Fünf Fantasy-Bücher mit Elben, in denen die Elben anders heißen

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Fünf Fantasy-Bücher mit Elben, in denen die Elben anders heißen


Unter den Fantasy-Völkern gelten die Elben als die Weisen und Edlen. Tolkien entwarf ihre Geschichte, Sprache und Kultur sehr detailliert. Sie prägen die Geschichte Mittelerdes. Nachfolgende Autoren schufen Völker und Wesen, die zwar nicht Elben heißen, ihnen aber entweder ähneln oder einen ähnlichen Platz in der jeweiligen Fantasy-Welt einnehmen. Fünf Beispiele dafür.

 

Das Geheimnis der Großen Schwerter von Tad Williams

Tad Williams gehört sicher zu den Autoren, die am häufigsten mit Tolkien verglichen werden. Mit seiner ersten Reihe, die in Osten Ard angesiedelt ist, arbeitet er sich an Tolkien und dessen Einfluss auf die Fantasy-Literatur ab. Dazu verwendet er allerdings viele Elemente, die den Herrn der Ringe so erfolgreich machten.

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So gibt es zum Beispiel in Das Geheimnis der Großen Schwerter ein Volk, das den Elben ähnelt, jedoch anders heißt: die Sithi. Wobei dieser Stamm nur einer von dreien ist, die zusammen nach Osten Ard kamen. Doch die Sithi sind am ehesten bereit, sich auf die Menschen einzulassen und diesen gegen die Nornen zu helfen, deren Ziel die Versklavung der Menschheit ist. Ansonsten sind die Sithi eher Bewahrer und bleiben für sich. Ähnlich wie die Elben in Mittelerde.

Der strahlende Weg von Harry Connolly

Beim amerikanischen Schriftsteller Harry Connolly sind die Elben wohl von Arwen inspiriert, der Tochter der Abenddämmerung. Denn in der Trilogie Der strahlende Weg heißen die Elben das Abendvolk. Dieses ist in Sachen Technologie und Magie den Menschen weit überlegen. Über ein magisches Portal gelangt das Abendvolk regelmäßig ins Königreich Peredain, um dort zu handeln: Wissen gegen Emotionen.

Das ist ein wenig wie in einem Science-Fiction-Stoff, in dem Aliens ihr Wissen an die weniger entwickelten Menschen weitergeben. Welche Absichten dahinterstecken, ist auch beim Abendvolk zunächst unklar. Aber spätestens als bei einem Besuch plötzlich Monster durch das Tor gelangen und alle abschlachten, wird klar, dass das Abendvolk so einige Probleme hat.

Die Legende der Terrach von William King

Bei William King gelangen die Elben ebenfalls über ein magisches Portal in eine weniger entwickelte Welt. Die Terrarch, wie die Spitzohren hier heißen, sind auf der Flucht vor Dämonen. Und sie kommen nicht als Freunde. Sie versklaven die Menschen und unterdrücken sie mit ihrer Magie.

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Erst die Entwicklung von Schusswaffen bringt eine Wende. In der Folge kommt es zur Spaltung zwischen Familien der Terrarch. Während die einen weiterhin Menschen unterdrücken, sehen die anderen sie als Verbündete. Hilfe brauchen sie in der Tat, denn da ist ja noch dieses Dämonen-Problem …

Die Chroniken der Sphaera von Christopher Husberg

Das elbenähnliche Volk in Christopher Husbergs Die Chroniken der Sphaera heißt Tiellaner. Sie sind kleiner als Menschen, haben spitze Ohren und nur wenig Körperbehaarung. Sie sind auf der Sphaera eine Minderheit. Viele Menschen verachten sie und blicken auf sie herab. Zum Teil werden sie verfolgt, vertrieben und umgebracht. Da auch religiöse Gründe eine Rolle spielen, wird klar, dass Christopher Husberg hier Antisemitismus thematisiert.

Mit Winter gibt es eine ungewöhnliche Tiellanerin in den Büchern, die mächtige Magie wirken kann. Während Angehörige ihres Volkes sonst nicht auf die Droge Frostflamme reagieren, weckt diese bei Winter ungeheures Potenzial. So bekommt die Minderheit plötzlich die Chance, sich zu wehren.

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Dolch und Münze von Daniel Hanover

Äußerlich hat das Elbenvolk in Dolch und Münze nichts mit den spitzohrigen Waldbewohnern zu tun. Die Elben sind hier Drachenkinder. Zwar wurden alle 13 Rassen von Drachen erschaffen, doch die Timzinae waren das zuletzt in die Welt gebrachte Volk, und damit das, das seinen Schöpfern am nächsten blieb. Lange spielten die Unterschiede keine große Rolle, denn ein Krieg zwischen Drachen brachte die Vernichtung der mächtigen Wesen. Und die erschaffenen Völker lebten mehr oder weniger in Frieden miteinander.

Dies ändert sich mit der Ausbreitung der Religion der Spinnengöttin. Die Göttin will die Welt beherrschen, und ihr größter Feind sind die Timzinae. Doch zum Glück stellen sich der Spinne einige mutige Helden entgegen. Allen voran Cithrin, der es gelingt, viele Timzinae während der Belagerung von Suddapal zu retten. Wer dies nachlesen möchte, muss zur Originalausgabe greifen. Band 4 und Band 5 wurden leider nicht mehr übersetzt.

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