Tiere in Fantasy-Büchern (1): Der Hund

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Tiere in der Phantastik (1): Der Hund


Huan, Roverandom, Hachiko, Gaspode, Krypto, Porthos … die Fantasy und Science Fiction ist voller faszinierender Hundefiguren, die ihre Menschen beschützen und ihnen helfen. Ein Essay von Joachim Sohn über den besten Freund des Menschen in der phantastischen Literatur.

Nach meinem kleinen Überblick zum Subgenre Tierfantasy und seine Stellung auf dem deutschen und internationalen Buchmarkt, wollte ich mich diesmal um unsere liebsten Haustiere Hund und Katze kümmern und schauen, wer von den beiden am häufigsten in der Tierfantasy auftaucht und welche Aufgaben sie in den Geschichten zugeteilt bekommen, angefangen von den frühen Menschheitsmythen, in denen Tiere schon immer eine große Rolle spielten, bis hin zu aktuellen Fantasybüchern, in denen unsere liebsten Racker ihren Auftritt  haben. Fangen wir mit den Hunden an. Und machen mit den Katzen weiter. Und da es zudem ein geflügeltes Wort wurde, Hund, Katze, Maus zu sagen, soll der kleine, vorwitzige Nager in einem dritten Teil besprochen werden.

Ich beginne mit einem Blick in die Vergangenheit, denn die wirklich großen Fantasy-Geschichten entstanden in den diversen Schöpfungsmythen verschiedenster Völker, in einer Zeit als sie noch von Generation zu Generation erzählt wurden und wahr waren. Und wie alle Tiere hat auch der Hund in diesen Mythen und Erzählungen eine wichtige Rolle eingenommen.

Antike Fantasy - Von Xolotl bis Hylax

Ein Blick in die Historie zeigt, dass der Hund schon früh in Sagen, Fabeln und Mythen aufgetaucht ist. Und nicht unbedingt als Freund des Menschen. Vielmehr finden wir ihn als Totenbegleiter, Geisterhund und Dämonenhund. Als enger Verwandter des Wolfes findet ein Werwolf seine erste Erwähnung im Gilgamesch-Epos aus altbabylonischer Zeit, in dem die Göttin Ishtar einen Schäfer in einen Wolf verwandelt. All diese Hundefiguren klingen nicht nach dem netten und treuen Kameraden an unserer Seite. Im besten Fall bewachen sie die eigene Seele, im Schlimmsten, die des Gegners. Eine Urerfahrung also offenbar, die der Mensch mit dem Hund verbindet und die schon damals für reichlich Anlässe zum Geschichtenerzählen sorgte. Ein kleiner Überblick zeigt zudem, dass der Hund Bestandteil weltweiter Mythologien war.

So war Managarm aus der germanischen Mythologie war ein Totenbegleiter, indem er auf der Erde umherlief und das Fleisch der Toten verschlang. Diese Figur, die besser als Fenrisulfr, der Sumpfwolf, oder eben kurz Fenrir bekannt ist, gilt neben Hel, der Königin des Todes und der Midgardschlange aber auch als einer der drei Unheile der Welt, die zur Götterdämmerung die Asen bekämpfen werden.

Die nordische Mythologie kannte jedoch nicht nur den bösen ‘Wolf’, sondern auch den Hund als Jagdbegleiter. So gibt es einige Versionen von der Wilden Jagd, bei der Odin Hunde mit sich führt. Da treten sie also schon als nützlicher Helfer des Menschen auf.

Ein weiterer Seelenbegleiter in die Totenwelt findet sich bei den Azteken. Er hört auf den illustren Namen Xolotl, führt die Toten aber nicht nur in die Unterwelt, sondern konnte mit seinem Atem auch tote Knochen zum Leben erwecken. Noch heute gibt es eine mexikanische Nackthundeart, die nach ihm benannt wurde: der Xoloitzcuintle. Gesundheit!

Und ganz in unserer Nähe, bei den Niederländern verehrten die römischen, keltischen und germanischen Einwohner im zweiten und dritten Jahrhundert die germanische Göttin Nehalennia, die oft mit Mantel und einem Hund oder Wolf dargestellt wird und neben der Göttin der Fruchtbarkeit und der Schifffahrt auch die Göttin der Unterwelt war. Bei Nehalennia finden sich erzählerische Verbindungen zu Hel und zu der deutschen Märchengestalt Frau Holle.

Der Hund als Wächter

Noch immer nah bei der Unterwelt, aber schon eher in der Funktion des Wächters hatten die antiken Griechen Kerberos (lat. Cerberus), der, einst von Herakles in die Welt gebracht, die griechische Unterwelt bewachte. Gern mit drei Köpfen dargestellt wird er auch Dämon der Grube genannt und er hat jeden hereingelassen, der verstorben war. Hinaus kam allerdings niemand.

Die Inuit haben den Hund der Sedna, der das Tor zur jenseitigen Welt bewacht, die Ägypter Annubis, und um mal von den Toten wegzukommen: Odysseus stand der treue Wachhund Argos zur Seite.

