Fantasybücher mit untergegangenen Zivilisationen

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Fünf Fantasy-Bücher über untergegangene Zivilisationen


Viele Fantasy-Autoren bauen gerne alte Kulturen in die Handlung ihrer Bücher ein. Wir haben fünf Fantasy-Bücher ausgewählt, in denen untergegangene Zivilisationen eine Rolle spielen.

Wie wichtig Geschichte ist, wissen nicht nur Historiker. Auch in den großen Fantasy-Epen spielt die Zeit, die vor der Handlung lag, eine wichtige Rolle. Fantasy-Autoren, die ganze Welten entwerfen, müssen sich daher auch Gedanken darüber machen, wie ihre Welt früher aussah, wer sie bevölkerte und beherrschte. Fünf phantastische Fantasy-Lesetipps:

Das Spiel der Götter von Steven Erikson

Wohl kaum eine Reihe vermischt so stark die zeitlichen Ebenen und damit verschiedene Zivilisationen wie Das Spiel der Götter von Steven Erikson. Dank der mächtigen Gewirre und gewaltigen magischen Kräften treffen in dem komplexen und spannenden Werk des Kanadiers Steinzeitmenschen und Vertreter der Bronzezeit auf Soldaten, die mit Fetzern ganze Kompanien wegsprengen können.

Auch die Orte, an die der Autor seine Leser führt, sind zum Teil Ruinen untergegangener Zivilisationen oder Städte, die auf älteren Ansiedelungen errichtet sind. Faszinierende Welten, die in der deutschen Übersetzung auch noch längst nicht zu Ende erforscht sind.

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Schattenreiter von Marc Turner

Andere Autoren sind dem Vorbild Eriksons gefolgt, so etwa Marc Turner. In Schattenreiter, dem ersten Band seiner Trilogie um die Lande des Exils, geht es um ein magisches Buch. Dieses Buch der verlorenen Seelen ermöglicht es, Tote wiederauferstehen zu lassen. Die Macht dazu wünschen sich viele, von menschlichen Herrschern bis zu den Göttern. Und der Gott des Todes möchte sich den Einfluss über seine Domäne nicht entreißen lassen. Durch die Erweckung Verstorbener kommen auch alte Konflikte wieder hoch – zwischen eigentlich längst untergegangenen Kulturen.

Die Stadt der tausend Treppen von Robert Jackson Bennett

Um Religion und Kolonialgeschichte geht es in Die Stadt der tausend Treppen. Robert Jackson Bennett erzählt die Geschichte vordergründig als Kriminal- und Spionageroman. Die Handlung spielt in Bulikov, der Stadt der Treppen. Früher galt die Stadt als heilig. Doch im Krieg der Niederwerfung der Götter wurde sie zerstört. Treppen, die ins Leere führen, erinnern noch daran, dass Bulikov in seiner Blüte ganz anders aussah.

Die Stadt und ihre Geheimnisse erforschen die Leser aus der Perspektive von Shara, die als Ermittlerin den Mord an einem Vertreter der Kolonialmacht untersucht. Dabei macht sie sich einige Feinde, weshalb es gut ist, dass der kleinen, taffen Frau ein großer starker Leibwächter zur Seite gestellt ist. Am Ende kommt es zum Showdown inmitten der Überreste des untergegangenen Bulikovs.

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Die verborgene Stadt Percepliquis von Michael J. Sullivan

Was kann gegen einen unbesiegbaren Feind helfen, der unaufhaltsam auf die eigene Hauptstadt zumarschiert? In Die verborgene Stadt Percepliquis ist es ein magisches Artefakt. Das Horn, das die Elben stoppen kann, soll in den Ruinen einer untergegangenen Metropole liegen. Ein kleiner Trupp bricht im sechsten und letzten Band der Riyria-Reihe auf, die verborgene Stadt zu finden.

Die Helden finden nicht nur Percepliquis, sondern machen in den Überresten eines früheren Zeitalters auch noch andere überraschende Entdeckungen. Wie die untergegangene Zivilisation einmal aufgebaut wurde, enthüllt Michael J. Sullivan in einer weiteren Reihe, der Zeit der Legenden.

Die Republik der Diebe von Scott Lynch

In der Reihe der Gentleman-Ganoven geht es in erster Linie um Diebesgeschichten. Locke Lamora und Jean Tannen sind das Duo, das in allen drei bislang erschienenen Büchern im Mittelpunkt steht. Ihre Coups führen sie in jedem Buch an unterschiedliche Schauplätze: Camorr, Tal Verrar und Kathain. Lynch beschreibt die Städte zum Teil sehr ausführlich. Sie sind recht unterschiedlich, zugleich aber dadurch verbunden, dass es in allen dreien Spuren älterer Zivilisationen gibt. Um welche es sich handelt und welche Bedeutung sie haben, thematisiert der amerikanische Autor nicht. Noch nicht. Doch es sollen ja einmal sieben Bände mit Locke werden.

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