Science-Fiction Buchtipps der Berliner Buchhandlung Otherland

BUCH

Neue Science-Fiction-Bücher im Februar: Die Jäger des Lichts, Die Lazarus-Legion & Kontrolle


Jeden Monat geben euch hier die Jungs der Berliner Fantasy und Science Fiction Buchhandlung Otherland Tipps über die besten Neuerscheinungen aller Verlage. Los geht's also mit den Buchtipps aus dem Bereich Science Fiction.

 

Und das sind die Science-Fiction-Buchtipps für Februar

Michael Cobley, Die Jäger des Lichts

Erinnert ihr euch an die ursprüngliche Humanity’s Fire-Trilogie aus Saat der Erde, die Ahnen der Sterne und Waisen im All? Hab sie gern gelesen, wenn auch ein bisschen sehr Star Trek mit Avatar (oder deshalb?). Die Jäger des Lichts (Ancestral Machines) wird als Band 4 verkauft, ist aber selbstständig und kann unabhängig von der Trilogie gelesen werden. Insgesamt okay: Story  über alte Tech-Herrscher, die bis zu 300 Planeten um ihre künstliche Sonne kreisen lassen, um die Bewohner zu unterjochen/in einer Art Gladiatorenspiel gegeneinander antreten zu lassen - und sie fangen weitere Planeten ein ... 

Die Saat der Erde von Michael Cobley
Waisen des Alls von Michael Cobley
Die Ahnen der Sterne

Jamie Sawyer, Die Lazarus-Legion

Sawyers Lazarus-Trilogie um die terranische Eliteeinheit, die mit Avatarkörpern gegen die Übermächtigen Krell kämpft, begann mit Die Lazarus-Mission; nun folgt Teil 2, Die Lazarus-Legion, der Abschluss mit Das Lazarus-Spiel steht noch aus. Alles ziemlich GungHo und Troopy, aber wer (wie ich) auf Action-SF (in Insiderkreisen MilSF) steht, kommt hier voll auf seine Kosten, und es ist nicht nur dumpfes Ballern ;-)  

Robert Charles Wilson, Kontrolle

Von Wison gibt's aktuell ja zwei neue Bücher (Affinities und Last Year), die noch nicht übersetzt wurden - Kontrolle heißt im Original Burning Paradise. Jahr 2014, und auf der Erde ist alles gut - weil Außerirdische alles kontrollieren und perfekt machen. Aber wie wir alle wissen: perfekt gibt's nicht! 

Science Fiction - die Auslese


Becky Chambers, Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten


“Nettes Buch”, sagte unser Otherland-Stammkunde und Freund Rene ,und Inci aus dem Otherland-Team kann gar nix mit dem Buch anfangen. Na, wenn das keine Motivation für mich ist, Der lange Weg zu einem kleinen zornigen Planeten zu lesen.

Gesagt, getan, und ich muss Rene zustimmen und kann Inci verstehen: Chambers hat ein SF-Buch geschrieben, dass es jedem, auch nicht SF-lern leicht macht, es zu lesen und zu mögen. Irgendwo zwischen Star Trek, The Expanse und der Big Bang Theory. Klingt verwirrend? Nun, ist ganz einfach erklärt: in einer weit entfernten Zukunft ist die Menschheit Teil eines Galaktischen Föderationsverbandes aus ziemlich unterschiedlichen Rassen und einr ziemlich unbedeutende Minderheit. Die Crew des Raumschiffs Wayfarer besteht aus Freelancern, die Wumlöcher von Planet zu Planet installieren. Und die Crew ist alien-ethnisch bunt gemischt, jede(r) mit eigener Geschichte und kulturellem Hintergrund. Neben der Hauptstory steht damit der WG-Charakter, also das tägliche Zusammenleben der Besatzung, im Vordergrund.

Und das ist superunterhaltsam ohne dumm oder platt zu sein. Klappt prima und liest sich weg wie nix. Interessante Zusatzgeschichte: Chambers wollte das Buch neben ihrem Freelance-Job schreiben, das klappte aber mit ihrem Lebensunterhalt nicht, und so hat sie es als Kickstarter-Projekt ins Netz gesetzt. Und wurde finanziert. Folgeprojekt A Closed and Common Orbit ist auf englisch schon raus und bei uns im Otherland zu kriegen. Hier noch Becky Chambers Website.


Geschrieben von Otherlander Wolfgang Tress.

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