Und selbst im eher hundeunfreundlichen Islam gibt es einen Wächterhund namens Al Rakim, der einst eine Höhle bewachte in die gläubige Jungs geflohen waren. Dafür wurde er mit dem Paradies belohnt. Es würde sich also für so manchen Imam, der eine Fatwa gegen schwarze Hunde wegen Teufelsbesessenheit ausspricht, lohnen, einen Blick in die eigenen Schriften zu werfen.

Die Idee des unreinen Hundes findet sich aber nicht nur im Islam. Die Kirche des Mittelalters dämonisierte gern Tiere als Verkörperung der Sünde, des Teufels und der Versuchung, so wie es Heinrich Heine in seinem Buch ‘Über die Geschichte und Religion in Deutschland’ beschrieben hat. Da taucht die Nachtigall als Werk des Teufels auf, die mit ihrem süßen Gesang eine Gesellschaft Geistlicher um den Verstand brachte, woraufhin der arme Vogel verleumdet wurde und die Frömmler vor Schrecken das Kreuz schlugen, wenn er sang. Dank der Gutenberg-Bibliothek kann man den amüsanten Textauszug hier nachlesen.

Tiere des Teufels

Und nicht nur die Nachtigall wurde dämonisiert. Die Katze saß auf dem buckligen Rücken einer Hexe, ebenso wie der Rabe und sie brachten Unglück und Verderben. Und der Hund?

Auch bei der Religion der Nächstenliebe galten Hunde als unrein und wurden zum Tier des Teufels. So wird in Goethes Faust der Doktor und sein Assistent Wagner von Mephistopheles in Gestalt eines schwarzen Pudels begleitet. Des Pudels Kern ist also der Teufel höchstpersönlich.

Viele Sagen von schwarzen Hunden, die besonders häufig an Kreuzwegen, auf Friedhöfen und bei Hünengräbern spuken, entstanden in dieser Zeit. Auch Hexen sollen sich schwarze Hunde gehalten haben – nicht nur Katzen und Raben.

Ein Sprung nach Britannia zu den Kelten zeigt, auch deren Mythologie hat tierische Geisterwesen. Sie nennen sich Sith oder Sidhe, ein schottisch-gälischer Begriff, der so viel bedeutet wie Fee; und sie haben gleich mehrere davon. Die Cait-Sith, also die Katzenfee, besser Feenkatze, die Cu-Sith, die Hundefee, besser Feenhund. Wobei man hier allerdings tatsächlich einräumen muss, dass mit Fee nicht die gute Fee gemeint ist, sondern ein Geistwesen, das auch dämonisch-gruselige Züge aufweisen kann. Daher ist der Cu-Sith auch gleich furchteinflößend Kuh-groß. Wobei das Cu nicht für Kuh, sondern eben für Hund steht. Die Kuh hat nämlich einen ganz eigenen Geist, und das ist der Cro-Sith. Apropos Sith, ein Schelm, wer dabei an Star-Wars und Ankh-To denkt.

Interessant: In Drachenfeuer von Wolfgang Hohlbein tauchen solche Cu-Sith als magische Wachhunde auf, die stets Appetit auf unwillkommene Gäste haben. Chris, der Held der Geschichte, begegnet zu Beginn der Geschichte einem dieser mythischen Tiere.

Mit diesem Einsprengsel möchte ich den Sprung aus der Antike in die gegenwärtige Fantasyliteratur machen und damit auch die Betrachtungsweise auf das Thema von der Chronologisierung zur Kategorisierung ändern. Denn es lässt sich insbesondere bei Hunden feststellen, dass die verschiedenen Geschichten, in denen sie vorkommen, sich über ihre Rolle und Funktion unterscheiden und beschreiben lassen. Vom Dämon und Totenwächter wechselt er zum treuen Begleiter und Freund des Menschen, zum intelligenten Akteur an seiner Seite bis hin zum Fluchttier, das sich vor den Menschen schützen muss. Über diese Kategorisierung machen sie also den Bogen vom unheimlichen, beseelten Naturwesen zum heimlichen, freundlichen Nutztier.

Wichtig dabei ist aber, dass er nie die Welt der Menschen verlässt und damit nie zur wirklich reinen Tierfantasy wird wie zum Beispiel die Mäuse in Redwall oder Mouseguard. Bis auf sehr wenige Ausnahme, aber dazu später mehr.

Roverandom von J. R. R. Tolkien

Interessanterweise war Roverandom Tolkiens erste Geschichte, die er seinen Kindern schrieb. Als Buch wurde sie jedoch erst vor 20 Jahren posthum veröffentlicht. Tolkien verfasste es bereits 1925 für seinen Sohn Michael, um ihn über den Verlust seines Lieblingsspielzeugs hinwegzutrösten. Darin erzählt er die Geschichte eines kleinen Hundes namens Rover, der sich mit einem schlecht gelaunten Zauberer anlegt und daraufhin von ihm in ein Spielzeug verwandelt wird. Die Geschichte ersann Tolkien parallel zu seinem Klassiker “Der Hobbit” und wer genau reinliest, mag schon die ein oder andere Andeutung aus der späteren Ringwelt erkennen.

