Die Gewinner des Hugo Awards von 1959, der auf dem Detention in Detroit verliehen wurde.

KOLUMNE

Die Hugo Awards 1959: Das waren die Gewinner



Die Hugos des Jahres 1959 wurden auf dem Detention in Detroit verliehen. In diesem Jahr gab es zum ersten Mal offizielle Nominierungslisten. Allerdings wurden die Platzierungen nicht bekannt gegeben, sodass die Nominierten hier in alphabetischer Reihenfolge genannt werden.

Toastmaster: Isaac Asimov und Robert Bloch

Novel

James Blish: A Case of Conscience

(kurze Fassung bereits September 1953 in IF, erweiterte Buchausgabe 1958 bei Ballantine; dt. Der Gewissensfall, H 3334 und HSFB 59)

1959 Hugo Award Preis Auszeichnung
1959 Hugo Award Preis Auszeichnung
1959 Hugo Award Preis Auszeichnung

Die erste vernunftbegabte Spezies, auf die die Menschheit trifft, ist eine Echsenart, die auf dem fünfzig Lichtjahre von der Erde entfernten Planeten Lithia lebt. Die drei Meter großen Echsen haben trotz des fehlenden Metalls auf ihrer Welt eine fortgeschrittene Technologie und planetenweite Kommunikation entwickelt, sie kennen jedoch keine Künste. Auch Neid und Missgunst sind ihnen unbekannt.

Vier Wissenschaftler von der Erde sollen beurteilen, inwieweit die Menschheit mit den Lithianern in Kontakt treten soll. Doch die Feinfühligkeit und Zurückhaltung der riesigen Echsen ist ihnen suspekt, und alle vier erklären den Planeten, aus sehr unterschiedlichen Gründen, als nicht für einen ausgedehnten Kontakt geeignet. Der Biologe und Jesuitenpriester Pater Ramon Ruiz-Sanchez glaubt in dem paradiesischen Planeten ein Werk des Teufels zu erkennen, während der Physiker Dr. Cleaver in Lithias Bodenschätzen ein fast unerschöpfliches Arsenal zum Bau von Atomwaffen sieht.

Als die vier zur Erde zurückkehren, bringen sie ein Echsen-Embryo mit. Nachdem sich die Echse namens Egtverchi voll entwickelt und die Sprache der Menschen erlernt hat, durchschaut sie die Verlogenheit der Menschheit und ruft zur Anarchie auf. Das Chaos scheint vorprogrammiert.

James Blish (1921–1975) hat in diesem sehr kurzen Roman ein großes Thema angepackt. Er stellt die ehrliche, paradiesische Gesellschaft der Echsen der Dekadenz der Menschheit gegenüber und beleuchtet die Thematik aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Allein die theologischen Gesichtspunkte sind die Lektüre wert.

Die Hauptpersonen des Buches sind hervorragend porträtiert, insbesondere Pater Ruiz-Sanchez, der in einen Konflikt zwischen seiner wissenschaftlichen und seiner theologischen Anschauung gerät, bis er schließlich einen ganzen Planeten exorzieren will. Faszinierend ist allerdings auch Egtverchi, das fremde Wesen, das klug taktiert, wie ein Harlekin den Menschen den Spiegel vorhält und schließlich sogar zum Medienstar wird.

Das Buch ist kurz, schnell, klug geschrieben und bietet jede Menge Stoff zum Nachdenken und Diskutieren. Was kann man sich mehr wünschen?

Unter den für den Hugo nominierten Büchern dieses Jahres, die zweifellos auch ihre Qualitäten haben, war es mit Sicherheit die beste Wahl.

Weitere Nominierungen:

Poul Anderson: We Have Fed Our Seas

(August bis September 1958 in ASTOUNDING, späterer Titel: The Enemy Stars; dt. Die Söhne der Erde, TS 30 und UTB 31001)

Algis Budrys: Who?

(Buchausgabe bei Pyramid; dt. Zwischen zwei Welten, WF 3 und UTB 31049)

Robert A. Heinlein: Have Spacesuit — Will Travel

(August bis Oktober 1958 in F&SF; dt. Kip überlebt auf Pluto, Albert Müller; Piraten im Weltraum, Gebrüder Weiß; Die Invasion der Wurmgesichter, H 3862, Raumjäger, H 31628)

Robert Sheckley: Time Killer

(Oktober bis Dezember 1958 in Galaxy, späterer Titel: Immortality Delivered bzw. Immortality, Inc.; dt. Lebensgeister GmbH, B 22046)

Novelette

Clifford D. Simak: »The Big Front Yard«

(Oktober 1958 in ASTOUNDING; dt. »Das Tor zur anderen Welt« in Simak: Das Tor zur anderen Welt, GZ 20 und GSF 015; »Der große Vorgarten« in Bova/Jeschke [Hrsg.]: Titan 12, H 3669, in Asimov [Hrsg.]: Das Forschungsteam, HSFB 13 und in Alpers/Fuchs [Hrsg.]: Die Fünfziger Jahre II, Hohenheim und B 24074)

