Fünf Fantasy-Bücher mit epischen Schlachten

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Fünf Fantasy-Bücher mit epischen Schlachten


Was wäre Der Herr der Ringe ohne die Kämpfe um Gondor? Zwar gehört es zu den schönen Pointen von Tolkiens Meisterwerk, dass die Kämpfe nur vom Ringträger und seiner Mission ablenken sollen. Dennoch zählen Schlachten seitdem zu den wichtigsten Elementen in Fantasy-Romanen. Doch längst nicht jeder Autor kann oder will ganze Schlachten beschreiben. In so manchem Buch konzentrieren sich die Ereignisse auf kleine Kämpfe und die große Auseinandersetzung wird vernachlässigt. Die wahren Meister der Schlachtbeschreibung schaffen es hingegen, sowohl die Perspektive der einfachen Kämpfer einzunehmen als auch die der Kommandanten, die durch ihre Entscheidungen das große Geschehen beeinflussen möchten. Gelungene Beispiele dafür gibt es – blicken wir auf fünf Fantasy-Bücher mit epischen Schlachten.

Heldenklingen von Joe Abercrombie

Die Schlachten zwischen Nordmännern und Union gehören zu den Höhepunkten der Klingen-Romane von Joe Abercrombie. Eines der Bücher dreht sich komplett um ein Aufeinandertreffen zweier Heere: Heldenklingen. Drei Tage dauert die Schlacht – ganz wie die Schlacht von Gettysburg im Amerikanischen Bürgerkrieg. Sie ist auch sonst eine wichtige Vorlage für Abercrombie. So spielt zum Beispiel das Gelände eine große Rolle. Dass es überhaupt zur Schlacht kommt, liegt auch daran, dass die Nordmänner die Anhöhen im Tal von Osrung halten.

Wer die Schlacht gewinnt, darüber entscheidet zu einem Großteil das Durchhaltevermögen. Um durchhalten zu können, müssen beide Seiten ihre Schlachtreihe halten. Sobald einer der beiden Flügel oder das Zentrum nachgeben, ist es vorbei. Abercrombie beschreibt anschaulich die Versuche, die gegnerischen Reihen zu sprengen. Tapferkeit und Feigheit, Glück und Pech – sie alle spielen eine Rolle. Zum Beispiel, wenn eine Nachricht des Kommandeurs nicht ankommt, weil ein verirrter Pfeil den Boten trifft …

Der Drache erwacht von Miles Cameron

Eigene Erfahrungen im Militärdienst und das Studium der mittelalterlichen Geschichte sind die beiden Pfunde, mit denen Miles Cameron in seinen Schlachtbeschreibungen wuchern kann. Seine Saga um den Roten Ritter strotzt nur so vor Kämpfen, seien es Turniere, Duelle, Scharmützel, Belagerungen oder Feldschlachten. Anfangs hat es den Anschein, als ginge es um den Kampf zwischen Wildnis und Zivilisation. Doch mit der Zeit wird enthüllt, wer wirklich um die Macht streitet.

In Der Drache erwacht ist bereits klar, gegen wen der Rote Ritter ins Feld zieht. Im Buch kommt es zu verschiedenen Schlachten, die größte folgt natürlich am Ende. Die Vorbereitung und das Wetter spielen für den Ausgang ebenso eine Rolle wie das Kampfgeschick und die Magie.

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Der Prinz aus Atrithau von R. Scott Bakker

Der Krieg der Propheten von R. Scott Bakker zählt zu den herausragenden Fantasy-Werken der vergangenen 20 Jahre. Meisterhaft schildert der Autor, wie sich in Eärwa, dem Land der drei Meere, eine Koalition bildet, die in einen heiligen Krieg ziehen will. Dabei verfolgen die Heerführer und die Herrscher, die sie ausgewählt haben, ganz unterschiedliche Ziele. Und hinter dem Kreuzzug verbirgt sich noch ein viel größerer Konflikt.

In Der Prinz aus Atrithau, dem zweiten Band, kommt es im heiligen Krieg zur ersten Begegnung mit dem Feind. Dieser bedient sich einiger Listen und stellt Fallen, die ohne Luftaufklärung nicht zu erkennen sind. Selten werden Strategie und Taktik so gut in eine Handlung eingebaut wie in diesem Fantasy-Roman.

Im Bann der Wüste von Steven Erikson

Steven Eriksons Spiel der Götter dreht sich anfangs um einen Trupp Soldaten, Brückenverbrenner genannt. Auch im weiteren Verlauf der Reihe spielt immer wieder das Schicksal einfacher Soldaten eine wichtige Rolle. Ihr Umgang mit Gefahr und dem Tod von Kameraden ist eines der großen Themen, die der Autor behandelt.

Steven Erikson kann aber auch sehr gut Schlachten und ihren Verlauf schildern. Zu den schwierigsten militärischen Manövern zählt der Rückzug. In Im Bann der Wüste, dem dritten Band, ist den Truppen, die für das malazanische Imperium kämpfen, von Beginn an klar, dass es nur darum geht, so viele Menschen wie möglich vor den Aufständischen zu retten. Die Soldaten schützen die Zivilisten beim Zug durch die Wüste. Heldenmut und Opferbereitschaft gehören in dieser Schlacht genauso dazu wie die Schrecken des Krieges.

Das Lied des Blutes von Anthony Ryan

Ein Buch, das zunächst im Ordenshaus eines Kriegerordens spielt und die Ausbildung junger Männer zu Kämpfern schildert, wird schon fast zwangsläufig auch Schlachtbeschreibungen enthalten. In Das Lied des Blutes wissen die Leser zwar bereits, dass Vaelin Al Sorna ein Gefangener ist. Doch wie er in die Hand des Alpiranischen Kaisers geriet, ist offen. Ob es bereits in der ersten Schlacht kurz nach Landung der Truppen der Vereinigten Königslande geschah?

Vaelins Truppen bilden den Brückenkopf. Sie müssen den Angriff der kaiserlichen Streitmacht aufhalten, damit die Invasion nicht gleich zu Anfang scheitert. Doch Rabenschatten, so einer der Beinamen Al Sornas, kennt die Bedeutung für die Moral, wenn ein Truppenführer selbst in den Kampf eingreift. Und ohne es zuvor zu ahnen, ändert er durch einen gewonnen Zweikampf den Verlauf der Schlacht entscheidend – und den weiteren Verlauf seines Lebens.

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