Bei Tolkien hat neben Roverandom noch ein weiterer Hund große, ja weitaus größere Bedeutung erlangt: Huan.

Er taucht in seinem Schöpfungsmythos Silmarillion auf, und zwar, wenn man das so biblisch ausdrücken kann, im dritten Buch, dem Quenta Silmarillion, das unter anderem den Exodus der Noldor nach Mittelerde beschreibt. Dort, im Quenta Silmarillion, ist es die 19. und wichtigste Einzelsaga: ‚Beren und Lúthien‘, die wie ‚Die Kinder Hurins‘ und jüngst ‚Der Fall Gondolin‘, von Sohn Christopher aus dem Nachlass des Vaters in Buchform veröffentlicht wurde.

Huan bildet bei der Rolle des Hundes in der neueren Tierfantasy also noch mal eine Ausnahme. Denn Tolkien greift hier auf antike, religiöse und mythologische Weltenbeschreibungen zurück, um seine Geschichten mit magischen Wesen zu füllen.

Huan, ein grau-weißer Jagdhund aus Valinor, gehört wie auch die Zauberer Gandalf, Saruman oder Radagast zu den Maiar, höhere Wesen, die von den Göttern (Valar) nach Mittelerde gesandt wurden, um dort Gutes zu wirken, oder einfach nach dem Rechten, also dem Willen der Valar, zu sehen. Man kann sie mit Engeln vergleichen, oder im gnostischen Sinn mit Agenten (Archonten) des Demiurgen, die in Matrix oder His Dark Materials allerdings bekanntermaßen die Bösen sind. Je nach dem auf welcher Seite man steht, kann das in unserer Welt dazu führen, dass zum Beispiel Luzifer einmal der Teufel und einmal der Lichtbringer ist.

Huan gehört jedenfalls zu den Guten. Er hat wie alle Maiar besondere Fähigkeiten: er ist nahezu unverwundbar, kann seine Gestalt ändern und beherrscht die Elbensprachen Sindarin und Quenya. Huan freundet sich in Mittelerde mit der Elbin Lúthien an, der er daraufhin stets folgt und sie bewacht. Als Beren in der Festung Saurons gefangen gehalten wird, machen sich Lúthien und Huan auf dem Weg, um ihn zu befreien.

Dort muss er sich den Wölfen Saurons stellen, die er alle bezwingt. Selbst Draugluin, der Stammvater der Wölfe wird von dem Maiar niedergerungen. Und damit ist auch schon Schluss mit spoilern! Huan ist jedenfalls ein toller Hund!

Dank an dieser Stelle an den Tolkien-Kenner Maurice Mosqua (er ist zudem begnadeter Illustrator).

Der Wolf und der Schäfer

Die Rolle und die Eigenschaften des Hundes in der neuzeitlichen Literatur und hier im Speziellen in Fantasy und Science-Fiction sind in der Regel also, dem Menschen als Wachhund zu dienen, als Jagdbegleiter oder als Hütehund. Sie sollen mögliche Feinde abschrecken und ihrem Herrchen oder Frauchen treu zur Seite stehen. Nicht selten wird ihnen neben der Treue auch Einfältigkeit zugeschrieben. Das war schon bei Hylax so, der wie Reineke Fuchs oder Adebar eine deutsche Fabelfigur darstellte. Wie jedem Fabelwesen werden auch Hylax bestimmte Eigenschaften zugewiesen. In seinem Fall sind es die genannte Treue und Einfalt. Und dabei taucht Hund Hylax nur ein einziges Mal in einer Fabel von G. E. Lessing “Der Wolf und der Schäfer” auf. In dem Fünfzeiler hat Hylax einen Satz, in dem er dem Schäfer deutlich macht, dass er auf das Gejammere des Wolfes hereingefallen ist. (www.gutenberg.spiegel.de/Fabeln)

 

Hunde in der neueren Literatur und Fantasyliteratur lassen sich demnach in folgende Kategorien einteilen:

Kategorie A: Der Begleiter und Beschützer des Menschen

Kategorie B: Der Begleiter mit besonderen Fähigkeiten

Kategorie C: Der Ausgestoßene und der Survivor

Kategorie D: Der Dämon und Killer

treuer Hund: Hachiko

Carolin Brinkmann

A: Der Hund als treuer Begleiter

In den meisten Fällen ist der Hund der Begleiter des Menschen wie in dem Klassiker Lassie oder den Werken von Joan Hiatt Harlow, die eine ganze Reihe von Büchern geschrieben hat, in denen tapfere Hunde in schwierigen Zeiten an der Seite Heranwachsender stehen, sie beschützen oder schwierige Aufgaben vor meist dramatischen historischen Ereignissen übernehmen. Darunter ‘The Watcher’, Star In The Storm’ oder ‘Blown Away’.