Hiram Taine, Inhaber einer Reparaturwerkstatt und gleichzeitig Antiquitätenhändler in einem kleinen Dorf irgendwo in den USA, stellt fest, dass in seinem Haus seltsame Dinge vorgehen. Plötzlich funktionieren kaputte Geräte wieder, obwohl Taine sie gar nicht repariert hat – und manche davon sogar weitaus besser, als sie es sollten. Nach und nach kommt er zu der Erkenntnis, dass sich jemand während seiner Abwesenheit in seinem Haus zu schaffen macht. Sein Hund findet ein kleines, vergrabenes Raumschiff, das Taine in Augenschein nimmt, und als er wieder heimkehrt, hat sich sein Haus komplett verändert: Es ist irgendwie »verbogen«. Von vorn sieht es aus wie immer, doch wenn man es durch den Hinterausgang verlässt, befindet man sich in einer anderen Welt. Und schon bald darauf tauchen fremde Wesen auf, um mit Taine Handel zu treiben. Und Taine hat einige Ideen, die die Außerirdischen sehr begeistern.

Es ist faszinierend, wie Clifford D. Simak (1904–1988) den »sense of wonder« beschwört und seinen sympathischen Protagonisten, einen einfachen Mann vom Lande, die Größe des Universums spüren lässt, ohne dafür pseudowissenschaftliches Vokabular bemühen zu müssen. Und die Idee des kosmischen Planetenverbundes ist denkbar einfach: Kleine Außerirdische fliegen durch das Universum zu besiedelten Planeten, errichten in Häusern der Planetenbewohner Weltenportale und lassen ihr Raumschiff zurück, da sie durch die Portale in ihre Heimat zurückkehren können. Die wahre Motivation der Außerirdischen wird nicht offengelegt, sie ist jedoch keineswegs aggressiv, denn sie wollen anscheinend nur mit Waren handeln. Auf einfache Art und Weise werden die Menschen Mitglieder einer kosmischen Gemeinschaft.

Ein ähnliches Prinzip des Weltenverbundes durch etwas anders geartete Weltentore verwendete Dan Simmons über dreißig Jahre später in seinen Hyperion-Romanen, allerdings nennt er sie »Farcaster-Portale«.

Dies war der erste Hugo für Clifford Simak, obendrein für eine seiner besten Geschichten, die stilistisch repräsentativ für sein Erzählwerk ist.

Weitere Nominierungen:

Pauline Ashwell: »Unwillingly to School«

(Januar 1958 in ASTOUNDING; nicht auf Deutsch)

Zenna Henderson: »Captivity«

(Juni 1958 in F&SF; dt. [ohne Titel] in Henderson: Wo ist unsere Welt?, GZ 25 und GSF 025)

Cyril M. Kornbluth: »Reap the Dark Tide« 

(Juni 1958 in VANGUARD, späterer Titel »Shark Ship«; dt. als »Schiff des Bösen« in Kornbluth: Die Worte des Guru, G 194; »Leben aus dem Meer« in Asimov u. a. [Hrsg.]: Faszination der Science Fiction, B 24068, und weitere)

Fritz Leiber: »A Deskful of Girls«

(April 1958 in F&SF; dt. »Ein Schreibtisch voller Mädchen« in Leiber: Die besten Stories von Fritz Leiber, PSF 6709)

Katherine MacLean & Charles V. DeVet: »Second Game« 

(März 1958 in ASTOUNDING, später erweitert als »Cosmic Checkmate«; nicht auf Deutsch)

Rog Phillips: »Rat in the Skull«

(Dezember 1958 in If; nicht auf Deutsch)

Jack Vance: »The Miracle-Worker«

(Juli 1958 in ASTOUNDING; dt. »Die Wunderwerker« in Fuchs [Hrsg.]: Visum für die Ewigkeit, K 5743; »Die Wundermacher« in Vance: Grüne Magie, H 4478)

Short Story

Robert Bloch: »That Hell-Bound Train«

(September 1958 in F&SF; dt. als »Der Zug zur Hölle« in Bloch: Die besten SF-Stories von Robert Bloch, Moewig; in Carr/Greenberg [Hrsg.]: Traumreich der Magie, H 4254, in Asimov [Hrsg.]: Das Forschungsteam, HSFB 13, und weitere)

Martin ist ein Streuner, der sich ohne Eltern durchs Leben schlagen muss. Von seinem Vater, der bei der Eisenbahn beschäftigt war und früh starb, lernte er das Lied vom »Zug zur Hölle«. Als Martin auf die schiefe Bahn gerät, erscheint tatsächlich dieser Zug, und der teuflische Zugführer gewährt Martin einen Wunsch, falls er später, wenn seine Zeit gekommen ist, in den Zug zur Hölle steigt. Martin wünscht sich, die Zeit anhalten zu können, falls er einmal in seinem Leben glücklich sein sollte. Und tatsächlich wendet sich alles zum Guten, doch wann ist der richtige Augenblick im Leben? Wann ist man am glücklichsten?

