Fünf Fantasy-Bücher mit epischen Belagerungsszenen

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Fünf Fantasy-Bücher mit epischen Belagerungsszenen


Sie darf in den meisten epischen Fantasy-Romanen nicht fehlen: die ausgiebige Belagerungsschlacht. Hier zeigen wir fünf Fantasy-Bücher mit unvergessenen Belagerungsszenen.

Anders als offene Feldschlachten können Belagerungen kurz dauern oder sich in die Länge ziehen. Da in der Regel auch Zivilisten mit eingeschlossen sind, bietet sich Fantasy-Autoren die Chance, ganz unterschiedliche Schicksale zu schildern. Die Verteidiger sind zumeist in der Unterzahl, also der David, gegen das große Heer der Angreifer, dem Goliath.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wie eine Entscheidung in einer Belagerung fallen kann: Die Angreifer stürmen erfolgreich die Burg oder Stadt, sie gelangen durch Verrat hinter die Mauern, den Verteidigern oder Angreifern gehen die Vorräte aus, ein Ersatzheer befreit die Belagerten oder die Verteidiger brechen den Belagerungsring und flüchten. So viele Möglichkeiten, so viele herausragende Bücher, von denen hier fünf vorgestellt werden:

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Der Herr der Ringe von J. R. R. Tolkien

Tolkien hat nicht nur die Fantasy insgesamt stark geprägt – die Belagerung von Minas Tirith beeindruckt auch heute noch und ist Vorbild für viele moderne Werke. Die Hauptstadt Gondors scheint mit ihren sieben Mauerringen unüberwindlich zu sein. Zahlenmäßig sind die Verteidiger den Horden aus Mordor jedoch klar unterlegen. Die Anwesenheit der Nazgul schwächt die Belagerten, die zudem unter den Auswirkungen psychologischer Kriegsführung zu leiden haben: Die Angreifer schleudern die Köpfe gefallener Soldaten über die Mauern. Als dann noch das Stadttor fällt, scheint alles verloren zu sein. Zum Glück für Gondor trifft Verstärkung in Gestalt des Reiterheers aus Rohan und des Schattenheers Aragorns ein. Durch die Schlacht auf dem Pelennor endet die Belagerung schließlich.

Der Herr des Turms von Anthony Ryan

Wie wichtig Symbole für die Moral der Kämpfer sind, zeigt der zweiten Band der Rabenschatten-Chroniken von Anthony Ryan. In Der Herr des Turms haben die Volarianer die Vereinigten Königslande überrannt. Alltor hält gegen die Invasoren allerdings stand. Sentes Mustor, der Erzfürst von Cumbrael, befehligt die Truppen der Stadt. Seine Nichte Reva ist es jedoch, die mit ihrer Macht, Ausstrahlung und ihrem Bogen die Verteidiger zusammenhält. Ihre Hoffnungen richten sich zudem auf die Nordlande, wo der Herr des Turms residiert. Vaelin al Sorna soll Hilfe nach Süden bringen. Ryan gelingt es, nicht nur die Kämpfe packend zu schildern. Bei ihm wird deutlich, wie wichtig das Durchhaltevermögen für den Ausgang eines Krieges ist.

Der Rote Krieger von Miles Cameron

Was passiert, wenn ein gut ausgebildetes Kontingent von Rittern und Bogenschützen eine Abtei verteidigt, zeigt der Historiker und Ritterexperte Miles Cameron. Der Rote Ritter und seine Elitesöldner müssen sich einer Übermacht aus Kobolden, Lindwürmern und anderen Wesen der Wildnis erwehren. Während sie taktisch und strategisch überlegen sind, sorgen ihre Unterzahl und die übermächtige Magie der Angreifer dafür, dass es für die Abtei knapp wird. Bei allen phantastischen Elementen ist es vor allem beeindruckend, wie fachkundig Cameron die Kämpfe um das belagerte Kloster schildert, etwa die Ausfälle der gepanzerten Reiter.

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Die Schlangenkriegs-Saga von Raymond Feist

Die gesamten Midkemia-Bücher von Raymond Feist sind von Action geprägt. Zahlreiche Kämpfe, Schlachten und Belagerungen durchziehen die Handlung. Die vielleicht stärksten Belagerungsszenen sind dem US-amerikanischen Autor in der Schlangenkriegs-Saga gelungen. Die Smaragdkönigin bedroht darin mit einer riesigen Söldnerarmee und einer Elitetruppen aus Schlangenmenschen Midkemia. In Krondor hat man sich lange auf die Invasion vorbereitet, dabei jedoch kaum Hoffnung gehabt, die Stadt gegen die Übermacht halten zu können. In Band 5 und 6 der Saga werden die verzweifelten Abwehrversuche geschildert, die das Invasionsheer schwächen und möglichst viele Menschen retten sollen.

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Dolch und Münze von Daniel Hanover

Auf fünf Bände bringt es die Serie Dolch und Münze von Daniel Hanover. Bereits im ersten Band fällt eine Stadt an die Angreifer. Und in Vanai beginnt der Aufstieg von Geder. Er gibt den Befehl, die Stadt niederzubrennen – die erste große Grausamkeit, die er begeht. Zusammen mit Spinnenpriestern wird er die Welt mit Krieg überziehen. Dank der Macht der Spinnengöttin können die Krieger aus Antea manche Städte überzeugen, die Stadttore für die Angreifer zu öffnen. Doch in Suddapal leisten die Drachenmenschen Widerstand. Sie sind die Todfeinde der Spinne. In der belagerten Stadt versucht Cithrin, eine geniale junge Bankerin, so viele Kinder wie möglich vor den Angreifern zu retten. Und macht damit sogar weiter, als die Stadt nicht mehr zu retten ist. In Dolch und Münze stehen weniger die Kämpfe im Vordergrund als das Schicksal der Menschen an den umkämpften Orten.

 

Weitere Tipps

Wer originelle Belagerungsmaschinen spannend findet, wird bei Markus Heitz fündig. Sowohl in seiner Zwergen-Reihe als auch in den Albae-Romanen und den beiden Wedora-Büchern sind Belagerungsszenen zu finden. Und Heitz erfindet immer wieder neue Wege, mit denen die Angreifer die Verteidigungsanlagen überwinden wollen.

In seiner Licht-Saga lässt Brent Weeks seine Protagonisten mithilfe von Licht Magie wirken. Der mächtigste Magier ist das Prisma, das alle Farben nutzen kann. In Schwarzes Prisma wendet Gavin Guile seine Magie an, um die Stadt Garriston gegen die Armee des Farbprinzen zu schützen. Er baut ganze Mauern aus magischer Materie. Den Fall der Stadt kann er nicht verhindern, jedoch genügend Zeit erkaufen, dass eine Flotte viele Menschen in Sicherheit bringt. Denn die Belagerung war unvollständig, da der Hafen offen blieb.

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