Fünf phantastische Bücher über … Bücher

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BUCH

Fünf Fantasy-Bücher über … Bücher


Wir Leser lieben Bücher. Wir horten sie wie Drachen das Gold. Ausflüge in die magischen Welten zwischen zwei Buchdeckeln sind oft aufregender als Abenteuerurlaube. Und fast jeder Leser hat sich sicher schon mal gewünscht, wirklich mit Haut und Haar in einen Roman abzutauchen – ganz so, wie es die Figuren der nachfolgenden Bücher können ...

Die Buchspringer von Mechthild Gläser

Mechthild Gläsers Heldin Amy liebt es, in Büchern zu verschwinden. Das ist bei ihr wörtlich zu verstehen, denn sie kann tatsächlich in die fiktiven Welten von Büchern reisen und Einfluss auf deren Handlungsverlauf nehmen. Amy ist eine Buchspringerin und hält mit den Figuren aus den Werken von Charles Dickens, Jane Austen & Co. gern einmal ein Schwätzchen. Als eine Serie von Verbrechen zunächst erst die Buchwelt, dann auch unsere Realität erschüttert, liegt es an ihr, den Täter zu entlarven und aufzuhalten – ehe es mit der Weltliteratur den Bach runtergeht.

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Tintenherz von Cornelia Funke

Nicht in ein Buch springen, sondern Gegenstände und Wesen aus einem Buch herauslesen kann Mo. Zumindest im ersten Band von Cornelia Funkes beliebter Tinten-Trilogie. Er ist eine sogenannte Zauberzunge. Um seine Fähigkeiten einzusetzen, muss er aus einer Geschichte laut vorlesen. Diese Begabung ist jedoch nicht ungefährlich. Denn vor vielen Jahren hat Mo nicht nur mehrere Figuren aus einem Roman herausgelesen. Zeitgleich verschwanden seine Frau und ihre Katzen in die Buchwelt. Für jeden Gegenstand, der aus seiner Welt herausgelesen wird, verschwindet einer aus der unseren. Tintenherz ist der Titel jenes Buches, durch das Mo damals seine Frau verloren hat. Und mit seiner Hilfe hoffen nun die in den falschen Welten gestrandeten Figuren, ihren Weg nach Hause zurückzufinden.

Die Buchmagier von Jim C. Hines

Ein ähnliches Konzept wie Funke verwendet Jim C. Hines in seiner Urban Fantasy. Weil er der Idee einen ganz eigenen Dreh verpasst, ist der Blick in Die Buchmagier auch für Tintenherz-Fans sehr empfehlenswert:

Buchmagier haben die besondere Fähigkeit, ein Buch zu einem Portal werden zu lassen, durch das sie in die Geschichte hineingreifen können, um Gegenstände daraus herauszuholen – wenn diese klein genug sind, um durch dieses Portal in der Größe des Buches zu passen: Magische Schwerter, kostbarer Schmuck oder giftige Spinnen sind zum Beispiel kein Problem. Ein Einhorn bekäme man hingegen nie durch ein solches Portal. Hines spickt seine Handlung mit einer Popkultur-Referenz nach der anderen. Welche Rolle Johannes Gutenberg bei all dem spielt, müsst ihr selbst herausfinden.

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Die Spur der Bücher von Kai Meyer

Tränen, die man bei der Herstellung von Papier verwendet, um bei den Lesern von Büchern, die daraus gemacht werden, größere Gefühlsregungen hervorzurufen; Menschen, die von einem Ort an einen anderen reisen, indem sie durch Bücher springen; auserwählte Bibliomanten, die mit Hilfe von Geschichten Magie wirken, indem sie die sogenannten Seitenherzen in Romanen und Penny Dreadfuls spalten:

In einem viktorianischen Alternativ-London lebt die junge Mercy Amberdale, die als Kind von einem Buchhändler adoptiert wurde. Als einer ihrer Nachbarn unter mysteriösen Umständen ums Leben kommt, muss sie tief eintauchen in die Welt der Wortmagier. Kai Meyer hat ein wunderbares Universum geschaffen, das Bibliophile sofort verzaubert. Die Spur der Bücher ist ein Prequel zu seiner Bibliomantik-Trilogie Die Seiten der Welt, kann aber auch unabhängig davon gelesen werden.

Die unendliche Geschichte von Michael Ende

Dieser Artikel wäre nicht vollständig ohne die Nennung von Michael Endes Klassiker. Im Antiquariat von Herrn Koriander findet der introvertierte Bastian das Buch mit dem vielversprechenden Titel Die unendliche Geschichte. Beim Lesen wird das magische Reich Phantasien für ihn nicht nur immer greifbarer. Darüber hinaus stellt er fest, dass seine Wünsche den Fortgang der Handlung beeinflussen können – und gelangt schließlich selbst in die verzauberte Buchwelt, um sein eigenes Abenteuer zu bestehen. Die unendliche Geschichte ist Endes vielleicht berühmtestes Buch, aber auch eines, mit dem er große Schwierigkeiten hatte. Fast drei Jahre schrieb er am Manuskript. In dieser Zeit verwarf er zahlreiche Szenen und wusste lange Zeit nicht, wie er seinen Protagonisten wieder aus der Buchwelt herausfinden lassen sollte, in die er ihn zuvor warf. Wir als Leser haben es da einfacher. An der Seite von Bastian werden wir selbst zu den Entdeckern einer unsterblichen Welt.

 

In welche Buchwelten würdet ihr euch gern Hals über Kopf stürzen?

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