Auch ein Mitglied der Enterprise Crew hat einen treuen Begleiter. Es ist der Beagle Porthos, den sich der Kommandant Jonathan Archer an Bord der NX-01 als Haustier hält.

Porthos ist mehr Freund als Hund, wird von Archer verwöhnt und nimmt sogar an Außenmissionen Teil, damit er ein bisschen Auslauf hat. Eine dieser Missionen wird ihm zum Verhängnis, weil er sich dabei mit einem lebensgefährlichen Virus infiziert, aber zum Glück kann die Medizin aus dem Star Trek Universum den kleinen Kerl retten.

Dann gibt es Sam in ‚I am Legend‘. In dem SF-Debüt von 1954 von Richard Matheson, veröffentlicht 1954, findet der Protagonist, der aufgrund seiner Immunität als Einziger eine Virenerkrankung überlebt hat, die den Rest der Menschheit in Zombies verwandelte, einen verletzten Hund in der Nachbarschaft. Er versucht, ihn gesund zu pflegen, dennoch kommt Sam nicht durch und stirbt. Robert stürzt darauf in eine schwere Sinnkrise, die für den weiteren Verlauf von Bedeutung ist. Der Hund hat also einen relativ kurzen Auftritt. Dass ich ihn dennoch erwähne, liegt natürlich daran, dass in der Verfilmung von Francis Lawrence mit Will Smith nicht der Hund, sondern auch seiner Rolle mehr Raum gegeben wird. Er ist für lange Zeit ein sehr wichtiger Begleiter für Robert, der einzige Bezug zu seinem vorherigen Leben und ein Freund, auf den er sich verlassen und mit dem er ‚sprechen‘ kann. Er ist so eine Art Kommissar Rex für den Zuschauer und stellt wie auch alle anderen Tiere im Film den Bezug zu einer Welt her, die noch nah und direkt am Ursprung und der Natur ist. Auch hier übernimmt das Tier die Funktion, den Menschen zum Nachdenken und bestenfalls Umdenken anzuregen.

Der treueste Hund der Welt

Die Geschichten der treuesten Hunde schrieb aber die Wirklichkeit selbst. Eine davon ist verfilmt worden. Natürlich ist die Rede von Hachiko. Der Hund, der bis zu seinem eigenen tragischen Tod auf seinen längst verstorbenen Herren gewartet hat, rührte Millionen zu Tränen. Sowohl in Tokio am Westbahnhof, an dem Hachiko immer gewartet hat, als auch am Bahnhof seines Geburtsortes in der Präfektur Akita wurde ihm eine Statue aufgestellt.

Lesléa Newman hielt die wahre Geschichte in Romanform unter dem deutschen Titel ‚Hachiko: Der treueste Hund der Welt‘ fest.

Ein weiterer so treuer Hund ist Greyfriars Bobby aus Schottland. Ob es ihn wirklich gab oder ob er lediglich den Tourismus anfeuern sollte, darüber streiten Historiker noch. Nichtsdestotrotz wurde auch Bobby ein Denkmal gesetzt und seine Geschichte wurde unter anderem in einem Roman von Eleanor Stackhouse Atkinson verewigt, und es gab mehrere Verfilmungen seines Lebens, darunter der Disneyfilm ‚Die wahre Geschichte eines Hundes‘ aus dem Jahr 1961. In der Lassie-Folge ‚Lassie in Not‘ wird auf die rührende Geschichte ebenso zurückgegriffen. Bobby gehörte demnach dem Polizisten John Gray und er soll nach dessen Tod 1858 vierzehn Jahre an dessen Grab verbracht haben. Einzig zur Mittagspause, die durch die Abfeuerung der Ein-Uhr-Kanone angekündigt wurde, soll er seinen Platz am Grab verlassen haben, um zum Coffee House in der Altstadt von Edinburgh zu gehen und sich dort sein Mittagsessen abzuholen.

Auch Odysseus Hund Argos hat übrigens 20 Jahre auf seinen Herren gewartet. Halb von Ungeziefer zerfressen, ist er der einzige, der Odysseus bei seiner Rückkehr erkennt und nach einem kurzen Aufbäumen zu dessen Füßen stirbt. Solche Geschichten sind als literarisches Motiv also nicht unbekannt.

Superdog

© DC

B: Begleiter mit besonderen Fähigkeiten

Einer der bekanntesten Hunde in der neueren Fantasyliteratur ist wohl Gaspode aus Terry Pratchetts Scheibenwelt.

