Fünf 2018er Serien, die auf Büchern basieren

BUCH

Fünf Bücher, die 2018 als Serie zu sehen sind


Auf Büchern basierende Serien werden nicht nur immer beliebter, sondern gefühlt auch immer zahlreicher. Das vergangene Jahr wartete mit einigen Highlights auf (wer war noch so geschockt/gefesselt von The Handmaid’s Tale?). In den Studios arbeitet man bereits mit Hochdruck an Nachschub für 2019 (beispielsweise an der Serienadaption von Ein gutes Omen von Terry Pratchett & Neil Gaiman). Hier stellen wir euch fünf Serien vor, die bereits 2018 anlaufen sollen:

Altered Carbon

Vorlage:

»Altered Carbon. Das Unsterblichkeitsprogramm« von Richard Morgan

Handlung:

In einigen Hundert Jahren sind Menschen dazu in der Lage, ihr Bewusstsein digital zu speichern. Bei Bedarf – und wenn sie das nötige Kleingeld besitzen – können sie es in einen neuen Körper downloaden. Der Millionär Laurens Bancroft macht das öfter – und zwar auch nachdem er ermordet wurde. Weil sein letztes Back-up aber zu lange zurück liegt, hat er keine Ahnung, wer ihn tot sehen will. Das soll der Ex-Militär Takeshi Kovacs herausfinden, dessen Bewusstsein 250 Jahre nach seinem Tod in den Körper eines verstorbenen Polizisten transferiert wird …

Trailer: Altered Carbon

Hinter den Kulissen:

Verantwortlich für die Serie zeichnet sich die Amerikanerin Laeta Kalogridis, die sich in Hollywood als Drehbuchautorin (Alexander, Shutter Island) profiliert hat. Die Rechte am Roman sicherte sie sich angeblich bereits vor 15 Jahren, ursprünglich mit dem Plan, einen Kinofilm daraus zu machen. Die Hauptrolle spielt der Schwede Joel Kinnaman, vor allem bekannt als Agent Rick Flag, Anführer des Suicide Squads im gleichnamigen DC-Film.

Die zehn Folgen umfassende erste Staffel der Serie ging auf Netflix Anfang Februar online.

Warum ich gespannt bin:

Auch wenn die Idee inzwischen nicht mehr revolutionär neu klingt: Der Debütroman des britischen Autors Richard K. Morgan wird hoch gelobt. Altered Carbon wurde 2003 mit dem Philip K. Dick Award ausgezeichnet. Inhaltlich wird die Handlung primär als hardboilded Krimiplot bezeichnet, der dadurch gewinnt, dass er in einer faszinierenden Cyberpunk-Welt angesiedelt ist.

Castle Rock

Vorlage:

diverse Geschichten von Stephen King

Handlung:

Castle Rock ist der Name jener fiktiven Stadt im Bundesstaat Maine, in dem zahlreiche Werke von Stephen King angesiedelt sind. Viel ist noch nicht bekannt über die exakte Handlung der Serie. Sowohl der bereits veröffentlichte Teaser-Trailer als auch Aussagen der Produktionsgesellschaft deuten jedoch darauf hin, dass Figuren und Themen aus unterschiedlichen Werken des Bestseller-Autors hier miteinander verwoben werden. Was genau dabei herauskommt, müssen wir wohl noch abwarten. Die offizielle Inhaltsbeschreibung verweist nicht nur darauf, dass in der Stadt u. a. ES, Cuju und Stark – The Dark Half angesiedelt sind, sondern auch, dass es sich bei der Serie um eine „eigenständige Thriller-Serie“ handelt.

Hinter den Kulissen:

Das Serienkonzept stammt von J. J. Abrams (Alias, Lost, Star Trek [2009] und Star Wars: Das Erwachen der Macht), der Castle Rock für die amerikanischen Streamingplattform HULU (The Handmaid’s Tale) entwickelt. Als Darsteller verpflichtet wurden u. a. Melanie Lynskey (Auf Immer und Ewig; Two and a half Men), André Holland (American Horror Story) sowie Bill Skarsgård (Hemlock Grove, Atomic Blonde), der erst vor kurzem in der Neuverfilmung von ES den Clown Pennywise gespielt hat. Ebenfalls mit von der Partie: Oscar-Gewinnerin Sissy Spacek, die 1976 in der Titelrolle der Stephen-King-Verfilmung Carrie ihren Durchbruch feierte. 

Trailer: Castle Rock

Warum ich gespannt bin:

Castle Rock klingt wie ein Projekt, das sich ebenso als Quotenhit herausstellen könnte wie als furchtbares Desaster. Allein schon um Mitreden zu können, werde ich einschalten, sobald die Serie bei uns anläuft.

