Fantasybücher, die in der Wüste spielen

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Fünf Fantasy-Bücher, die in der Wüste spielen


Wüsten – unwirtliche Orte, in denen das Überleben schwer fällt. Für Fantasy-Romane ist das die passende Kulisse, um wahre Helden hervorzubringen, Hinterhalte zu legen und ganze Armeen in den Untergang marschieren zu lassen. Fünf Fantasy-Buchtipps für die kommende Hitzewelle:

Wedora von Markus Heitz

Wüsten bestehen bei weitem nicht nur aus Sand. Stein und Geröll dominieren sie zumindest auf der Erde. Markus Heitz hat sich das zum Vorbild genommen für seine Wedora-Dilogie. Die Welt, in der Staub und Blut sowie Schatten und Tod spielen, basiert auf einem Rollenspiel. Im Mittelpunkt steht die Stadt Wedora. Sie steht in einer Wüste aus Sand, Stein und Geröll. Wedora wurde auf heiligem Grund errichtet, weshalb die Wüstenstämme der Umgebung immer wieder gegen die Stadt vorgehen.

Die Handlung spielt überwiegend in der Stadt sowie in Walfor, einem eher von Wald dominierten Reich. Von dort verschlägt es eine Gesetzeshüterin und einen Dieb in die Wüste. Sie müssen sich mit Intrigen in der Stadt sowie Bedrohungen von außen auseinandersetzen. Eine davon: der Kara Buran, ein großer Sandsturm.

Die Zwölf Könige von Bradley Beaulieu

Auch bei Bradley Beaulieu ist eine Stadt in der Wüste der zentrale Ort. Die Handlung von Die Zwölf Könige, dem ersten Band der Legenden der Bernsteinstadt, spielt fast ausschließlich in Sharakhai. Es kommt allerdings auch zu mehreren Ausflügen in die Wüste, die die Stadt umgibt.

Hauptfigur ist die junge Ceda. Sie befindet sich auf einem Rachefeldzug gegen das Dutzend Könige, das die Stadt seit Jahrhunderten regiert. Und sie ist nicht die Einzige, die noch eine Rechnung mit den Herrschern offen hat. Zumal die Zeiten vorbei sind, dass diese eine Einheit gebildet haben. Das ist Stoff für mehr als einen Band – sechs sollen es einmal werden.

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Flammenwüste von Akram El-Bahay

Wie Bradley Beaulieu nimmt auch Akram El-Bahay Anleihen an orientalischen Märchen für sein Werk. Der Deutsch-Ägypter kombiniert sie in der Reihe Flammenwüste mit klassischen Fantasy-Stoffen. 2015 gab es für den Auftaktband den SERAPH für das beste Fantasy-Debüt des Jahres.

Gerüchte, dass Überfälle auf Karawanen von Drachen begangen wurden, heizen das Interesse an Erzählungen über die mythischen Wesen an. Für Nûr und seinen Enkel Anûr eine gute Gelegenheit, verdienen sie doch ihr Geld als Märchenerzähler. Dass Anûr dann jedoch auf die Jagd nach diesen Drachen geschickt würde, hat er sich bei all seiner Fantasie nicht ausmalen können. Doch er muss in die Tiefe Wüste ziehen und sich den mächtigen Wesen stellen.

Die Soldaten von Tobias Meißner

Der in Berlin lebende Autor Tobias Meißner nimmt sich für seine Fantasy-Romane gern reale Ereignisse zum Vorbild. Den Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan griff er zum Beispiel in Die Soldaten auf. Im Mittelpunkt steht eine Kompanie von Kämpfern, die in der Festung Carlyr ausgebildet wird.

Die Festung steht mitten in der Ödnis, ist umgeben von Feindesland. Als die Rekruten den Auftrag erhalten, gegen die Affenmenschen zu ziehen, müssen sie über verbrannte Erde ziehen. Und sie lernen, dass sie nichts auf diesen Einsatz in der Wüste vorbereiten konnte.

Göttin der Wüste von Kai Meyer

Noch näher an realen Ereignissen bewegt sich Kai Meyer in Göttin der Wüste. Der Roman spielt überwiegend in der Kalahari. Zeitlich siedelt Meyer die Geschichte während der deutschen Kolonialzeit vor gut 100 Jahren an. Die junge Cendrine macht sich von Bremen aus auf, um in Deutsch Südwestafrika als Gouvernante zu arbeiten. Dort angekommen entdeckt sie Schamanenkräfte in sich und versucht herauszufinden, woher diese stammen.

Das führt Cendrine und damit die Leser des Buches in die Wüste. Diese stellt Meyer zunächst vor allem als bedrohlichen Ort dar. Er findet Bilder für die Hitze, die Trockenheit und führt mit einer Figur auch Stürme ein. Denn dieser wird wegen eines Fluchs von einem Wirbelsturm begleitet. Nur ein Beispiel dafür, wie Meyer Natur mit mystischen und magischen Elementen verbindet.

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