern ab. Oder die Kämpfer beziehen Stellung und greifen doch nicht mehr nur gegen Bezahlung zur Klinge, sondern aus – igitt – moralischen Motiven.

Die schwarze Schar von Glen Cook

Bereits in den 80er-Jahren kam die erste Trilogie um eine Söldnerkompanie heraus, die beispielhaft werden sollte. Die schwarze Schar von Glen Cook handelt von einer freien Söldnertruppe, die sich gegen mächtige Feinde behaupten muss. Verrat – auf vom Auftraggeber – droht jederzeit. Und die Kompanie steht immer wieder vor der Entscheidung, ob sie mit den Konsequenzen leben will und kann, wenn sie ihren Auftrag ausführt.

Was die Reihe so herausragend macht, ist die Figurenzeichnung und die Beschreibungen des Alltags der Söldner. Krieg und Kämpfe werden hier nicht glorifiziert, auch wenn sie einen Großteil der Handlung einnehmen. In Deutschland war die Reihe nicht so erfolgreich, was zum Teil auch an der Übersetzung liegt. Also am besten zum Original greifen.

Söldnerfluch von Tom Lloyd

Auf Cook bezieht sich der Brite Tom Lloyd. Denn auch in Söldnerfluch verläuft der Auftrag für eine Söldnerkompanie ganz anders als gedacht, da die Truppe von ihrer Auftraggeberin getäuscht wurde. Die bezahlten Kämpfer, die mit originellen Schusswaffen kämpfen, müssen fliehen und sich ihren Weg dabei freikämpfen.

Bei ihren Verfolgern handelt es sich um Ordensritter, die mit einer festen Überzeugung folgen – ganz anders als die Söldner. Doch in dem Höhlensystem, in dem sie sich zum Schluss bekämpfen, zeigt sich, dass solche Unterschiede keine Rolle spielen, wenn es ums nackte Überleben geht.

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Racheklingen von Joe Abercrombie

Auch beim englischen Meister der düsteren Fantasy wird die Hauptfigur von ihrem Auftraggeber aufs Kreuz gelegt. In Joe Abercrombies Racheklingen geschieht dies gleich zu Beginn. Monzcarro Mercatto ist eine erfolgreiche Söldnerführerin, die ihrem Auftraggeber zu mächtig geworden ist. Nachdem Monza den Mordanschlag überlebt, schwört sie Rache.

Die Protagonistin kämpft hier nur in zweiter oder dritter Linie für Geld. Ihr geht es vor allem um Vergeltung und ihre eigene Reputation. Hinzu kommt ihre politische Überzeugung – Monza möchte Styrien nicht der Union überlassen. 

Könige der Finsternis von Nicolas Eames

Einen völlig anderen Blick auf Söldner wirft der Kanadier Nicholas Eames. In Könige der Finsternis werden Söldnertrupps wie Rockbands verehrt. Die bezahlten Kämpfer sind gefragt, um Ungeheuer der Wildnis zu jagen und zu töten. Und nur die erfahrensten Kämpen wagen sich in den alten Urwald, wo die Monster leben.

Mit der größten Ungeheuerarmee nimmt es der Söldnertrupp, der im Mittelpunkt der Handlung steht, aber nicht für Geld auf. Sein Ziel ist es, die Tochter des Anführers zu befreien. Weitere Söldner folgen schließlich – ohne Bezahlung, sie wollen Ruhm und Ehre erlangen.

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Das Lied von Eis und Feuer von George R.R. Martin

Der bekannteste Söldner derzeit dürfte Bronn sein. Dank der Umsetzung von Das Lied von Eis und Feuer als Game of Thrones ist er einem Millionenpublikum weltweit geläufig. In der Buch-Reihe ist er gleich im ersten Band dabei. Zunächst entspricht er dem Klischee des Söldners, der für Geld die Seiten wechselt und sich nicht um Ehre und Anstand schert. Doch in seiner Beziehung zu Tyrion Lannister wird deutlich, dass er durchaus zu freundschaftlichen Gefühlen und einer gewissen Loyalität in der Lage ist.

Sein persönlicher Aufstieg ist ihm jedoch wichtiger. Bronn will den Krieg nutzen, um Land und Titel zu gewinnen sowie eine Familie zu gründen. Ob er es schafft zu überleben? Wir werden es erfahren. 

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