Wolfgang Hohlbein: Meine persönlichen Buchhighlights 2017

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INTERVIEW

Wolfgang Hohlbein: Meine persönlichen Buchhighlights 2017


Es gibt in der deutschen Phantastiklandschaft wohl keinen anderen Autor, der solch einen Bekanntheitsgrad besitzt: Wolfgang Hohlbein. Wir haben ihn darum gebeten, uns seine persönlichen Buch-Highlights in diesem Jahr zu nennen.

Wolfgang Hohlbein hat seit seinem ersten großen Erfolg Märchenmond aus dem Jahr 1982, den er gemeinsam mit seiner Frau Heike verfasste, mehr als 43 Millionen Bücher verkauft. Die meisten Phantastikfans im deutschsprachigen Raum dürften also schon einmal ein Buch von ihm gelesen haben.

In Zeiten, als deutschsprachige Phantastik noch ein extremes Nischendasein führte, prägte Wolfgang Hohlbein bereits verschiedene Generationen von Kindern und Jugendlichen mit seinen Werken – einige davon griffen irgendwann selbst zur Feder und etablierten sich als Autoren. Dabei hat er so ziemlich jedes Genre beackert, das man sich vorstellen kann, nicht nur innerhalb der phantastischen Literatur. Zuletzt erschien von ihm Armageddon, ein Fantasy-Thriller mit Weltuntergangselementen.

Doch auch der Vielschreiber Wolfgang Hohlbein ist ein begeisterter Leser, und man beneidet ihn ein wenig, dass er zwischen seinen durchschnittlich vier Romanen, die er pro Jahr verfasst, seinen Recherche- und Lesereisen und seiner großen Familie noch Zeit dafür findet. Für uns hat er zwei Titel genannt, die ihn im Jahr 2017 besonders begeistert haben.

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Neil Asher - Die Vergessenen

Die Vergessenen ist eine komplexe Geschichte mit gut gezeichneten Charakteren, die es im wahrsten Sinne des Wortes in sich hat: denn ihr Protagonist Jeremiah Tombs trägt so etwas wie ein ganzes Rassengedächtnis in sich. Es hat mir richtig Spaß gemacht, die bunte, actiongeladene und

fantasievolle Geschichte zu lesen. Was mich besonders freut: Asher schafft es immer wieder, auch einen Genre-erprobten Leser wie mich zu überraschen. 

Andreas Brandhorst - Das Erwachen

Ich weiß nicht, ob ich das wirklich gut fände, wenn mein Computer plötzlich schlauer wäre als ich. Das Erwachen packt das sehr aktuelle Thema ständig wachsender Maschinenintelligenz an und spinnt daraus eine düstere technische Zukunftsvision, die mit ein bisschen Pech wirklich wahr werden könnte. Der

Roman ist nicht nur gut geschrieben, sondern regt auch zum Nachdenken an.

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