John Scalzi – Zehn Dinge, die Sie (vermutlich) nicht über John Scalzi wussten

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BUCH

John Scalzi – Zehn Dinge, die Sie (vermutlich) noch nicht über John Scalzi wussten


Mit »Kollaps – Das Imperium der Ströme« legt der US-amerikanische Bestsellerautor John Scalzi den Auftakt einer neuen epischen Space-Opera-Serie vor. Für alte wie neue Fans erzählt er, wie er wurde, was er ist ...

1. Scalzis erster Job: Filmkritiker

Scalzis erster Vollzeitjob, nachdem er das College abgeschlossen hatte, war eine Anstellung als Filmkritiker bei einer Tageszeitung in Kalifornien. Seine ersten beiden professionellen Besprechungen: ein Film mit Goldie Hawn namens Deceived (Getäuscht) (der nicht gut war) und The Fisher King (König der Fischer) unter der Regie von Terry Gilliam (der sehr gut war). Scalzi machte diesen Job von 1991 bis 1996. Er schreibt immer noch gelegentlich Filmkritiken und hat zwei Bücher über Filme veröffentlicht: The Rough Guide to Sci-Fi Movies und 24 Frames into the Future.

2. Scalzi war bei Oprah!

1996, noch bevor er Romanautor wurde, hatte Scalzi eine Einladung zur Oprah Winfrey Show, wo er über ein Buch mit dem Titel The Rules (Die Kunst, den Mann fürs Leben zu finden) sprechen sollte. Angeblich wurden in diesem Buch Geheimnisse verraten, wie eine Frau das Herz eines Mannes gewinnen kann, um ihn dann vor den Altar zu zerren. Scalzi hielt das Buch für »manipulativen Quatsch« und sagte das auch. Scalzis Auftritt in der Show kann man sich auf YouTube ansehen. Er bittet um Verzeihung für den wahrlich grässlichen Pullover, den er bei diesem Auftritt trägt.

3. Scalzi ist Schlagzeuger

Während Scalzi im Allgemeinen eher mit der Ukulele in Verbindung gebracht wird, auf der er spielt, wenn jemand eine mitbringt und er bei einem Auftritt darum gebeten wird, spielt er seit seiner Jugend Schlagzeug, und zwar recht passabel. Er würde nicht behaupten, dass er gut ist (so toll ist er auch auf der Ukulele nicht), aber er spielt passabel. Er kann den Rhythmus halten.

4. Scalzi hat ein elektronisches Album veröffentlicht

Sein Album Music for Headphones (»Musik für Kopfhörer«) aus dem Jahr 2005 ist bei den meisten Online-Shops und Streaming-Diensten erhältlich. Scalzi schätzt, dass er damit seit der Veröffentlichung buchstäblich eine Handvoll Dollar verdient hat, irgendetwas im zweistelligen Bereich. Ein Underground-Erfolg. Sehr sehr sehr sehr sehr underground.

5. Old Man’s War (Krieg der Klone) aus dem Jahr 2005 war nicht Scalzis erste Buchveröffentlichung

Es war sogar schon sein fünftes Buch! Alle vorherigen Titel waren Sachbücher. Scalzis erstes veröffentlichtes Buch war ausgerechnet eins über die Finanzwirtschaft im Internet: The Rough Guide to Money Online aus dem Jahr 2000. Auf eBay und ähnlichen Plattformen lassen sich immer noch Exemplare auftreiben. Warnung: Nahezu sämtliche Informationen in diesem Buch sind inzwischen furchtbar veraltet.

6. Scalzi ist (sehr entfernt) mit Abraham Lincolns Attentäter verwandt

John Wilkes Booth, der Mann, der Abraham Lincoln erschoss, den meistgeliebten aller US-Präsidenten, ist Scalzis Ururur…onkel. Scalzi hat zu Protokoll gegeben, dass er das für eine sehr schlimme Sache hält und dass niemand jemals einen Präsidenten erschießen sollte, vor allem keinen wie Lincoln. (Das bedeutet, dass er außerdem entfernt mit Edwin Booth verwandt ist, dem berühmten Shakespeare-Schauspieler aus dem 19. Jahrhundert, und sogar noch entfernter mit dem britischen Parlamentarier John Wilkes.)

7. Scalzi hält einen obskuren Buchveröffentlichungsrekord

Scalzis Roman The Human Division (Die letzte Einheit) aus dem Jahr 2013 bestand aus 13 eigenständigen Kurzgeschichten, die nacheinander als eBook-Serie veröffentlicht wurden, jeweils eine pro Woche. Jedes dieser eBooks schaffte es auf die Bestsellerliste von USA Today, womit Scalzi der Autor mit der größten Anzahl von Bestsellern innerhalb der kürzesten Zeitspanne ist (13 in 13 Wochen).

8. Scalzi wurde einmal von Neil Gaiman und einem Roller-Derby-Team mit Buttercreme eingeseift

Ja, das ist wirklich passiert. Geben Sie auf Google »Scalzi Buttercream« ein. Sie werden nicht enttäuscht sein.

9. Scalzi wurde für ein Buch einmal (teilweise) in Schinkenspeck bezahlt

Der Vertrag für das Hörbuch seiner Novelle The God Engines (»Die Gottestriebwerke«) enthielt eine Klausel, in der es hieß, dass der Verleger ihn für sechs Monate bei einem »Bacon of the Month«-Club anmelden werde. So geschah es. Ein halbes Jahr lang bekam Scalzi jeden Monat köstlichen Schinkenspeck geliefert.

10. Scalzi hat etwas erlebt, das jeden aus der Gothic- und Emo-Szene neidisch macht

Und zwar erhielt er als Filmkritiker die Gelegenheit, das Studio zu besuchen, in dem The Nightmare Before Christmas produziert wurde, und er konnte sich die Miniaturkulissen ansehen, in denen der Film gedreht wurde. Ja, richtig, Scalzi war leibhaftig in Halloween Town. Außerdem brachte er Danny Elfman dazu, ihm live im Studio »Jack’s Lament« vorzusingen (und anderen auch, um fair zu bleiben). Ja! Es ist völlig okay, Neid zu empfinden.


Deutsch von Bernhard Kempen


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»Ten Things You (Probably) Didn’t Know About John Scalzi«

Erstmals erschienen am 28. März 2017 auf torbooks.co.uk

© 2017 by John Scalzi

Mit freundlicher Genehmigung des Autors und seines Agenten Ethan Ellenberg

Vermittelt durch die literarische Agentur Thomas Gmbh, Garbsen

 

Für die deutschsprachige Ausgabe: © 2017 by S. Fischer Verlag GmbH, Hedderichstr. 114, D-60596 Frankfurt am Main

 

Alle Rechte vorbehalten

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