Gaspode ist ein Straßenköter aus Ankh-Morpork, dessen Wesen durch magische Strahlung verändert wurde. Durch sie hat er Intelligenz erlangt und die Fähigkeit zu sprechen, was ihm auch den Beinamen "Der Wunderhund" einbrachte. Ein besonderer Umstand der Menschen, die in Ankh-Morpork leben, nämlich, dass deren Wahrnehmung mehr von ihrem Wissen, denn ihrer Sinneseindrücke beeinflusst wird, macht sich Gaspode gnadenlos zu Nutze. Obwohl sie den Hund sprechen hören, wissen sie doch, dass das unmöglich ist. Wenn, dann kann es nur die innere Stimme sein, die ihnen sagt, sie sollten dem armen Hund unbedingt etwas zu Essen oder ein paar Münzen für Futter geben. Das funktioniert meist hervorragend. In einer Szene bringt er sogar Victor Tugelbend dazu, ihm ein paar Münzen für sein Harmonika-Spiel in den Hut zu werfen, bevor der Zauberschüler und angehende Filmstar es bemerkte. Im 10. Scheibenweltband ‚Voll im Bilde‘ (Originaltitel: Moving Pictures) verhilft Gaspode Tugelbend zu Ruhm als Schauspieler in den Studios des Flughund-Jahrhunderts.

Dug, der Hund aus dem Disney Pixar Animationsfilm Up ist eigentlich der Hund des Widersachers Charles Muntz. Aber seine Sehnsucht nach Liebe und einem neuen Besitzer, treibt ihn in die Arme des alten Carl und dem 8-jährigen Russel. Durch ein besonderes Halsband, das er trägt, eine Erfindung seines Besitzers, werden seine Gedanken in gesprochen Sprache übersetzt. KATZE!!! (im Original ist es übrigens ein Eichhörnchen)

Was Huan, Gaspode und Dug gemein ist, ist dass sie sprechen können. Sie sind Hunde in einer Fantasywelt, in denen Menschen die Hauptakteure sind. Sie fallen also in die Kategorie B. Ihr Auftritt ändert das Genre jedoch nicht. Es wird nicht von der Fantasy zur Tierfantasy. Aber durch ihre Fähigkeit, mit den Menschen durch Sprache zu kommunizieren, übernehmen sie eine wichtige Vermittlerfunktion zwischen den Welten und zwischen den Genres. Sie zeigen den Menschen die Welt aus ihrer Sicht.

Superdog Krypto

Auch Superman hat einen Hund, und wie sollte es anders sein, er hat nicht nur Superkräfte, sondern sein Name weist einen direkten Bezug zu seiner Herkunft hin. Er heißt nämlich Krypto. Aber bestimmt heißen nicht alle Hunde auf Krypton so.

Supermans Krypto hat jedenfalls seine größte Rolle an der Seite von dem noch jugendlichen Superboy in den Superboy-Comics. Dort tritt er als ständiger Begleiter des heranwachsenden Superman auf, der ihn bei seinen Abenteuern tatkräftig unterstützt. In den eigentlichen Superman Comics ist er nicht so häufig zu sehen. Aufgrund seiner Beliebtheit wurde ihm aber eine eigene Comicserie namens Superdog gewidmet. Und ab 2005 erhielt Krypto sogar eine eigene Zeichentrickserie.

Er weist die gleichen Superkräfte auf wie sein Herrchen Clark, trägt den Tarnnamen Skip und ist auch genauso intelligent. Allerdings kann er nicht sprechen. Seine Gedanken werden dem Leser durch Gedankenblasen gezeigt.

Graphic-Novel-Serie Sandman von Neil Gaiman

Auszug aus der Graphic-Novel-Serie Sandman von Neil Gaiman

Dream, Destruction, Desire, Destiny und Death

Der beliebte Beagle Gromit aus der Knetanimationsserie von Nick Park aus den Aardman Studios kann nicht sprechen und dennoch erscheint er im Vergleich zu Wallace der intelligentere von den beiden zu sein. Gromit kommuniziert durch seine starke Mimik, die an Buster Keaton erinnert, er hat in Dogwarts studiert und wenn es die Aufgabe verlangt, tritt er auch mal in Kleidung auf, einem Regenmantel, situationsbedingte Schutzkleidung oder Berufskleidung.

Gromit ist Linkshänder, liebt das Stricken, puzzelt gerne und liest Fachbücher oder Werke der Weltliteratur. Ein sehr intelligentes Kerlchen also und somit auch ein eindeutiger Kategorie-B-Kandidat.

In der Graphic-Novel-Serie Sandman von Neil Gaiman, die Ende der 1980er, Anfang der 1990er entstanden, taucht ab dem Comic ‚Kurze Leben‘ (Brief Lifes, 1989) ein sprechender Hund namens Barnabas auf. Barnabas ist der Beschützer und Lieblingshund von Delirium. Als diese sich einmal verlief, sucht Barnabas sie überall in der Wachwelt, erfolglos. So begibt er sich in die seltsamen und fremdartigen Reiche von Deliriums Geschwistern Dream, Destruction, Desire, Destiny und Death. Er verbringt lange Zeit bei Destruction, einem Künstler und Maler. In einer Szene kritisiert er ein Bild, das Destruction gerade malt auf intellektuelle Weise. Dennoch bleibt er ein Hund, der unter dem Tisch liegt und zu Essen bekommt, was von den Menschen übrigbleibt. Oder anders ausgedrückt, er ist intelligenter als sein Herr und darf trotzdem Hund bleiben. Klingt nach Freiheit pur.

