Durch die Galaxie mit Bernd Perplies

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NERD TALK

Harry Potter, Carpokalypse & Tribbles - Durch die Galaxie mit Bernd Perplies


In unserer Interviewreihe "Durch die Galaxie" nehmen uns Autoren mit auf eine Reise durch ihren eigenen Kosmos. Heute hat Bernd Perplies, Autor von „Der Drachenjäger", unser Raumschiff betreten. Wir starten in 3...2...1...

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TOR ONLINE: Du kannst einen persönlichen Song auswählen, der immer dann abgespielt wird, wenn du einen Raum betrittst. Welcher wäre das?

Bernd Perplies: Der „Raiders March“ aus dem Film „Jäger des verlorenen Schatzes“. Der ist so voller guter Laune und Abenteuerlust – das passt irgendwie zu meiner Einstellung als Autor. Ich bitte aber darum, dass man mir am Eingang dann auch den passenden Hut reicht.

The Raiders March - John Williams

Welches ist dein absolutes Lieblingsmärchen?

„Harry Potter und das Geheimnis des Milliardenbestsellers“ - darin geht es um eine mittellose Lehrerin, die mit einem Fantasy-Buch unfassbar reich wird. Eine wunderbare Lagerfeuergeschichte für arme Genre-Poeten.

Endlich hat die Menschheit Kontakt zu fremden Wesen aus einer anderen Galaxie aufgenommen. Was ist die erste Information, die du diesen Wesen über uns Menschen und die Erde mitteilen möchtest?

Redet nur mit Leuten, die wissen, was ein D20 ist. Das sind die einzigen mit genug Fantasie, um so einen Erstkontakt nicht vollständig zu versauen.

Welche Art von Apokalypse (Zombies, Roboter, Eiszeit, Meteoritenschauer, etc.) würdest du am ehesten überleben?

Ohne Zweifel die gefürchtete Carpokalypse, jenes kataklysmische Ereignis, bei dem ein unbekannter, hoch selektiver Nanovirus alle Autos der Welt binnen Tagen zu Staub zerfallen lässt. Für den normalen Deutschen mag das dem Weltuntergang ziemlich nahe kommen, für mich wäre das gar kein Problem. Ich bin professioneller Fußgänger und habe jahrzehntelange Erfahrung in der Nutzung jedweder Form von Schienenfahrzeugen.

Hast du einen Lieblingsroman aus dem Genre Science Fiction / Fantasy?

Eigentlich nicht. Ich habe derart viele Bücher gelesen und interessiere mich für noch so viele weitere, dass die Festlegung auf ein Werk, das ich allen anderen vorziehe, ein rein willkürlicher Akt wäre. Müsste ich jedoch zwingend aus meinen Schätzen einen Favoriten wählen, wäre es wohl mein Debütroman „Tarean – Sohn des Fluchbringers“. Warum? Nun, Autoren erzählen immer wieder gerne, dass sie vor allem für sich schrieben, also das, was sie selbst gerne lesen würden. Das ist natürlich nur halb wahr. Jeder Profi schielt auch auf den Markt und dessen Wünsche, denn er möchte seine Geschichten ja auch verkaufen. Bei „Tarean“ war ich diesbezüglich noch vollkommen naiv und hemmungslos – weswegen der Roman einen Charme hat, der mich heute noch gefangen nimmt.

Was ist dein Lieblingsmonster aus Literatur, Kino, TV?

Tribbles. Das sind diese schnurrenden und extrem fortpflanzungsfreudigen Flauschbälle aus „Star Trek“. Wie? Tribbles sind gar keine Monster, sagt ihr? Befragt mal einen Klingonen dazu!

Hast du ein Lieblingswort?

Intrachromosomale Rekombination. Oder Paletten-Doktorfisch. Schwer zu entscheiden.

Welche Technologie aus futuristischen oder phantastischen Roman- oder Filmstoffen sollte am besten jetzt schon existieren?

Die Transporter aus „Star Trek“. Es wäre so unfassbar praktisch, wenn man sich ohne Zeitverlust von einem Ort auf der Erde zum anderen beamen könnte. Morgens ein Hobbitfrühstück in Neuseeland, tagsüber ein Besuch auf der ComicCon in San Diego und abends den Sonnenuntergang über der Wüste von Tunesien genießen. Das hätte was. Außerdem ließe sich mit Transportern auch lässig die Carpokalypse überwinden.

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