Watership Down

Vorlage:

»Unten am Fluss« von Richard Adams

Handlung:

Ein Trupp tapferer Kaninchen auf der Suche nach einem neuen Zuhause. Weil ihn Visionen über die Zerstörung ihrer Heimat quälen, bedrängt das junge Kaninchen Fiver seinen Bruder Hazel, so schnell wie möglich aus dem heimatlichen Gehege zu verschwinden. Nach anfänglichem Zögern bricht tatsächlich eine kleine Gruppe in die freie Wildbahn auf. Die folgenden Strapazen – der Kampf sowohl gegen die Witterung als auch gegen tierische und menschliche Feinde – bringen die Gemeinschaft an ihre Grenzen.

Hinter den Kulissen:

Die Miniserie ist eine Koproduktion der britischen BBC und Netflix. Im englischsprachigen Original sind die Rollen der Animationsserie hochkarätig besetzt – z. B. mit James McAvoy, Nicholas Hoult, Ben Kinsley, Star Wars-Held John Boyega und Gemma Arterton. Die Serie ist auf vier Teile angelegt und soll in der zweiten Jahreshälfte 2018 online gehen.

Warum ich gespannt bin:

Der Tierfantasy-Klassiker von 1972 wurde zwar bereits mehrfach verfilmt. Auf die neue Produktion freue ich mich allerdings. Zum einen, weil die beteiligten Schauspieler mein kleines Geek-Herz höher schlagen lassen. Zum anderen, weil ich die Hoffnung habe, dass das zu Recht an der Vorlage kritisierte Frauenbild diesmal differenzierter gestaltet wird.

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The City and the City

Vorlage:

»Die Stadt und die Stadt« von China Miéville

Handlung:

Besźel and Ul Qoma sind zwei Städte, die sich – ähnlich wie die unterschiedlichen Versionen von London in V. E. Schwabs Vier Farben der Magie – geographisch am exakt gleichen Fleck befinden. Die Bewohner der einen Stadt dürfen nicht einfach in die andere Stadt eintauchen; jegliche Anzeichen für deren Existenz muss ignoriert werden. Ein Regelverstoß zieht harte Konsequenzen nach sich. Als Kommisar Borlú jedoch in seiner Stadt mit einer Frauenleiche konfrontiert wird, die offensichtlich aus der anderen Stadt stammt, entschließt er sich, auf diese Konsequenzen zu pfeifen.

Hinter den Kulissen:

Ebenfalls als Miniserie konzipiert ist diese Adaption durch die britische BBC Two. David Morrissey (The Reaping, The Walking Dead) spielt die Hauptrolle. In einer wichtigen Nebenrolle wurde die deutsche Schauspielerin Maria Schrader (Aimée & Jaguar, Deutschland 83) besetzt.

Warum ich gespannt bin:

China Miéville gilt als König der Weird Fiction. Wie bei Altered Carbon klingt das Setting vielversprechender als die eigentliche Krimihandlung und könnte gerade in bewegten Bildern richtig gut funktionieren. Einen Trailer gibt es noch nicht.

A Discovery of Witches

Vorlage:

»Die Seelen der Nacht« von Deborah Harkness

Handlung:

Historikerin Diana Bishop ignoriert seit dem schrecklichen Tod ihrer Eltern ihre magischen Kräfte. Stattdessen konzentriert sie sich auf eine nüchterne Laufbahn als Wissenschaftlerin. Bis ihr eines Tages ein altes Manuskript in die Hände fällt, das offensichtlich magisch versiegelt wurde. Zunächst ahnt sie nicht, dass sie damit über einen wahren Schatz gestolpert ist. Erst als um sie herum immer mehr Dämonen und Hexen auftauchen, begreift sie, dass sie sich Sorgen machen muss. Um mit dem Leben davonzukommen, sieht sie sich zu etwas gezwungen, das sie nie für möglich gehalten hätte: einem Vampir zu vertrauen.

Hinter den Kulissen:

SkyOne produziert die Serienadaption von Deborah Harkness’ weltweitem Bestseller. Wie George R. R. Martin bei Game of Thrones und Diana Gabaldon bei Outlander fungiert die Autorin als Executive Producer der Serie und soll auch einige Drehbücher selbst schreiben.

Als Diana Bishop und ihr Love-Interest Matthew wurden Teresa Palmer (Lights Out) und Matthew Goode (Self/less, The Imitation Game, The Crown) besetzt.

Trailer: A Discovery of Witches

Warum ich gespannt bin:

Zugegeben, beim Teaser-Trailer rollen sich mir die Zehennägel auf und wecken in mir die Angst, Sender und Producer wollten aus der Serie eine Art Vampire Diaries für ein älteres Publikum machen. Das Buch hat mich vor einigen Jahren jedoch positiv überrascht, weil es mehr Urban Fantasy als Romantasy ist und mich atmosphärisch mitunter an den Hexen-Film Zauberhafte Schwestern erinnert. Wenn die Serie diesen Weg einschlägt, bin ich vollends zufrieden. In England läuft A Discovery of Witches im Lauf des Jahres an.

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