C: Hunde auf der Flucht

Eine weitere bedeutende Kategorie sind Geschichten mit Hunden auf der Flucht. Das scheint ein beliebtes Thema zu sein. Die Hunde sind nicht anthropomorph, aber für den Leser kommunizieren sie untereinander. Dabei geht es häufig um das Thema, dass Hunde entweder nicht gewollt sind und ausgestoßen werden, oder sie entfliehen einer Tierversuchsanstalt oder befreien sich aus der Gefangenschaft von Hundefängern. 

Sie kämpfen darum, entweder ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen oder ein neues liebevolles Zuhause zu finden. 

In der ersten Tierfantasy-Geschichte, die ich als Kind geschrieben hatte, spielten übrigens ebenso zwei Hunde die Hauptrolle. Ein Streuner und einer, der wegen seines zu strengen Herrn von zu Hause weglief. Sie taten sich zusammen, erlebten erst mal kleine Abenteuer, klauten dicke Würste beim Metzger und gingen dann selbst auf Verbrecherjagd, nachdem sie fiese Schurken bei einem Einbruch beobachtet hatten. Sie gehörten also eindeutig in die Kategorie C, plus Tierkrimi.

Beeinflusst war ich damals von dem Vorabend-Cartoonserienhund Fred Basset, der auch als Comicstrip in Tageszeitungen mit dem Namen Wurzel sein Unwesen trieb. Inhaltlich inspirierten mich zudem die Disney-Klassiker 101 Dalmatiner (Pongo und Perdi) und Bernhard und Bianca. Beide sind ja auch so eine Art Tierkrimi.

Fred Basset wurde 1963 von dem schottischen Comiczeichner Alexander S. Graham geschaffen. Die 50-Jahr-Feier fand interessanterweise im Literaturbüro der Stadtbibliothek in Duisburg mit seiner Tochter Arran Graham statt.

Survivor-Dogs

Unter dem Pseudonym Erin Hunter, hinter dem sich verschiedene britische Autorinnen verbergen, darunter Kate Cary, Cherith Baldry und Victoria Holmes, gibt es als Äquivalent zu den Warrior Cats die Survivor Dogs. Von den Survivor Dogs sind bei Beltz bereits 10 Bände erschienen, aufgeteilt in Staffel 1, Band 1-6 und Staffel 2, Band 1-4. Wie bei den Warrior Cats, von denen es bereits unzählige Bände gibt und von denen jedes Buch auf der Bestsellerliste der New York Times stand, kann man auch hier erwarten, dass noch weitere Staffeln und Bände folgen werden. Die Handlungen der Geschichten werden in der Regel von Victoria Holmes entworfen und begutachtet. Ausgangssituation ist ein verheerendes Beben, das die Menschheit vom Ort des Geschehens verschwinden lässt. Die Hunde, die die Naturkatastrophe überlebt haben, tun sich zusammen und müssen von da an erst wieder lernen, auch ohne den Menschen klarzukommen.

Seit 2013 gehört auch Inbali Iserles zum Hunter-Pseudonym, die sowohl für die Cats als auch für die Dogs schreibt. Unter ihrem Echtnamen veröffentlichte die in Israel geborene Iserles unter anderem die in Deutschland bei S. Fischer veröffentliche Tierfantasy-Saga Foxcraft.

Interessanterweise, wie man hier, aber auch bei anderen Titeln sehen kann, dominieren beim Genre Tierfantasy die Frauen. Das finde ich sehr sympathisch. 

Plaque Dogs von Richard Adams

Plaque Dogs von Richard Adams

Plaque Dogs von Richard Adams

Plague Dogs oder Die Hunde des schwarzen Todes wurde von der englischen Wochenzeitung The Observer als der wahre Nachfolger von Unten am Fluss bezeichnet. Hierin entfliehen zwei Hunde, eine Promenadenmischung namens Wuff und ein Foxterrier namens Snitter einer Tierversuchsanstalt im englischen Lake District. Dank der Hilfe eines Fuchses lernen sie in der für sie neuen Wildnis zu überleben. Doch schon bald werden sie von einer Meute Menschen gehetzt, aufgescheucht von einem erfolgsgierigem Journalisten, der das Gerücht in die Welt setzt, die beiden entflohenen Hunde hätte die Beulenbest (Plague).

Ein klassisches Plädoyer für Tierschutz und gegen Tierquälerei. Plague Dogs wurde vom gleichen Trickfilmstudio verfilmt wie Watership Down, hat aber nie die gleiche Bedeutung erlangt und fiel auch bei den Kritikern durch. 

