Was kann ich nach dem Dämonen-Zyklus von Peter Brett lesen?

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Diese Bücher kannst du nach dem Dämonen-Zyklus von Peter Brett lesen


Mit „Die Stimmen des Abgrunds“ endet im April der Dämonen-Zyklus von Peter V. Brett. In Deutschland war es eine der erfolgreichsten Reihen der vergangenen Jahre. Und auch wenn der amerikanische Fantasy-Autor noch mindestens ein Buch schreiben wird, das in Thesa spielt, so gehört es nicht mehr zum eigentlichen Zyklus. Für viele Leser stellt sich daher die Frage: Was kann ich nach dem Dämonen-Zyklus von Peter Brett lesen? Hier kommen fünf Vorschläge.

"Die Zwölf Könige" von Bradley Beaulieu

Wem die Handlungsstränge um die Krasianer Jardir, Inevera und Abban am besten gefallen haben, sollte einen Blick auf Fantasy-Bücher mit orientalischem Setting werfen. Bradley Beaulieu hat mit den „Legenden der Bernsteinstadt“ eine ganze Reihe begonnen. Übersetzt und erschienen ist bislang „Die Zwölf Könige“. Der erste Band führt die Leser in die Welt um die Stadt Sharakhai.

Dort regieren die Zwölf Könige, die durch ein Bündnis mit den Göttern unsterblich wurden. Zumindest glaubt man dies. Der Preis für den Schutz der Stadt durch die Götter waren jedoch Menschenopfer, die regelmäßig von dämonischen Wesen eingefordert werden. Das Waisenkind Ceda sucht nach einem Weg, die Könige zu stürzen. Dabei muss sie erfahren, dass die Dinge komplizierter sind, als sie geglaubt hat. Ein gelungener Auftakt zu einer sechsbändigen Reihe.

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"Das Schwert der Dämmerung" von Saladin Ahmed

Deutlich weniger episch angelegt ist „Das Schwert der Dämmerung“. Das Werk von Saladin Ahmed hat Adoulla zum Protagonisten, einen Ghul-Jäger, der seinen Ruhestand herbeisehnt, aber keinen geeigneten Nachfolger findet. Als ein böser Magier mehrere Ghuls zugleich beschwört, die Menschen töten, sucht Adoulla Hilfe. Die Alchemistin Litas, der Magier Dawoud und sein Gehilfe Rasid bilden mit Adoulla die Heldentruppe. In einem Setting, das ans Bagdad des 8. und 9. Jahrhunderts angelehnt ist, bekommen sie es mit einer Verschwörung zu tun. Das Buch ist vor allem sprachlich sehr gelungen und mit gut 400 Seiten für einen Fantasy-Roman auch eher kurz geraten.

"Die Dämonen" von Tobias Meißner

Im Dämonen-Zyklus gehört eine Erzählstimme einem Dämonen-Prinzen. „Die Dämonen“ von Tobias Meißner rückt die Dämonen noch mehr in den Mittelpunkt. Die Titelfiguren werden von Irathindur und Gäus verkörpert. Die Dämonen gelangen in ein Menschenreich und wetteifern dort um die Weltherrschaft. Denn nur für einen von ihnen reichen die Nahrungsmittel. Die beiden Dämonen schlüpfen in die Rolle von menschlichen Herrschern, die ihre Untertanen ins Unglück stürzen. Wer nun vermutet, die Pointe der Handlung ist, dass die Dämonen in ihrem Krieg genau das zerstören, um das sie kämpfen, liegt nicht ganz falsch. Tobias Meißner liebt das Absurde. Und er steigert die Herausforderung für die Menschheit noch, denn im zweiten Teil der Trilogie bekommen sie es statt mit zwei mit hunderttausend Dämonen zu tun.

"Dämliche Dämonen" von Royce Buckingham

Humor findet sich in Peter Bretts Büchern nur vereinzelt. Royce Buckingham baut die gesamte Handlung von „Dämliche Dämonen“ auf Witz und Ironie auf. Ein 15-jähriger Dämonenwächterlehrling namens Nathan steht im Mittelpunkt. Als sein Meister stirbt, bricht die gefährlichste der eingesperrten Kreaturen aus. Und Nathan muss alles dafür tun, um Seattle vor dem Untergang zu retten.

Das Buch richtet sich eher an ein jugendliches Publikum, doch auch erwachsene Leser kommen auf ihre Kosten. Zumindest wenn sie ihre Erwartungen nicht zu hoch schrauben. Denn in seinen besten Momenten sind die dämlichen Dämonen unterhaltsam und kurzweilig. In den schlechteren klappt es mit dem Humor nicht so – da ist die Fantasy wie das wirkliche Leben.

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"Shadow Ops" von Myke Cole

Für den fünften und letzten Vorschlag entfernen wir uns von Dämonen, bleiben aber bei Peter Brett. Der Autor ist nämlich eng mit seinem Kollegen Myke Cole befreundet, der zudem zu den ersten Lesern des neuen Stoffs von Peter Brett zählt. Da lohnt sich ein Blick auf Myke Coles Werke. Als Ex-Militär sind seine Bücher eng mit der US-Army verknüpft.

So auch die Fantasy-Reihe um die Shadow Ops. Die ersten beiden Bände um diese Spezialkräfte sind in deutscher Übersetzung erschienen. Grob gesagt geht es um Einsatzkommandos, die eingreifen müssen, wenn Menschen, die über magische Fähigkeiten verfügen, diese nicht mehr kontrollieren können. Die Handlung ist stark actiongetrieben und dürfte vor allem Fans von „Military Fiction“ ansprechen. Der Fantasy-Aspekt ist eher noch weniger ausgeprägt als bei den X-Men. Für Leser des Dämonen-Zyklus dürfte interessant sein, ob Peter Brett in militärischen Fragen von Myke Cole beeinflusst oder gar geleitet wurde.

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