Kolumne von Stephen H. Segal: Die Weisheit der Nerds: Thomas Jefferson

KOLUMNE

Die Weisheit der Nerds: Thomas Jefferson


Ideen verändern die Welt grundlegender als Waffen, Bomben und Fäuste. Albert Einstein, Karl Marx, Thomas Jefferson, Carl Sagan: Männer wie diese haben Revolutionen entfacht und uns neue Sichtweisen auf die Welt eröffnet. Überraschend ist das nicht, denn Geeks vertrauen seit jeher auf die Kraft der Gedanken. Allerdings entwickelte sich erst im 20. Jahrhundert eine widerstandsfähige Subkultur, in der jene geistigen Höhenflüge möglich wurden, über die wir Geeks uns seitdem definieren. Doch bereits Jefferson erkannte die Notwendigkeit der freien und spekulativen geistigen Betätigung. Er hätte sich nur nicht träumen lassen, dass eines Tages ein moderner Geek-Künstler wie Rod Serling – der kreative Kopf hinter der Twilight Zone – genau dieses Verlangen befriedigen würde. Und das mit Symbolen einer fraglos albernen Jugendkultur – sprechenden Puppen! Außerirdischen! Die Erzählformen, die sich daraus entwickelten, hatten jedoch enormen Einfluss auf unser Selbstverständnis und unsere Kultur – viel größer, als Jefferson sich das vorstellen konnte.


Manchmal erobert das Geektum dank seiner schieren Qualität den Mainstream: Hollywoods Branchenblatt Variety lobte Twilight Zone (1959) als „die beste halbe Stunde Fernsehen, die es jemals gab“.


Die nächste Weisheit zur Wochenmitte gibt es wieder am kommenden Mittwoch. Dann erwartet euch eine neue nerdige Erkenntnis aus Stephen H. Segals Buch "Die Weisheit der Nerds".

 

 

Aus dem Amerikanischen von Achim Fehrenbach

 

Copyright © 2011 by Quirk Productions, Inc.
All rights reserved.
First published in English by Quirk Books, Philadelphia, Pennsylvania.
Für den deutschen Text: © 2016 S. Fischer Verlag GmbH, Frankfurt am Main

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