Mit dem Laptop im Alten Rom: Durch die Galaxie mit Meagan Spooner und Amie Kaufman

© Ellen B. Wright // Christopher Tovo

NERD TALK

Mit dem Laptop im Alten Rom: Durch die Galaxie mit Meagan Spooner und Amie Kaufman


In unserer Interviewreihe » Durch die Galaxie mit« nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat das bekannte Autorinnenduo Amie Kaufman und Meagan Spooner unser Raumschiff betreten, dessen neuer All-Age-Science-Fiction-Roman soeben bei Sauerländer erschienen ist. Wir starten in 3 … 2 … 1 …

 

TOR ONLINE: Wenn ihr euch einen persönlichen Song aussuchen könntet, der jedes Mal gespielt wird, wenn ihr einen Raum betretet – welcher wäre das?

Amie: Die Erkennungsmelodie von Indiana Jones. Die würde alles, sogar einen kurzen Abstecher in die Küche, in ein Abenteuer verwandeln.

Meagan: Der Imperial March von Star Wars! Ich glaube, ich könnte den Bösen-Schurken-Look rocken.

Indiana Jones Theme Song

Welches ist euer absolutes Lieblingsmärchen oder eure liebste Märchennacherzählung?

Meagan: Ich habe eine ziemliche Hassliebe-Beziehung zu Die Schöne und das Biest. Ich liebe die Geschichte (weswegen ich auch eine eigene Nacherzählung davon geschrieben habe), ringe aber auch mit einigen enthaltenen Themen, mit der passiven Heldin und der Stockholm-Syndrom-ähnlichen Liebesgeschichte (weswegen ich auch meine EIGENE Nacherzählung davon geschrieben habe).

Amie: Ich habe schon immer Robin Hood geliebt – in einer meiner ersten Erinnerungen, als ich drei Jahre alt war, liege ich krank auf der Couch und schaue eine alte Schwarzweiß-Verfilmung. Und wenn ich ganz ehrlich bin, mein erster Schwarm war der Fuchs aus dem Disney-Film.

Endlich hat die Menschheit Kontakt zu fremden Wesen aus einer anderen Galaxie aufgenommen. Was ist die erste Information, die ihr diesen Wesen über uns Menschen und die Erde mitteilen möchtet?

Amie: „Probiert die Schokolade! Sie ist unsere beste Erfindung.“

Meagan: „Lest nicht die Kommentarspalte auf Nachrichten-Websites.“

Welches Buch hat euch als Kind oder Jugendliche das Portal zur Fantasy und Science Fiction geöffnet?

Meagan: Für die Fantasy war es tatsächlich ein Buch mit einem Portal: Der König von Narnia von C. S. Lewis. Für die Science Fiction war es Star Trek: The Next Generation mit meinem Vater zu gucken und Die Ankunft der dreibeinigen Monster von John Christopher zu lesen.

Amie: C. S. Lewis hat für mich auch eine große Rolle gespielt – ich erinnere mich daran, Der Ritt nach Narnia fünfmal in der dritten Klasse gelesen zu haben. Die Wintersonnenwende-Saga von Susan Cooper war das Buch, durch das ich meine eigenen Fantasy-Geschichten schreiben wollte – meine Schulbibliothekarin hat es mir geschenkt, als ich elf war. Mit elf habe ich auch von meinem Vater 20.000 Meilen unter dem Meer von Jules Verne bekommen, und das war das erste Mal, dass mir eine phantastische Geschichte begegnet ist, die in der Realität spielt. Von da an war ich süchtig nach Sci-Fi.

Welches ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Film, Fernsehen oder anderen Quellen der Popkultur?

Amie: Ich habe wahnsinnige Angst vor den Reavern aus Firefly. Das sind Menschen, die jegliche Menschlichkeit verloren haben und sich nicht erinnern, wer sie gewesen sind. Genau genommen – kein Spoiler! – hat unsere gemeinsame Angst vor ihnen ein oder zwei Wendungen in Undying inspiriert!

Meagan: Da gibt es viel zu viele! Ich liebe die klassischen Monster (Frankensteins Monster aus Mary Shelleys Buch), aber im Moment sind es die weinenden Engel aus der Nicht blinzeln-Folge von Doctor Who. Heilige Scheiße, von denen habe ich Alpträume!

Habt ihr ein  Lieblingswort?

Amie: Fiasko.

Meagan: Katastrophe.

Welche Art der Apokalypse (Zombies, Roboter, Umweltkatastrophe etc.) würdet ihr mit euren Überlebensfähigkeiten am besten meistern?

Amie: Ich habe ziemlich wenige Überlebensfähigkeiten. Ich bin mit Wandern und Segeln aufgewachsen, also könnte ich versuchen, damit einer dementsprechenden Katastrophe zu entkommen. Aber ehrlich gesagt werde ich das allererste Opfer sein, wenn die Apokalypse kommt. Jemand muss sich ja in einen Zombie verwandeln und euch jagen, nicht wahr?

Meagan: Auf jeden Fall eine Zombie-Apokalypse! Ich bin gut im Bogenschießen, also kann ich mich und meine Bande umherstreifender Überlebender gut versorgen. Ich bin zwar keine Jägerin, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass ich es schaffen könnte, wenn jemand aus seinem Grab steigt und versucht, das Gesicht meiner besten Freundin zu essen.

Welche Science-Fiction-Technologie aus Literatur oder Film sollte es deiner Meinung nach auch in der echten Welt geben?

Meagan: Ich will ein Holodeck von Star Trek. Das wäre nicht nur zum Spielen super. Interaktive Holo-Geschichten zu schreiben würde SO VIEL SPAß machen.

Amie: Noch toller fände ich ein Remote-Holodeck – Meg und ich leben in verschiedenen Ländern und es wäre super, uns an irgendeinem unglaublichen Ort zu treffen. Stellt euch mal vor, wir würden im Alten Rom an unserem nächsten Buch arbeiten (die Laptops könnten ein Problem werden) oder in einer Kolonie auf dem Mars!

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