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Flawed Dogs

Der mit dem Pulitzer Preis ausgezeichnete Cartoonist Berkley Breathed hat ein Buch über einen Dackel geschrieben, der eine Menge Macken hat. Unter anderem wurde in einer Tierversuchsstation sein hinteres Bein gegen eine Suppenkelle ersetzt mit der er fortan durch über Stock und Stein klackern muss. Der Dackel namens Sam flieht vor einer Witwe, die scharf auf sein besonderes Nackenfell ist, lernt seine Traumhündin kennen, muss sich in einem Hundekampf stellen und gewinnt am Ende den Schönheitswettbewerb in einer Hundeshow in Westminster, Neu-England. Der 200-seitige Roman ist nicht mit Breatheds Bilderbuch Flawed Dogs zu verwechseln, das in Reimen ‚lediglich‘ die Charaktere vorstellt, die in dem später bei Puffin Books, New York, erschienen Buch in Prosa auftreten.

Isle of Dogs von Wes Anderson, mit seiner brillanten Umsetzung als Stop-Motion-Animationsfilm, ist ein sehr aktuelles Beispiel für dieses Thema. Dort werden alle Hunde auf einer Insel ausgesetzt, unter dem Vorwand einer gefährlichen Hundegrippe und weil sie Flöhe in der Stadt verteilen würden.

Die Situation erinnert an die Straßenhunde in Rumänien, die einst aus politischen Gründen des Ceaușescu-Regimes auf der Straße landeten und jetzt unter fadenscheinigen Begründungen aus dem Straßenbildern wieder verschwinden sollen. Eingepfercht in riesigen staatlichen Tierheimen, dürfen sie seit 2013 nach vierzehn Tagen getötet werden, wenn sich niemand findet, der sie aufnimmt. Hundefänger bekommen pro eingefangenem Hund 50 Euro. Das Geschäft ist für sie so erträglich, dass sie auch Hunden nachstellen, die einen Besitzer haben. Das wäre auch mal ein Thema für ein Buch.

Abschließend sei noch kurz die 4-bändige Serie von Christopher Holt ‚The Last Dogs‘ erwähnt. Auch darin sind die Menschen verschwunden und die Hunde müssen, auf sich alleine gestellt, um ihr Überleben kämpfen.

Alle genannten Titel sind Geschichten über Hunde, die in einer Menschenwelt spielen, aber in denen sie nicht an der Seite der Menschen auftreten, sondern entweder von ihnen aufgegeben, ausgesetzt oder gejagt werden, weil sie aus menschlicher Sicht gefährlich sind oder weil sie aus Tierversuchsanstalten geflohen sind und wieder eingefangen werden müssen. Der Mensch ist hier nicht der Freund, sondern der Feind.

D: Killer- und Dämonenhunde

Trotz des Wandels der Bedeutung und Funktion von Geschichten mit Hunden, sind auch Killer- und Dämonenhunde nach wie vor beliebt. Und natürlich haben auch sie nichts mit dem Genre Tierfantasy zu tun, sondern gehören zur Grusel- und Horrorliteratur. Darunter finden sich Klassiker wie ‚Der Hund von Baskerville‘ genauso wie die Horrorstreifen ‚Dogs‘, ‚Rottweiler‘, ‚Dogs of Hell‘, ‚Breed‘, ‚The Pack‘ oder, bekannter bei einem breiteren Publikum, ‚Die weiße Bestie‘ (später ‘Der weiße Hund von Beverly Hills‘) mit dem 80er-Jahre Teenie-Star Kristy McNichol. Nicht vergessen ist der Höllenhund in Stephen Kings ‚Black House‘ oder aus gleicher Feder der tollwütige ‚Cujo‘.

Aber auch die High-Fantasy hat neben Tolkiens Huan Geschichten zu bieten, in denen unheimliche Hunde einen bedeutenden Auftritt haben. Ich spreche von dem Epos ‚Das Spiel der Götter‘ (Original: Malazan – Book of the Fallen), eine Reihe von mittlerweile 17 Bänden, in Deutschland erschienen bei Blanvalet, von Steven Erikson und Ian Esslemont. Darin erscheinen gleich ganze Hundearmeen, darunter die Hunde der Dunkelheit (Deragoth), die Hunde des Schattens, und als Gegenpol die Hunde des Lichts. Sie sind extrem machtvoll, wild und im Kampf unerbittlich. Jede Gruppierung hat ihre eigenen Akteure, die namentlich benannt sind und verschiedene Rollen in der Rudelhierarchie einnehmen. Sie gehorchen dabei den Meistern ihres jeweiligen ‚Gewirrs‘ (orig. Warren), ein Gefilde, aus dem Magier, Priester, Schamanen und andere, die Magie wirken, ihre Kraft beziehen. Durchaus also vergleichbar mit den Valar und Maiar im Silmarillion. Nur krasser!

Pugmire von Autor Eddy Webb

Pugmire von Autor Eddy Webb

Tierfantasy

Aber was ist jetzt mit reiner Hunde-Tierfantasy? Die haben ja nicht mal eine eigene Kategorie? Nachdem wir uns die typischen in der Literatur verarbeiteten Eigenschaften von Hunden, der Killer, der Wächter, der treue Begleiter und den Survivor angeschaut haben, bleibt natürlich die Frage: gibt es überhaupt Hundegeschichten, die reine Tierfantasy-Stories sind? In denen die Menschen also durch Hunde ersetzt werden? Ja, gibt es, aber sie sind rar gesät.