Bei dieser für Robert Bloch (1917–1994) sehr charakteristischen Kurzgeschichte handelt es sich nicht um Science Fiction, sondern eher um unheimliche Phantastik. Und wie von Bloch nicht anders zu erwarten, ebnthält sie eine überraschende Pointe.

Der Autor thematisiert in diesem kurzen Text Moral und persönliches Glücksempfinden und erzählt seine Geschichte meisterhaft. Dennoch war die Konkurrenz um den Hugo in diesem Jahr sehr stark, und vielleicht hätte Alfred Bester für »The Men Who Murdered Mohammed« den Preis ebenfalls verdient.

Weitere Nominierungen: 

Anton Lee Baker: »They’ve Been Working On …«

(August 1958 in ASTOUNDING; nicht auf Deutsch)

Alfred Bester: »The Men Who Murdered Mohammed«

(Oktober 1958 in F&SF; dt. als »Die Mörder Mohammeds« in Jeschke [Hrsg.]: Science Fiction Jubiläumsband – Das Lesebuch, H 4000, in Armer/Jeschke [Hrsg.]: Die Fußangeln der Zeit, HSFB 28, in Simon [Hrsg.]: Maschinenmenschen, Das Neue Berlin; »Die Männer, die Mohammed ermordeten« in Bester: Die Hölle ist ewig, st 2157, und andere)

J. F. Bone: »Triggerman«

(Dezember 1958 in Astounding; dt. »Den Finger am Drücker« in Mommers/Krauß [Hrsg.]: 9 Science Fiction Stories, HA 30)

Algis Budrys: »The Edge of the Sea«

(März 1958 in VENTURE; nicht auf Deutsch)

Cyril M. Kornbluth: »The Advent on Channel Twelve«

(1958 in Star Science Fiction Stories No. 4, herausgegeben von Frederik Pohl; dt. »Advent auf Kanal Zwölf« in Pohl/Jeschke [Hrsg.]: Titan 2, H 3507)

Cyril M. Kornbluth: »Theory of Rocketry«

(Juli 1958 in F&SF, nicht auf Deutsch)

Fritz Leiber: »Rump-Titty-Titty-Tum-TAH-Tee«

(Mai 1958 in F&SF; nicht auf Deutsch)

Stanley Mullen: »Space to Swing a Cat«

(Juni 1958 in ASTOUNDING, nicht auf Deutsch)

Manly Wade Wellman: »Nine Yards of Other Cloth«

(November 1958 in F&SF; dt. »Neun Ellen feinstes Tuch« in Carr/Greenberg [Hrsg.]: Traumreich der Magie, H 4254)

SF or Fantasy Movie

Kein Preis

Zuweilen wurden Hugo-Rubriken geschaffen, in denen schlussendlich kein Preis vergeben wurde, weil die Wählenden keines der erschienenen Werke für preiswürdig befanden.

Nominierungen: 

The Fly

(20th Century Fox; Drehbuch James Clavell; Story George Langelaan; Regie Kurt Neumann; dt. Die Fliege)

The Seventh Voyage of Sindbad

(Morningside Movies/Columbia; Regie Nathan Juran; Drehbuch Ken Kolb & Ray Harryhausen; dt. Sindbads siebente Reise)

The Horror of Dracula

(Hammer; Regie Terence Fisher; Drehbuch Jimmy Sangster; nach dem Roman Dracula von Bram Stoker; dt. Dracula)

Professional Magazine

THE MAGAZINE OF FANTASY & SCIENCE FICTION (Anthony Boucher & Robert P. Mills)

1959 Hugo Award Preis Auszeichnung
1959 Hugo Award Preis Auszeichnung
1959 Hugo Award Preis Auszeichnung

Inzwischen hatte sich F&SF als führend auf dem amerikanischen Markt durchgesetzt. Die meisten wichtigen Autoren publizierten hier, und im betreffenden Zeitraum erschienen wichtige Texte wie Robert Heinleins Have Space Suit — Will Travel (3 Teile, August bis Oktober 1958; dt. Die Invasion der Wurmgesichter), Robert Blochs »That Hell-Bound Train« (September 1958; dt. »Der Zug zur Hölle«), Alfred Besters »The Men Who Murdered Mohammed« (Oktober 1958; dt. »Die Mörder Mohammeds«), Philip K. Dicks »Explorers We« (Januar 1959; dt. »Entdecker sind wir« bzw. »Rückkehr vom Mars«), Robert Heinleins »All You Zombies—« (März 1959; dt. »Entführung in die Zukunft«), Daniel Keyes’ »Flowers for Algernon« (April 1959; dt. »Blumen für Algernon«) oder Philip José Farmers »The Alley Man« (Juni 1959; dt. »Der Müllkutscher«).