Zu nennen ist Erin Soderbergs Fantasy-Serie Puppy Pirates. Die Chapter-Books richten sich an sehr junge Leser. Die Autorin aus Minneapolis hat bereits 10 Bände mit den freibeuterischen Welpen verfasst. Erschienen sind sie bei Penguin Random House, der New Yorker Schwester von Bertelsmanns Random House Verlagsgruppe aus München. Hauptrolle spielt der Goldendoodle, eine Kreuzung aus Golden Retriever und Pudel, namens Wally, der auf einem bunten Haufen von Welpen geführten Piratenschiff anheuert und beweisen muss, dass er Hund genug ist, ebenfalls ein Pirat zu werden. Den Goldendoodle namens Wally gibt es übrigens wirklich. Er ist Mitglied der Soderberg-Familie.

Etwas ganz Besonderes aber ist Pugmire von Autor Eddy Webb und Illustrator Richard Thomas, denn hier befinden wir uns in einer echten und reinen Tierfantasywelt mit Hunden. Allerdings gibt es Pugmire weder als Buch noch als Comic noch als Film. Es ist ein Tabletop Rollenpiel, und wie sein Tierfantasy-Äquivalent Armello ausgestattet mit einer Reihe herausragender Illustrationen.

Erfinder und Entwickler Eddie Webb hat das Game zur Finanzierung auf Kickstarter vorgestellt und mit knapp 200.000 Dollar erfolgreich finanziert bekommen.

Produziert wird es von Eddie Webbs Studio Pugsteady und Onyx Path Publishing. Die Regeln basieren auf der 5. Ausgabe von Dungeons and Dragons. 2018 wird es eine Weiterentwicklung zu Pugmire geben. Die Kickstarter Kampagne dazu wurde ebenfalls bereits sehr erfolgreich abgeschlossen. Aber dazu mehr im nächsten Artikel dieser Reihe.

 

Abschließend kann man feststellen, dass innerhalb der Tierfantasy Hunde, bis auf sehr wenige Ausnahmen, an der Seite oder in der Welt von Menschen anzutreffen sind. Es scheint als würde der Hund an sich, ohne den Menschen, nicht genügen. Das ist kein Vorwurf. Autoren von Hundegeschichten schreiben lediglich das, was sie vorfinden. Hunde haben ohne den Menschen keine eigene Welt. Bei einem Blick auf andere Tierarten in der Tierfantasy sieht das schon ganz anders aus. Green Ember von S. D. Smith zum Beispiel ist Tierfantasy, die in einer reinen Hasenwelt spielt. Ähnlich ist es mit den Mäusen in den bereits erwähnten Titeln wie Redwall und Mouseguard. Oder auch bei den Füchsen in der magischen Welt von Foxcraft, der Fledermaus in Silberflügel, der Eulen in Legende der Wächter, der Wölfe in Curtis Joblings Wereworld-Saga oder in Wolves of the Beyond von Kathryn Lasky. Sie alle kommen in ihren Geschichten ohne den Menschen aus, weil sie auch in der wirklichen Welt ohne den Menschen auskommen. Sie sind wild, unabhängig und müssen sich nur mit ihrer Natur und anderen Tieren auseinandersetzten. Hunden traut man das offenbar nicht zu. Alles was sie tun, tun sie nur in Bezug zum oder wegen dem Menschen. Und dabei wissen doch gerade wir Menschen, welch unterschiedliche Typen und Charaktere es bei den Hunden gibt. Wie man bei den Illustrationen zu Pugmire sieht, ließen sich daraus ganz fantastische Geschichten aus einem Hundeland schreiben. Ich bin jedenfalls gespannt, was da noch kommen mag.

Hmmmm … vielleicht schreibe ich auch einfach selbst eine!

 

P.S.

Ein letztes Wort noch zum Genre an sich und weil es mich nach wie vor beschäftigt: die Frage, wann Fantasy zur Tierfantasy wird. Eine Reihe der genannten Titel bleiben natürlich bei ihrem Genre. Star Trek bleibt Science-Fiction, selbst wenn Porthos darin einmal die Hauptrolle spielte. Was aber ist mit den Schweinen im Weltall? Ist das noch Science-Fiction? Würde es ein Buch mit ihnen geben, welchem Genre würde man es zuordnen? Wahrscheinlich ginge es ihnen wie den Tieren in Rocking the Forest. Allein die Vorstellung birgt schon so viele Lacher, dass sie weder dem einen noch dem anderen Genre zugeordnet werden könnten, sondern ein eigenes bekämen: Funny Fantasy.

Aber Science-Fiction nur mit Tieren? Was wäre das? Ich habe noch keine Antwort darauf gefunden. Hmmmm … 

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