Außerdem erschienen in F&SF Texte von Richard Matheson, John Collier, William Tenn, Arthur C. Clarke, Fredric Brown, Poul Anderson, Damon Knight, Isaac Asimov, A. Bertram Chandler, Jack Williamson, Algis Budrys, Anthony Boucher, Fritz Leiber, Judith Merril, Gordon R. Dickson, Ray Bradbury, Zenna Henderson, Anne McCaffrey, Frederik Pohl, James Blish und vielen anderen.

Weitere Nominierungen:

ASTOUNDING (John W. Campbell Jr.) | GALAXY (H. L. Gold) | NEW WORLDS (Michael Moorcock) | INFINITY (Larry T. Shaw)

Professional Artist

Frank Kelly Freas

Freas erhielt in diesem Jahr bereits den vierten seiner insgesamt zehn Hugos. Gemeinsam mit Ed Emshwiller hatte er die grafische Ausdrucksweise der SF in den fünfziger Jahren bestimmt.

Übrigens arbeitete Freas später auch für das Magazin Mad und entwarf sogar die Schulterstücke der NASA-Astronauten für die Skylab-1-Mission.

Bereits 1957 erschien ein Portfolio mit Arbeiten von Freas. Allerdings sollten noch viele Jahre vergehen, bis die Fans endlich einen Bildband des Künstlers erwerben konnten.

Weitere Nominierungen:

Ed Emshwiller | Virgil Finlay | H. R. Van Dongen | Wally Wood

Fanzine

FANAC (Ron Ellik & Terry Carr)

Das amerikanische Fanzine FANAC wurde von 1958 bis 1961 von Terry Carr und Ron Ellik herausgegeben, von 1961 bis 1963 übernahm Walter Breen die Herausgeberschaft. FANAC war nicht sehr umfangreich, erschien jedoch häufig und enthielt Informationen über SF-Autoren, Veranstaltungen sowie Neuigkeiten über SF-Fans und ihre Aktivitäten. Der lockere Stil der FANAC-Autoren war beliebt, und die Macher wurden von bekannten Fans und professionellen Autoren unterstützt.

Weitere Nominierungen:

CRY OF THE NAMELESS (F. M. & Elinor Busby, Burnett Toskey, Wally Weber)
YANDRO(Robert & Juanita Coulson)
HYPHEN (Walt Willis & Chuck Harris)
JD-ARGASSY (Lynn A. Hickman)
SCIENCE FICTION TIMES (James V. Taurasi sr., Ray Von Houten & Frank R. Prieto jr.)

New Author

Kein Preis

(allerdings erhielt Brian W. Aldiss eine Auszeichnung als Zweitplatzierter)

Obwohl in dieser Rubrik kein Preis verliehen wurde, ehrte man Brian W. Aldiss (*1925) mit einer lobenden Erwähnung. Der britische Autor veröffentlichte bereits seit 1954 SF-Texte; sein Debüt war die Erzählung »Criminal Record« (dt. »Polizeibericht«) in Science Fantasy. Danach erschien in diversen Magazinen eine Vielzahl von Geschichten, die in den Bänden Space, Time and Nathaniel (1957; dt. Raum, Zeit und Nathaniel) und No Time Like Tomorrow (1959) gesammelt wurden. Aldiss’ frühe Texte waren raffiniert geschrieben und zeichneten sich meist durch dunkle Stimmungen aus. Besonders beliebt waren die lose zusammenhängenden Geschichten in Aldiss’ eigener Future History, die Ende der fünfziger Jahre veröffentlicht und in dem Band Galaxies like Grains of Sand (1960; dt. Das Ende aller Tage) gesammelt wurden.

Auch wenn Aldiss später zahlreiche Romane schrieb, blieb er doch der Kurzgeschichte treu. Bis heute sind mehr als dreihundert von ihm verfasste Erzählungen erschienen.

Weitere Nominierte:

Paul Ash (Pauline Ashwell) | Rosel George Brown | Louis Charbonneau | Kit Reed

 

 

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Hardy Kettlitz hat in seinem Buch „Hugo Awards 1953-1984” (erschienen 2015 bei Golkonda) die Gewinner des berühmten Hugo Awards – einem der wichtigsten Science-Fiction-Preise der Welt – zusammengetragen und erklärt, warum die Preisträger zu Gewinnern wurden. Genau diesen Überblick über die Geschichte der Science Fiction möchten wir mit euch teilen. 

 

 

© 2015 by Hardy Kettlitz

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